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	<title>Schechina - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-26T12:50:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|שְׁכִינָה|šəchīnāh}}) ist in der [[Judentum|jüdischen Religion]] die „Einwohnung“ oder „Wohnstatt“ [[JHWH|Gottes]] in [[Volk Israel|Israel]], die als Inbegriff der Gegenwart Gottes bei seinem Volk verstanden werden kann. Zu den Nebenbedeutungen des Begriffes gehören „Ruhe“, „Glück“, „Heiligkeit“ oder „Frieden“, immer als Merkmale, die den Wirkungskreis der Gegenwart Gottes charakterisieren und für die Menschen spürbar werden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Vorgeschichte dieses Begriffs und der damit verbundenen theologischen Konzeption ([[Theologem]]) von „Gottes Heimstätte auf Erden“, die erst später in der [[Rabbinische Literatur|rabbinischen Literatur]] zu einem zentralen [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topos]] des Judentums wurde, reicht in die [[Perserreich|persisch]]-[[Hellenismus|hellenistische]] Zeit zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kaufmann Kohler]], [[Ludwig Blau]]: &amp;#039;&amp;#039;Shekinah (; lit. &amp;quot;the dwelling&amp;quot;).&amp;#039;&amp;#039; Jewish Encyclopedia, auf jewishencyclopedia.com [https://www.jewishencyclopedia.com/articles/13537-shekinah]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Porzig: &amp;#039;&amp;#039;[https://bibelwissenschaft.de/stichwort/26449/ Schechina.]&amp;#039;&amp;#039; In: Michaela Bauks, Klaus Koenen, Stefan Alkier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet]]&amp;#039;&amp;#039; (WiBiLex). Stuttgart 2006&amp;amp;nbsp;ff. (Artikel erstellt: Juni 2018).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerold Necker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sohar. Schriften aus dem Buch des Glanzes.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Aramäischen und Hebräischen übersetzt und herausgegeben von Gerold Necker, Verlag der Weltreligionen, Berlin 2012, ISBN  978-3-458-70035-7, Textauszug auf metis.ethz.ch [https://metis.ethz.ch/wp-content/uploads/2023/08/Sohar_Komm_VdWR2.pdf] S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schechina ist im [[Tanach]] nicht belegt. Der Begriff entstammte dem rabbinisch-talmudischen Umfeld und beschreibt dort, die Gottheit im Aspekt ihrer Anwesenheit in der Welt; siehe hierzu  Joachim Ritter, Karlfried Gründer, Gottfried Gabriel: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Abschnitt: „[[Friedrich Niewöhner]]: &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039;“, Schwabe, Basel 2007, ISBN 978-3-7965-3736-3, Textauszug auf schwabeonline.ch [https://www.schwabeonline.ch/schwabe-xaveropp/elibrary/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27verw.schechina%27%20and%20%40outline_id%3D%27hwph_verw.schechina%27%5D]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Ludwig Ehrlich]]: &amp;#039;&amp;#039;Wo wohnt Gott? Die Vorstellung von der Schechina.&amp;#039;&amp;#039; In [[Walter Homolka]], Tobias Barniske (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Hiob zu Horkheimer: Gesammelte Schriften zum Judentum und seiner Umwelt.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York  2009, ISBN 978-3-1102-0257-1, S. 33–42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biblische Grundlegung ===&lt;br /&gt;
Zwar kommt das [[Substantiv]] &amp;#039;&amp;#039;schechina&amp;#039;&amp;#039; selbst im [[Tanach]] nicht vor, die [[Radikal (semitische Sprachen)|Wurzel]] ist allerdings häufig anzutreffen, insbesondere in dem Verb &amp;#039;&amp;#039;schachan&amp;#039;&amp;#039; (שכן, ‚wohnen‘ ‚zelten‘) und dem Substantiv &amp;#039;&amp;#039;[[mischkan]]&amp;#039;&amp;#039; (משכן, ‚Wohnsitz‘ ‚[[Stiftszelt]]‘). Von seinem Ursprung und seiner Grundbedeutung her weist der Begriff auf die Begegnung des [[Israeliten|Volkes Israel]] mit seinem Gott in der Wüste ([[Auszug aus Ägypten]]) zurück. Gottes Gegenwart manifestiert sich in seinem „Zelten“ mitten unter dem Volk (vgl. {{B|Ex|25|8–9}}). Dementsprechend bestand das erste israelitische Heiligtum aus einem beweglichen Zelt ([[Mischkan]]) und der darin aufgestellten [[Bundeslade]]. Die Schechina als Inbegriff der Nähe und Präsenz Gottes ging später auf den [[Jerusalemer Tempel]] und den heiligen Bezirk der Stadt über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wurzel ist auch in dem im Tanach zahlreich erwähnten [[Eigenname]]n Schechanjahu oder Schechanja (so hieß beispielsweise der Großvater [[Elam (Bibel)|Elams]]) oder Schekanja enthalten, die ebenfalls auf die Bedeutung „Einwohnung Gottes“ hinweisen ({{B|Esra|8|3–5; 10,2}}; {{B|Neh|3|29}}; {{B|Neh|6|18}}; {{B|Neh|12|3}}; {{B|2 Chr|31|15}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Texten der [[Septuaginta]] wird die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;kataskḗnosis&amp;#039;&amp;#039; (κατασκήνοσις) als griechisches Äquivalent der hebräischen Wurzel &amp;#039;&amp;#039;schin-kaf-nun&amp;#039;&amp;#039; (שכנ) verwendet, ein Begriff, der in Anlehnung an das Schrifttum der [[Wüstenväter]] später in der lateinischen Übersetzung als [[Tabernakel]] (&amp;#039;&amp;#039;tabernaculum&amp;#039;&amp;#039;) auch Eingang in die christliche Architektur und Spiritualität fand. Im Zusammenhang mit der Begrifflichkeit steht daneben das hebräische &amp;#039;&amp;#039;kavod&amp;#039;&amp;#039;, das in der [[Altgriechische Sprache|altgriechischen]] [[Bibelübersetzung]] (Septuaginta) mit [[Herrlichkeit Gottes|Doxa]] und in der lateinischen [[Vulgata]] entsprechend mit [[Gloria]] (beide etwa „Ruhm, Herrlichkeit [Gottes]“) wiedergegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rabbinische Tradition ===&lt;br /&gt;
In der [[Rabbinische Literatur|rabbinischen Literatur]] taucht der Begriff Schechina neben den Ausdrücken &amp;#039;&amp;#039;ha-qadosh baruch hu&amp;#039;&amp;#039; („der Heilige, gepriesen sei er“), &amp;#039;&amp;#039;shamayim&amp;#039;&amp;#039; („Himmel“) und &amp;#039;&amp;#039;[[HaSchem|ha-schem]]&amp;#039;&amp;#039; („der Name“) als Bezeichnung [[JHWH]]s auf, wobei im Fall von Schechina eine besondere Betonung auf dem Anwohnen der göttlichen Macht in Jerusalem, inmitten des Volkes Israel liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Auffassung ändert sich im [[Frühmittelalter|Mittelalter]], als [[Saadia Gaon]] in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Ha-emunot we-ha-deot&amp;#039;&amp;#039; (dt. „Glaubensüberzeugungen und Ideen“), den Begriff Schechina verwendet, um das Problem der [[Anthropomorphismus|anthropomorphen]] Darstellungen Gottes in der Bibel zu lösen. Er meint, alle diese Hinweise bezögen sich auf einen von Gott geschaffenen [[Engel#Engel im Judentum|Engel]], der bald &amp;#039;&amp;#039;kavod&amp;#039;&amp;#039; („Glanz, Ehre“) und bald &amp;#039;&amp;#039;schechina&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im elften und zwölften Jahrhundert erfährt dieses Konzept wiederum eine Erweiterung, indem z.&amp;amp;nbsp;B. [[Abraham ibn Esra]] sie als direkt aus Gott [[Emanation (Philosophie)|emanierte]] göttliche Kraft auffasst. Eine besondere Betonung der [[Weiblichkeit]] dieses Konzeptes liegt jedoch in all diesen rabbinischen Konzeptionen noch nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kabbala und Chassidismus ==&lt;br /&gt;
=== Bahir ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;[[Sefer ha-Bahir]]&amp;#039;&amp;#039; (erstmals im 12. Jhd. in Südfrankreich veröffentlicht) ist das erste Werk, das die &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039; in einem weiblichen Kontext erwähnt, indem es sie als Frau, Braut und Tochter der männlichen Kraft beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übernommen wird dieses Bild von [[Abraham Abulafia]] und anderen [[Kabbala|Kabbalisten]] aus Gerona und Kastilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gershom Scholem]] deutete die Idee einer [[Weiblichkeit|weiblichen]] &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039; als Manifestation einer [[Gnosis|gnostisch]]-[[Dualismus|dualistischen]] Vorstellung in der frühen Kabbala, die seit der Antike im Verborgenen ruhte und erst im Mittelalter an die Oberfläche tritt. Neuere Forschungen betrachten diese Wendung eher als Übernahme der [[Marienverehrung|Madonnenverehrung]] des Christentums, die im 12. Jahrhundert ihren Höhepunkt fand, allerdings kann diese Herleitung ebenso wenig wie die Gnosis-These Scholems anhand von Textfunden bewiesen werden. Eine dritte Hypothese geht davon aus, dass es sich hierbei um eine eigene Schöpfung des Verfassers des [[Sefer ha-Bahir|Bahir]] handelt, wofür auch [[Werkimmanente Interpretation|textimmanent]]-[[Hermeneutik|hermeneutische]] Argumente angeführt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &amp;#039;&amp;#039;Sohar&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;[[Sohar]]&amp;#039;&amp;#039; werden die Funktionen der &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039; schließlich in großer Ausführlichkeit beschrieben, und das Bestreben, mit ihr in geistige Berührung zu kommen, bildet einen Hauptbestandteil [[Kabbala|kabbalistischer]] [[Ritual]]e. Sie steht als niedrigste [[Sephiroth|Sephira]] den Leiden des [[Volk Israel|Volkes Israel]] am nächsten, befindet sich wie dieses im Exil und ist am stärksten den Kräften des [[Das Böse#Judentum|Bösen]] ausgesetzt, die sich ihrer weiblichen Schwäche bedienen, um Macht über sie zu gewinnen und sie von der Sephira &amp;#039;&amp;#039;Tif&amp;#039;eret&amp;#039;&amp;#039; wegziehen wollen. Durch das kabbalistische Ritual soll die Wiedervereinigung mit ihrem Mann erwirkt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph Dan]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kabbala&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Stuttgart 2007, S. 65f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Daniel  C. Matt]]: &amp;#039;&amp;#039;The Essential Kabbalah: The Heart of Jewish Mysticism.&amp;#039;&amp;#039;  Harper &amp;amp; Collins, New York 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lurianische Kabbala ===&lt;br /&gt;
In der Vorstellung des Kreises um [[Isaak Luria]] entsteht die Schöpfung aus göttlichen Kontraktionen ([[Tzimtzum]]) und Strömungen. In der [[Lurianische Kabbala|lurianischen]] Darstellung eines aus [[Sephiroth]] bestehenden Urbildes des Menschen ([[Adam Qadmon]]) geht aus der letzten Sephira die untere Welt hervor. Diese Sephira wird &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039; genannt (auch &amp;#039;&amp;#039;Malchut&amp;#039;&amp;#039;, was ‚Königreich‘ oder ‚Herrlichkeit‘ bedeutet). Funken der &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039;, also göttliche Funken, sind bei der Schöpfung in die Welt gefallen.&lt;br /&gt;
Dabei wird die &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039; der weiblichen Sphäre zugeordnet und als ergänzende, weibliche Dimension Gottes begriffen, was sich etwa im Bild der Braut äußert. Das Brautmotiv stellt [[Metapher|metaphorisch]] die „Gemeinschaft“ zwischen der &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039; und Gott dar, also die Einheit zwischen dem für menschliche Begriffe unfassbaren Gott im Himmel und seiner Vergegenwärtigung in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lecha Dodi ===&lt;br /&gt;
Das [[Akrostichon|akrostische]] [[Gebet (Judentum)|Gebet]] &amp;#039;&amp;#039;[[Lecha Dodi]]&amp;#039;&amp;#039;, dessen Anfangsbuchstaben auf den Verfasser [[Schlomo Alkabez]], einen Schüler aus dem [[Kabbala|kabbalistischen]] Kreis von [[Isaak Luria]], hinweisen, gehört bis heute zur [[Liturgie]] am Vorabend des [[Sabbat|Schabbats]]. Das Gebet mit der Anfangszeile „Geh, mein Geliebter, der Braut entgegen …“ ist als Jubel über die Heimkehr der Braut (identifiziert mit dem Schabbat bzw. der &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039;) in messianischer Zeit konzipiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chassidische Tradition ===&lt;br /&gt;
Im [[Chassidismus]] können die Menschen eine aktive Rolle bei der Erlösung spielen, indem sie die Funken der Schechina einsammeln. Die Chassidim gehen von göttlicher [[Immanenz]] in der Welt aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Israel ben Elieser]] betonte die Verbindung zwischen dem Gebet und einer erotisch konnotierten Spiritualität. Er stellt die „Erregung“ heraus, die sich durch das Wiegen des Körpers beim Gebet einstellt und nennt „das Gebet eine Form des Verkehrs mit der Schechina“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hetty Berg, Emile Schrijver |Titel=Sex. Jüdische Positionen. Katalog zur Ausstellung im [[Jüdisches Museum Berlin|Jüdischen Museum Berlin]] |Hrsg=Joanne Rosenthal, Miriam Goldmann, Titia Zoeter |Sammelwerk=Sex. Jüdische Positionen. Katalog |Verlag=Hirmer |Ort=München |Datum=2024 |ISBN=978-3-7774-4328-7 |Seiten=171}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christliche Mystik ==&lt;br /&gt;
In christlichen Interpretationen des kabbalistischen [[Baum des Lebens|Lebensbaums]] ([[Sephiroth]]) findet über die Weisheitstradition eine Gleichsetzung nicht nur von &amp;#039;&amp;#039;Malchut&amp;#039;&amp;#039; ([[Gottesreich]]) und &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039;, sondern auch von &amp;#039;&amp;#039;Chokhma&amp;#039;&amp;#039; (hebräisch) bzw. &amp;#039;&amp;#039;Sophia&amp;#039;&amp;#039; (griechisch ‚[[Weisheit (Tugend)|Weisheit]]‘) und &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039; statt. In seinen [[Mystik|mystischen]] Abhandlungen schildert [[Jakob Böhme]] die personifizierte Weisheit [[Jesus Christus|Jesu Christi]] und beschreibt die Gemeinschaft zwischen der Weisheit und dem Menschen als Erleuchtungserfahrung. Die Erlösung durch Jesus Christus wird in der Begegnung des Menschen mit dieser Weisheit im Hier und Jetzt vergegenwärtigt. &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sophia&amp;#039;&amp;#039; können zwar nicht &amp;#039;&amp;#039;per se&amp;#039;&amp;#039; gleichgesetzt werden, personifizieren aber beide die weibliche Dimension Gottes, die sowohl der Schöpfung als auch der Erlösung innewohnt. Beide Vorstellungen sind auch mit messianischen Erwartungen verbunden, die der Christ in Jesus Christus erfüllt sieht. Besonders [[Friedrich Christoph Oetinger]] zogen die messianischen Tendenzen der Kabbala an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Islamische Verwendung des Begriffes ==&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;[[Sakīna|Sakina]]&amp;#039;&amp;#039; kennt auch der Islam einen sprachlich und inhaltlich eng verwandten Begriff, der ebenfalls die Gegenwart [[Allah]]s und den damit verbundenen glückseligen und friedlichen Seelenzustand bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenfassender Ausblick ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Gegenwart Gottes in der Welt, also seine [[Immanenz]]. Die &amp;#039;&amp;#039;Schechina&amp;#039;&amp;#039; trägt verschiedene Namen (z.&amp;amp;nbsp;B. die hier erwähnten &amp;#039;&amp;#039;Malchut&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schabbath&amp;#039;&amp;#039;). Sie bietet Anknüpfungspunkte für das [[Interreligiöser Dialog|interreligiöse ökumenische Gespräch]]. Ihre Vorstellung als eine weibliche göttliche Dimension bietet auch Anknüpfungspunkte für die [[feministische Theologie]]. Aufgrund mancher tradierter negativer Beschreibung von weiblichen Aspekten ergeben sich daraus auch Ansätze zur Kritik: Beispiele zur Kritik an der kabbalistischen Tradition sind die Vorstellung der Passivität des Weiblichen oder die Vorstellung, dass alles [[Das Böse|Böse]] aus dem Weiblichen entspringt. Das Gesamtkonzept zielt auf kosmisches Gleichgewicht. Die Idee der Einheit von Ursprung und Ziel ist schon [[Platon#Philosophie|platonisch]] und findet sich auch in [[Gnosis]] und Gnostizismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgewählte Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. Abelson: &amp;#039;&amp;#039;The Immanence of God in Rabbinical Literature.&amp;#039;&amp;#039; Macmillan, London 1912 (Reprint. Hermon Press, New York NY 1969).&lt;br /&gt;
* [[Ariel Bension]]: &amp;#039;&amp;#039;The Zohar in Moslem and Christian Spain.&amp;#039;&amp;#039; George Routledge and Sons, London 1932 (Reprint. Hermon Press, New York NY 1974, ISBN 0-87203-046-6).&lt;br /&gt;
* [[Ernst Benz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die christliche Kabbala. Ein Stiefkind der Theologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Albae vigiliae.&amp;#039;&amp;#039; NF Bd. 18). Rhein-Verlag, Zürich 1958.&lt;br /&gt;
* [[Moses Cordovero]]: &amp;#039;&amp;#039;The Palm Tree of Deborah.&amp;#039;&amp;#039; Translated from the Hebrew with an introduction and notes by Louis Jacobs. Vallentine, Mitchell, London 1960.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Dan]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kabbalah. Eine kleine Einführung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Reclams Universal-Bibliothek&amp;#039;&amp;#039; 18451). Reclam, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-15-018451-6.&lt;br /&gt;
* Arnold M. Goldberg: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über die Vorstellung von der Schekhinah in der frühen rabbinischen Literatur. Talmud und Midrasch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studia Judaica.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5, {{ISSN|0585-5306}}). de Gruyter, Berlin 1969 (Zugleich: Freiburg (Breisgau), Univ., Habil.-Schr., 1965).&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Moltmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Gott in der Schöpfung. Ökologische Schöpfungslehre&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Systematische Beiträge zur Theologie.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2). Kaiser, München 1985, ISBN 3-459-01590-X.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Müller (Zionist)|Ernst Müller]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Sohar. Das heilige Buch der Kabbala&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Diederichs&amp;#039; gelbe Reihe. Judaica.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 35). 5. Auflage. Diederichs, München 1991, ISBN 3-424-00695-5.&lt;br /&gt;
* [[Pnina Navè-Levinson]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die rabbinische Theologie.&amp;#039;&amp;#039; 2., unveränderte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1987, ISBN 3-534-08558-2.&lt;br /&gt;
* [[Judith Plaskow]]: &amp;#039;&amp;#039;Feministischer Antijudaismus und der christliche Gott.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Israel.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 5, Nr. 1, 1990, {{ISSN|0179-7239}}, S. 9–25.&lt;br /&gt;
* Peter Porzig: &amp;#039;&amp;#039;[https://bibelwissenschaft.de/stichwort/26449/ Schechina.]&amp;#039;&amp;#039; In: Michaela Bauks, Klaus Koenen, Stefan Alkier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet]]&amp;#039;&amp;#039; (WiBiLex). Stuttgart 2006&amp;amp;nbsp;ff. (Artikel erstellt: Juni 2018).&lt;br /&gt;
* [[Gershom Scholem]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Entwicklungsgeschichte der kabbalistischen Konzeption der Schechinah&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Eranos#Eranos-Tagungen und Eranos-Jahrbücher|Eranos Jahrbuch]], Jg. 21 (1952), S. 45–107.&lt;br /&gt;
* Gershom Scholem: &amp;#039;&amp;#039;Schechinah. Das passiv-weibliche Moment in der Gottheit.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Von der mystischen Gestalt der Gottheit. Studien zu Grundbegriffen der Kabbala&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 209). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1977, ISBN 3-518-07809-7.&lt;br /&gt;
* [[Clemens Thoma]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sekina und der Christus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Judaica.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 40, 1984, {{ISSN|0022-572X}}, [https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=jud-001%3A1984%3A40%3A%3A244 S. 237–247].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Theologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabbala]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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