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	<title>Schattenmorelle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T03:50:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schattenmorelle&amp;diff=114031&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cartoffel am 14. März 2025 um 14:29 Uhr</title>
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		<updated>2025-03-14T14:29:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Morellen 27.07.1979.jpg|mini|Schattenmorellen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schattenmorelle Bluete 01.jpg|mini|Blüte eines Schattenmorellen-Baumes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sauerkirschenfrucht Prunus cerasus 3.JPG|mini|Schattenmorellen in unterschiedlichen Reifegraden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:20150423Prunus sect Cerasus2.jpg|mini|Prunus cerasus in voller Blüte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzwälder Kirschtorte, Würzburg.JPG|mini|Die echte [[Schwarzwälder Kirschtorte]] enthält Schattenmorellen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Praline with Cherry.jpg|mini|Praline mit Kirsche und Kirschbrand]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schattenmorelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Prunus cerasus&amp;#039;&amp;#039; subsp. &amp;#039;&amp;#039;acida&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sauerlotkirsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Große Lange Lotkirsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (beides auch mit th) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordkirsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[Sorte (Pflanze)|Sorte]] der [[Sauerkirsche]]n. Sie gehört zur [[Familie]] der [[Rosengewächse]] (Rosaceae) und ist in Mitteleuropa die am meisten angepflanzte Sauerkirschsorte.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2023.1284478/pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist eine spätreife Sorte und bringt hohe Erträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Die Schattenmorelle ist eine altbekannte [[Steinobst]]sorte, die schon vor 1650 erwähnt und vor 1800 beschrieben wurde; sie stammt aus Frankreich und wird dort &amp;#039;&amp;#039;Griotte du Nord&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Chatel Morel&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
Für ein 2023 erschienene wissenschaftliche Veröffentlichung wurde ein vollständiges Genom sequenziert.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.frontiersin.org/journals/plant-science/articles/10.3389/fpls.2023.1284478/pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sorteneigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Baum ===&lt;br /&gt;
Der [[Baum]] ist schwachwüchsig bis mittelstark, dünntriebig und [[Strauch|strauchartig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht ===&lt;br /&gt;
Früchte erscheinen nur an einjährigem Holz.&lt;br /&gt;
Der Fruchtstiel ist mit einer Länge von etwa 40&amp;amp;nbsp;mm mittellang und meist mit einem oder mehreren grünen Blättchen versehen. Die [[Steinfrucht]] ist je nach Behang groß bis sehr groß (21&amp;amp;nbsp;mm, 5,3&amp;amp;nbsp;Gramm&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuster2013&amp;quot;&amp;gt;DOI 10.5073/jkidos.2013.002&amp;lt;/ref&amp;gt;), rundlich bis schwach oval. Die Farbe der festen, stumpf glänzenden [[Haut]] ist zunächst rot und wird bei zunehmender Reife dunkler bis schwärzlich rot bei der Vollreife. Das [[Fruchtfleisch]] ist weich und sehr saftig bei dunkelroter Farbe. Es hat trotz des hohen Zuckergehalts bei einem [[pH-Wert]] von 3,4 einen ausgeprägt sauren Geschmack, welcher durch das Kochen noch verstärkt wird. Der [[Stein]] ist mit etwa 12,5&amp;amp;nbsp;mm verhältnismäßig groß, langoval, löst sich sehr gut vom Fruchtfleisch und bleibt meist am Stiel hängen. Die Frucht reift in der 8. bis 9. [[Kirschwoche]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;LWG&amp;quot;&amp;gt;https://lwg.bayern.de/gartenbau/obstbau/085474/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
Die Schattenmorelle ist [[selbstfertil]] und braucht daher selbst keinen [[Befruchter]], kann aber andere spätblühende Kirschsorten, wie zum Beispiel ‚[[Schneiders späte Knorpelkirsche]]‘, befruchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Standortbedingungen ===&lt;br /&gt;
Der Baum ist anspruchslos und auch für kühle und kalte Lagen geeignet, ist aber empfindlich gegenüber Hitze und Dürre. Er ist anfällig für die [[Monilinia-Spitzendürre]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://archive.org/details/obstbauimgartene00vani/page/115&amp;lt;/ref&amp;gt; Anders als es der Name vermuten lässt, liebt die Schattenmorelle einen halbschattigen Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pflege und Nutzung==&lt;br /&gt;
Die Bäume erfordern regelmäßigen starken Schnitt. Starker Geschmack und Säuregehalt machen die Schattenmorelle zur Standardsorte für die Verarbeitung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LWG&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Schattenmorelle ist die weltweit am meisten angebaute [[Sauerkirsche]]nsorte.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.obstgarten.biz/info-thek/schattenmorelle&amp;lt;/ref&amp;gt; --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Frucht wird gerne zu [[Konfitüre]]n und [[Lebensmittelkonservierung|Konserven]] verarbeitet. Sie ist die meistgenutzte Kirschsorte für Backwaren aller Art, so zum Beispiel für die weltbekannte [[Schwarzwälder Kirschtorte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für die Herstellung von [[Obstbrand]], Kirschlikör und [[Praline]]n findet die Schattenmorelle Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Namensgeber ist das französische Dorf Château de Moreilles, das 219&amp;amp;nbsp;km nördlich von [[Bordeaux]] liegt. Der Dorfname wurde im Laufe der Zeit lautsprachlich ins Deutsche übertragen. Hier handelt es sich um ein weit verbreitetes Märchen, warum:&lt;br /&gt;
# Moreilles wurde erst 1893 zur Gemeinde, vorher war es eine Poststation (in Frankreich gab es die ersten Poststationen erst ab Ende des 16. Jahrhunderts).&lt;br /&gt;
# es gab 1598 keine Château de Moreilles, sondern „nur“ die Abbaye Beata Maria de Moroliis (das Kloster/die Abtei Moreilles), die Kirschen würden dann &amp;#039;&amp;#039;abbamoro&amp;#039;&amp;#039; oder ähnlich heißen.&lt;br /&gt;
# Die Abtei wurde im hundertjährigen Krieg fast vollständig zerstört (bis 1453).&lt;br /&gt;
# Vollständig zerstört und niedergebrannt wurde die Abtei dann während des Religionskrieges (bis 1580), die Kirche wurde mehr als 100 Jahre später teilweise wieder aufgebaut&lt;br /&gt;
# Die vielleicht zehn übrig gebliebenen Mönche erfinden nun den Namen Chateau de Moreilles und züchten dort Sauerkirschen? eher sehr unwahrscheinlich.&lt;br /&gt;
# Es gibt kein französisches Dorf Château de Moreilles; nur die Gemeinde Moreilles.&lt;br /&gt;
# Es gibt kein Château de Moreilles und es gab es nie, heute heisst das Ding Château de l’Abbaye à Moreilles&lt;br /&gt;
# Weder in Moreilles, noch in der Abbaye, noch im heutigen Château de l’Abbaye findet sich ein einziger Hinweis auf die Legende.&lt;br /&gt;
# Das heutige Château de l’Abbaye wurde erst im 17. Jahrhundert erbaut.&lt;br /&gt;
# Keine einzige echte Quelle ist angegeben.&lt;br /&gt;
# im fr. Wiki findet sich kein einziger Hinweis.&lt;br /&gt;
# Die Schattenmorelle heisst im Französischen: &amp;#039;&amp;#039;griotte du Nord&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Chatel Morel.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Namensteil „Morelle“ ist aber auch die Herleitung vom spätlateinischen „maurella“ (Verkleinerungsform von „maurus“, der [[Mohr]]) möglich, was sich auf die dunkle Farbe der Frucht bezieht. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt vier Hypothesen zur Herleitung des Namens &amp;#039;&amp;#039;Schattenmorelle,&amp;#039;&amp;#039; die jeweils eine Lautverschiebung annehmen:&lt;br /&gt;
# von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Château de Moreilles:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Angeblich soll bereits 1598 im Garten dieses Schlosses diese Sauerkirschenart gezüchtet worden sein. Es gibt kein bekanntes Château de Moreilles in Frankreich. Heute existiert das Château de L’Abbaye&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.chateau-moreilles.com/ Le Château de l’Abbaye, Moreilles]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Moreilles]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[:fr:Moreilles|La commune de Moreilles]]&amp;#039;&amp;#039; (franz. WP)&amp;lt;/ref&amp;gt; (im 17. Jahrhundert wieder aufgebauter Teil der ehemaligen Abtei Beata Maria de Moroliis, die im 100-jährigen Krieg (1453) fast vollständig und in den Religionskriegen (1580) vollständig zerstört wurde);&lt;br /&gt;
# von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;amarus,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; engl. &amp;#039;&amp;#039;morello,&amp;#039;&amp;#039; ital. &amp;#039;&amp;#039;amarello&amp;#039;&amp;#039; („bitter“): Die Schattenmorelle ist allerdings nicht bitter, sondern sauer;&lt;br /&gt;
# spätlateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;maurella,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Verkleinerungsform von &amp;#039;&amp;#039;maurus&amp;#039;&amp;#039; („[[Mohr]]“), was sich auf die dunkle Farbe der Frucht bezieht: Die Schattenmorelle ist hellrot bis rot während der Reife, erst im vollreifen Zustand wird sie dunkelrot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Morelle Duden online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chatel Morel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (synonym zu &amp;#039;&amp;#039;Griotte du Nord&amp;#039;&amp;#039;):&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=http://lepotager.free.fr/articles/article_pollinisateurs_cerisiers.php| sprache=fr| titel=Pollinisation croisée des cerisiers| zugriff=2012-12-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der französische Name der Schattenmorelle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.upov.int/edocs/tgdocs/de/tg230.pdf Internationaler Verband zum Schutz von Pflanzenzüchtungen Genf, Sauerkirsche, S. 28] (PDF; 360&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Walter Hartmann, Eckhart Fritz: Farbatlas Alte Obstsorten, Verlag E. Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5672-6, [http://www.netzwerk-streuobst-filderstadt.de/9-mog/42-baum36 Seite 306]&lt;br /&gt;
*Johann Georg Dittrich: Systematisches Handbuch der Obstkunde nebst Anleitung zur Obstbaumzucht und zweckmäßiger Benutzung des Obstes, Band 2: Steinobstfrüchte, Verlag von Friedrich Mauke, Jena 1837, ([https://archive.org/details/bub_gb_iM86AAAAcAAJ/page/137 Seiten 137 f])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Schattenmorelle}}&lt;br /&gt;
*ausführliches [https://arche-noah.at/media/schattenmorelle.pdf Sortenprofil] von Arche-Noah.at&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4179407-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinobst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cartoffel</name></author>
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