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	<title>Scheidenflora - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T07:12:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scheidenflora&amp;diff=740185&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-33387-01 am 13. November 2025 um 20:38 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-13T20:38:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scheidenflora&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Vaginalflora) wird die natürlich vorhandene mikrobielle Besiedlung der weiblichen [[Vagina der Säugetiere|Vagina]] bezeichnet. Die Scheidenflora übernimmt eine Platzhalterfunktion und verhindert dadurch, dass andere, schädliche [[Mikroorganismus|Keime]] überhandnehmen. Neben dieser sogenannten [[Kolonisationsresistenz]] verhindert auch der durch die Scheidenflora bedingte [[pH-Wert]] ein Überwuchern von [[Krankheitserreger]]n. In der Zusammensetzung der Scheidenflora gibt es bei den verschiedenen Säugetieren erhebliche Unterschiede. Die Scheidenflora gehört zum [[Mikrobiom]] eines Vielzellers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Scheidenflora der Frau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rugae vaginales.jpg|mini|hochkant|Blick auf das vordere Drittel einer [[Vagina des Menschen|menschlichen Vagina]], ausgehend vom &amp;#039;&amp;#039;Introitus vaginae&amp;#039;&amp;#039;, dem Scheideneingang mit den &amp;#039;&amp;#039;Rugae vaginales&amp;#039;&amp;#039; und dem spiegelnden Vaginalepithel mit der Scheidenflora]]&lt;br /&gt;
Bei einer geschlechtsreifen, gesunden Frau besteht die Scheidenflora überwiegend aus verschiedenen [[Art (Biologie)|Arten]] von [[Milchsäurebakterien]], den sogenannten [[Döderlein-Bakterien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Physiologie ===&lt;br /&gt;
Lange wurde angenommen, &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus acidophilus]]&amp;#039;&amp;#039; sei dabei der am meisten verbreitete [[Mikroorganismus]], aber mittlerweile stellte sich heraus, dass der häufigste Scheidenbewohner &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus iners|L. iners]]&amp;#039;&amp;#039; ist, gefolgt von &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus crispatus|L. crispatus]]&amp;#039;&amp;#039; (nach manchen veröffentlichten Untersuchungen auch umgekehrt). Weitere häufig vorkommende Lactobazillen der Vagina sind &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus delbruekii|L. delbruekii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus jensenii|L. jensenii]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus buchneri|L. buchneri]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus gasseri|L. gasseri]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Bifidobacterium]]&amp;#039;&amp;#039; Spezies. Die Zusammensetzung der vaginalen [[Mikroflora]] kann von Frau zu Frau stark variieren, weshalb verschiedene Parameter der Besiedlung im sogenannten [[Nugent-Score]] zur Quantifizierung und Bewertung der Flora in der Vagina herangezogen werden. Dies ermöglicht die Einschätzung einer Behandlungsbedürftigkeit und des Therapieerfolgs.&amp;lt;ref&amp;gt;J. E. Hill u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Characterization of vaginal microflora of healthy, nonpregnant women by chaperonin-60 sequence-based methods.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Am J Obstet Gynecol.&amp;#039;&amp;#039; 2005, Bd. 193, S. 682–692, PMID 16150261.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;R. Verhelst u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Comparison between Gram stain and culture for the characterization of vaginal microflora: definition of a distinct grade that resembles grade I microflora and revised categorization of grade I microflora.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;BMC Microbiol.&amp;#039;&amp;#039; 2005, Bd. 5, S. 61, PMID 16225680.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;H. Nam u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Analysis of vaginal lactic acid producing bacteria in healthy women.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Microbiol. &amp;#039;&amp;#039; 2007, Bd. 45, S. 515–520, PMID 18176534.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--weitere Quelle: Infect Dis Obstet Gynecol. 2005 Mar;13(1):25-31--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Laktobazillen vergären unter dem [[Menstruationszyklus|zyklischen]] Einfluss von [[Estrogene|Östrogen]] und [[Gestagene|Gestagen]] das von den Vaginalepithelzellen bereitgestellte [[Glykogen]] über [[Glucose|Traubenzucker]] zur [[Milchsäure]] ([[Milchsäuregärung]]). Hierdurch bildet sich in der Scheide ein saures [[Chemisches Milieu|Milieu]] aus, dessen [[pH-Wert]] normalerweise 3,8–4,5 beträgt. Dieses saure Vaginalmilieu stellt einen effektiven Schutz vor manchen [[Infektion]]en und einer Änderung des [[Mikrobiom]]s dar, weil die überwiegende Zahl (potentiell) krankmachender [[Bakterien]] ([[Bakterielle Infektion|bakterielle Infektionen]]) unter solchen Bedingungen nicht gedeihen können. Der niedrige pH-Wert wirkt auch hemmend auf [[Vaginale Pilzinfektion|vaginale Pilzinfektionen]], kann aber keinen vollständigen Schutz bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Störungen ===&lt;br /&gt;
Die Scheidenflora stellt eine wichtige natürliche Prophylaxe dar vor pathologischen Keimen und damit auch vor diversen Geschlechtskrankheiten. Das bei der Frau notwendige saure Milieu kann jedoch empfindlich gestört werden und namentlich zu einem Rückgang der säurebildenden Döderlein-Stäbchen führen. [[Vaginaldusche]]n können diese Störung der vaginalen Bakterienflora verursachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise sind in 1&amp;amp;nbsp;mm³ [[Scheidenepithel]] ca. 2 Milliarden der nützlichen Laktobazillen anzutreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tribune&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.pharmaceutical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=100985&amp;amp;dspaid=833796 |wayback=20110120161026 |text=Pharmaceutical Tribune 03/2009 |archiv-bot=2019-05-12 10:24:22 InternetArchiveBot }} (Anmeldung erforderlich).&amp;lt;/ref&amp;gt; Verringert sich jedoch ihre Zahl, führt dies entsprechend auch zu einem niedrigeren Säuregrad (= höherer pH-Wert). Dies bedeutet eine erhebliche Reduzierung des natürlichen Schutzes, weshalb es viel leichter zu einer bakteriellen [[Kolpitis|Scheidenentzündung]] bzw. [[Vaginose]] kommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher sind folgende Ursachen für die Beeinträchtigung des vaginalen Säureschutzes bekannt: &lt;br /&gt;
* Einnahme der [[Antibabypille]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tribune&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Einnahme von [[Antibiotika]]; &lt;br /&gt;
* übertriebene [[Hygiene]], insbesondere die Anwendung von (basischer) [[Seife]]; &lt;br /&gt;
* Anwendung von Hautdesinfektionsmitteln an der Vulva und in der Vagina&lt;br /&gt;
* chronischer Stress.&amp;lt;ref&amp;gt;J. F. Culhane u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Maternal stress is associated with bacterial vaginosis in human pregnancy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Matern Child Health J.&amp;#039;&amp;#039; 2001, Bd.&amp;amp;nbsp;5, S.&amp;amp;nbsp;127–134, PMID 11573838.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigsten Erreger einer Scheidenentzündung sind &amp;#039;&amp;#039;[[Gardnerella vaginalis]]&amp;#039;&amp;#039;, aber auch pathogene [[Chlamydien]], [[Enterobakterien]], [[Staphylokokken]] und der Pilz &amp;#039;&amp;#039;[[Candida albicans]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Scheidenflora der Säugetiere ==&lt;br /&gt;
Bei z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Haushund|Hündin]] ist eine Mischflora aus etwa zwei bis vier verschiedenen Bakterienarten nachweisbar. Im Unterschied zur Scheidenflora der Frau sind dabei regelmäßig Bakterien zu finden, die potenziell krankheitsauslösend (fakultativ pathogen) sind. Die häufigsten Arten sind:&amp;lt;ref name=&amp;quot;trasch&amp;quot;&amp;gt;Katja Trasch, Axel Wehrend: &amp;#039;&amp;#039;Sinn und Unsinn der bakteriologischen Untersuchung vor der Bedeckung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kleintier Konkret.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 10, 2008, Heft&amp;amp;nbsp;6, S.&amp;amp;nbsp;6–8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Staphylococcus aureus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Staphylococcus intermedius]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* α-, β- und γ-hämolysierende [[Streptokokken]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Escherichia coli]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Pasteurella multocida]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Chlamydien]]&lt;br /&gt;
* [[Mykoplasmen]]&lt;br /&gt;
* Anaerobier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer [[Antibiotika]]-Behandlung ist der Bakteriennachweis im Scheidensekret zumeist negativ, wenige Tage nach Absetzen des Antibiotikums stellt sich jedoch die physiologische Flora wieder ein. Beim Hund ist der pH-Wert physiologisch im alkalischen Bereich, weshalb Pilzinfektionen bei Hunden keine Rolle spielen und den pH-Wert absenkende Medikamente aus der Humanmedizin für Hündinnen vollkommen ungeeignet sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;trasch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Von Martina Lenzen-Schulte: &amp;#039;&amp;#039;Heikle Intimzone. Die Mikroflora der Frau, eine Tauschbörse für Bakterien - und Quelle neuer Risiken?&amp;#039;&amp;#039; [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] vom 4. Oktober 2017, S. N 2. (Über fünf neuere Arbeiten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4596174-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologie und Geburtshilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikrobiom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vagina]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-33387-01</name></author>
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