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	<title>Schabkunst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:24:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schabkunst&amp;diff=74048&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;EhCaDer67: Formatangabe bei Jens Rusch&#039;s Mezzotint: 218 x 15 cm können sich nicht ausgehen; deshalb die Vermutung, dass 21,8 cm gemeint waren</title>
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		<updated>2025-12-17T21:55:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formatangabe bei Jens Rusch&amp;#039;s Mezzotint: 218 x 15 cm können sich nicht ausgehen; deshalb die Vermutung, dass 21,8 cm gemeint waren&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ludwig von Siegen - Portrait of Amelie Elisabeth von Hessen.jpg|mini|[[Amalie Elisabeth von Hanau-Münzenberg|Amalie Elisabeth von Hessen]], erste bekannte Mezzotinto-Radierung von Ludwig von Siegen, 1642, Metropolitan Museum of Art]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schabtechnik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mezzotinto&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwarzkunst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein [[Tiefdruckverfahren]], das 1642 in Holland von dem Deutschen [[Ludwig von Siegen]] entwickelt wurde. Sie erlebte im 17. und 18. Jahrhundert in der englischen [[Porträtmalerei]] ihren Höhepunkt. Das erste bekannte Porträt in dieser Technik stammt aus dem Jahr 1642 und zeigt die [[Graf|Landgräfin]] [[Amalie Elisabeth von Hanau-Münzenberg|Amalie Elisabeth von Hessen]].&lt;br /&gt;
[[Datei:William-howe-fifth-viscount.jpg|mini|C. Corbutt: [[William Howe, 5. Viscount Howe|Sir William Howe]] (Britischer General im [[Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg|US-Unabhängigkeitskrieg]]), Mezzotinto]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schabkunst wurde vor allem für Einzelblätter angewandt und eher selten für Buchillustrationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
Bei der Schabtechnik wird die geglättete [[Kupfer]]&amp;amp;shy;platte mit einem gezähnten [[Granierstahl]] (auch Wiegeeisen oder Mezzotinto-Messer genannt) oder mit dem Kornroller ([[Roulette (Druckerei)|Roulette]]), einem mit Zähnen besetzten Rädchen oder einer Kugel ([[Moulette]]) durch Eindrücken kleiner Vertiefungen vollständig aufgeraut, bis die Platte mit einem dichten, völlig gleichmäßigen Raster bedeckt ist. Würde in diesem Zustand ein [[Abdruck (Drucktechnik)|Abzug]] der Druckplatte hergestellt, entstünde ein gleichmäßig samtig-schwarzer Druck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der vorbereiteten Fläche glättet der Künstler mit einem [[Schaber|Schabeisen]] oder [[Polierstahl]] die Stellen, an denen er Helligkeit wünscht. Die Platte muss umso stärker poliert sein, je heller der Druckton gewünscht ist. Beim folgenden Einschwärzen wird dann das Kupfer je nach Glätte und Rauheit weniger oder mehr Farbe aufnehmen und beim Druck dem Papier abgeben. Dadurch lassen sich sämtliche Tonwerte von ganz hell bis ganz dunkel für eine kontrastreiche Licht-Schatten-Wirkung erzeugen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Mezzotintoführung.jpg|mini|Führungsschiene für ein Mezzotintomesser (Wiegemesser)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Grafik|grafische]] Verfahren, das mit einem hohen Zeitaufwand einhergeht, eignet sich besonders zur Wiedergabe der Wirkung großer Gemälde. Da die Platten aber sehr empfindlich sind, ist nur eine Auflage von weniger als 100 Drucken pro Druckplatte in hoher Qualität möglich, sofern die Platte nicht verstahlt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim von Sandrart]]: &amp;#039;&amp;#039;Teutsche Academie&amp;#039;&amp;#039; (1675), I, Buch 3 (Malerei), S. 101 f.: „etwan 50 oder 60 saubere Abdrücke“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Beispiel eines Mezzotinto-Porträts in einem Buch, das in hoher Auflage erschien, ist [[Tobias Laub]]s Bildnis von [[Johann Jakob Scheuchzer]] in dessen &amp;#039;&amp;#039;Kupferbibel&amp;#039;&amp;#039; (1731): Offenbar war diese Kupferplatte verstahlt worden. Der Vergleich mit einem Porträt Scheuchzers in herkömmlicher Kupferstich-Technik (1708) zeigt, welchen Grad an Verfeinerung die Schabkunst ermöglichte.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;200&amp;quot; heights=&amp;quot;280&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Johann Jakob Scheuchzer (1708).jpg|Kupferstich: Porträt [[Johann Jakob Scheuchzer]]s in einem 1708 in London erschienenen Werk&lt;br /&gt;
 Johann Jakob Scheuchzer (1731).jpg|Schabkunst: J. J. Scheuchzer in seiner &amp;#039;&amp;#039;Kupferbibel&amp;#039;&amp;#039; (1731), gestochen von [[Tobias Laub]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispielhafte Arbeiten in Mezzotinto ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Charles Turner - Portrait of Charlotte Cholmondeley and son Henry.jpg|mini|Charles Turner (1773–1857): Portrait of Charlotte, Countess of Cholmondeley, 1805, Mezzotinto]]&lt;br /&gt;
Aufgrund des hohen Arbeitsaufwands, der mit dieser Technik verbunden ist, gibt es wenig moderne Arbeiten in Mezzotinto. Dies gilt umso mehr, als sich mit der geschabten [[Aquatinta]] ein zumindest ähnlicher Effekt erzielen lässt. Es gibt aber zumindest zwei sehr bekannte Werke, in der diese Technik Anwendung fand:&lt;br /&gt;
* [[Francisco de Goya]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Koloss&amp;#039;&amp;#039;, um 1810 bis 1817 entstanden, Paris, [[Französische Nationalbibliothek|Bibliotheque Nationale]]&lt;br /&gt;
* [[Edvard Munch]]: &amp;#039;&amp;#039;Junges Mädchen am Strand&amp;#039;&amp;#039;, 1896 entstanden, Berlin, [[Staatliche Museen zu Berlin|Staatliche Museen]], [[Kupferstichkabinett Berlin|Kupferstichkabinett]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkennungsmerkmale eines Mezzotintos ==&lt;br /&gt;
Neben den generellen Merkmalen einer Tiefdruckgrafik weist ein Mezzotinto folgende Charakteristika auf:&lt;br /&gt;
* plastische, malerische Wirkung&lt;br /&gt;
* verlaufende, meist samtartig wirkende Töne in allen Abstufungen von tiefstem Schwarz bis zum hellsten Weiß&lt;br /&gt;
* unter einer [[Lupe]] lassen sich kleine, regelmäßige Kreuzchen oder Sternchen erkennen, die durch die Kreuzpunkte der vorbereitenden Wiegeschnitte entstehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Sin Cabeza.jpg|mini|Im oberen Bereich sind die Arbeitsspuren des Wiegemessers und die Zahnlagen gut zu erkennen, im weiteren Bereich die geschabten Partien. Format 21,8 × 15 cm. Titel: „Sin Cabeza“. [[Jens Rusch]], 1992.]]&lt;br /&gt;
* An hellen Stellen können Arbeitsspuren des Wiegemessers als kammlinienartige Streifen erkennbar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Autenrieth: &amp;#039;&amp;#039;Neue und alte Techniken der Radierung und Edeldruckverfahren – Ein alchemistisches Werkstattbuch für Radierer: Vom ‚Hexenmehl und Drachenblut‘ zur Fotopolymerschicht. Tipps, Tricks, Anleitungen und Rezepte aus fünf Jahrhunderten. Ein alchemistisches Werkstattbuch für Radierer.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage, Krauchenwies 2020, ISBN 978-3-9821765-0-5, 232 Seiten ([https://wp.radiertechniken.de/ → Auszüge und Inhaltsverzeichnis online]) ([https://d-nb.info/1014446295/04 Inhaltsverzeichnis], [https://wp.radiertechniken.de/ (→ Auszüge Online)])&lt;br /&gt;
* [[Walter Koschatzky]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der Graphik. Technik, Geschichte, Meisterwerke&amp;#039;&amp;#039;. dtv, München 2003, ISBN 3-423-30742-0.&lt;br /&gt;
* [[Lothar Lang]]: &amp;#039;&amp;#039;Schabkunst (Mezzotinto)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Graphiksammler. Ein Buch für Sammler und alle, die es werden wollen&amp;#039;&amp;#039;. Hauswedell, Stuttgart 1995, ISBN 3-7762-0395-1. Insbes. S. 104–107 (Erstauflage 1979 im Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin)&lt;br /&gt;
* Carol Wax: &amp;#039;&amp;#039;The Mezzotint, art of darkness&amp;#039;&amp;#039;. Stone &amp;amp; Press Galleries, New Orleans, LA 1996 (Ausstellungskatalog).&lt;br /&gt;
* Carol Wax: &amp;#039;&amp;#039;The mezzotint. History and technique&amp;#039;&amp;#039;. Abrams, New York 1990, ISBN 0-8109-3603-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mezzotints}}&lt;br /&gt;
* [https://wp.radiertechniken.de/manuelle-radierverfahren/mezzotinto/ Neue und alte Techniken der Radierung] – Kapitel Mezzotinto:  Plattenvorbereitung, Werkzeuge und &amp;#039;unkonventionelle&amp;#039; Verfahren der Schabkunst&lt;br /&gt;
* [https://www.fr.de/kultur/anfang-raster-11527948.html Von Frithjof Schwartz. „Frankfurter Rundschau“ 16. November 2009: &amp;#039;&amp;#039;Mezzotinto-Ausstellung Mainz. Im Anfang war das Raster.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4179272-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Radierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drucktechnik (Kunst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstlerische Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiefdruck]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;EhCaDer67</name></author>
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