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	<title>Schandmal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T18:30:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schandmal&amp;diff=184425&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&quot;G&quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)</title>
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		<updated>2026-02-19T09:51:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&amp;quot;G&amp;quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schandmal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein an einer Person nach außen hin sichtbares Zeichen der [[Schande]], das als [[Strafe]] für ein [[Vergehen]] oder [[Verbrechen]] verordnet wird. In den meisten Ländern der Welt werden solche [[Stigmatisierung|stigmatisierenden]] Formen der Bestrafung nicht mehr angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schandmale können nach einer Verurteilung entweder in einer bestimmten Kleidungskennzeichnung ({{laS|nota infamiae}}) oder, wenn sie im Rahmen von [[Körperstrafe]]n ausgesprochen werden, in Form von [[Amputation]]en, der Zufügung von [[Narbe (Wundheilung)|Narben]] oder von [[Brandmarken]] (Ein Schandmal brennen; lat. notam infamiae inurere alicui)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Schandmal |Band=14 |Sp=2159–2160 |lemid=S04382}}&amp;lt;/ref&amp;gt; angewandt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweck eines Schandmales ist auf der einen Seite die Bestrafung selbst, die durch die öffentliche Sichtbarmachung soziale [[Diskriminierung]] einschließen kann und im Fall von Körperstrafen mit der Zufügung von Schmerzen verbunden ist. Andererseits kann durch ein Schandmal eine Warnung der Mitbewohner vor einem Verurteilten zum Ausdruck gebracht werden. Oft besteht ein sichtbarer Zusammenhang zwischen einem begangenen Vergehen oder Verbrechen und der Art des Schandmals. Beispiel: Amputation der rechten Hand bei Dieben in manchen arabischen Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Beispiele ==&lt;br /&gt;
[[Datei:CatharCross.svg|mini|hochkant|Gelbes, auf der Kleidung aufgenähtes Ketzerkreuz als Schandmal]]&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] bis weit in die [[Neuzeit]] wurden Gesetzesbrecher oft mit Schandmalen belegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Inquisition]] verurteilte in weniger schwerwiegenden Fällen von [[Ketzer]]ei Glaubensabweichler zum Tragen von üblicherweise blauen oder gelben &amp;#039;&amp;#039;Ketzerkreuzen&amp;#039;&amp;#039;. Sie waren aus Stoff gefertigt und mussten vom Verurteilten deutlich sichtbar auf dem Obergewand getragen werden. Diese Art der Strafe wurde durch die Inquisition sehr häufig angeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Drittel der unter Inquisitor [[Bernard Gui]] gegen Ketzer erlassenen Urteile sahen das Tragen gelber Ketzerkreuze vor. Vgl. die Angaben und Nachweise im dortigen Artikel.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Dauer dieser Kennzeichnung konnte entweder zeitlich befristet oder lebenslang ausgesprochen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe als Beispiel hierzu die Inquisition des [[Petrus Zwicker]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den durch die &amp;#039;&amp;#039;Spanische Inquisition&amp;#039;&amp;#039; als Strafe auferlegten Ketzerkreuzen handelte es sich üblicherweise um rote [[Andreaskreuz]]e,&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Schwerhoff: &amp;#039;&amp;#039;Die Inquisition: Ketzerverfolgung in Mittelalter und Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; München 2004, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; die oft auf einem speziellen Büßergewand, einem sog. &amp;#039;&amp;#039;[[Sanbenito]]&amp;#039;&amp;#039; getragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelalterliche Behörden einer Stadt oder [[Grafschaft]], die eine Person mit einem [[Bann (Recht)|Bann]] belegten, konnten, um deren Rückkehr nachhaltig zu verhindern, dieser [[Trauma (Medizin)|Körperverletzungen]] zufügen, mit dem Ziel, dauerhafte Spuren zu hinterlassen. Es wurden Finger, Hände oder andere Glieder abgehackt, Nase, Ohren oder Zunge abgeschnitten, Menschen wurden gebrandmarkt oder [[Blendung (Strafe)|geblendet]]. Narbenbildende Hautverletzungen und aufgeschlitzte Ohrläppchen waren noch vergleichsweise geringe Strafen, die auch relativ häufig verordnet wurden. Ein derart stigmatisierter Mensch konnte kaum noch zurückkehren und auch in keine [[Zunft]] aufgenommen werden. Da eine [[Resozialisierung]] so gut wie unmöglich war, konnten sich solcherart Bestrafte am ehesten noch als [[Söldner]], [[Seemann|Seeleute]], Kleinhändler oder Kriminelle betätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlitzohr ===&lt;br /&gt;
Das seit dem 19. Jahrhundert belegte Wort „Schlitzohr“ bezeichnet redensartlich einen listigen, durchtriebenen Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Matthias Firmenich-Richartz|Johann Matthias Firmenich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Germaniens Völkerstimmen. Sammlung der deutschen Mundarten&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Berlin 1846,  S. 19, [https://books.google.de/books?id=x2MTAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PR19&amp;amp;dq=schlitzohr books.google]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das soll auf die Strafe für kleine Diebe und Betrüger zurückgehen, denen das halbe Ohr kupiert oder auch nur mit einem Schnitt versehen wurde, um sie zu zeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Braun (Rechtswissenschaftler)]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Schlitzohren, Spießgesellen und heißen Eisen. Rechtliche Relikte in der Alltagssprache&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Universitas (Zeitschrift)|Universitas]]&amp;#039;&amp;#039;, 48, 1993 Heft 10, S. 966 ff., ohne Belege.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Behauptung, die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Schlitzohr&amp;#039;&amp;#039; sei aus dem Brauch abzuleiten, unzünftiges Verhalten durch Ausreißen des Ohrrings zu ahnden, ist [[Quellenangabe|unbelegt]].&amp;lt;ref&amp;gt;So urteilt auch {{Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |Stichwort=Schlitzohr |Abruf=2020-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Ohrring]] ist bei Handwerkern erst seit dem späteren 19. Jahrhundert gelegentlich nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist dagegen, dass Gesetzesbrechern und Mafia-Abweichlern Ohr oder Nase &amp;#039;&amp;#039;abgeschnitten&amp;#039;&amp;#039; wurde, um sie zu stigmatisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wird in der japanischen [[Yakuza]] auch heute noch als „Ehrenstrafe“ das Amputieren eines kleinen Fingers verübt – auch da dieser Eingriff maßgeblich die Führung eines Schwertes, wie eines [[Katana]]s, erschweren oder komplett behindern soll, aber auch der sozialen Brandmarkung dienen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino-reichst-du-der-yakuza-den-kleinen-finger-dann-ist-er-ab-115585.html |titel=Yakuza |werk=FAZ |hrsg= |datum= |abruf=2018-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stigmatisierung von Juden ===&lt;br /&gt;
Eine stigmatisierende Form der Kleidungskennzeichen – jedoch nicht im Sinne einer Verbrechensbestrafung – war der [[Gelber Ring|Gelbe Ring]], der vom 13. bis zum 18. Jahrhundert in Europa von Juden getragen werden musste. Diese Maßnahme wurde in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] durch den [[Judenstern]] wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Schlitzohr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenstrafe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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