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	<title>Schalstein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T13:48:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schalstein&amp;diff=878187&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hans-Josef Wolf: /* Vorkommen */ Link berichtigt / aktualisiert</title>
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		<updated>2025-11-04T15:05:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vorkommen: &lt;/span&gt; Link berichtigt / aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem geologischen Begriff Schalstein, weitere Bedeutungen unter [[Schalstein (Begriffsklärung)]] und [[Schalungsstein]].}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schalstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blatterstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=114297 Schalstein.] Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein gering-[[Metamorphose (Geologie)|metamorphes]] [[Vulkanisches Gestein|vulkanisch]]-[[vulkanoklastisches Gestein]] [[basalt]]ischer Zusammensetzung, das im [[Devon (Geologie)|Devon]] der mitteleuropäischen Schiefergebirgsaufbrüche ([[Rheinisches Schiefergebirge]], [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]], [[Thüringisch-Fränkisch-Vogtländisches Schiefergebirge]]) zum Teil mächtige Schichtfolgen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Schalstein“ wurde von [[Herzogtum Nassau|nassauischen]] Bergleuten geprägt, da das Gestein beim [[Abbau (Bergbau)|Abbau]] von [[Eisenerz]] wegen seiner [[Schieferung]] oft schalenförmig spaltete. [[Johannes Mechtel]] erwähnt 1612 in seiner Limburger Chronik „Schalstein“ als eines der Baumaterialien des [[Limburger Dom]]s. Das Gestein habe gegen Luft und Regen keinen Bestand, sei aber poliert wie von Marmor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/knetsch1909/0059 &amp;#039;&amp;#039;Mechtel, Johannes; Knetsch, Carl (Hrsg.) „Die Limburger Chronik des Johannes Mechtel“, Wiesbaden, 1909. S. 27&amp;#039;&amp;#039;] Digitalisat bei der Universitätsbibliothek Freiburg i. Br.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff wurde 1789 von [[Johann Philipp Becher]] in seinem Werk „Mineralogische Beschreibung der Oranien-Nassauischen Lande“ in die geologische Literatur eingeführt und diente seitdem als Überbegriff für [[Paläozoikum|paläozoische]] vulkanoklastische Gesteine. Heute wird der Begriff in der [[Geologie]] nur als [[Stratigraphie (Geologie)|stratigrafische]] Sammelbezeichnung verwendet, da die unter dieser Bezeichnung zusammengefassten Gesteine dem [[Mitteldevon|Mittel-]] und [[Oberdevon]] entstammen und somit unterschiedlich alt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestein und Entstehung ==&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
|Name=Schalstein im Mikroskop&lt;br /&gt;
|Größe=300&lt;br /&gt;
|align=right&lt;br /&gt;
|captionalign=right&lt;br /&gt;
|Datei:Schalstein LPL.jpg|Schalstein aus dem Lahn-Dill-Gebiet, Dünnschliff, Hellfeld: Bruchstücke blasenreicher Lava eingebettet in eine karbonatische Matrix, die Hohlräume sekundär mit Calcit und Phyllosilikaten gefüllt.&lt;br /&gt;
|Datei: Schalstein XPL.jpg|Unter gekreuzten Polarisatoren.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Schalstein ist aufgrund der Verschiedenheit der unter diesem Begriff zusammengefassten Gesteine von sehr unterschiedlichem Aussehen. Meist besitzt er eine graue, grünliche, gelbliche oder rötliche Farbe oder ist fleckig. Häufig ist das Gestein geschiefert, oft auch massig-strukturlos. [[Kalkspat]] ist nicht selten in Nestern und [[Trum (Geologie)|Trümern]] beigemengt. Die ursprüngliche Grundmasse aus vulkanischem [[Gesteinsglas]] ([[Sideromelan]]) ist heute meist verändert, und ihre Haupt-Bestandteile sind nur unter dem Mikroskop anhand charakteristischer Formen als Bruchstücke [[vulkanisches Glas|vulkanischer Gläser]] zu erkennen. Häufig enthält der Schalstein Trümmer von Nebengestein, sowohl vulkanischer wie [[Sedimente und Sedimentgesteine|sedimentärer]] Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gestein entstand als untermeerische Ablagerung von [[vulkanische Asche|Vulkanaschen]] im Zusammenhang mit der Bildung von ausgedehnten untermeerischen [[Vulkan]]bauten, die sich im [[Devon (Geologie)|Devon]] auf dem [[passiver Kontinentalrand|passiven Kontinentalrand]] des [[Rhenoherzynikum]]s aufbauten. Zusammen mit dem Schalstein waren Lavaströme an der Bildung der untermeerischen Vulkane beteiligt. Einige der Vulkanbauten überragten den Meeresspiegel, so dass [[Atoll]]e entstanden. Verbunden mit dem Vulkanismus war der Ausstoß mineralreicher Wässer am Meeresgrund, so dass sich ausgedehnte [[Lagerstätte]]n von Eisenerzen ([[Roteisenstein]]) bilden konnten. Aus diesem Grund kommt der Schalstein heute vielfach zusammen mit [[Kalkstein]] und Roteisenstein vor. Der ebenfalls häufig in Zusammenhang mit dem Schalstein vorkommende [[Phosphorit]] entstammt der Verwitterung der Kalksteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die ausgedehntesten Vorkommen von Schalsteinen sind aus der [[Lahnmulde|Lahn-]] und [[Dillmulde]] des rechtsrheinischen Schiefergebirges südlich, südöstlich und östlich des [[Westerwald]]es bekannt. Sie finden sich als Fortsetzung der Schiefergebirgsvorkommen darüber hinaus im Harz, so etwa in der Umgebung von [[Clausthal-Zellerfeld]] und vor allem bei [[Stadt Elbingerode (Harz)|Elbingerode]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Schalstein wurde auch auf vulkanoklastische Gesteine außerhalb des Rheinischen Schiefergebirges und des Harzes angewandt, so etwa auf [[silur]]ische Vulkanite bei [[Prag]].&amp;lt;ref&amp;gt;August Reuss: &amp;#039;&amp;#039;Mineralogische Notizen aus Böhmen. Über silurische Schalsteine und das Eisenerzlager von Auval bei Prag.&amp;#039;&amp;#039; Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Bd. 25, S. 341–363.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gestein – vor allem in seiner massigen Variante – wurde in seinen Vorkommensgebieten häufig als Baumaterial verwendet, so etwa für Häuser, Kirchen und Brückenbauten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017185644 |wayback=20070927003511 |text=J. M. Deinhard: &amp;#039;&amp;#039; Beschreibung der Elbbachbrücke Niederhadamar - St. Wendelinbrücke.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-05-12 09:19:20 InternetArchiveBot }} Steinbrücken in Deutschland, 1988, ISBN 3-7640-0240-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da es jedoch sehr verwitterungsempfindlich ist, ist die Erhaltung und Restaurierung daraus erbauter Bauwerke problematisch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ifs-mainz.de/images/IFS-Downloads/Inhalt-Berichte/Bericht27.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Konservierung des Heidenportals am Wetzlarer Dom. Neuartige Ansätze zur Erhaltung eines Problemgesteins.&amp;#039;&amp;#039;] Abschlussbericht zum DBU-Projekt AZ 19537: Modellhafte Konservierung und Restaurierung umweltgeschädigten Schalsteins am romanischen Heidenportal des Wetzlarer Domes.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Spilit.png|Anschliff eines devonischen Schalsteins&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Joe-Dietrich Thews | Titel= Erläuterungen zur Geologischen Übersichtskarte von Hessen 1:300.000 | Sammelwerk= Geologische Abhandlungen Hessen | Band= 96 | Verlag= Hessisches Landes-Amt für Bodenforschung | Ort= Wiesbaden | Jahr= 1996 | Seiten=122f | ISBN= 3-89531-800-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Heinz-Dieter Nesbor, Werner Buggisch, Heiner Flick, Manfred Horn, Hans-Joachim Lippert | Titel= Vulkanismus im Devon des Rhenoherzynikums. Fazielle und paläogeographische Entwicklung vulkanisch geprägter mariner Becken am Beispiel des Lahn-Dill-Gebietes | Sammelwerk= Geologische Abhandlungen Hessen | Band= 98 | Verlag= Hessisches Landesamt für Bodenforschung | Ort= Wiesbaden | Jahr= 1993 | Seiten= | ISSN= 0341-4043}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Kurt Mohr | Titel= Geologie und Minerallagerstätten des Harzes | Verlag= E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung | Ort= Stuttgart | Auflage = 2. | Jahr= 1993 | Seiten=52–65 | ISBN= 3-510-65154-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.harzregion.de/geopark/13.html &amp;#039;&amp;#039;Landmarke 13: Rübeländer Tropfsteinhöhlen.&amp;#039;&amp;#039;] Der Schalstein im Harz. Regionalverband Harz e.&amp;amp;nbsp;V. Quedlinburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyroklastisches Gestein]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hans-Josef Wolf</name></author>
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