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	<title>Schatulle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T06:30:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schatulle&amp;diff=110351&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2026-03-20T12:45:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schatulle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von italienisch &amp;#039;&amp;#039;scatola&amp;#039;&amp;#039;, Schachtel oder Dose, Kästchen mit Deckel&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/Schatulle |titel=Schatulle |werk=Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (dwds.de) |datum=1974 |sprache=de |abruf=2026-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Wolfgang Pfeifer et al. |url=https://www.dwds.de/wb/etymwb/Schatulle |titel=Schachtel, Schatulle |werk=Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (dwds.de) |sprache=de |abruf=2026-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ein kleiner, oft kunstvoll verzierter Kasten zur Aufbewahrung für Geld oder Wertsachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schatulle kann aus [[Holz]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Römhilder Kästchen]]), [[Leder]], [[Stein]] ([[Schmuckstein]]), [[Elfenbein]] oder auch [[Metalle|Metall]] gearbeitet sein. Im Mittelalter war auch ein Minnekästchen zum [[Minnedienst]] als Schatulle gestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Johann Werfring |url=https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/politik/wien/292771_Eine-Minnegabe-fuer-die-Liebste.html |titel=Eine Minnegabe für die Liebste - Wiener Museumsstücke - Wiener Zeitung Online |werk=tagblatt-wienerzeitung.at |datum=2005-10-01 |abruf=2024-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In moderner Abwandlung der historischen Funktion gab es auch [[Zigarette]]n-Schatullen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bawue.museum-digital.de/object/210705 |titel=Werbung: Zigaretten-Schatulle mit Ansicht der Saline |werk=bawue.museum-digital.de |hrsg=museum-digital Deutschland e.V., c/o Museumsverband des Landes Brandenburg e. V. |sprache=de |abruf=2026-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Schatulle&amp;#039;&amp;#039; wurden früher auch [[Blech|blecherne]] Kapseln zum Verschicken von [[Akte]]n bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schatulle&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Pierer&amp;#039;s Universal-Lexikon]], Band 15. Altenburg 1862, S. 100. ([http://www.zeno.org/Pierer-1857/K/pierer-1857-015-0100 Digitalisat auf zeno.org], abgerufen am 7. Februar 2026)&amp;lt;/ref&amp;gt; Ganz ähnlich wie eine Schatulle gestaltet und konstruiert sein können auch kleine [[Truhe]]n, [[Zunftlade]]n, [[Geldkassette]]n oder [[Exuperius von Toulouse#Reliquienkästchen|Reliquienkästchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im übertragenen Sinne bezeichnete &amp;#039;&amp;#039;Schatulle&amp;#039;&amp;#039; auch die Privatkasse oder Hausschatz eines [[Regentschaft|Regenten]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; davon leiten sich die &amp;#039;&amp;#039;Schatullengüter&amp;#039;&amp;#039; ab, die der Regent privat erwarb und nutzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; caption=&amp;quot;Beispiele&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Casket ivory Louvre UCAD4417.jpg|Schatulle aus der Zeit der [[Umayyaden]]&lt;br /&gt;
Datei:Amber-coloured sarcophagus-type casket in Malbork.jpg|Schatulle aus [[Bernstein]]&lt;br /&gt;
Datei:Schatulle Erhard und Söhne.jpg|Messing-Schatulle von [[Erhard &amp;amp; Söhne]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik und Literatur ==&lt;br /&gt;
In der Weltliteratur und im Märchen dient die Schatulle oft als zentrales Motiv für das Verborgene, das Intime oder als Prüfstein des Charakters. Sie steht metaphorisch für das Geheimnisvolle oder das menschliche Herz, in dem Kostbarkeiten und Erinnerungen bewahrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bekannteste literarische Beispiel ist die „Kästchenszene“ in [[William Shakespeare]]s Komödie &amp;#039;&amp;#039;[[Der Kaufmann von Venedig]]&amp;#039;&amp;#039;. Hier müssen die Freier der Portia zwischen einer goldenen, einer silbernen und einer bleiernen Schatulle wählen, wobei der Inhalt der Behälter über Erfolg oder Scheitern der Brautwerbung entscheidet.&amp;lt;ref&amp;gt;William Shakespeare: &amp;#039;&amp;#039;Der Kaufmann von Venedig&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufzug, 7. Szene. (Vgl. auch die Analyse in: Sigmund Freud: &amp;#039;&amp;#039;Das Motiv der Kästchenwahl&amp;#039;&amp;#039;, 1913).&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in der Märchenwelt (etwa bei den [[Brüder Grimm|Brüdern Grimm]]) ist das Auffinden eines kleinen Kästchens oft der Wendepunkt einer Erzählung, der entweder Reichtum oder eine moralische Lehre bereithält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handwerk und Technik ==&lt;br /&gt;
Besonders im [[Barock]] und [[Rokoko]] erreichten Schatullen eine hohe kunsthandwerkliche Komplexität. Neben kostbaren Oberflächenverzierungen wie [[Intarsie]]n, [[Marketerie]], [[Email]]lierung oder Beschlägen aus [[Feuervergoldung]] wurden sie oft mit ausgeklügelten Geheimmechanismen ausgestattet. Diese dienten dem Schutz vor unbefugtem Zugriff und umfassten z.&amp;amp;nbsp;B. Geheimfächer mit doppelten Böden oder hinter Zierleisten verborgene Schubladen. Ebenso versteckte Tastenauslöser, die erst durch Druck auf ein bestimmtes Ornament das Schlüsselloch freigaben oder den Deckel sprangen ließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Staatliche Kunstsammlungen Dresden: &amp;#039;&amp;#039;Geheimnisse und Kostbarkeiten – Die Welt der Schatullen&amp;#039;&amp;#039;, Kunstgewerbemuseum, Dresden 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner kamen Kombinationsschlösser zum Einsatz, die bereits im 17. Jahrhundert an Geldkassetten verwendet wurden und als frühe mechanische Vorläufer moderner Tresorschlösser gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturgeschichte der Schmuckschatulle ==&lt;br /&gt;
Ab dem 18. Jahrhundert entwickelte sich die Schatulle vom rein funktionalen Tresorgut der Regenten zum festen Bestandteil der bürgerlichen Wohnkultur. Vor allem als „Schmuckschatulle“ auf dem [[Toilettentisch]] (im [[Boudoir]]) wurde sie zu einem privaten Rückzugsort. In einer Zeit, in der es kaum private Zimmer für einzelne Familienmitglieder gab, war die abschließbare Schatulle oft der einzige Ort, an dem persönliche Gegenstände, Tagebücher oder Liebesbriefe vor den Augen Dritter geschützt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Meiners: &amp;#039;&amp;#039;Die Schatulle. Zur Geschichte eines Möbelstücks im 18. und 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Volkskunde in Niedersachsen&amp;#039;&amp;#039;, 3. Jg., Heft 1, 1986, S. 22–31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im modernen Sprachgebrauch wird der Begriff „Schatulle“ zudem häufig metaphorisch im Finanzwesen verwendet (z. B. „die staatliche Schatulle“), was auf die historische Funktion als Privatkasse von Herrschern zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Himitsu Bako]]&lt;br /&gt;
* [[Schatullrechnungen Friedrichs des Großen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://drw.hadw-bw.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&amp;amp;term=schatulle Schatulle]&amp;#039;&amp;#039;, im [[Deutsches Rechtswörterbuch|Deutschen Rechtswörterbuch]] (DRW, drw.hadw-bw.de)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://bawue.museum-digital.de/tag/13095 Schatulle]&amp;#039;&amp;#039;, auf bawue.museum-digital.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4270239-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behälter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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