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	<title>Scheinfüßchen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T06:31:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scheinf%C3%BC%C3%9Fchen&amp;diff=188859&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gompfunk: + 2 L.</title>
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		<updated>2024-04-19T09:27:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ 2 L.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Pseudopodium|Für die gleichnamigen Gebilde an Moosen siehe [[Pseudopodium (Moose)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:PseudopodiaFormsDavidPatterson.jpg|mini|453px|Formen von Scheinfüßchen, von links: &amp;lt;br /&amp;gt;polypodiale Lobopodien, monopodiale Lobopodien, Filopodien, Lamellipodien, Retikulopodien, verjüngte Axopodien, nicht-verjüngte Axopodien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scheinfüßchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pseudopodien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Singular Pseudopodium) sind [[Zellplasma|Plasmaausstülpungen]] [[Eukaryoten|eukaryotischer]] Zellen. Bei [[Protisten]] sind sie morphologisch sehr vielfältig und erfüllen zahlreiche Funktionen insbesondere bei Bewegung und Stoffwechsel. Auch bei Gewebetieren besitzen sie große Bedeutung bei der [[Zellmigration]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen von Scheinfüßchen ==&lt;br /&gt;
Im Wesentlichen können fünf Typen von Pseudopodien unterschieden werden: Lobopodien, Filopodien, Lamellipodien, Retikulopodien und Axopodien.&amp;lt;ref name=prot/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lobopodien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Chaos carolinense.jpg|mini|Polypodiale Lobopodien bei &amp;#039;&amp;#039;[[Chaos carolinense]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Lobopodien finden sich insbesondere bei [[Amoebozoa]]. Sie laufen spitz zu oder sind röhren-&amp;lt;ref name=prot /&amp;gt;, zungen- oder fingerförmig und können ihre Gestalt sehr schnell verändern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röttger&amp;quot; /&amp;gt; In ihrem Inneren strömt das Plasma sehr schnell.&amp;lt;ref name=prot /&amp;gt; Sie werden entweder einzeln (monopodiale Arten) oder in größerer Zahl (polypodiale Arten) gebildet.&amp;lt;ref name=prot2/&amp;gt; Lobopodien dienen insbesondere der Bewegung.&amp;lt;ref name=prot3/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filopodien ===&lt;br /&gt;
Filopodien finden sich u.&amp;amp;nbsp;a. bei Strahlentierchen ([[Radiolaria]]) und sind fadenförmige Ausstülpungen der [[Zelle (Biologie)|Zelle]], in der Regel gerade, gelegentlich auch gebogen, selten schwach verzweigt. Ein [[Axonem]] aus Mikrotubuli fehlt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röttger&amp;quot; /&amp;gt; In [[Makrophagen]] agieren Filopodien als Fangarme, die gebundene Objekte zur Zelle ziehen, um sie sich per [[Phagozytose]] einzuverleiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID_17620618&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lamellipodien ===&lt;br /&gt;
Lamellipodien (gelegentliche Schreibvariante: Lamellopodien) sind sehr flach und breit angelegte Zellfortsätze, die sich z.&amp;amp;nbsp;B. bei einigen [[Aconchulina]] finden.&amp;lt;ref name=prot /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Retikulopodien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ammonia tepida.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Ammonia tepida]]&amp;#039;&amp;#039; mit Retikulopodien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Retikulopodien sind Sonderformen der Pseudopodien, die ausschließlich bei [[Foraminiferen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röttger&amp;quot; /&amp;gt; als Einzeller mit vorwiegend stationärer Lebensweise zu finden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herder&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Scheinfüßchen verzweigen sich und können auch wieder miteinander verschmelzen. So bilden sie umfangreiche Netzwerke (pseudopodiale Netzwerke),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herder&amp;quot;/&amp;gt; die dem Beutefang, der Fortbewegung, dem Transport von [[Organelle]]n innerhalb der Zelle sowie der Verankerung im Untergrund dienen. Retikulopodien weisen stets [[Körnchenströmung]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röttger&amp;quot;/&amp;gt; und innere [[Mikrotubuli]]&amp;lt;ref name=prot /&amp;gt; auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Axopodien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Heliozoen.jpg|mini|Sonnentierchen mit strahlenförmigen &amp;#039;&amp;#039;Axopodien&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Axopodien, manchmal auch Actinopodien genannt, finden sich unter anderem bei [[Sonnentierchen]] und [[Strahlentierchen]] und sind besonders lange und gerade Zellfortsätze mit einem [[Axonem]] aus spiralförmig angeordneten [[Mikrotubuli]]. Sie dienen sowohl dem Fang von Beute als auch der Vergrößerung des Wasserwiderstandes, um ein Absinken zu verlangsamen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röttger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Uroid}}Zelluläre Abläufe bei der Bildung von Pseudopodien ==&lt;br /&gt;
Am Beispiel der Amöben sollen die zellulären Abläufe verdeutlicht werden: Amöben besitzen ein äußeres, [[Hyalinität|hyalines]] [[Ektoplasma]], welches im Gel-Zustand vorliegt, und ein inneres granuläres [[Endoplasma]], welches im Sol-Zustand vorliegt. In der Grenzschicht zwischen Endoplasma und Ektoplasma befinden sich [[Actin]]- und [[Myosin]]filamente, deren Aneinandergleiten und -haften ähnlich wie beim Kontrahieren und Erschlaffen von [[Muskelzelle]]n zu einer Steifheit des betroffenen Bereiches führt. Ein Actinbindungsprotein (ABP) verknüpft Actin zu einem gelartigen Netz. Steigt nun der [[Calcium]]gehalt, so wird Gelsolin frei, welches die Actinfilamente zerlegt. Dies hat zur Folge, dass in dem Wirkungsbereich des [[Gelsolin]] das Ektoplasma in den Sol-Zustand übergeht und somit verschwindet (Aggregatzustandswechsel). Die Actin-Myosin-Interaktion wird an der Stelle aufgelöst. Am gegenüberliegenden Ende, dem physiologischen Ende ([[Uroid]]) der Zelle, bleibt diese Interaktion bestehen und kontrahiert. Dadurch wird das Endoplasma verdrängt und strömt nach vorne, wo kein Ektoplasma, also keine gelartige Hülle mehr vorhanden ist. Das Endoplasma kann also in diesem Bereich das Actin-Myosin-Netz passieren, nicht aber die granulären Einschlüsse und Zell[[organellen]]. Diese Plasmaströmung führt zum Einziehen von Pseudopodien am Uroid. Dadurch kommt es zur Faltenbildung der [[Zellmembran]] und zur Bildung von neuen Pseudopodien am Vorderende durch Ausstülpung der Zellmembran. Die Pseudopodien verschwinden erst wieder, wenn das ABP die Actinfilamente wieder aufbaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kuk&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* P. K. Mattila, P. Lappalainen: &amp;#039;&amp;#039;Filopodia: molecular architecture and cellular functions.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature reviews. Molecular cell biology.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Nummer 6, Juni 2008, S.&amp;amp;nbsp;446–454, {{ISSN|1471-0080}}. {{DOI|10.1038/nrm2406}}. PMID 18464790. (Review).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Herder&amp;quot;&amp;gt;Stichwort „Retikulopodien.“ In: Herder-Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag GmbH, Heidelberg 2003. ISBN 3-8274-0354-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;kuk&amp;quot;&amp;gt;[[Volker Storch]], [[Ulrich Welsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Kükenthal zoologisches Praktikum&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 3-8274-1643-4, 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Röttger&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Röttger: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Protozoologie&amp;#039;&amp;#039; In: Protozoological Monographs, Bd. 2, 2001, ISBN 3-8265-8599-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID_17620618&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |author=Kress H, Stelzer EH, Holzer D, Buss F, Griffiths G, Rohrbach A |title=Filopodia act as phagocytic tentacles and pull with discrete steps and a load-dependent velocity |journal=Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. |volume=104 |issue=28 |pages= 11633–11638 |year=2007 |pmid=17620618 |doi=10.1073/pnas.0702449104 |url=https://www.pnas.org/content/104/28/11633.abstract |pmc=1913848}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=prot&amp;gt;Klaus Hausmann, Norbert Hülsmann, Renate Radek: &amp;#039;&amp;#039;Protistology&amp;#039;&amp;#039;, 3. Aufl., Schweizerbart, 2003, S. 23, ISBN 3-510-65208-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=prot2&amp;gt;Klaus Hausmann, Norbert Hülsmann, Renate Radek: &amp;#039;&amp;#039;Protistology&amp;#039;&amp;#039;, 3. Aufl., Schweizerbart, 2003, S. 146, ISBN 3-510-65208-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=prot3&amp;gt;Klaus Hausmann, Norbert Hülsmann, Renate Radek: &amp;#039;&amp;#039;Protistology&amp;#039;&amp;#039;, 3. Aufl., Schweizerbart, 2003, S. 213, ISBN 3-510-65208-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4348796-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scheinfusschen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zellbiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gompfunk</name></author>
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