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	<title>Scheitelauge - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T13:21:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scheitelauge&amp;diff=414820&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:CF:F15:5B00:C44E:10F4:C3EE:D252: /* Evolution des Scheitelauges */  +wl</title>
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		<updated>2024-09-27T06:08:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Evolution des Scheitelauges: &lt;/span&gt;  +wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Frog parietal eye.JPG| miniatur |Scheitelauge (kleiner, hellblauer Punkt direkt zwischen den beiden Augen) bei einem jungen [[Amerikanischer Ochsenfrosch|Amerikanischen Ochsenfrosch]] ]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scheitelauge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parietalauge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-organ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein nach oben gerichtetes, zentrales drittes [[Auge]] auf dem [[Scheitelbein]] (&amp;#039;&amp;#039;Os parietale&amp;#039;&amp;#039;) des [[Schädel]]s, das bei ursprünglichen [[Wirbeltiere]]n als Lichtsinnesorgan zur Wahrnehmung von Helligkeitsunterschieden dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Anolis carolinensis parietal eye.JPG|mini|Scheitelauge einer [[Rotkehlanolis]] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Scheitelauge besteht wie ein gewöhnliches paariges Auge aus [[Linse (Auge)|Linse]], [[Netzhaut]] und [[Sehnerv]], nur die [[Iris (Auge)|Iris]] fehlt. Das Organ liegt nicht frei, sondern ist unter der Haut verborgen. Die Verbindung zum [[Zwischenhirn]] wird über das Scheitelloch ([[Foramen parietale]]) hergestellt, das sich zwischen den paarigen Knochen des Scheitelbeins befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Scheitelauge war bei den Wirbeltieren des [[Paläozoikum]]s, den [[Placodermi]] (Panzerfischen), den [[Kieferlose]]n sowie den [[Landwirbeltiere|tetrapoden]] Amphibien und Reptilien ganz allgemein ausgebildet. Bei heute lebenden ([[Rezent (Biologie)|rezenten]]) Tieren, beispielsweise einigen [[Leguan]]arten, ist das Parietalauge in Form einer lichtdurchlässigen [[Schuppe (Morphologie)|Schuppe]] in der Kopfmitte zu erkennen, die Licht in das Schädelinnere einlässt. Auch bei der neuseeländischen [[Brückenechse]] (&amp;#039;&amp;#039;Sphenodon punctatus&amp;#039;&amp;#039;), einem [[Lebendes Fossil|lebenden Fossil]], und den urtümlichen [[Neunaugen]] ist das Auge noch vorhanden. Verhaltensbeobachtungen deuten darauf hin, dass das Parietalauge zumindest zur Hell-Dunkel-Unterscheidung dient, möglicherweise auch für das Erkennen von Bewegung und so zum Schutz vor [[Fressfeind]]en, etwa Greifvögeln, genutzt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolution des Scheitelauges ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich scheint das Scheitelauge gemäß der paarigen Anlage des Scheitelbeins ebenfalls paarig ausgebildet gewesen zu sein; seine beiden Teile haben sich später voneinander unabhängig jeweils zu [[Homologie (Biologie)|homologen]] Lichtsinnesorganen (Parietalorgan und Pinealorgan) umgewandelt. Dort, wo das linke Auge nach vorne rückte, entwickelte es sich zum Parietalorgan (Parapinealorgan) bzw. -auge der höheren Wirbeltiere wie den Eidechsen und [[Brückenechsen]]; wo es jedoch nach hinten wanderte, wurde das ursprünglich rechte Auge zum Pinealorgan bzw. -auge der [[Froschlurche]] und Neunaugen. Das jeweils andere Auge kann auch unter Funktionsverlust ausnahmsweise erhalten bleiben, so beim [[Meerneunauge]], oder sich, wie bei höheren Wirbeltieren, unter Funktionswechsel zur&amp;amp;nbsp;– oftmals noch lichtempfindlichen&amp;amp;nbsp;– [[Zirbeldrüse]] umwandeln. Diese sorgt durch die Ausschüttung des [[Hormon]]s [[Melatonin]] für die Steuerung [[Circadiane Rhythmik|circadianer Rhythmen]] der Tages- und Nachtaktivität und regelt speziell bei Reptilien und einigen Vögeln Körpertemperatur ([[Thermoregulation]]) und Nahrungsaufnahme. [[Evolution|Entwicklungsgeschichtlich]] ist die Zirbeldrüse damit das älteste Organ zur Steuerung der [[Tagesrhythmik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scheitelauge bei Fischen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl von Frisch]] (Nobelpreis 1973) stellte 1911 fest, dass [[Elritze|Elritzen]], die im Dunkeln ihre Hautfarbe aufhellten, dies auch dann noch taten, wenn sie geblendet worden waren. Wenn ihnen jedoch die Zirbeldrüse (Pinealorgan, Epiphyse) entfernt worden war, unterblieb diese Reaktion bei Verdunkelung. Daraus schloss er: Neben der [[Netzhaut]] der Augen gab es vermutlich auch in der Epiphyse am Zwischenhirn bei Fischen Lichtsinneszellen, die eine Rolle für die Wahrnehmung des [[Circadiane Rhythmik|Tag-Nacht-Rhythmus]] spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ingrid de la Motte, Schülerin Karl von Frischs, konnte mit [[Klassische Konditionierung|Dressurversuchen]] an 18 Fischarten aus 16 Familien nachweisen, dass Fische im Dunkeln sogar in der Lage sind, auf allein mit der Epiphyse rezipierte Lichtsignale mit Futterschnappen zu reagieren. Damit wurde die Verknüpfung von Erregungen epiphysaler Lichtsinneszellen über [[Afferent|afferente Nervenbahnen]] mit [[Efferent|efferenten]] motorischen Erregungen zur Steuerung von Fressverhalten nachgewiesen (Licht-Futter-Assoziation). Darüber hinaus wurde unter Einsatz einzelner [[Elektromagnetisches Spektrum|Spektralfarblichter]] anhand von Reaktionsschwellen und Reaktionszeiten die spektrale Empfindlichkeitskurve des Pinealorgans einer Elritze (Phoxinus laevis AG) bestimmt. Die Kurve entspricht der Spektralkurve des Sehfarbstoffs [[Porphyropsin]], der bei Fischen für Sehen in der Dunkelheit sorgt. Diese Ergebnisse aus Verhaltensversuchen sind weitreichender und aussagekräftiger als der elektrophysiologische Nachweis von Lichtreaktionen epiphysaler Sehzellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Naturwissenschaften 50, Heft 9, S. 363 (1963) Zeitschrift vgl. Physiol- 49, 58-90 (1964)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schädelfenster]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alfred Sherwood Romer]], Thomas S. Parsons: &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Anatomie der Wirbeltiere.&amp;#039;&amp;#039; 5., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Paul Parey, Hamburg u. a. 1983, ISBN 3-490-21718-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie (Wirbeltiere)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronobiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie des Auges]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:CF:F15:5B00:C44E:10F4:C3EE:D252</name></author>
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