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	<title>Schedewitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bernd Bergmann: /* Kulturdenkmale */</title>
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		<updated>2026-03-21T13:26:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kulturdenkmale&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil = Schedewitz&lt;br /&gt;
| Gemeindeart = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename = Zwickau&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename =&lt;br /&gt;
| Ortswappen =&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 50/42/08/N&lt;br /&gt;
| Längengrad = 12/29/56/E&lt;br /&gt;
| Bundesland = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe =&lt;br /&gt;
| Höhe-von = 250&lt;br /&gt;
| Höhe-bis = 290&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug = NHN&lt;br /&gt;
| Fläche = 0.234&lt;br /&gt;
| Einwohner = 2460&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = 2005&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum = 1923-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1 = 08056&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2 =&lt;br /&gt;
| Vorwahl1 = 0375&lt;br /&gt;
| Vorwahl2 =&lt;br /&gt;
| Lagekarte =&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung =&lt;br /&gt;
| Bild = &lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte = Deutschland Sachsen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schedewitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (offiziell: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schedewitz/Geinitzsiedlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Ortsteil|Stadtteil]] der Stadt [[Zwickau]], die seit 2008 Kreisstadt des [[Landkreis Zwickau|Landkreises Zwickau]] im Freistaat [[Sachsen]] ist. Der Stadtteil  liegt im &amp;#039;&amp;#039;Stadtbezirk Zwickau-Süd&amp;#039;&amp;#039; und trägt die amtliche Nummer&amp;amp;nbsp;57.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwickau Parts of the Town.png|mini|Stadtteile von Zwickau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwickau-Schedewitz, Gedenkstein Südgrenze des Skandinavischen Inlandeises (1).jpg|mini|links|Zwickau-Schedewitz, Gedenkstein Südgrenze des Skandinavischen Inlandeises während der Elster-Kaltzeit]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schedewitz, Mündung des Planitzbachs in die Zwickauer Mulde.jpg|mini|Schedewitz, Mündung des Planitzbachs in die Zwickauer Mulde]]&lt;br /&gt;
Schedewitz liegt im Norden des südlichen Zwickauer Stadtgebiets. Der Stadtteil schließt sich somit direkt an den Süden der Zwickauer Altstadt an. Schedewitz wird im Osten von der [[Zwickauer Mulde]] begrenzt. Der durch den Stadtteil fließende Planitzbach mündet ebenfalls in Schedewitz in die Zwickauer Mulde. Die &amp;#039;&amp;#039;Geinitzsiedlung&amp;#039;&amp;#039; befindet sich im südöstlichen Gebiet des Stadtteils beiderseits der Geinitzsstraße. Während der [[Elster-Kaltzeit]] befand sich in Schedewitz die Südgrenze des [[Skandinavien|skandinavischen]] Inlandeises. Daran erinnert ein Gedenkstein an der Zwickauer Mulde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbarorte ===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=       &lt;br /&gt;
 | NORD=  [[Mitte (Zwickau)|Stadtbezirk Zwickau Mitte]]&lt;br /&gt;
 | NORDOST= [[Bockwa]]&lt;br /&gt;
 | WEST= [[Gebiet Reichenbacher Straße und Freiheitssiedlung]] &lt;br /&gt;
 | OST= [[Oberhohndorf]]&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=       &lt;br /&gt;
 | SUED= [[Niederplanitz]]&lt;br /&gt;
 | SUEDOST= &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Röhrensteg Zwickau.jpg|mini|Röhrensteg Zwickau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bergschule Schedewitz.jpg|mini|links|Das ehemalige Schedewitzer Rathaus bis 1923, Bergschule Zwickau 1924–1949]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Äußere Schneeberger Straße in Zwickau-Schedewitz.jpg|mini|Blick auf die Äußere Schneeberger Straße, etwa 1992]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Westsachsenstadion.JPG|mini|Westsachsenstadion in Schedewitz]]&lt;br /&gt;
Schedewitz wurde im Jahr 1219 als „Schetwiz“ erwähnt. Im Jahr 1240 kam Schedewitz zum Besitz des [[Kloster Grünhain|Klosters Grünhain]], das die [[Zisterzienser]] im Jahr 1230 angelegt hatten. Dieses besaß fünf Städte und 40 Dörfer, unter anderem auch Schedewitz und den Nachbarort [[Bockwa]]. Der Name Schedewitz leitet sich aus dem [[Sorbische Sprachen|Sorbischen]] ab und bedeutet so viel wie „Ort des Graukopfes“. Es wurde also nach einem Familiennamen benannt. Nach Einführung der [[Reformation]] wurde das Kloster Grünhain im Jahr 1533 aufgelöst. Schedewitz, das zu den entfernteren Territorien des Klosters gehörte, wurde 1536 als [[Amtsdorf]] dem kursächsischen [[Amt Zwickau]] angegliedert. Im Jahre 1536 wurde der Frau des Bauern Christoph Schmidt vorgeworfen, einen Drachen zu halten und sie der [[Hexenprozess|Hexerei]] beschuldigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Manfred Wilde]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen&amp;#039;&amp;#039;, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 652.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1533 wurde der [[Röhrensteg]] zwischen Oberhohndorf und Schedewitz erstmals erwähnt. Diese überdachte Holzbrücke, welche in hölzernen Rohrleitungen Trinkwasser aus dem [[Reinsdorf (Sachsen)|Reinsdorfer]] Grund über die Zwickauer Mulde nach Zwickau brachte, wurde 1546 durch eine Eisfahrt weggerissen. In ihrer heutigen Gestalt existiert sie seit 1790.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zwickau.de/de/tourismus/sehenswuerdigkeiten/48.php Der Röhrensteg auf der Website der Stadt Zwickau]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schedewitz gehörte bis 1856 zum [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsischen]] bzw. [[Königreich Sachsen|königlich-sächsischen]] Amt Zwickau.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Blaschke]], [[Uwe Ulrich Jäschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Ämteratlas.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S.&amp;amp;nbsp;64&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1856 kam der Ort zum [[Gerichtsamt Zwickau]] und 1875 zur [[Amtshauptmannschaft Zwickau]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen/zwickau.htm |titel=Die Amtshauptmannschaft Zwickau im Gemeindeverzeichnis 1900 | offline=2025-07-24 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20230405130522if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen/zwickau.htm | archiv-datum=2023-04-05 | abruf=2025-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits vor 1840 war Schedewitz stark industriell geprägt. Der parallel zur Zwickauer Mulde verlaufende Mühlgraben verlief über Schedewitz bis Bockwa und ermöglichte dadurch die Ansiedlung von Gewerbe in seiner Nähe, wie der [[Spinnen (Garn)|Kammgarnspinnerei]] oder der Devrient’schen Chemischen Fabrik. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden mehrere Tiefbauschächte, in denen Steinkohle abgebaut wurde. Es kam zur Gründung von Steinkohlenbauvereinen, später Steinkohlenaktienvereinen. Mit der Eröffnung der Staatskohlenbahn Zwickau–[[Cainsdorf|Kainsdorf]] erhielt Schedewitz im Jahr 1854 Eisenbahnanschluss. Mit der Weiterführung der Strecke im Tal der Zwickauer Mulde und der Eröffnung der [[Bahnstrecke Schwarzenberg–Zwickau|Zwickau–Schwarzenberg]] im Jahr 1858 erhielt Schedewitz später auch einen Haltepunkt. Die Gruben auf Schedewitzer Flur wurden durch zahlreiche Anschlussgleise der Kohlebahnen an das Schienennetz angeschlossen. Infolge des Kohleabbaus im [[Zwickauer Steinkohlenrevier]] entstanden in Schedewitz mehrere [[Kokerei]]en, von denen die Kokerei in der Nähe des Vertrauensschachts (heutiger Standort des Glück-Auf-Centers und der Stadthalle Zwickau) die bedeutendste war. Durch die Nachfolgeindustrien der Steinkohle, wie Betrieben der Metall-, Textil-, Papier-, Blumen-, chemischen- und keramischen Industrie erfolgte die weitere Industrialisierung des Orts. Die durch den Bergbau wohlhabende Gemeinde erhielt ab 1894 einen Anschluss an die [[Straßenbahn Zwickau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schedewitz wurde am 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1923 nach Zwickau eingemeindet. Noch in den 1950er-Jahren bildete Schedewitz mit dem Stadtteil Bockwa den bevölkerungsreichsten Stadtteil von Zwickau. Nach der Eingemeindung wurde die [[Bergschule Zwickau]] im Jahr 1924 im nun freien Rathaus untergebracht und blieb dort bis 1949. 1937 begann der Bau des heute als [[Westsachsenstadion]] bekannten Stadions auf dem Haldengelände des ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;Vereinsglückschachtes&amp;#039;&amp;#039;. Die Einweihung der Sportstätte an der Geinitzstraße erfolgte im Jahr 1942. Durch die [[Kreisreformen in der DDR|zweite Kreisreform in der DDR]] kam Schedewitz im Jahr 1952 als Teil der kreisfreien Stadt Zwickau zum Bezirk Chemnitz (1953 in [[Bezirk Karl-Marx-Stadt]] umbenannt). Nach der Einstellung der Steinkohleförderung im Zwickauer Revier bestand die Kokerei „August Bebel“ bis 1992 fort. Durch die Luftverschmutzung der Kokerei und die Verunreinigung der Zwickauer Mulde durch den Betrieb der Textilwerke Mülsen mit Färberei-Veredlung war die Umweltbelastung in Schedewitz zu Zeiten der DDR enorm. Weiterhin kam es infolge des Steinkohlebergbaus zu [[Bergsenkung]]en und der Schieflage einiger Häuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] erfolgte 1992 der letzte Koksabstich der Kokerei. Nach dem Abbruch sämtlicher Gebäude der Kokerei und des Sammelbahnhofs Schedewitz sowie der Beräumung des gesamten Areals erfolgte der Bau des „Glück-Auf-Centers“ als Einkaufs- und Fachmarktzentrum auf dem Gelände. Am 28. Mai 1999 erfolgte die Übergabe der als [[Zwickauer Modell]] bekannten Stadt- und Regionalbahntrasse vom [[Zwickau Hauptbahnhof|Zwickauer Hauptbahnhof]] ins Zentrum von Zwickau über ein [[Dreischienengleis]]. Schedewitz erhielt am 1. Oktober 1999 wieder Anschluss an das Netz der Zwickauer Straßenbahn. 1975 war die Strecke von Zwickau über Schedewitz nach [[Wilkau-Haßlau]] eingestellt worden. Am 6. August 2000 wurde neben dem Glück-Auf-Center die Stadthalle Zwickau eröffnet, welche einen kombinierten Haltepunkt der Bahnstrecke ins Zwickauer Zentrum und der Zwickauer Straßenbahn besitzt. Am 11. Dezember 2005 wurde die Straßenbahnlinie zur Stadthalle bis nach [[Neuplanitz]] erweitert. Mit der Eingliederung der Stadt Zwickau in den Landkreis Zwickau im Zuge der sächsischen Kreisreform 2008 liegt der Stadtteil Schedewitz/Geinitzsiedlung nun im Landkreis Zwickau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konsumgenossenschaft ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Konsumverein zu Schedewitz&amp;#039;&amp;#039; wurde am 5. Oktober 1868 gegründet. Er gehörte somit zu den ältesten Konsumvereinen Deutschlands, die über Jahrzehnte Bestand hatten. Schon früh galt hier die sozialistische Verbindung von Konsumgenossenschaft, Gewerkschaft und SPD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts hatte der &amp;#039;&amp;#039;Konsumverein zu Schedewitz&amp;#039;&amp;#039; für die Konsumgenossenschaftsbewegung in ganz Deutschland eine hervorragende Bedeutung. Ihr Geschäftsführer [[Adolf Gustav Seifert]] war eine der treibenden Persönlichkeiten für die Gründung einer Einkaufsgesellschaft für die Konsumgenossenschaften. 1894 zeichnete der Konsumverein zu Schedewitz bei der Gründung der [[Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine]] m.b.H. (GEG) in Hamburg von den insgesamt 34.500 Mark Stammeinlagen 3.000 Mark. Das war der höchste Betrag, den ein Gesellschafter bei der Gründung einzahlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei ihrer Vertreter wurden später Geschäftsführer in dieser Waren- und Wirtschaftszentrale der Konsumgenossenschaftsbewegung der Hamburger Richtung (GEG): Adolf Gustav Seifert von 1902–1920, und [[Heinrich Lorenz (Politiker, 1862)|Heinrich Lorenz]] von 1903–1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergbau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:01 Bergbaudenkmal Schedewitzer Brücke.jpg|mini|Bergbaudenkmal Schedewitzer Brücke]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwickau Stadthalle, Modell des Vertrauenschachtes.jpg|mini|Modell des abgerissenen Industriedenkmals Vertrauenschacht in der Stadthalle Zwickau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwickau Civic Centre.jpg|mini|Stadthalle Zwickau]]&lt;br /&gt;
Im [[Zwickauer Steinkohlenrevier]], in dem Schedewitz liegt, wurde bereits im Jahr 1348 der Steinkohlenbergbau urkundlich nachgewiesen. In dem sich nahtlos an die südliche Zwickauer Vorstadt anschließende Schedewitz betrieben Kohlebauern betrieben als bäuerliches Nebengewerbe Kohleabbau in zahlreichen Steinkohlengruben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Zwickauer Steinkohlenbau-Verein]] setzte am 7. Januar 1839 auf der benachbarten Neudörfler&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hov.isgv.de/Neudörfel_(11) Neudörfel im Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Flur den „Vereins-Glück-Schacht“ an, der am 29. Januar 1841 bei 160 m Teufe das Rußkohlenflöz mit 3,5 m Gesamtmächtigkeit [[Abteufen|erteufte]]. Im Jahr 1842 wurde etwa 400 m östlich des Vereinsglückschachtes auf Schedewitzer Flur der „Auroraschacht“ angesetzt ({{Coordinate | text=DMS | name=&amp;quot;Auroraschacht&amp;quot;| NS=50.698791 | EW=12.489709 | type=landmark | region=DE-SN}}), der 1846 die Kohle erreichte. Er hatte eine rechteckige Schachtscheibe mit den Abmessungen 4,88 × 1,7 m. 1854 erhielten beide [[Schacht (Bergbau)|Schächte]] Anschluss an die [[Bockwaer Kohlenbahn]] in Schedewitz über ein Rückstoßgleis im Bereich des heutigen Haltepunktes Schedewitz der [[Bahnstrecke Schwarzenberg–Zwickau]]. Im Jahr 1849 begann der Erzgebirgische Steinkohlen-Actien-Verein (EStAV) mit der Abteufung des „Vertrauensschachts“. Nachdem in diesem im Jahr 1858 die erste Kohle gefördert wurde, ging dort 1860 der erste Koksofen in Betrieb. Weitere folgten ab 1865.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit entstanden in Schedewitz noch weitere größere Schächte (Tiefbauschacht (Nickolayschacht), Hoffnungsschacht) und ein stark verzweigtes Netz an Anschlussbahnen. Die Kohlegruben östlich der Zwickauer Mulde wurden über zwei Kohlenbahnen erschlossen. Dies waren die 1859 eröffnete [[Oberhohndorf-Reinsdorfer Kohleneisenbahn]], welche über den Sammelbahnhof Schedewitz (Güterbahnhof) mit dem [[Zwickau (Sachs) Hauptbahnhof|Zwickauer Hauptbahnhof]] verbunden war, und die 1872 eröffnete [[Brückenbergschachtbahn]] am Nordrand von Schedewitz. Im Jahr 1915 wurde auf dem Gelände des Vertrauensschachts eine neue Kokerei mit 60 Koksöfen eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele [[Bergarbeiter]], die in den umliegenden Schächten des [[Zwickauer Steinkohlenrevier]]s arbeiteten, wohnten und lebten in Schedewitz. Um 1920 gab es auf Schedewitzer Gebiet mehrere wichtige Steinkohlenwerke, wie den &amp;#039;&amp;#039;Erzgebirgischen Steinkohlen-Aktienverein&amp;#039;&amp;#039; oder den [[Zwickauer Steinkohlenbau-Verein|Zwickauer Steinkohlenbauverein]]. Die Bausubstanz litt durch den [[Bergbau]] erheblich. Es kam zu Bergschäden wie Risse in den Wänden und Schieflage der Häuser. Viele Häuser mussten in der Folge abgerissen werden. 1934 erfolgte die Modernisierung der Kokerei beim Vertrauensschacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einstellung des Steinkohlenbergbaus in Zwickau verloren auch Schedewitz und Bockwa ihre Bedeutung. 1946 wurde aus dem &amp;#039;&amp;#039;Erzgebirgischen Steinkohlen-Aktienverein&amp;#039;&amp;#039; das [[Volkseigener Betrieb|VEB]] Steinkohlenwerk „August Bebel“. Nach der Einstellung des Abbaus im Vertrauenschacht 1946 wurde die [[Kokerei]] weiterbetrieben, die das Bild des Stadtteils prägte. Dichte Dampfschwaden mit Rußflocken stiegen bei jeder Kokslöschung in den Himmel. Bei niedrigem Luftdruck schlugen sich diese Partikel in der Umgebung nieder, was z.&amp;amp;nbsp;B. dazu führte, dass bei solcher Wetterlage keine Wäsche aufgehängt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wende (1992) wurde die Koksproduktion eingestellt. Teile der Kokerei wie eine (von vier) Koksofenbatterien und die Schachtfeste des Vertrauenschachtes wurden in die Industriedenkmalliste aufgenommen. Das ehemalige Kokereigelände wurde geräumt und saniert. Später wurden dann auch die denkmalgeschützten Bestandteile abgebrochen. Heute befinden sich auf dem ehemaligen [[Kokerei]]- und Schachtgelände ein Einkaufszentrum, ein Baumarkt, ein Möbelhaus und die [[Stadthalle Zwickau]]. An die Zeit des Steinkohlebergbaus in Schedewitz erinnert der [[Bergbaulehrpfad Schedewitz–Oberhohndorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturdenkmale ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel |Liste der Kulturdenkmale in Schedewitz/Geinitzsiedlung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
In Schedewitz gibt es zwei Muldenbrücken: die &amp;#039;&amp;#039;Bockwaer&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Alte Schedewitzer Brücke&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Neue Schedewitzer Brücke&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Die Straßenbahnlinie 3 der [[Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau|Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau]] durchfährt den Stadtteil. Sie wurde – allerdings anders trassiert – bereits am 19. Juli 1894 eingeweiht und verband Zwickau über die Bockwaer Brücke mit Wilkau–Haßlau. Als am 29. September 1958&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.svz-nahverkehr.de/2010/files/Die%20Geschichte%20der%20SVZ.pdf | titel=Die Geschichte der SVZ | zugriff=2011-01-04 | format=PDF; 144&amp;amp;nbsp;kB | offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; die neue Schedewitzer Brücke freigegeben wurde, wurden die Straßenbahn und der Straßenverkehr über diese geführt. 1975 wurde der Straßenbahnverkehr nach Wilkau–Haßlau eingestellt und die Straßenbahn verkehrte für ein dreiviertel Jahr nur noch bis zur Schedewitzer Straße, bevor die Linie 3 am 16. November 1975 ganz eingestellt wurde. Damit war Schedewitz bis zum 1. Oktober 1999, als die neugebaute Linie 3 (fast gänzlich, bis auf die letzten Meter, auf der alten Trasse in der Schneeberger Straße) eröffnet wurde, ohne Straßenbahnanschluss. Die neue Endhaltestelle befand sich bei der ebenfalls neuerrichteten Stadthalle. Mit der Weiterführung der Linie 3 bis nach Neuplanitz am 11. Dezember 2005 erhielt Schedewitz zwei weitere Haltestellen an der neuerbauten Straßenbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1998 verkehrt die [[Vogtlandbahn]] im Rahmen des [[Zwickauer Modell]]s auf der [[Bahnstrecke Zwickau–Zwickau-Zentrum]] durch Schedewitz bis ins Zwickauer Stadtzentrum. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass sie ab dem Haltepunkt „Zwickau (Stadthalle)“ auf einem [[Dreischienengleis]] gemeinsam mit der Linie 3 der [[Straßenbahn Zwickau|Zwickauer Straßenbahn]] eine Trasse benutzt. Der Abschnitt zwischen dem Zwickauer Hauptbahnhof und der Stadthalle war einst Teil der [[Reinsdorfer Industriebahn]], welche wie der Sammelbahnhof Schedewitz nach dem Ende der Kohleförderung stillgelegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schedewitz befindet sich weiterhin der von der [[Erzgebirgsbahn]] bediente Haltepunkt „Zwickau-Schedewitz“ der [[Bahnstrecke Schwarzenberg–Zwickau|Bahnstrecke Zwickau–Schwarzenberg]], über welche die Züge weiter [[Bahnstrecke Schwarzenberg-Johanngeorgenstadt|nach Johanngeorgenstadt]] an der tschechischen Grenze fahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahlreichen durch Schedewitz verlaufenden Industriebahngleise des Kohlebergbaus, einschließlich des heute nicht mehr existierenden Sammelbahnhofs Schedewitz (Güterbahnhof) sind stillgelegt. Ein Teil der Gleise der Brückenbergschachtbahn wird für Draisinenfahrten eines Vereins genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bockwaer Brücke.JPG|Alte Schedewitzer Brücke&lt;br /&gt;
Schedewitzer Brücke.jpg|Neue Schedewitzer Brücke&lt;br /&gt;
Zwickau TrainTram.jpg|Triebwagen der Vogtlandbahn auf der Äußeren Schneeberger Straße, Kreuzung Breithauptstraße&lt;br /&gt;
Bahnhof Zwickau-Schedewitz.JPG|Bahnhof Zwickau-Schedewitz (2016) mit Kirche Bockwa im Hintergrund&lt;br /&gt;
Haltepunkt Zwickau Stadthalle (2).jpg|Haltepunkt Zwickau Stadthalle (2018)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Im Ort gab es auch eine [[Porzellan]]fabrik und die [[Zwickauer Kammgarnspinnerei]] im Besitz von [[Carl Gottfried Haentze]]. Beide existieren aber heute nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1912 erbaute Adolph-Diesterweg-Schule wurde 2010 abgerissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.sächsisches-tageblatt.de/index.php?id=1809&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=110038&amp;amp;cHash=cfafef499d2c18ff19e40a777ed3c564 | titel=Startschuss für Abriss in Schedewitz - Diesterweg-Schule verschwindet |werk=sächsisches-tageblatt.de | datum=2010-08-02 | zugriff=2015-07-10 | offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der [[Schulleitplanung]] war auch die durch den Steinkohlenabbau verursachte Schieflage des Gebäudes ein Grund für den Abriss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ggz&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.ggz.de/pdf/GGZ_1-13.pdf | titel=Neu: „Glück-Auf“-Schwimmhalle | titelerg=Eröffnung des GGZ-Großprojektes am 22. Juni 2013 | zugriff=2015-07-10 | format=Pdf, 3,5 MB | archiv-url=https://web.archive.org/web/20150715141650/http://www.ggz.de/pdf/GGZ_1-13.pdf | archiv-datum=2015-07-15 | offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. Juni 2013 wurde auf dem Gelände die „Glück Auf“-Schwimmhalle eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ggz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der 900-Jahr-Feier der Stadt Zwickau wurde im Osten von Schedewitz am Ufer der Zwickauer Mulde nahe dem Röhrensteig das „Historische Dorf Zwickau“ eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://historisches-dorf-zwickau.chayns.net/aboutus Webseite des Historischen Dorfs Zwickau]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Siedlung wurde gebaut wie zu Zeiten slawischer Siedlungen in der Region. Sie soll jedoch weniger einen musealen Charakter, als vielmehr einen interaktiven und Gemeinwesen orientierten Ansatz bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Otto Falck]] (1871–1945), Architekt und Philatelist&lt;br /&gt;
* [[Albert Georgi]] (1895–1989), Buchdrucker, Obmann der Schweizer Naturfreunde, Präsident der Naturfreunde-Internationale, Redakteur der Zeitschrift „Der Naturfreund“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Kaufmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine m. b. H. GEG. Zum 25jährigen Bestehen 1894–1919.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1919&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Schedewitz/Geinitzsiedlung}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Werke des Erzgebirgischen Steinkohlen-Actien-Vereins in Zwickau}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Die Orleansfabrik von R. Claus &amp;amp; Co. in Schedewitz}}&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=https://www.zwickau.de/media/downloads/image/01_buerger/insek/INSEK-STB-Sued_130910.pdf&lt;br /&gt;
   |titel=Städtebauliches Entwicklungskonzept Zwickau 2020 Stadtteilbeschreibung Stadtbezirk Süd&lt;br /&gt;
   |format=PDF&lt;br /&gt;
   |abruf=2018-10-08}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Zwickauer Stadtteile}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Stadtteil von Zwickau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Zwickau)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Stadtbezirk Süd (Zwickau)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernd Bergmann</name></author>
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