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	<title>Scheinbewegung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T06:33:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scheinbewegung&amp;diff=2812710&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Einzelnachweise */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-11-03T16:56:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Phenakistoscope 3g07690a.gif|mini|Strobiskopische Bewegung beim [[Phenakistiskop]]]]&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scheinbewegung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (engl. &amp;#039;&amp;#039;apparent motion&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;apparent movement&amp;#039;&amp;#039;) steht im weiteren Sinne für die Wahrnehmung von Bewegung bei Objekten, die sich im [[Physik|physikalischen]] Sinne nicht wirklich bewegen. Es handelt sich also um eine [[Optische Täuschung|Bewegungstäuschung]]. Im engeren Sinne ist damit die [[Stroboskopische Bewegung]] – auch Beta-Bewegung genannt – gemeint. Dabei handelt es sich um die Bewegungswahrnehmung bei Betrachtung einer Folge von leicht variierten Einzelbildern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dorsch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen alltäglichen Scheinbewegungen gibt es auch eine als [[Oszillopsie]] bezeichnete Störung der visuellen Wahrnehmung, bei der die Umwelt für den Betrachter verwackelt erscheint, vor allem beim Fixieren von Objekten oder während er sich selbst bewegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thömke20082&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf diskreten Reizen basierende Wahrnehmung von Scheinbewegung ==&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung haben Formen von Scheinbewegungen, bei denen eigentlich [[diskret]]e Bewegungsreize als kontinuierliche Bewegung wahrgenommen werden, weil dies unter anderem die Grundlage der realitätsnahen Bewegungswahrnehmung beim [[Bewegte Bilder|Film]] darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass durch das sukzessive Aufleuchten zweier nahe beieinander liegender Funken der Eindruck einer Bewegung entstehen kann, wurde 1875 von [[Siegmund Exner-Ewarten|Siegfried Exner]] beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neff1936&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Exner1875&amp;quot; /&amp;gt; Anfang des 20. Jahrhunderts analysierte [[Max Wertheimer]] detailliert die Bewegungswahrnehmung basierend auf zwei nacheinander dargebotenen Reizen&lt;br /&gt;
und er dokumentierte, unter welchen Bedingungen eine „optimale Bewegung“ wahrgenommen werden kann. Außerdem beschrieb er eine schattenartige, objektlose Bewegung, die unter bestimmten Bedingungen von seinen Versuchspersonen wahrgenommen wurde. Letzteres wird heute meist als [[Phi-Phänomen]] bezeichnet. Wertheimer bezog die Bezeichnung „Phi-Bewegung“ aber eigentlich auf alle von ihm untersuchten Scheinbewegungen, also auch auf die „optimale Bewegung“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dorsch&amp;quot; /&amp;gt; die unter gewissen Voraussetzungen nicht von einer realen Bewegung zu unterscheiden sei, wie er nachwies.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wertheimer1912&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die „optimale Bewegung“ wurde später durch [[Friedrich Kenkel]] die Bezeichnung [[Beta-Bewegung]] eingeführt. Er unterschied diese damit von einer Variante, bei der zusätzlich eine optische Täuschung wie die [[Müller-Lyer-Illusion]] im Spiel ist, diese Variante nannte er Alpha-Bewegung. Für weitere sehr spezielle Versuchsanordnungen wurden später noch die griechischen Buchstaben Gamma (γ), Delta (δ) und Epsilon (ε) eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warren2018&amp;quot; /&amp;gt; Größere Bedeutung erlangt und bis heute überdauert hat davon nur die Bezeichnung „Beta-Bewegung“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinman2000&amp;quot; /&amp;gt; die häufig synonym mit der Bezeichnung „[[Stroboskopische Bewegung]]“ gebraucht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Colman2015&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die stroboskopische Bewegung wurde Ende des 20. Jahrhunderts Wertheimers These bestätigt, dass es sich dabei unter gewissen Voraussetzungen um eine zur realen Bewegung analoge Wahrnehmung handelt. Und zwar gilt dies dann, wenn der Sehwinkelabstand zweier aufeinanderfolgender diskreter Reize relativ klein ist. Dies wurde als &amp;#039;&amp;#039;Short-Range-Apparent-Movement&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, um es von einem &amp;#039;&amp;#039;Long-Range-Apparent-Movement&amp;#039;&amp;#039; zu unterschieden, bei dem anscheinend höhere kognitive Prozesse beteiligt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anderson1993&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Larsen1983&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Formen von Scheinbewegung ==&lt;br /&gt;
Auch Täuschungen, denen eine Vertauschung von bewegtem und stationärem Objekt zugrunde liegt, werden als Scheinbewegungen bezeichnet. Hierunter fällt beispielsweise die scheinbar vorbeifliegende Landschaft beim Blick aus dem Fenster eines fahrenden Zuges.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Witte2018&amp;quot; /&amp;gt; Auch der gegenteilige Effekt, der als [[Vektion]] bezeichnet wird, kann eintreten: Beispielsweise wenn in einem Bahnhof der Zug auf dem Nachbargleis sich in Bewegung setzt, kann der Eindruck entstehen, der eigene Zug fahre in die entgegengesetzte Richtung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchmidtThews1993&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch den sogenannten [[Daumensprung]] kann man als Scheinbewegung bezeichnen. Wenn man seinen Daumen nahe vor das Gesicht hält und abwechselnd das linke und das rechte Auge schließt, scheint der Daumen hin und her zu springen. Dieser Effekt entsteht durch den Wechsel des Blickwinkels, wodurch sich das anvisierte Objekt scheinbar vor dem weiter entfernten Hintergrund bewegt, analog der [[Parallaxe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchmidtThews1993&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrnehmung von Scheinbewegungen ist auch aufgrund sogenannter [[Bewegungsnacheffekt]]e möglich. Ähnlich den [[Nachbild]]ern auf der Netzhaut kann es zur Wahrnehmung einer Gegenbewegung kommen, wenn man etwa 30 Sekunden lang einen intensiven, gleichförmigen Bewegungsreiz ausgesetzt war und anschließend ein stationäres Objekt betrachtet. Den Effekt kann man nach längerer Betrachtung eines Wasserfalls wahrnehmen, weshalb man auch von der Wasserfall-Illusion spricht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagendorf2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dorsch&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=https://portal.hogrefe.com/dorsch/scheinbewegung/&lt;br /&gt;
 |titel=Scheinbewegung&lt;br /&gt;
 |werk=Dorsch, Lexikon der Psychologie, Hogrefe Verlag, Bern&lt;br /&gt;
 |hrsg=M. A. Wirtz&lt;br /&gt;
 |abruf=2019-05-08}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Witte2018&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kerstin Witte: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Sportmotorik im Bachelorstudium.&amp;#039;&amp;#039; Springer Spektrum, Berlin 2018, ISBN 978-3-662-57867-4, S. 66 ([https://books.google.de/books?id=ctdvDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA66&amp;amp;lpg=PA66 Google Books]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchmidtThews1993&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
F. Schmidt; Gerhard Thews (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Physiologie des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; 25. Auflage. Springer Verlag, Berlin 1993, ISBN 978-3-540-57104-9, S. 281 ([https://books.google.de/books?id=qByDBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA281 Google Books]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagendorf2011&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Herbert Hagendorf, Joseph Krummenacher, Hermann-Joseph Müller, Torsten Schubert: &amp;#039;&amp;#039;Wahrnehmung und Aufmerksamkeit: allgemeine Psychologie für Bachelor.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-642-12709-0, S. 87 ([https://books.google.de/books?id=f44hBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA87 Google Books]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Neff1936&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Walter S. Neff: &amp;#039;&amp;#039;A Critical Investigation of the Visual Apprehension of Movement.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The American Journal of Psychology.&amp;#039;&amp;#039; University of Illinois Press, Band 48, Nummer 1, 1936, S 1–42 ({{JSTOR|1415551}}).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Exner1875&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siegmund Exner: &amp;#039;&amp;#039;Über das Sehen von Bewegungen und die Theorie des zusammengesetzten Auges.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, III. Abtheilung: Physiologie, Anatomie und theoretischen Medicin.&amp;#039;&amp;#039; Band 72, S. 156–190., 1875 ([[hdl:2027/coo.31924063807345]]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wertheimer1912&amp;quot;&amp;gt;Max Wertheimer: &amp;#039;&amp;#039;Experimentelle Studien über das Sehen von Bewegung.&amp;#039;&amp;#039; Zeitschrift für Psychologie, Band 61, 1912, S. 161–265 ({{Webarchiv|url=http://gestalttheory.net/download/Wertheimer1912_Sehen_von_Bewegung.pdf |wayback=20181123195512 |text=online |archiv-bot=2023-01-06 19:02:13 InternetArchiveBot }}, PDF 8,61&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Warren2018&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Howard C. Warren: &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Psychology. Routledge Revivals.&amp;#039;&amp;#039; New York 2018, ISBN 1-138-61628-1, S. 54 ([https://books.google.de/books?id=I3t_DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PT54 Google Books]). Zuerst veröffentlicht im Jahr 1935 von George Allen &amp;amp; Unwin Ltd.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Colman2015&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Andrew M. Colman: &amp;#039;&amp;#039;A Dictionary of Psychology.&amp;#039;&amp;#039; 4th Edition, Oxford University Press, Oxford 2015, ISBN 978-0-19-965768-1, S. 87 ([https://books.google.de/books?id=zvlrBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA87 Google Books]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Larsen1983&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Axel Larsen, Joyce E. Farrell, Claus Bundesen: &amp;#039;&amp;#039;Short- and long-range processes in visual apparent movement.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Psychological Research.&amp;#039;&amp;#039; Band 45, Nummer 1, 1983, S. 11–18 ([https://www.researchgate.net/publication/226613467_Short-_and_long-range_processes_in_visual_apparent_movement online]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anderson1993&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Joseph und Barbara Anderson: &amp;#039;&amp;#039;The Myth of Persistence of Vision Revisited.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Film and Video.&amp;#039;&amp;#039; Band 45, Nummer 1, 1993, S. 3–12 ({{JSTOR|20687993}}).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steinman2000&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Robert M. Steinman, Zygmunt Pizlob, Filip J. Pizlob: &amp;#039;&amp;#039;Phi is not beta, and why Wertheimer’s discovery launched the Gestalt revolution.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vision Research.&amp;#039;&amp;#039; Band 40, 2000, S. 2257–2264 (PMID 10927113).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thömke20082&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Frank Thömke: &amp;#039;&amp;#039;Augenbewegungsstörungen: Ein klinischer Leitfaden für Neurologen.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-13-128742-7, S. 179 ([https://books.google.de/books?id=8us08yI-MccC&amp;amp;pg=PA179 Google Books]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrnehmungstäuschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sehen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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