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	<title>Sch (Trigraph) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T10:36:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sch_(Trigraph)&amp;diff=940154&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MacCambridge: /* [ʃ] in anderen Sprachen */ nicht jedes dt. s ist [s] und somit &lt;sz&gt; im Ungar.</title>
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		<updated>2025-07-31T18:44:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;&amp;#91;ʃ&amp;#93; in anderen Sprachen: &lt;/span&gt; nicht jedes dt. s ist [s] und somit &amp;lt;sz&amp;gt; im Ungar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Buchstabenkombination &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{Graph|sch}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] ein [[Trigraph]], der für einen [[Stimmloser postalveolarer Frikativ|stimmlosen postalveolaren Spiranten]] (auch Reibelaut, [[Frikativ]] oder Zischlaut genannt) benutzt wird, der in der Phonetik mit {{IPA-Phon|ʃ}} wiedergegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Trigraph hat seinen Ursprung in einem [[Lautwandel]], der sich zum Beginn des [[Mittelhochdeutsch]]en vollzog. [[Althochdeutsch]] schrieb und sprach man noch {{Graph|sc}} [{{IPA|sk}}], zwei Laute, die sich später zusammengezogen haben. Beispiel: ahd. &amp;#039;&amp;#039;scouuôn,&amp;#039;&amp;#039; mhd. &amp;#039;&amp;#039;schouwen,&amp;#039;&amp;#039; heute &amp;#039;&amp;#039;schauen;&amp;#039;&amp;#039; ahd. &amp;#039;&amp;#039;scrîban,&amp;#039;&amp;#039; mhd. &amp;#039;&amp;#039;schrîben&amp;#039;&amp;#039;, heute &amp;#039;&amp;#039;schreiben&amp;#039;&amp;#039;. Unklar ist, wann sich diese Kombination zum heutigen Laut {{IPA-Phon|ʃ}} entwickelt hat, denn man geht davon aus, dass sie ursprünglich eher [{{IPA|sx}}] ausgesprochen wurde; diese Aussprache ist im [[Westfälische Dialekte|Westfälischen]] noch vorhanden. (Der Laut {{IPA-Phon|x}} stellt die Aussprache des {{Graph|ch}} wie in &amp;#039;&amp;#039;Sache&amp;#039;&amp;#039; dar; so erklärt man auch die Kombination s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fingeralphabet Sch.jpg|mini|hochkant|Buchstabe &amp;#039;&amp;#039;Sch&amp;#039;&amp;#039; im [[Fingeralphabet]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Fingeralphabet]] für [[Gehörlose]] bzw. [[Schwerhörigkeit|Schwerhörige]] stellt die Buchstabenkombination &amp;#039;&amp;#039;Sch&amp;#039;&amp;#039; dar, indem die flache Hand vom Körper weg zeigt und alle [[Finger]] gespreizt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicher ist, dass der Wandel zum Beginn des [[Frühneuhochdeutsch]]en bereits abgeschlossen war und {{Graph|sch}} benutzt wurde, um einen einzigen Laut anzuzeigen. Das lässt sich daran ermitteln, dass hier ein weiterer Lautwandel eingetreten ist: Das [[Phonem]] /s/ wurde fortan an einigen Stellen als {{IPA-Phon|ʃ}} realisiert und das inzwischen als Trigraph aufgefasste {{Graph|sch}} benutzt, um diese Aussprache anzuzeigen. Beispiel: mhd. &amp;#039;&amp;#039;slinge,&amp;#039;&amp;#039; heute &amp;#039;&amp;#039;Schlinge;&amp;#039;&amp;#039; mhd. &amp;#039;&amp;#039;ars,&amp;#039;&amp;#039; heute &amp;#039;&amp;#039;Arsch.&amp;#039;&amp;#039; Einzig im [[Anlaut]] bei {{Graph|st}} und {{Graph|sp}} wurde die alte Schreibweise beibehalten (Stein, Spinne), was die Aussprache im [[Hannover|hannoverschen]] Raum widerspiegelt, die sich aber mittlerweile weitestgehend verloren hat. In norddeutschen Dialekten wird {{Graph|sch}} an diesen Stellen immer noch als {{IPA-Phon|s}} gesprochen, in süddeutschen dagegen /s/ auch an anderen Stellen als {{IPA-Phon|ʃ}} (Wurst [{{IPA|vʊʁʃt}}]).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Christian August Heyse]], [[Karl Wilhelm Ludwig Heyse]]: &amp;#039;&amp;#039;Theoretisch-praktische deutsche Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; 1.&amp;amp;nbsp;Band, 5.&amp;amp;nbsp;Ausgabe, Verlag der Hahn’schen Hofbuchhandlung, Hannover 1838, S.&amp;amp;nbsp;169–171&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Englisch ==&lt;br /&gt;
Im [[Mittelenglisch]]en wurde der Trigraph bis zum Ende des 15. Jahrhunderts in gleicher Funktion benutzt, danach aber zunehmend durch die vereinfachte Form {{Graph|sh}} ersetzt, im [[Scots|Schottischen]] hielt er sich noch bis ins 17. Jahrhundert. Heute kommt der Trigraph {{Graph|sch}} dort mit gleicher Aussprache nur noch in der britischen Aussprache des Wortes &amp;#039;&amp;#039;schedule&amp;#039;&amp;#039; („Zeitplan, Tabelle“) sowie in deutschen Lehnwörtern wie &amp;#039;&amp;#039;schnapps&amp;#039;&amp;#039; und Eigennamen deutscher Herkunft (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Schaumburg (Illinois)|Schaumburg (in Illinois)]]) vor. Im Übrigen wird {{Graph|sch}} aber meist als [{{IPA|sk}}] ausgesprochen, etwa in &amp;#039;&amp;#039;school&amp;#039;&amp;#039; („Schule“) oder auch in der amerikanischen Aussprache von &amp;#039;&amp;#039;schedule&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu &amp;#039;&amp;#039;schedule&amp;#039;&amp;#039; gibt es noch eine weitere Ausnahme, so kann der Trigraph in &amp;#039;&amp;#039;schism&amp;#039;&amp;#039; („[[Schisma]]“) alternativ zu [{{IPA|sk}}] auch nur als stimmloses &amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA-Phon|s}}) gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wörtern, wo ein {{Graph|s}} am Silbenende und ein [[Digraph (Linguistik)|Digraph]] {{Graph|ch}} am Anfang der Folgesilbe zusammentreffen (-s + ch-), ist die Aussprache entweder [{{IPA|s&amp;#039;k}}], wie z.&amp;amp;nbsp;B. in &amp;#039;&amp;#039;eschew&amp;#039;&amp;#039; („meiden“), oder [{{IPA|s&amp;#039;ʧ}}], wie in &amp;#039;&amp;#039;discharge&amp;#039;&amp;#039;. Hier steht {{Graph|sch}} also nicht für einen Laut oder eine Lautkombination, sondern das Graphem {{Graph|s}} wird unverändert als {{IPA-Phon|s}} artikuliert, der folgende Digraph {{Graph|ch}} wird ebenfalls wie sonst üblich in einer seiner beiden Standardaussprachen ausgesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== [ʃ] in anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
Auch im Ungarischen wurde für den Laut {{IPA-Phon|ʃ}} anfangs nach deutschem Vorbild {{Graph|sch}} benutzt, heute nur noch einfaches {{Graph|s}}. Sch-Schreibungen sind im Ungarischen nur noch in Eigennamen bewahrt. Dafür wird der {{IPA-Phon|s}}-Laut als {{Graph|sz}} geschrieben, etwa in &amp;#039;&amp;#039;[[Szeged]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem westeuropäische Sprachen stellen den Laut {{IPA-Phon|ʃ}}, der im Lateinischen unbekannt war und für den es daher im römischen 22-Buchstaben-Alphabet kein eigenes Zeichen gibt, als [[Digraph (Linguistik)|Di-]] oder Trigraph dar, etwa das Englische als {{Graph|sh}}, das Schwedische und Norwegische als {{Graph|sk}} (am Stammanfang vor hellen Vokalen), das Italienische als {{Graph|sc}} (vor /e/ und /i/), das Französische als {{Graph|ch}}, das Niederländische als {{Graph|sj}}. Das Polnische stellt den [[stimmloser retroflexer Frikativ|stimmlosen retroflexen Frikativ]] als {{Graph|sz}} dar. Historisch handelt es sich ursprünglich nicht um eine Schreibung für den postalveolaren Zischlaut, sondern um einen Aussprachewandel: Ältere Aussprache war im Deutschen, Italienischen und den nordgermanischen Sprachen aspiriertes oder nichtaspiriertes [{{IPA|sk}}] oder [{{IPA|ʃk}}], das in den genannten Sprachen, teils nur vor bestimmten anderen Lauten, unter Verlust des {{IPA-Phon|k}} zu {{IPA-Phon|ʃ}} wurde. In Lateinschriften mancher Sprachen wird {{IPA-Phon|ʃ}} durch ein {{Graph|s}} mit diakritischem Zeichen wiedergegeben, etwa {{Graph|[[š]]}}, {{Graph|[[ş]]}} und {{Graph|[[ș]]}}; andere Schriften verwenden verschiedene Digraphen oder auch Einzelbuchstaben, etwa das {{Graph|[[x]]}}. Im kyrillischen Alphabet existiert für den Laut mit dem {{Graph|[[Ш]]}} ebenso ein eigener Buchstabe wie im hebräischen Alphabet mit dem {{Graph|[[ש]]}} und dem arabischen Alphabet mit dem {{ar|[[ش]]}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom &amp;#039;&amp;#039;Trigraphen {{Graph|sch}}&amp;#039;&amp;#039; für den Laut {{IPA-Phon|ʃ}} zu unterscheiden ist die &amp;#039;&amp;#039;Buchstabenkombination sch,&amp;#039;&amp;#039; die bei zusammengesetzten oder flektierten Wörtern durch das zufällige Aufeinandertreffen von auslautendem -s und anlautendem -ch vorkommt, z.&amp;amp;nbsp;B. in den Wörtern &amp;#039;&amp;#039;Dornröschen&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Dornrös-chen), &amp;#039;&amp;#039;bisschen&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;biss-chen), &amp;#039;&amp;#039;Krebschemotherapie&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Krebs-Chemotherapie) – oder im Englischen die obengenannten &amp;#039;&amp;#039;discharge&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Vorsilbe dis- und Verb charge) und &amp;#039;&amp;#039;eschew&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;nicht mehr [[Wortbildung#Klassifikationsmöglichkeiten|produktive]] Vorsilbe es- und Verb chew) mit der Aussprache [{{IPA|stʃ}}], oder in &amp;#039;&amp;#039;school&amp;#039;&amp;#039; mit der Aussprache [{{IPA|sk}}]. Das Gleiche gilt für die Italienische und Niederländische Sprache, wo sch auch nur durch das Aufeinandertreffen von s und ch entsteht und daher im Italienischen {{IPA-Phon|sk}} bzw. im Niederländischen {{IPA-Phon|sx}} ausgesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Trigraph {{Graph|sch}} ist nicht als selbstständiges Zeichen in [[Unicode]] codiert. Im Fraktursatz wird der Trigraph {{Graph|sch}} mit dem [[Langes s|langen s]] (ſ) und der ch-Ligatur gesetzt. Beim [[Sperrsatz]] wird daher nach dem ſ, aber nicht nach dem c gesperrt. Kommen die drei Buchstaben durch Wortkomposition zusammen, wird dagegen das Schluss-s gesetzt, so dass eine Verwechslung mit dem Trigraphen ausgeschlossen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ch (Digraph)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftzeichen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtschreibung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MacCambridge</name></author>
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