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	<title>Schaafentor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T05:13:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Schaafentor&amp;diff=1874100&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2024-08-08T14:29:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schafentor-und-Straße-Köln-Mercatorplan-1571.jpg|mini|hochkant=1.20|Schaafentor, Ringwall und Schaafenstraße um 1571]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schaafentor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Schaafenp(f)ortz(en)&amp;#039;&amp;#039;, [[Kölsch (Sprache)|Kölsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Schaafepooz&amp;#039;&amp;#039;) war eines der [[mittelalter]]lichen [[Stadttor]]e [[Köln]]s, welches im Zuge der letzten Stadterweiterung in der westlichen [[Stadtmauer (Köln)|Ringmauer]] entstand. Das Tor wurde im 2. Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut und im Jahre 1882 niedergelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft ==&lt;br /&gt;
[[Adam Wrede]] beschrieb die Umgebung des Schaafentores&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den unterschiedlichen Schreibweisen die von Historikern, aber auch von amtlichen Stellen angewandt wurden, fügt Wrede wie folgt an: „Die Formen schaper, schaifer wären als Schäfer, Schafhalter, Schafzüchter zu deuten, demnach die Straße gleichfalls als solche. Muss heute noch die Schreibung Schaafenstraße amtlich und behördlich erhalten bleiben?“&amp;lt;/ref&amp;gt; als eine [[Landwirtschaft|bäuerlich]] geprägte Gegend, in der die [[Hausschaf|Schafzucht]] als Fleisch- und Milchlieferant, vor allem aber als Zulieferer der Wolle an die Kölner [[Weber]]zunft einen hohen Stellenwert einnahm. So nannte man dann auch das Nachfolgetortor der ehemaligen [[Ianus|Janus]]- oder Schaafenpforte am „Laach“ die „porta ovina“ – das Schaafentor. Die „platea ovina“ (heutige Schaafenstraße) führte durch das neue Tor in die Feldflur zu dem dort gelegenen [[Kloster Weiher]] und den frühen Ansiedlungen [[Kriel und Lind|Lind]], sowie weiter in westlicher Richtung nach [[Bachem (Frechen)|Bachem]].&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Wrede, &amp;#039;&amp;#039;Neuer Kölnischer Sprachschatz&amp;#039;&amp;#039;, Band III, 1984, S. 62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Bezirks Schaafenpforte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kölner-Schweid-17-Jh.jpg|mini|hochkant|Die Karte zeigt fünf Sektoren als Burg-Bahnen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Römermauer-Köln-Mauritiussteinweg-013.JPG|mini|hochkant|Teil der Römermauer Mauritiussteinweg]]&lt;br /&gt;
Bei dem frühen, oberhalb der alten, westlichen [[Römisches Reich|Römermauer]] gelegenen Gebiet des [[Neumarkt (Köln)|Neumarktes]] handelte es sich um eine weitgehend unbebaute und nur in geringem Maß bewirtschaftete Landschaft. Die wenigen [[Gehöft]]e des [[Gelände|Terrains]] waren zumeist, wie beispielsweise der Hof der [[Kleingedank]], von [[geistlich]]en [[Grundherrschaft|Grundherren]] als [[Erblehen]] an Familien gegeben worden, deren Mitgliederzahl über Generationen auf gleichem Stand blieb. Nach dem Entstehen eines neuen Pfarrbezirkes durch die Gründung des [[Stift (Kirche)|Stiftes]] [[St. Aposteln]] um 1020/30 unterstanden die [[Anrainer]] des alten westlichen Stadtkerns, zusammen mit den Bewohnern einiger an der Kirche entstandener Klaustralbauten, der neuen Pfarrei St. Aposteln. In der Folgezeit hatte sich, wie bei den anderen alten Kölner Stiftskirchen und Klöstern, um St. Aposteln langsam ein neuer Pfarrsprengel gebildet. Dieser wurde bei seiner Gebietsvergrößerung durch die Stadterweiterung des Jahres 1180 in drei [[Schreinsbücher|Schreinsbezirke]] gegliedert. Es waren die Bezirke Neumarkt, Griechenmarkt und Schaafenpforte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zwischen 1235 und 1251 erstmals genannte Schaafentor weist darauf hin, dass auch auf dem nahegelegenen [[Neumarkt (Köln)|Neumarkt]] Tierhaltung stattfand. Johann Marchelis (Marsilius) war im Schaafentor 1377 Burggraf,&amp;lt;ref&amp;gt;Kölnischer Geschichtsverein, &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen&amp;#039;&amp;#039;, Bände 35–36, 1979, S. 313&amp;lt;/ref&amp;gt; daher sein Beiname „up der portzen“. Es stand an der heutigen Einmündung der Schaafenstraße in den [[Kölner Ringe|Habsburger Ring]]. Nach Süden bildete der Einflussbereich der [[Abt]]ei [[St. Pantaleon (Köln)|St. Pantaleon]] mit seiner Pfarrkirche [[St. Mauritius (Köln)|St. Mauritius]] die Grenze, deren Verlauf die Südseite der am Mauritiussteinweg (einem der alten römischen Steinwege) beginnenden Straßenzuges Marsilstein (lapidis Marsilii) und Schaafenstraße war, die sich hinter dem Stadttor auch als Schaafen- der späteren Linden- und Bachemer Straße, bis weit ins Vorland fortsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besitzer kleinerer Grundstücke in der Apostelpfarre waren anfänglich durchweg „kleine Leute“, bei denen nach Keussen in den übrigen Stadtbezirken kein weiterer Besitz nachweisbar war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Keussen]]: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Stadt Köln im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, Abschnitt „Almende“, Band I, 1910, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst in späterer Zeit entwickelten sich auch einige größere, von Mauern umgebene Hofanlagen, wie sie auch auf der Karte des 16. Jahrhunderts dargestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baubeschreibung ===&lt;br /&gt;
Die Darstellung [[Arnold Mercator]]s in seiner [[Kölner Stadtansicht von 1570]] zeigte die „Schaeffen pforts“ als ein viergeschossiges, mit einem [[Zinnenkranz]] abschließendes Bauwerk, welches von Türmen in gleicher Höhe flankiert wurde. Die [[Torburg]] fügte sich zur Stadtseite, ohne weitere Gebäudeteile unmittelbar in die Stadtmauer ein. Das große Tor war, wie auch die einiger der anderen Tore in Mercators Zeichnungen erkennen lassen, zu dieser Zeit bis auf einen Türdurchgang vermauert. Die Doppeltorburg öffnete sich zur Feldseite einem runden [[Zwinger (Architektur)|Zwinger]], den ein zweigeschossiges, mit einem größeren, sowie zwei kleinen Durchgängen ausgestattetes [[Torhaus]] zur Westseite abschloss. Hinter dem dann folgenden Schutzgraben, der von einer kleinen Brücke überspannt wurde, öffnete sich ein von [[Zaun|Staketen]] flankierter Weg, der wahrscheinlich der [[Viehtrift]] diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nutzung des Tores ===&lt;br /&gt;
Wie die meisten der Stadttore war auch das Schaafentor eine der Sicherheit der Stadt dienende [[Befestigung|Wehranlage]], deren Besatzung durch Schützen während eines Angriffs oder während [[Belagerung]]en durch den Bezirk zu stellen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, Band I, S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt; In Zeiten des Friedens diente das Schaafentor auch zur [[Kölner Gerichtswesen vom Mittelalter zur Neuzeit|Turmhaft]], es war mit drei [[Gefängnis]]räumen ausgestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Schwerhoff, &amp;#039;&amp;#039;Köln im Kreuzverhör&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 96&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rat nutzte namentlich die Türme der Stadtbefestigung, seit ihm im Jahr 1475 außer dem Verhaftungsrecht, auch das Recht zur Durchführung „peinlicher Fragen“ ([[Folter]]) verliehen worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, Band I, S. 138, Verweis auf: Urk. n. 13293&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wohl bedeutende Rolle kam dem Schaafentor im [[Spätmittelalter]] als Zugang zu den im westlichen Vorland (oder auch [[Schweid]]) liegenden Weideflächen zu, in die vor allem größere Schafherden getrieben wurden. Diese Flächen unterstanden in diesem speziellen Fall der [[Kölner Bauerbänke|Bauerbank]] Schaafenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tor gehörte zu den fünf Feldpforten der Stadt, bei den anderen handelt es sich um die St. Severins-, Weyer-, Friesen-, Hahnen- sowie um die Eigelsteinpforte. An diesen gab es die Vereinigungen der so genannten Bauerbank. Geführt wurden sie durch die Bur(g)– oder Bur(g)bannmeister (auch Bauermeister), deren Aufgaben die Rechtsprechung bei kleineren Delikten auf dem Feld oblag. Weiter gaben sie Anweisungen an die Burgbanngenossenschaften zur Instandhaltung von Wegen und Stegen sowie solche zur Regelung der [[Viehtrift]]. Als städtische Beamte waren die Bannmeister ausschließlich dem Rat verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Archive NRW: Bestandsnummer 1063 {{Webarchiv|url=http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/findbuch.jsp?archivNr=185&amp;amp;tektId=982&amp;amp;id=062&amp;amp;klassId=1&amp;amp;seite=2 |wayback=20150622014825 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2024-05-04 18:42:24 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Trk72 Köln-Detail.jpg|mini|hochkant|[[Tranchotkarte]] um 1810]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niederlegung ==&lt;br /&gt;
Noch die Karte von [[Jean Joseph Tranchot|Tranchot]] aus dem Jahr 1810 zeigt eine recht spärliche innerstädtische Bebauung. Die Schaafenstraße, von der [[Franzosenzeit|französischen]] Behörde „Rue des Moutons“ genannt, weist lediglich Häuserzeilen an ihrem Rand auf, jedoch änderte sich dies schnell.&lt;br /&gt;
[[Datei:Cölner Thorburgen und Befestigungen 1180 - 1882, Blatt 26.jpg|mini|hochkant|Schaafentor um 1884]]&lt;br /&gt;
In der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Bevölkerung der Stadt auf etwa 100.000 Menschen angewachsen. Auch das Bedürfnis der anwachsenden Industrie, sich auf weiteren Flächen ausdehnen zu können, konnte im innerstädtischen Raum nicht befriedigt werden. Als bis zum Jahr 1880 die Bevölkerungsdichte auf über 35000 Menschen pro [[Quadratmeter#Quadratkilometer|km²]] anstieg, sah sich die Stadt zum Handeln gezwungen.&lt;br /&gt;
Die schon im Jahr 1877 geführten Verhandlungen zwischen der [[Preußen|preußischen]] Regierung und der Stadt Köln, die im Besitz des [[Fiskus]] befindlichen Befestigungsanlagen des inneren Rings zu erwerben, waren an der Höhe des geforderten Kaufpreises von 17,25 Mio. Mark gescheitert. Nachdem in neuerlichen Verhandlungen unter dem Oberbürgermeister [[Hermann Becker (Politiker, 1820)|Hermann Becker]] ein besseres Ergebnis erzielt werden konnte (11,794 Mio. Mark) wurde im Juni 1881 ein Vertrag unterzeichnet, der letztendlich auch zur [[Abbruch (Bauwesen)|Niederlegung]] des Schaafentores führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Dietmar, &amp;#039;&amp;#039;Die Chronik Kölns&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 270&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Adam Wrede]]: &amp;#039;&amp;#039;Neuer Kölnischer Sprachschatz&amp;#039;&amp;#039;. 3 Bände A – Z, Greven Verlag, Köln, 9. Auflage 1984, ISBN 3-7743-0155-7.&lt;br /&gt;
* Hermann Keussen: &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Stadt Köln im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039;2 Bände, Köln 1910. (Nachdruck: ISBN 978-3-7700-7560-7 und ISBN 978-3-7700-7561-4)&lt;br /&gt;
* [[Gerd Schwerhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Köln im Kreuzverhör.&amp;#039;&amp;#039; Bouvier, Bonn 1991, ISBN 978-3416023320.&lt;br /&gt;
* [[Carl Dietmar]]: &amp;#039;&amp;#039;Die [[Chronik]] Kölns.&amp;#039;&amp;#039; Chronik Verlag, Dortmund 1991, ISBN 3-611-00193-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Mittelalterliche Kölner Stadtmauer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt-Süd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadttor in Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterliche Stadtmauer von Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1880er Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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