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	<title>Scheich-Said-Aufstand - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:54:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scheich-Said-Aufstand&amp;diff=322869&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:D8:DF1A:C2C1:DCD8:9B4B:100B:2C11: Einleitung war nicht ausreichend belegt, erwähnte nicht die Azadi-Organisation</title>
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		<updated>2025-06-22T13:23:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einleitung war nicht ausreichend belegt, erwähnte nicht die Azadi-Organisation&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scheich-Said-Aufstand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{kuS-Latn|Serhildana Şêx Seîdê Pîranî}}, {{trS|Şeyh Said İsyanı}}) war ein Aufstand in [[Südostanatolien]] im Jahre 1925. Das Hauptziel der Anführer des Aufstandes, darunter [[Scheich Said]]&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Kreiser, Christoph Neumann &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der Türkei&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 388&amp;lt;/ref&amp;gt; und die kurdische Organisation [[Azadi]], war die Gründung eines unabhängigen [[Kurdistan|Kurdistans]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Maarten Martinus van Bruinessen |Titel=Agha, Shaikh and State: On the Social and Political Organization of Kurdistan |Hrsg=Utrecht University |Ort=Utrecht |Datum=1978 |ISBN=1-85649-019-X |Seiten=405}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert W. Olson |Titel=The emergence of Kurdish nationalism and the Sheikh Said Rebellion, 1880-1925 |Hrsg=University of Texas Press |ISBN=978-0-292-77619-7 |Seiten=153}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Um eine breite Masse – hauptsächlich [[Sunnitischer Islam|sunnitische]] [[Zaza|zazaische]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Murat Varol |url=https://www.bingol.edu.tr/documents/Zaza%20Tarihi%20ve%20Ku%CC%88ltu%CC%88ru%CC%88%20Sempozyumu.pdf |titel=II. ULUSLARARASI ZAZA TARİHİ  VE KÜLTÜRÜ SEMPOZYUMU (4-6 MAYIS 2012) |werk=Bingöl Universität |datum=2012-05-06 |sprache=tr |abruf=05.06.2024}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stammesgruppen – zu mobilisieren, wurde jedoch vor allem auf religiöse Agitation gegen die Abschaffung des [[Kalifat|Kalifats]] gesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einer darauf folgenden umfassenden Gegenoffensive wurde die Rebellion schließlich zerschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Vorbereitungen für den Aufstand begannen im Jahre 1924. In diesem Jahr wurde die religiöse Institution des [[Kalifat]]s durch die Nationalversammlung abgeschafft. Ebenfalls in diesem Jahr wurden die [[kurdische Sprache|kurdische]] und [[Zaza-Sprache|zazaische Sprache]] in der Öffentlichkeit verboten. Die [[Azadi]]-Organisation betrieb eine intensive Propaganda. Nach einer Meuterei von Kurden im 7. Armeekorps wurden große Teile der Azadi-Führung verhaftet. Scheich Said übernahm ab da die Führung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die türkische Regierung die lokale kurdische Bevölkerung in der [[Mosul-Frage]] hinter sich wissen wollte, war sie bereit, ihnen einige ihrer Forderungen zu erfüllen, die einer [[Autonomie (Politikwissenschaft)|Autonomie]] nahe kamen. Am 1. August 1924 wurde in [[Diyarbakır (Provinz)|Diyarbakır]] zwecks Bestimmung des Ausmaßes der Rechte der Kurden eine Konferenz abgehalten. Dort wurde ihnen eine General[[amnestie]], Sonderzahlungen aus dem Budget, fünfjährige Steuerfreiheit sowie die Wiedereinführung der [[Schari&amp;#039;a]]-Gerichte zugesagt. Die Vertreter der kurdischen Bevölkerung willigten ein und versprachen im Gegenzug, die Türkei in der Mosul-Frage zu unterstützen. Bevor das Abkommen in der [[Große Nationalversammlung der Türkei|Großen Nationalversammlung der Türkei]] ratifiziert werden konnte, brach jedoch der Aufstand aus. Somit spielte der Aufstand in die Hände der Briten, da die Türkei einerseits ihre militärische Kapazität für die Beendigung des Aufstandes einsetzen musste und somit eine mögliche Intervention in den Nordirak unmöglich wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MKÖ&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mim Kemâl Öke |Titel=Belgelerle Türk-İngiliz ilişkilerinde Musul ve Kürdistan sorunu, 1918–1926 |Sammelwerk=123 |Band=III |Nummer=A-33 |Auflage=1. |Verlag=Türk Kültürünü Araştırma Enstitüsü |Ort=Ankara |Datum=1992 |ISBN=975-456-052-8 |Kapitel=Beşinci Bölüm: Şeyh Sait İsyanı, Nesturiler ve Meselenin Devletlerarası Hakemliğe Havalesi |Seiten=159 |Sprache=tr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Mischung aus kurdischem Nationalismus und Islamismus war der Auslöser für den Aufstand der Kurden unter Scheich Said. Dieser hatte darüber hinaus Kontakte zu vielen wichtigen Kurdenführern der damaligen Zeit, so wie [[Alişer]] aus Koçgiri, [[Said Riza]] aus [[Tunceli]], [[Simko Schikak]] aus Ost[[kurdistan]] und [[Mahmud Barzandschi]] aus [[Süleymania]] im [[Irak]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cumhuriyet March 30, 1925.jpg|mini|Türkische Soldaten umzingeln das aufständische Gebiet. Zeichnung aus der &amp;#039;&amp;#039;[[Cumhuriyet]]&amp;#039;&amp;#039; vom 30. März 1925.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufständischen eroberten nach und nach die umliegenden Städte. Am 17. Februar 1925 wurde der Gouverneur von [[Genç (Bingöl)|Genç]] in der heutigen [[Bingöl (Provinz)|Provinz Bingöl]] gefangen genommen. Scheich Said eroberte Genç, [[Maden (Elazığ)|Maden]] und [[Siverek]] und zog dann in Richtung [[Diyarbakır]]. Andere Einheiten eroberten [[Varto]] in der Provinz [[Muş (Provinz)|Muş]] und zogen dann zur Stadt [[Muş]]. Am 23. Februar wurde das Kriegsrecht verhängt. Am 24. Februar wurde [[Elazığ]] erobert. Wenige Tage später nahm Scheich Saids Bruder Ebdurrehîm die Stadt [[Çermik]] ein und erhielt hier Verstärkung durch Scheich Eyûb mit Männern aus dem Distrikt Siverek. Gemeinsam eroberten sie Ergani.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin van Bruinessen: &amp;#039;&amp;#039;Agha, Scheich und Staat&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1989, S. 415&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Februar erließ die Regierung das „Gesetz zur Festigung der Ordnung“ ([[Takrir-i Sükûn Kanunu]]) mit außergewöhnlichen Machtbefugnissen für die Regierung. Am 27. Februar startete die [[Türkisches Heer|türkische Armee]] Luftangriffe und eine große Bodenoffensive; insgesamt wurden schließlich 50.000 gut ausgerüstete türkische Soldaten aufgeboten. Der Aufstand konnte gegen die türkische Armee aufgrund fehlender schwerer Waffen nicht lange bestehen. Am 27. April geriet Scheich Said mit 47 Mitkämpfern in seinem Hauptquartier in Genç in Gefangenschaft und wurde durch ein türkisches [[Unabhängigkeitsgericht]] [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] und am 29. Juni [[Erhängen|gehängt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bruinessen.418&amp;quot;&amp;gt;Martin van Bruinessen: &amp;#039;&amp;#039;Agha, Scheich und Staat&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1989, S. 418&amp;lt;/ref&amp;gt; Tausende weniger einflussreiche Kurden wurden ohne Gerichtsverfahren getötet und die Bevölkerung ganzer Distrikte wurde deportiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bruinessen.418&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Seiten des türkischen Staates kämpften auch drei [[Aleviten|alevitische]] Kurdenstämme der Xormek,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Mehmet Şerif Fırat: &amp;#039;&amp;#039;Doğu İlleri ve Varto Tarihi.&amp;#039;&amp;#039; Ankara 1970 (Reprint). Dort auch ein Brief von Scheich Said an die Xormek-Führer.&amp;lt;/ref&amp;gt; Haydaran und der Lolan gegen den Aufstand. Hintergrund waren alte Stammesrivalitäten mit dem [[Sunniten|sunnitischen]] Stamm der Cibran, die auf Seiten der Aufständischen kämpften.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin van Bruinessen: &amp;#039;&amp;#039;Agha, Scheich und Staat&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1989, S. 411&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Stämme verhinderten die Einnahme [[Erzincan]]s und [[Erzurum]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Strohmeier, Lale Yalçin-Heckmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Kurden. Geschichte, Politik, Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Beck Verlag, München 2003, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Aufstand wurden tausende Kurden in den westlichen Teil der [[Türkei]] vertrieben. Kleine Verbände, die entkommen konnten, setzten den Kampf als [[Guerilla]] fort. Diese Aktivitäten dauerten bis 1927 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Günter Max Behrendt&lt;br /&gt;
   |Titel=Nationalismus in Kurdistan. Vorgeschichte, Entstehungsbedingungen und erste Manifestationen bis 1925.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Schriften des Dt. Orient-Instituts&lt;br /&gt;
   |Ort=Hamburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1993&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-89173-029-2&lt;br /&gt;
   |Seiten=&lt;br /&gt;
   |Kommentar=bes. Kap. 5 ab S. 375}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Martin van Bruinessen]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Agha, Scheich und Staat – Politik und Gesellschaft Kurdistans&lt;br /&gt;
   |Verlag=editionParabolis&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-88402-259-8&lt;br /&gt;
   |Seiten=&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Neuauflage}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Yaşar Kalafat&lt;br /&gt;
   |Titel=Şark meselesi ışıgında Şeyh Sait olayı, karakteri, dönemindeki iç ve dış olaylar&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Boğaziçi ilmî araştırmalar serisi; 11&lt;br /&gt;
   |Verlag=Boğaziçi Yayınları&lt;br /&gt;
   |Ort=Ankara&lt;br /&gt;
   |Datum=1992&lt;br /&gt;
   |ISBN=975-451-083-0&lt;br /&gt;
   |Seiten=407}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Robert Olson&lt;br /&gt;
   |Titel=The Emergence of Kurdish Nationalism and the Sheikh Said Rebellion&lt;br /&gt;
   |Verlag=University of Texas Press&lt;br /&gt;
   |Ort=Austin TX&lt;br /&gt;
   |Datum=1989&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-0-292-77619-7&lt;br /&gt;
   |Seiten=229}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurdische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufstand in Asien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufstand (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Türkische Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1925]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>2003:D8:DF1A:C2C1:DCD8:9B4B:100B:2C11</name></author>
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