<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Scheitelbeineinstellung</id>
	<title>Scheitelbeineinstellung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Scheitelbeineinstellung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scheitelbeineinstellung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T03:09:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scheitelbeineinstellung&amp;diff=1536112&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Herbsterwachen: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0 */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scheitelbeineinstellung&amp;diff=1536112&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-10-03T01:13:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scheitelbeineinstellung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch Asynklitismus, ist eine [[Geburtshilfe|geburtshilfliche]] [[Einstellungsanomalie]] des Kindes im Mutterleib unter der Geburt. Hierbei findet sich eine regelwidrige Einstellung der [[Sutur|Pfeilnaht]] im [[Becken (Anatomie)|Beckeneingang]]. Die Pfeilnaht ist nach vorne oder nach hinten abgewichen, das vordere oder hintere Scheitelbein ist in Führung gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Vordere Scheitelbeineinstellung&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;vorderer Asynklitismus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Naegele-Obliquität&amp;#039;&amp;#039;): Die Pfeilnaht ist nach hinten seitlich abgewichen und dem [[Kreuzbein]] genähert. Das vordere Scheitelbein ist in Führung gegangen. Hier hat der kindliche Kopf die Möglichkeit den, eventuell im geraden Durchmesser verengten, Beckeneingang mit Hilfe des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Knopflochmechanismus&amp;#039;&amp;#039; zu überwinden. Die beiden Kopfhälften passieren nacheinander den Beckeneingang. Es handelt sich um einen günstigen Anpassungsversuch des kindlichen Kopfes. Die Spontangeburt ist möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hintere Scheitelbeineinstellung&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;hinterer Asynklitismus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Litzmann-Obliquität&amp;#039;&amp;#039;): Die Pfeilnaht ist nach vorne abgewichen und der [[Symphyse]] genähert. Das hintere Scheitelbein ist in Führung gegangen. Ein Tiefertreten ist für den Kopf nicht möglich. Es handelt sich um einen ungünstigen Anpassungsversuch des kindlichen Kopfes, da diese Einstellung geburtsunmöglich ist. Meist wird ein [[Kaiserschnitt]] notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merke: vordere Einstellung: „örderlich“; hintere Einstellung: „hinderlich“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Die Scheitelbeinstellung ist immer ein Hinweis auf ein mögliches Missverhältnis zwischen mütterlichem Becken und kindlichem Kopf.&lt;br /&gt;
* Mutterseitige Ursache: Ungünstige Beckenformen, z.&amp;amp;nbsp;B. plattes, platt-rachitisches oder langes Becken&lt;br /&gt;
* Kindseitige Ursache: Ungünstige Kopfformen, z.&amp;amp;nbsp;B. großer Langkopf oder [[Hydrozephalus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Die Eröffnungsperiode der [[Geburt]] verläuft sehr verzögert. Bei der inneren Untersuchung fällt das jeweils in Führung gegangene Scheitelbein auf. Die nach vorne, bzw. nach hinten abgewichene Pfeilnaht ist zu tasten (die Pfeilnaht ist nicht synklitisch=in Führung, sondern asynkltisch=nicht in Führungslinie). Eventuell ist eine Konfiguration der kindlichen Schädelplatten zu tasten, die eine Umfangsverringerung (zirka 2&amp;amp;nbsp;cm) mit sich bringt. Nach [[Blasensprung]] ist meist eine große [[Geburtsgeschwulst]] zu tasten. Eventuell besteht eine Tendenz zu einer [[Kindslage|Haltungsanomalie]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Roederer-Kopfhaltung]]). Da die Scheitelbeineinstellung oft mit einem relativen oder absoluten [[Missverhältnis]] einhergeht ist eine Beckenaustastung vorzunehmen, um sich über die räumlichen Voraussetzungen ein Bild machen zu können. Zusätzlich kann der [[Zangemeister-Handgriff]] durchgeführt und die [[Michaelis-Raute]] beurteilt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie und Verlauf ==&lt;br /&gt;
Bei der vorderen Scheitelbeineinstellung zunächst nur Überwachung der kindlichen [[Herzfrequenz]] und der Wehentätigkeit, die Gebärenden auf der Seite der kleinen Fontanelle lagern. Bei guter Wehentätigkeit kann der Kopf sich konfigurieren und durch ausweichen in die Kreuzbeinhöhle tiefertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der hinteren Scheitelbeinstellung kann zunächst bei gründlicher Überwachung von Mutter und Kind sowie augenscheinlich günstigen Platzverhältnissen zwischen kindlichen Kopf und mütterlichem Becken abgewartet werden. Um dem kindlichen Kopf die Möglichkeit zu geben, sich neu einzustellen, kann die Frau für einige [[Wehe]]n in Knie-Ellenbogen-Lage gelagert werden. Ändert sich die Einstellung des kindlichen Kopfes nicht, wird mit zunehmender Wehentätigkeit das vordere Scheitelbein auf die Symphyse gedrückt, bis eine weitere Flexion nicht mehr möglich ist. Der Beckeneingang kann nicht überwunden werden. Durch das Übereinanderschieben der Ossa parietalia verhakt sich der Schädel stufenförmig an der Symphyse, so dass ein Tiefertreten nicht möglich ist. Die Geburt sollte frühzeitig per Kaiserschnitt beendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Komplikationen ==&lt;br /&gt;
Meist geht die (hintere) Scheitelbeineinstellung mit einem [[Geburtsstillstand]] einher. Durch die starke [[Prellung|Kompression]] des kindlichen Kopfes kann es zu [[Hypoxie (Medizin)|Sauerstoffmangel]], zerebralen Blutungen und Drucknekrosen kommen. Da eine geburtsunmögliche Einstellung und damit ein Missverhältnis vorliegt, kann es zu hyperkinetischen Wehenstörungen ([[Wehensturm]]) kommen; nun besteht die Gefahr einer [[Uterusruptur]]. Es muss, insbesondere bei der hinteren Scheitelbeineinstellung, immer auf die [[Bandl-Furche]] geachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheit ==&lt;br /&gt;
Nicht zu verwechseln ist die Scheitelbeineinstellung mit dem &amp;#039;&amp;#039;physiologischen Asynklitismus&amp;#039;&amp;#039;. Darunter wird die vorübergehende seitliche Annäherung der Pfeilnaht an das Kreuzbein verstanden. Diese Einstellung wird jedoch im weiteren Geburtsverlauf überwunden. Sie dient, genauso wie die Scheitelbeineinstellung, der Überwindung des Beckeingangsraumes. Die Abgrenzung zur Regelwidrigkeit ist schwierig. Eine regelrechte Einstellung sollte sich bei der Erstgebärenden zu Beginn, bei der Mehrgebärenden im Verlauf der Eröffnungsperiode ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mändle, Opitz, Kreuter: &amp;#039;&amp;#039;Das Hebammenlehrbuch der praktischen Geburtshilfe&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-7945-1765-2&lt;br /&gt;
* Pschyrembel „Praktische Geburtshilfe“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kindslage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herbsterwachen</name></author>
	</entry>
</feed>