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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen = DEU Schefflenz COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 49/24/09/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 09/16/43/E&lt;br /&gt;
|Lageplan = Schefflenz in MOS.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland = Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk = Karlsruhe&lt;br /&gt;
|Landkreis = Neckar-Odenwald-Kreis&lt;br /&gt;
|Höhe = 273&lt;br /&gt;
|PLZ = 74850&lt;br /&gt;
|Vorwahl = 06293&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 08225115&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE ZFW&lt;br /&gt;
|Gliederung = 4 [[Ortsteil]]e&lt;br /&gt;
|Straße = Mittelstraße 47&lt;br /&gt;
|Website = [http://www.schefflenz.de/ www.schefflenz.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister = Raphael Hoffmann&lt;br /&gt;
|Partei = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schefflenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde]] im [[Neckar-Odenwald-Kreis]] im [[Nordost]]en von [[Baden-Württemberg]]. Sie liegt im Naturraum [[Bauland (Landschaft)|Bauland]] und gehört zur [[Metropolregion Rhein-Neckar]]. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Oberschefflenz, Unterschefflenz, Mittelschefflenz und Kleineicholzheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage und naturräumliche Einordnung ===&lt;br /&gt;
Schefflenz liegt im südwestlichen Bauland auf einer von Tälern zergliederten Muschelkalkhochfläche. Das Gemeindegebiet umfasst 36,96&amp;amp;#8239;km². Die Siedlungen von Schefflenz liegen auf Höhen zwischen 250 und 310&amp;amp;#8239;m ü. NHN. Der tiefste Punkt ist die Kelchenmühle im Süden (252&amp;amp;#8239;m), der höchste die bewaldete Kuppe der Kohlplatte im Nordwesten (354&amp;amp;#8239;m). Die umliegenden Plateauränder erreichen Höhen um 350&amp;amp;#8239;m. Die [[Schefflenz (Jagst)|Schefflenz]] verläuft in Nord-Süd-Richtung durch das Gemeindegebiet und durchzieht dabei einen breiten, flach eingeschnittenen Talboden. Zu ihren Nebengewässern zählen der [[Eberbach (Schefflenz)|Eberbach]] und das [[Auebächlein]], die als Zuflüsse zur Schefflenz das örtliche Fließgewässersystem ergänzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Schefflenz liegt innerhalb des Naturparks Neckartal-Odenwald. Das Naturschutzgebiet [[Unteres Heimental]] liegt größtenteils auf Elztaler Gemarkung und erstreckt sich östlich von Oberschefflenz in Richtung des Elztaler Ortsteils [[Rittersbach (Elztal)|Rittersbach]]. [[Naturpark Neckartal-Odenwald]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Schefflenz befindet sich im Nordosten Baden-Württembergs in einer vorwiegend landwirtschaftlich genutzten, teils bewaldeten Hügellandschaft. Angrenzende Gemeinden sind Elztal, [[Limbach (Baden)|Limbach]], [[Seckach]], [[Adelsheim]], [[Roigheim]] ([[Landkreis Heilbronn]]) und [[Billigheim]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/6218/Schefflenz |titel=Schefflenz |werk=LEO-BW |hrsg=Landesarchiv Baden-Württemberg |abruf=2025-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet von Schefflenz gehört geologisch zum südwestlichen Bauland und wird überwiegend von Gesteinen des Muschelkalks aufgebaut. Im äußersten Norden treten mit den Oberen Röttonen bereits Formationen des Buntsandsteins auf, die für den Übergang zur benachbarten Landschaft des Hinteren Odenwalds typisch sind. Geomorphologisch gliedern sich diese Gesteine unauffällig in die leicht zertalte Hochfläche ein, die als Rumpffläche gedeutet wird. Ihre Ausbildung reicht vermutlich bis ins [[Tertiär]] zurück und verläuft flachwellig in Richtung Heidersbach und Rittersbach.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Olbert: &amp;#039;&amp;#039;Talentwicklung und Schichtstufenmorphogenese am Südrand des Odenwaldes&amp;#039;&amp;#039;. Tübinger geographische Studien (64), Geographisches Institut der Universität Tübingen, Tübingen 1975&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schefflenz durchzieht das Gebiet in einem nahezu meridional ausgerichteten Sohlental mit breitem Wiesengrund. Westlich der Schefflenz steigt das Gelände auf dem meist mittleren Muschelkalk sanft zur Wasserscheide mit dem [[Elz (Neckar)|Elztal]] an. Östlich des Tals hat die Schefflenz im Oberen Muschelkalk eine ausgeprägtere Schichtstufe zwischen Kleineicholzheim und Oberschefflenz geformt, die sich unterhalb von Oberschefflenz auf die westliche Talseite verlagert. An der Nordseite des Vogelbergs (338&amp;amp;#8239;m&amp;amp;#8239;ü.&amp;amp;#8239;NN) tritt sie erst im Einzugsgebiet der Elz, im Auerbachtal, wieder deutlich hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bodengüte in Schefflenz gilt als vergleichsweise hoch und beruht auf dem wenig verkarsteten Muschelkalk als geologischem Untergrund sowie einer mäßigen [[Löss]]überdeckung. In Verbindung mit Jahresmitteltemperaturen von über 9&amp;amp;#8239;°C in den 1980er- und 1990er-Jahren ergeben sich damit Standortverhältnisse, wie sie für die Altsiedellandschaften des südwestlichen Baulands typisch sind. Karsterscheinungen wie [[Doline]]n und wasserlose Senken kommen auf den umgebenden Höhenzügen bei [[Großeicholzheim]] und im [[Weidach (Wald)|Weidachswald]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Klimatisch macht sich die im Vergleich zum nördlich benachbarten [[Odenwald]] geringere topographische Höhenlage durch höhere [[Temperatur]] und geringere aber i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. ausreichende [[Niederschlag]]smengen (&amp;gt; 600&amp;amp;nbsp;l/m² pro Jahr; d.&amp;amp;nbsp;h. Niederschlag größer als Verdunstung, für die herkömmlichen Feldfrüchte keine zusätzliche Bewässerung notwendig) günstig bemerkbar. Auch die strahlungstechnisch vorteilhafte recht offene Lage von [[Tal]] und Hochflächen mit allgemeiner Südsüdwest-Ausrichtung ist agrarisch/klimatisch „von Nutzen“.&lt;br /&gt;
Der jahreszeitliche Temperaturverlauf zeigt meist im späten Juli und frühen August Maxima, mehrere Tiefpunkte treten gewöhnlich von Anfang Dezember bis Mitte Februar auf (nach eigenen Messungen 1987–1996 und historischen Auswertungen bis zurück in die 1920er Jahre). In den im Vergleich zu Sonnenstand teils verspäteten thermischen Extremen und im Wintermaximum des Niederschlags (besonders Dezember) kommen Eigenschaften eines eher ozeanisch dominierten subozeanischen bis subkontinentalen Übergangsklimas zu Geltung.&lt;br /&gt;
Es darf angenommen werden, dass die nördlich und nordwestlich gelegenen Höhen des [[Odenwald]]s (bis ca. 600&amp;amp;nbsp;m ü. NN) ggf. niederschlagsmäßig abschirmenden Effekt oder geringen Staueffekt bewirken, temperaturmäßig v.&amp;amp;nbsp;a. bei West- bis Nordwind schwacher erwärmender [[Föhn]]effekt zu veranschlagen ist (nicht in Zahlen belegt).&lt;br /&gt;
Kurzfristige Schwankungen der Zirkulations- und Witterungsverhältnisse führen, wie vielerorts in den [[Mittelbreiten]], gelegentlich zu bemerkenswerten, „historischen“ Ereignissen, die sich im allgemeinen Gedächtnis der Einheimischen – in der Regel jahreszeitlich eingeordnet – niederschlagen, z.&amp;amp;nbsp;B.:&lt;br /&gt;
* niedrigste (Tiefst-)Temperatur: ca. −30&amp;amp;nbsp;°C, vermutlich Winter 1928/29;&lt;br /&gt;
* Schneehöhe über 50&amp;amp;nbsp;cm: März 1987, Dezember 2001;&lt;br /&gt;
* letztmals Bach begehbar zugefroren: Ende der 1960er Jahre;&lt;br /&gt;
* regionales „Jahrhundert“-Hochwasser: Dezember 1993;&lt;br /&gt;
* Sturmereignisse: Spätwinter 1990, Weihnachtssturm Lothar 1999.&lt;br /&gt;
Belege für diese und (nicht angeführte) andere Extrem-Ereignisse beruhen sowohl auf Angaben von Zeitzeugen wie auf persönlicher und/oder offizieller Dokumentation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungs- und Bevölkerungsgeographie ===&lt;br /&gt;
Siedlungsgeographisch gehören Unter- und Mittelschefflenz dem Typus des Haufendorfs zu. Der Straßenverlauf erscheint zufällig, die Anordnung der Gehöfte willkürlich. Der historische Ortsetter von Oberschefflenz konzentriert sich dagegen entlang der Hauptstraße (ca. 120 Gebäudeeinheiten) und entlang weniger Nebenstraßen (ca. 60 Gebäudeeinheiten). Der Verlauf des alten Handels- und Heereswegs Heidelberg-Würzburg zeichnet sich im Verlauf der Oberschefflenzer Hauptstraße nach. Mit Sicherheit führte auch der Römerweg (ab. 1. Jahrhundert n. Chr.) durch das Schefflenztal gen Osten. Allerdings ist der genaue Verlauf umstritten: Während Roedder von einer bereits frühen Führung über die Höhen südlich des Elztals durch Oberschefflenz ausgeht, plädiert Ebersold für einen alten Mittel/ -Unterschefflenzer Wegeverlauf. Jedenfalls querte die Römerstraße auf der Strecke zwischen den römischen Lagern Neckarburken (West) und Osterburken (Ost) auf 30&amp;amp;nbsp;km im heutigen Gemeindegebiet das einzige Tal. In Kleineicholzheim, dem sog. „Weiler“, mischen sich Haufen- und Straßendorfmerkmale, wobei an Odenwald- und Seckacher Str. – den beiden Hauptwegen –, wie in Oberschefflenz, hier eher ungeregelte Formen des Straßen- oder Reihendorfs vorherrschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schefflenzdörfer und Kleineicholzheim sind vier (territorial-)geschichtlich eng zusammengehörige Einheiten. Gleichwohl hat sich im Laufe der Jahrhunderte ein verwaltungsmäßiges Zusammenwachsen der heutigen Ortsteile lediglich und letztlich im Zuge der Gemeindereform der frühen 1970er-Jahre ergeben, wenn auch die Benennung der drei Schefflenzdörfer „von jeher“ alte Verbundenheit erkennen lässt. Jene Verbundenheit zeigte sich über Jahrhunderte in den gemischten Ansprüchen der Kurpfalz und von Kurmainz auf die Dörfer. 1973 haben sich dagegen die politischen Gemeindezugehörigkeiten der beiden Eicholzheimdörfer nach Volksabstimmungen geändert: Groß- im obersten Schefflenztal zur Gemeinde Seckach, Klein- zu Schefflenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu bemerken ist, dass infolge der Vertreibung von – im Kern sprachlich und im historischen Gedächtnis – als deutsch eingeordneter Bevölkerung aus mittelosteuropäischen Siedlungsgebieten (v.&amp;amp;nbsp;a. Sudetenland, Mähren, Ungarn; auch Danzig) nach Ende des Zweiten Weltkriegs Schefflenz erheblichen Bevölkerungszuwachs erfuhr. Bis heute dauern privat in Pflege von Mundart oder Religion oder kulturellem Selbstverständnis Eigenarten bei den Kriegs-Flüchtlingen vor Ort z.&amp;amp;nbsp;T. fort, indes nicht vereinsmäßig (wie etwa in der Kreisstadt [[Mosbach]]). Konfessionell betrachtet hat sich durch den Zuzug der Kriegsflüchtlinge eine Vergrößerung des katholischen Bevölkerungsanteils im Vergleich zur traditionell calvinistisch-protestantischen Mehrheit eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bevölkerungsstruktur macht sich die Randlage der Gemeinde zwischen den Ballungsräumen Heidelberg-Mannheim, Heilbronn/Neckar-Unterland sowie ferner Rhein-Main und Würzburg in den letzten beiden Jahrzehnten durch eine insgesamt stagnierende Bevölkerungszahl bemerkbar. Wanderungs- und Geburten- und Sterbefälle ergaben ein Einwohnermaximum von ca. 4400 Personen 1995 und 2000, während seitdem ein leichter Rückgang anhält (Ende 2005 4290 Einwohner). Im Vergleich zum Landesdurchschnitt von 220 fällt die Bevölkerungsdichte mit etwas weniger als 120 Einwohnern/km² unterdurchschnittlich aus. Dagegen entsprechen die mittleren Alter der männlichen und weiblichen Bevölkerungsgruppen ziemlich genau dem baden-württembergischen 2005: 40,0 Jahre bei Männern (B.-W.: 40,1), 43,0 bei Frauen (B.-W.: 42,7). [Statistisches Landesamt B.-W., siehe Weblinks]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:SchefflenzOberschefflenzZentrum2020-12-19-14-07-42.jpg|mini|Luftbild des Ortszentrums von Oberschefflenz (Ortsteil von Schefflenz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Schefflenz besteht aus den vier Ortsteilen Kleineicholzheim (228 Einwohner, 2017), Mittelschefflenz (1070 Einwohner), Oberschefflenz (1505 Einwohner) und Unterschefflenz (1146 Einwohner).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schefflenz.de/index.php?id=9 Schefflenz - Kurzportrait] auf der Webseite von Schefflenz, abgerufen am 26. März 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ortsteile sind gebietsgleich zu den früheren Gemeinden gleichen Namens.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schefflenz.de/fileadmin/Dateien/Dateien/Satzungen/13102009_105826_Hauptsatzung_vom_21.09.2009.pdf Hauptsatzung der Gemeinde Schefflenz vom 21. September 2009]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ortsteil Kleineicholzheim gehören das Dorf Kleineicholzheim und der Ort Bahnstation Eicholzheim. Zu den Ortsteilen Mittelschefflenz und Oberschefflenz gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zum Ortsteil Unterschefflenz gehören das Dorf Unterschefflenz, der Ort Am Kelchenwald und das Haus Kelchenmühle.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Ortsteil Mittelschefflenz liegt die [[Wüstung]] Eildorf.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 322–324&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Folgende Gemeinden grenzen an die Gemeinde Schefflenz. Sie gehören teilweise zum [[Neckar-Odenwald-Kreis]] und teils zum [[Landkreis Heilbronn]]: [[Adelsheim]], [[Billigheim]], [[Elztal (Odenwald)|Elztal]], [[Limbach (Baden)|Limbach]], [[Roigheim]] (Landkreis Heilbronn) und [[Seckach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Schefflenz wird erstmals im [[Lorscher Codex]] anlässlich einer Schenkung durch einen &amp;#039;&amp;#039;Lentrich&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 774 als &amp;#039;&amp;#039;Scaflenze&amp;#039;&amp;#039; urkundlich erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Minst, Karl Josef [Übers.] |url=http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1971bd5/0226 |titel=Lorscher Codex (Band 5), Urkunde 3580, 24. August 774 – Reg. 1072 |werk=Heidelberger historische Bestände – digital |hrsg=Universitätsbibliothek Heidelberg |seiten=220 |abruf=2017-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die drei Schefflenzdörfer besaßen als [[Reichsdorf|Reichsdörfer]] zunächst Reichsunmittelbarkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Erhard Nietzschmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Freien auf dem Lande. Ehemalige deutsche Reichsdörfer und ihre Wappen.&amp;#039;&amp;#039; Melchior, Wolfenbüttel 2013, ISBN 978-3-944289-16-8, S.&amp;amp;nbsp;58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Laufe des Mittelalters erwarben jedoch verschiedene Ritterfamilien Rechte an den Dörfern. Nach der Auflösung des [[Kloster Lorsch|Klosters Lorsch]] 1232 gelangten die drei Dörfer an [[Kurmainz]]. Ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts versuchte die [[Kurpfalz]] die Vorherrschaft in der Gegend zu erlangen, was in Schefflenz schrittweise gelang. 1545 wurde in der Kurpfalz die [[Reformation]] nach [[Evangelisch-Lutherische Kirchen|lutherischem]] Bekenntnis eingeführt. Dies verschärfte den Konflikt zwischen Kurpfalz und Kurmainz. 1653 verzichtete Kurmainz auf alle Rechte an den drei Schefflenzdörfern und Schefflenz gelangte endgültig zur Kurpfalz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wuchs die Bevölkerungszahl auch durch Zuwanderung stark an. Die Einwohnerschaft der Wüstung Eildorf soll angeblich im Zeitraum dieses Krieges ausgestorben sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leo-bw.de/fr/web/guest/detail/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/22864/Eildorf+-+W%C3%BCstung |titel=Eildorf - Wüstung - Detailseite |werk=LEO-BW |hrsg=Landesarchiv Baden-Württemberg |abruf=2023-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Auflösung der Kurpfalz im [[Reichsdeputationshauptschluss]] 1803 kam Schefflenz zunächst zum [[Fürstentum Leiningen]] und ab 1806 zum [[Großherzogtum Baden]]. Mitte des 19. Jahrhunderts verließen etwa 500 Einwohner Schefflenz zumeist in Richtung Nordamerika. 1862 wurde Oberschefflenz an die [[Odenwaldbahn (Baden)|Bahnstrecke Heidelberg–Würzburg]] angeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schefflenz.de/index.php?id=10 Webseite Schefflenz], Geschichte&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Ersten Weltkrieg geriet ein gebürtiger Kleineicholzheimer (Matrosenartillerist der 5. Kompanie der Matrosenartillerie-Abteilung Kiautschou) nach der Mobilmachung im November 1914 noch im selben Jahr in Kriegsgefangenschaft, zunächst im Lager Kumamoto, später im Lager Kurume bis zu seiner Entlassung im Dezember 1919.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.tsingtau.info/index.html?namen/w.htm%20(Weber,%20E.W.G). |titel=Tsingtau - historisch-biographisches Projekt |abruf=2025-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] wurden acht [[Judentum|jüdische]] Einwohner Opfer der [[Holocaust|Shoa]]. An sie erinnert eine Gedenktafel auf dem [[Jüdischer Friedhof Bödigheim|jüdischen Friedhof Bödigheim]], ihrer traditionellen Begräbnisstätte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd.I, Bonn 1995, S. 20, ISBN 3-89331-208-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Schefflenz durch Vereinigung der bis dahin selbstständigen Gemeinden Mittelschefflenz, Oberschefflenz und Unterschefflenz gebildet. Am 1. Februar 1972 wurde die Gemeinde Kleineicholzheim nach Schefflenz eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=477}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Einwohnerentwicklung === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen der ehemaligen Gemeinden ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wappen Mittelschefflenz.png|Mittelschefflenz&lt;br /&gt;
Wappen Oberschefflenz.png|Oberschefflenz&lt;br /&gt;
Wappen Unterschefflenz.png|Unterschefflenz&lt;br /&gt;
Wappen Kleineicholzheim.png|Klein&amp;amp;shy;eicholzheim&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] hat 14 ehrenamtliche Mitglieder, die für fünf Jahre gewählt werden. Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigter Gemeinderatsvorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2024|Kommunalwahl am 9. Juni 2024]] führte zu folgendem Ergebnis.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlergebnisse.komm.one/lb/produktion/wahltermin-20240609/08225115/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=3674&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_-12103_id_19542 Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E3E3E3&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| Gemeinderat 2024&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E3E3E3&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
! align=&amp;quot;left&amp;quot;| Partei / Liste || Stimmenanteil || Sitze || Ergebnis 2019&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot;| Wahlvorschlag 2 || 53,26 % || 7 || 54,0 %, 8 Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot;| Wahlvorschlag 1 || 46,74 % || 7 || 46,0 %, 6 Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;5&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;Wahlbeteiligung: 67,18 % (2019: 65,7 %) &amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
An der Spitze der Gemeinde steht der [[Bürgermeister (Baden-Württemberg)|Bürgermeister]] der von der Bevölkerung auf acht Jahre direkt gewählt wird. Seine Stellvertreter werden jeweils vom [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] nach den Gemeinderatswahlen neu gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1972–1992: Hermann Döttling (Freie Wähler)&lt;br /&gt;
* 1992–2008: Peter Fox (CDU)&lt;br /&gt;
* 2008–2024: Rainer Houck (CDU)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rnz.de/nachrichten/mosbach_artikel,-Mosbach-Buergermeisterwahl-Schefflenz-Rainer-Houck-deutlich-im-Amt-bestaetigt-_arid,222606.html |titel=Bürgermeisterwahl Schefflenz: Rainer Houck deutlich im Amt bestätigt   - Mosbach - Nachrichten und Aktuelles - Rhein-Neckar-Zeitung |werk=rnz.de |datum=2016-09-18 |abruf=2024-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* seit 1. Januar 2025: Raphael Hoffmann (parteilos)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stephanie Kern |url=https://www.rnz.de/region/neckartal-odenwald_artikel,-Buergermeisterwahl-Schefflenz-Raphael-Hoffmann-wird-der-Nachfolger-von-Rainer-Houck-_arid,1416286.html |titel=Bürgermeisterwahl Schefflenz: Raphael Hoffmann wird der Nachfolger von Rainer Houck |werk=rnz.de |datum=2024-10-06 |abruf=2024-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Durch eine eingebogene silberne (weiße) Spitze, worin ein linkshin liegendes grünes Eichenblatt unter einer pfahlweis gestellten grünen Erbsenschote mit silbernen (weißen) Erbsen, gespalten; vorn von Blau und Silber (Weiß) schräglinks gerautet (Wittelsbacher Wappen: die Kurpfalz als Teil des Wittelsbachischen Erbes), hinten in Schwarz ein rot bewehrter und rot bezungter goldener (gelber) Löwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Schefflenz unterhält mit folgenden Gemeinden Gemeindepartnerschaften:&lt;br /&gt;
* [[Cunewalde]] ([[Sachsen]])&lt;br /&gt;
* [[Ágfalva]] ([[Ungarn]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
In Unterschefflenz befindet sich eine evangelische Kirche, deren Portal mit 1764 datiert ist. Vor der Kirche steht eine 1870 angepflanzte [[Tanzlinde]], auf dem angrenzenden Friedhof befinden sich zwei [[Kriegerdenkmal]]e für die Gefallenen des Ortes aus den Kriegen 1870/71 bzw. 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945. Das Bürgeramt ist ein moderner Zweckbau aus den Jahren 1957/58. Das 1911 erbaute Schulhaus des Ortes dient inzwischen als Wohnhaus. Wie auch in den anderen Ortsteilen befinden sich in Unterschefflenz zahlreiche historische Fachwerkgebäude, darunter das heute als Heimatmuseum genutzte Gebäude von 1797.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schefflenz-u-buergeramt.jpg|ehem. Rathaus&lt;br /&gt;
Schefflenz-u-heimatmuseum.jpg|Heimatmuseum&lt;br /&gt;
Schefflenz-u-evang-kirche.jpg|[[Evangelische Kirche Unterschefflenz|Evang. Kirche]]&lt;br /&gt;
Schefflenz-Unterschefflenz-Kriegerdenkmale.jpg|Kriegerdenkmale&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mittelschefflenz befindet sich eine evangelische Kirche, die 1473 in ihrer heutigen Gestalt vollendet und in den letzten Jahren umfassend saniert wurde. An der Längswand des Kirchenschiffs ist eine Sonnenuhr, vor der Kirche befindet sich ein Kriegerdenkmal. Das Rathaus ist ebenfalls ein moderner Zweckbau.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schefflenz-m-ev-kirche.jpg|Evang. Kirche&lt;br /&gt;
Schefflenz-m-kirch-uhr.jpg|Sonnenuhr an evang. Kirche&lt;br /&gt;
Schefflenz-m-buergeramt.jpg|Altes Rathaus inzw. durch Neubau ersetzt&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Oberschefflenz befinden sich in der Ortsmitte die katholische Kirche St. Kilian von 1795 sowie die 1885 im Stil der Neogotik erbaute evangelische Kirche. Das Schulhaus wurde 1909 errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schefflenz-o-kathkirche.jpg|Kath. Kirche St. Kilian&lt;br /&gt;
Oberschefflenz-evkirche2012-v2.jpg|Evang. Kirche&lt;br /&gt;
Schefflenz-o-schule1909.jpg|Schulhaus&lt;br /&gt;
Schefflenz-o-bahnhof.jpg|S-Bahn-Station&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kleineicholzheim befindet sich das ehemalige Schloss der [[Grafen von Waldkirch]], in dem von 1845 bis 1938 auch die Synagoge der jüdischen Gemeinde des Ortes untergebracht war. Das Gebäude wurde in den 1950er Jahren zum Mehrfamilienhaus umgebaut.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Parks === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theater ===&lt;br /&gt;
Alljährlich zu Beginn des Jahres finden die Theateraufführungen der Theatergruppe des Gesangsvereins Eintracht Mittelschefflenz in der Schefflenzer Harmonie statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
Heimatmuseum des Vereins Schefflenztal-Sammlungen e.&amp;amp;nbsp;V. in Unterschefflenz, das mit einem Heimatpreis ausgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Konzerte des Musikvereins Oberschefflenz&lt;br /&gt;
* Konzerte des Musikcorps Schefflenz&lt;br /&gt;
* Maibaumaufstellen des Gewerbevereins&lt;br /&gt;
* Backofenfest des Vereins der „Schefflenztal-Sammlungen e.&amp;amp;nbsp;V.“&lt;br /&gt;
* Jedermannschießen des Bogenschützenvereins Schefflenz&lt;br /&gt;
* Moto-Cross Rennen auf der WM Strecke des MSC Schefflenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Neben der [[Landwirtschaft]] entwickelten sich Mitte des 20. Jahrhunderts mittelständische Betriebe (Landwirtschaftliche Kleinmotoren, Holz, Lacke). In Unterschefflenz produziert die [[Campina (Unternehmen)|Campina AG]] in einer [[Molkerei]] [[Schichtkäse]] und [[Frischkäse]]. [[Handwerk]]sbetriebe überwiegen am Ort. Ein Teil der Einwohner pendelt nach Heilbronn bzw. Neckarsulm und Mannheim in die dortigen [[Industriebetrieb]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberschefflenz Bahnhof - 2019-04-09 15-18-41.jpg|mini|Bahnhof in Oberschefflenz (Apr. 2019)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Autobahnen sind die [[Bundesautobahn 81|A&amp;amp;nbsp;81]] (Heilbronn – Würzburg, Anschlussstellen Osterburken, ca. 16 km, und Möckmühl, ca. 19 km) sowie die [[Bundesautobahn 6|A&amp;amp;nbsp;6]] (Mannheim – Heilbronn, Anschlussstelle Sinsheim, ca. 50 km). Durch das Gemeindegebiet und den Ortsteil Oberschefflenz führt die [[Bundesstraße 292]], die auch als Zubringer zu den genannten Autobahnanschlüssen dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[S-Bahn RheinNeckar]] entlang der [[Bahnstrecke Neckarelz–Osterburken]] ist Schefflenz gut in Richtung [[Mannheim]] und [[Würzburg]] angebunden. Mit der Linie S1 werden die [[Haltepunkt]]e Oberschefflenz und [[Eicholzheim]] stündlich in Richtung [[Mosbach]] und [[Osterburken]] bedient. Von Osterburken aus besteht Anschluss nach Würzburg. In Richtung Mosbach führt die S1 über [[Heidelberg]] und Mannheim direkt weiter bis [[Kaiserslautern]] bzw. [[Homburg]]. Das stattliche 544&amp;amp;nbsp;m lange Schefflenzer Vogelbergtunnel verbindet im Osten des [[Auerbach (Elz)|Auerbachtals]] die Einzugsgebiete von Neckar (Auerbachtal) und (Neckar-)Jagst (Schefflenztal). Diese Route bot in den 1860er Jahren (Inbetriebnahme: 25. Aug. 1866) topographisch und territorial Vorteile gegenüber einer nördlicheren (Elztal-)Route, um innerhalb des badischen Gebiets eine Streckenführung bis kurz vor Würzburg zu gewährleisten. Das Höhenniveau des Tunnels liegt bei leicht über 300&amp;amp;nbsp;m. Von 1908 bis 1965 hatte in Oberschefflenz die [[Nichtbundeseigene Eisenbahn|private]] [[Schefflenztalbahn]] nach Billigheim ihren Ausgangspunkt. Den öffentlichen Personennahverkehr ([[ÖPNV]]) bedienen darüber hinaus mehrere Buslinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich des Radverkehrs ist Unterschefflenz über [[Elztal (Odenwald)|Elztal]] (Ortsteile Dallau und Neckarburken) mit Mosbach und in der anderen Richtung mit [[Adelsheim]] durch eine Alltagsroute aus dem [[Radnetz Baden-Württemberg]] verbunden&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.radroutenplaner-bw.de/radroutenplaner?infrastrukturen=%5B%22radvis-infrastrukturen:radvisnetz-radnetz%22%5D&amp;amp;hintergrund=%22osm%22 Das RadNETZ Baden-Württemberg auf www.radroutenplaner-bw.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Vorherrschende [[Tageszeitung]] in Schefflenz – besonders als Aboblatt – ist die in [[Heidelberg]] erscheinende [[Mosbach]]er Ausgabe der [[Rhein-Neckar-Zeitung]]. In ihrem Regionalteil bietet sie Nachrichten aus dem [[Landkreis Mosbach|Altkreis Mosbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der als kommunales Mitteilungsblatt bei [[Nussbaum Medien]] in [[Bad Rappenau]] erscheinende &amp;#039;&amp;#039;Schefflenzer Bote&amp;#039;&amp;#039; enthält neben amtlichen Bekanntmachungen aktuelle Informationen der Gemeindeverwaltung, schulische und kirchliche Mitteilungen, Berichte von Vereinen und Parteien sowie Werbeinhalte und private Annoncen. Herausgeber ist die Gemeinde Schefflenz. Er ist im Print-Abo erhältlich, die Rubrik „Schefflenz aktuell“ wird online auf der Gemeinde-Homepage Schefflenz vorgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungseinrichtungen ===&lt;br /&gt;
Schefflenz hat eine allgemeinbildende [[Grundschule]] in Oberschefflenz sowie eine [[Grundschule|Grund-]] und [[Hauptschule]] mit [[Werkrealschule]] (Schefflenzschule).&lt;br /&gt;
Ergänzt wird das Bildungsangebot durch Angebote der [[Musikschule]] Mosbach und der [[Volkshochschule]] Mosbach.&lt;br /&gt;
Ebenso können in verschiedenen Vereinen Musikinstrumente erlernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Waldparkplätze, Rastplätze und Schutzhütten laden ebenso zum Besuch ein, wie gepflegte Gaststätten in den Ortsteilen und in der Umgebung. Ein alternatives Zwischenprogramm bietet der [[Barfußpfad]] an der Waldspitze im Ortsteil Mittelschefflenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freizeit ===&lt;br /&gt;
Moto-Cross-Gelände, Freibad im Ortsteil Unterschefflenz, gut ausgebaute Radwege, markierte Wanderwege, Waldwege, Waldhütte mit Grillmöglichkeit, Kinderspielplätze, Sportplätze, Sporthallen, Bogenschießanlage, Reitanlage mit Halle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
* Ein [[Altenheim|Alten-]] und [[Pflegeheim]] des [[Deutsches Rotes Kreuz|DRK]] „Haus Luise von Baden“ (Neubau 2006, früheres Roedderheim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Schefflenz bzw. die heute zu Schefflenz gehörigen Gemeinden haben folgenden Personen das [[Ehrenbürger]]recht verliehen:&lt;br /&gt;
* 1930: [[Edwin Roedder (Germanist)|Edwin Roedder]] (* 8. April 1873 in Hornberg-Niederwasser; † 21. Oktober 1945 in Madison/Wisconsin), Philologe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Gemeinde ===&lt;br /&gt;
* [[Nicolaus Rüdinger|Nikolaus Rüdinger]] (um 1530–1581), neulateinischer Dichter sowie gräflicher Gymnasialrektor und Rentmeister in Wertheim&lt;br /&gt;
* [[Augusta Bender]] (1846–1924), Bauerntochter, Telegrafistin, Lehrerin, Frauenrechtlerin, (Heimat-)Schriftstellerin, die ihren Lebenstraum vom Weg in die weite Welt mühsam verwirklichte.&lt;br /&gt;
* [[Johann Georg Banschbach]] (1853–1927),  Abgeordneter der zweiten Kammer der [[Badische Ständeversammlung|Badischen Ständeversammlung]]&lt;br /&gt;
* [[Oskar Wirth]] (1884–1956), Politiker (BCSV, CDU), Mitglied der Beratenden Landesversammlung des Landes Baden.&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Strobel]] (1908–1999), Schweizer Jesuit und Kirchenhistoriker&lt;br /&gt;
* [[Otto Konrad (Maler)|Otto Konrad]] (1924–1970), Maler und Graphiker&lt;br /&gt;
* [[Ingolf Burkhardt]] (* 1963), Jazzmusiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Böhm, Bürgermeisteramt Schefflenz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unsere Heimatvertriebenen – Die Vertreibung der Deutschen aus ihren Siedlungsgebieten in Süd- und Südosteuropa&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Günther Ebersold: &amp;#039;&amp;#039;Im Wald da sind die Räuber – Geschichte und Geschichten aus Odenwald und Bauland&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Volk, Buchen 1990.&lt;br /&gt;
* Georg Fischer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Augusta Bender]] – Gesammelte Werke&amp;#039;&amp;#039;. Druckerei Odenwälder, Buchen-Walldürn 1996.&lt;br /&gt;
* Franz Sales Meszmer: &amp;#039;&amp;#039;Historischer Atlas der Region Mosbach&amp;#039;&amp;#039;. Geschichts- und Museumsverein, Mosbach 1989.&lt;br /&gt;
* Günter Olbert: &amp;#039;&amp;#039;Talentwicklung und Schichtstufenmorphogenese am Südrand des Odenwaldes&amp;#039;&amp;#039;. Tübinger geographische Studien (64), Geographisches Institut der Universität Tübingen, Tübingen 1975.&lt;br /&gt;
* Edwin Roedder: &amp;#039;&amp;#039;Volkssprache und Wortschatz des badischen Frankenlandes – dargestellt auf Grund der Mundart von Oberschefflenz&amp;#039;&amp;#039;. Modern Language Association of America, New York 1936.&lt;br /&gt;
* Edwin Roedder: &amp;#039;&amp;#039;Das südwestdeutsche Reichsdorf in Vergangenheit und Gegenwart – dargestellt auf Grund der Geschichte von Oberschefflenz im badischen Bauland&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Schauenburg, Lahr 1928.&lt;br /&gt;
* Ernst Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Geomorphologische Studien im hinteren Odenwald und im Bauland&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag der Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen 1954.&lt;br /&gt;
* Karl Otto Walter und Ludwig Sommer: &amp;#039;&amp;#039;Häuser und Leute von Oberschefflenz – Ein Spaziergang durch das Dorf&amp;#039;&amp;#039;. Druckerei Odenwälder, Buchen-Walldürn 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [http://www.schefflenz.de/ Gemeinde Schefflenz], Homepage&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/6218/Schefflenz LEO-BW, Landeskunde entdecken online], Schefflenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Neckar-Odenwald-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4355579-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schefflenz| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 774]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1972]]&lt;/div&gt;</summary>
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