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	<title>Schahrazor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T12:11:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ottoman empire de.svg|mini|250px|Schahrazor als Teil des osmanischen Reiches. Zu sehen zwischen 35 und 40 Grad nördlicher Breite und 40 und 45 Grad östlicher Länge]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schahrazor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name einer Landschaft in [[Kurdistan]] im Grenzgebiet des [[Iran]] und [[Irak]]. Es liegt westlich des [[Hawraman]]gebirges und ist etwa 60 mal 40&amp;amp;nbsp;km groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Geschichte war Schahrazor ein [[Sassanidenreich|sassanidischer]] Distrikt, ein kurdisches Königreich, ein [[Osmanisches Reich|osmanisches]] [[Vilâyet]] und schließlich ein [[Sandschak (Osmanisches Reich)|Sandschak]] des [[Vilâyet Mossul|Vilâyets Mossul]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ebene von Schahrazor ist für die [[Ahl-e Haqq]] ein heiliges und gesegnetes Gebiet. Laut ihrem Glauben wird Gott am Tag des [[Jüngstes Gericht|jüngsten Gerichtes]] dort hinabsteigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Emeri van Donzel: &amp;#039;&amp;#039;Islamic Desk Reference.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 90-04-09738-4, S. 408.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Name Schahrazor ({{otaS|شهرزور&amp;amp;lrm;|Şehr-i Zor}}; auch: &amp;#039;&amp;#039;Schahr-a Zor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sherizor&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sharazor)&amp;#039;&amp;#039; besteht aus zwei Wörtern: &amp;#039;&amp;#039;Schar&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Schahr&amp;#039;&amp;#039; für Land, Region oder Stadt und &amp;#039;&amp;#039;Zor&amp;#039;&amp;#039;, das verschiedene Bedeutungen wie &amp;#039;&amp;#039;Kraft&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schwierigkeit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zu viel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Großmut&amp;#039;&amp;#039; hat und vielleicht die arabisierte Form des Wortes &amp;#039;&amp;#039;Jor&amp;#039;&amp;#039; (oben) ist. Nach [[Yaqut al-Hamawi ar-Rumi]], einem Geografen des 12. Jahrhunderts, stammt das Wort Zor von dem Sohn [[Azhi Dahaka|Zahaks]] namens Zor, der ebendiese Stadt gegründet haben soll, ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yaqut&amp;quot;&amp;gt;Yaqut al-Hamawi ar-Rumi: &amp;#039;&amp;#039;Mu’djam al-buldān&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jacut’s Geographisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, S. 425–427.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist erwähnenswert, dass alte Sagen die [[Kurden]] als Nachkommen der Menschen aus dem Königreich Zahaks sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Vorhandensein von vielen [[Hügelgrab|Tumuli]] und [[Tell (Archäologie)|Tells]] zeugt von den der langen Geschichte Scharazors. In assyrischer Zeit lag hier vermutlich das Reich [[Zamua]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sassanidische Zeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schahrazor und sein König &amp;#039;&amp;#039;Yazdan Kard&amp;#039;&amp;#039; werden in der Karnamak-e Ardaschir des ersten sassanidischen Königs [[Ardaschir I.]] und auch in einer Inschrift [[Narseh]]s in Garmian erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Kârnâmag î Ardashîr î Babagân, Das Buch der Taten des Ardaschirs Sohn des Babags, Kapitel VI [https://sourcebooks.fordham.edu/ancient/ardashir.asp Onlineversion auf Englisch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im 4. Jahrhundert wurden einige Einwohner Schahrazors, die zum [[Christentum]] konvertiert waren, von den Sassaniden zum Tode verurteilt. Unter den Opfern befanden sich auch der Bischof Schahdost Schahrazori und seine 128 Anhänger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 627 wurde Schahrazor von Kaiser [[Herakleios]] überfallen und blieb bis 639 unter [[Byzantinisches Reich|byzantinischer]] Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arabische Eroberung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 642 wurde Schahrazor Augenzeuge einer großen Schlacht zwischen den Bewohnern und einfallenden [[Islamische Expansion|arabischen Muslimen]], die das sassanidische Reich erobern wollten. Trotz großer Verluste nahmen die Araber im Jahr 643 Schahrazor ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im klassischen Zusammenhang und besonders unter den Sassaniden umfasste die Region Schahrazor die heutigen irakischen Gouvernements [[as-Sulaimaniyya (Gouvernement)|as-Sulaimaniyya]], [[Kirkuk (Gouvernement)|Kirkuk]] und Teilen [[Diyala]]s. Hauptstadt war Schahrazor, das sich in der Nähe von [[Sulaimaniyya]] befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lokale Dynastien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird berichtet, dass in der Region zwischen dem 11. und dem 16. Jahrhundert ein [[Kurden|kurdisches]] Fürstentum bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;S. S. Gavan: &amp;#039;&amp;#039;Kurdistan: Divided Nation of the Middle East.&amp;#039;&amp;#039; S. 10; 1958.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Hauptstadt war [[Yassin Tepe]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Encyclopædia Britannica]]: A New Survey of Universal Knowledge – S. 521, von Walter Yust; 1951&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;James Rives Childs: &amp;#039;&amp;#039;The Pageant of Persia: A Record of Travel by Motor in Persia&amp;#039;&amp;#039;. The Bobbs-Merrill company, 1936, S. 253&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Yaqut al-Hamawi ar-Rumi lag die Region Schahrazor zwischen [[Erbil]] im Westen und [[Hamadan]] im Osten und umfasste viele Städte, Orte und Dörfer. Er sagt, dass die Einwohner alle Kurden sind, die gegen den Sultan rebellisch sind und ihr Gebiet selber regieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Yaqut&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schahrazor war die erste Hauptstadt [[Ardalan]]s. Die Region befand sich später unter der Herrschaft des [[Baban]]fürstentums, das ein wichtiges mittelalterliches Fürstentum war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Osmanische Zeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das 16. Jahrhundert wurde das [[Eyâlet]] Schahrazor mit Kirkuk als Zentrum unter Sultan [[Süleyman&amp;amp;nbsp;I.]] Teil des Osmanischen Reiches. Das Eyâlet bestand aus den drei heutigen irakischen Gouvernements as-Sulaimaniyya, Kirkuk und Erbil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 wurde das Gebiet um Sulaimaniyya vom Vilayet Schahrazor abgetrennt und der Rest als Sandschak Teil des Vilâyets Mossul. 1894 wurde die Hauptstadt des Sandschaks in Kirkuk umbenannt, um Verwechslungen mit den [[Sandschak Zor]] des [[Vilâyet Aleppo|Vilâyets Aleppo]] zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Irakische Herrschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert formte die irakische Regierung das Gouvernement Kirkuk, das nur noch die Region um Kirkuk umfasste und so Erbil und Sulaimaniyya ausschloss. Unter dem Baathregime wurde das Gouvernement Kirkuk &amp;#039;&amp;#039;arabisiert&amp;#039;&amp;#039; und [[Saddam Hussein]] trennte von Kurden bewohnte Städte vom Gouvernement ab. Er ändert den Namen des Gouvernements zu At-Ta&amp;#039;mīm, was so viel wie Staatseigentum bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Modernes Schahrazor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im heutigen Gebrauch bezeichnet Schahrazor die Ebene von [[Halabdscha]] zwischen Sulaimaniyya und [[Darbandichan]]. Unter den Sassaniden stimmte die Region Schahrazor nicht mit den heutigen Gouvernements Erbil und Kirkuk überein. Zu der Zeit war es eine der fünf Provinzen der [[Satrapie]] der Meder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Autonome Region Kurdistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sandschak (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsgliederung (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sassanidenreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurdische Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zosiimus</name></author>
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