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	<title>Schönerlinde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T00:41:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sch%C3%B6nerlinde&amp;diff=999115&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: /* Geografische Lage */</title>
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		<updated>2026-01-02T08:20:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geografische Lage&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Ortsteil der Gemeinde Wandlitz im Landkreis Barnim. Ein Wohnplatz der Gemeinde Steinreich im Landkreis Dahme-Spreewald trägt ebenfalls den Namen [[Schönerlinde (Steinreich)|Schönerlinde]]. Siehe auch: [[Schönelinde]], Ostpreußen.}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Wandlitz&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Schönerlinde (Barnim).svg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52/39/13/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 13/26/55/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Brandenburg&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 58&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 11.54&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1070&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2013-09-30&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2003-10-26&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 16348&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 030&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Brandenburg&lt;br /&gt;
| Bild                   = Schönerlinde Kirche 04.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Dorfkirche Schönerlinde&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schönerlinde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Wandlitz]] mit etwa 1000 Einwohnern, der erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde. Die Gemeinde gehört zum [[Landkreis Barnim]] im Bundesland [[Brandenburg]]. Bis zum Jahr 2003 war Schönerlinde eine selbstständige Gemeinde innerhalb des [[Amt (Kommunalrecht)|Amtes]] Wandlitz. Im Wandlitzer Ortsteil Schönerlinde leben auf 11,54&amp;amp;nbsp;[[Quadratmeter|km²]] 1070&amp;amp;nbsp;Einwohner, das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 92,8&amp;amp;nbsp;Einwohnern je&amp;amp;nbsp;km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Schönerlinde befindet sich auf dem westlichen Teil der [[Barnim]]-Hochfläche, dem sogenannten [[Niederbarnim]]. Höchster Punkt mit 64,9&amp;amp;nbsp;Meter über [[Normalhöhennull]] (NHN) ist eine Anhöhe an der östlichen Grenze zur Stadt Berlin, den dortigen ehemaligen [[Rieselfeld]]ern des &amp;#039;&amp;#039;Bucher Forstes&amp;#039;&amp;#039;. Der niedrigste Punkt mit 48,1&amp;amp;nbsp;Meter über NHN liegt an einem Graben nahe der &amp;#039;&amp;#039;[[Schönerlinder Teiche]]&amp;#039;&amp;#039; und des [[Bundesautobahn 10|Berliner Rings]]. Die Höhe der Ortsmitte an der Kirche beträgt etwa 58&amp;amp;nbsp;Meter über NHN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbarorte ===&lt;br /&gt;
Die Ortslage des [[Straßendorf]]es Schönerlinde an der ehemaligen [[Bernauer Heerstraße]] liegt etwa 350&amp;amp;nbsp;Meter nördlich der Berliner Stadtgrenze direkt an der [[Bundesstraße 109]] (B 109) und östlich der [[Bahnstrecke Berlin-Karow–Fichtengrund]], auf der die Linie [[Liste der Eisenbahnlinien in Brandenburg und Berlin#RB 27|RB&amp;amp;#8239;27]], auch [[Heidekrautbahn]] genannt, verkehrt. Schönerlinde hat sich in Ost-West-Richtung beidseitig der Hauptstraße entwickelt, so dass die erst später angelegte und in Nord-Süd-Richtung verlaufende Straßenverbindung von [[Berlin]] nach [[Prenzlau]] (seit 1990 B&amp;amp;nbsp;109), an der Ostseite des Ortes Richtung Westen auf die Dorfstraße eingeschwenkt und hinter der Kirche durch die ehemalige Bebauung nach Norden geführt wurde. Angrenzende Gemeinden sind im Süden und Osten die Stadt Berlin mit dem [[Bezirk Pankow]] und im Westen die Gemeinde [[Mühlenbecker Land]] mit dem Ortsteil [[Mühlenbeck (Oberhavel)|Mühlenbeck]]. Die nördliche Grenze zum benachbarten Wandlitzer Ortsteil [[Schönwalde (Wandlitz)|Schönwalde]] verläuft durch die geschlossene Bebauung am Südrand von Schönwalde hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturraum ===&lt;br /&gt;
Der Ort Schönerlinde ist umgeben von Feldern und Wiesen. Waldflächen sind nicht vorhanden. Ebenso wenig besitzt das Wandlitzer Ortsteilgebiet natürliche Seen. Einzige Wasserflächen sind einige Gräben und die &amp;#039;&amp;#039;Schönerlinder Fischteiche&amp;#039;&amp;#039;. Diese ursprünglich zur wirtschaftlichen Nutzung angelegten Teiche an der westlichen Gemeindegrenze sind ein [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] (&amp;#039;&amp;#039;„NSG Schönerlinder Teiche“&amp;#039;&amp;#039;). Weite Teile der vormals landwirtschaftlich genutzten Flächen westlich des Ortes werden durch das von Berlin betriebene [[Kläranlage|Klärwerk-Nord]] und ein nach 1990 entstandenes [[Gewerbegebiet]] genutzt. Unmittelbar dahinter in westlicher Richtung wird der Naturraum durch die Bundesautobahnen&amp;amp;nbsp;[[Bundesautobahn 10|10]] und [[Bundesautobahn 114|114]] zerschnitten, die auf Schönerlinder Gebiet am [[Autobahndreieck Pankow]] aufeinander treffen. In östlicher Richtung grenzt Schönerlinde an das Waldgebiet des &amp;#039;&amp;#039;Bucher Forstes&amp;#039;&amp;#039;, ein Aufforstungsgebiet ehemaliger [[Rieselfeld]]er der Stadt Berlin, die nach Errichtung des Klärwerks in Schönerlinde als Verrieselungsflächen nicht mehr erforderlich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Zeit des Kurfürstentums Brandenburg ===&lt;br /&gt;
Die erste urkundliche Erwähnung Schönerlindes stammt aus dem Jahr 1242, wo der Ort &amp;#039;&amp;#039;Schönerlind&amp;#039;&amp;#039; mit anderen Dörfern durch die [[Markgraf]]en [[Otto III. (Brandenburg)|Otto&amp;amp;nbsp;III.]] und [[Johann I. (Brandenburg)|Johann&amp;amp;nbsp;I.]] im Tausch gegen Besitzungen am „hangenden Berg“ bei [[Fürstenwalde/Spree|Fürstenwalde]] dem ehemaligen [[Kloster Lehnin]] überlassen wurde. Nach Angaben in einem späteren Dokument behielten sich die Markgrafen die [[Bede]] sowie den Wagen- und Heerdienst vor. Wörtlich heißt es in der Urkunde von 1242:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Gemeinde Schönerlinde |Titel=Schönerlinder Chronik 1242–1992 |TitelErg=750 Jahre Schönerlinde |Verlag=Grafik &amp;amp; Satzstudio AFG |Ort=Bernau |Datum=1992 |Seiten=1/2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wir wünschen, daß es jetzt und in Zukunft beurkundet sei, daß wir unseren hochgeliebten Brüdern von Lehnin verkauft haben: Das Dorf mit den Namen Arenssee und Tribusdorf (Arendsee und Tribelsdorf) mit dem See, welcher Loziliz (Lottsche) heißt, und allen seinen Anliegenschaften für 162&amp;amp;nbsp;Mark. Die Dörfer Bredewisch und Wandelitz und die Hälfte des Dorfes Stolzenhagen mit seinen Anliegenschaften haben wir vorhin genannten Brüdern von Lehnin für 150&amp;amp;nbsp;Mark verkauft. Für die Besitzungen, die besagte Brüder von Lehnin durch die Schenkung unseres Vaters Albrecht, Markgrafen von Brandenburg, bei dem Berg, der der hangende Berg genannt wird, erhalten haben, haben wir ihnen eingetauscht: Nipenhof, Wolterstorp, Closterveld, Schönerlind, dessen Grenzen sich zwischen Buckholtz und dem ebenso benannten Dorfe bis nach Santhforth erstrecken, mit allem was dazu gehört. Für 5&amp;amp;nbsp;Haufen Salz, die sie (die Brüder von Lehnin) zu Brandenburg beim Zoll hatten, haben wir mit besagten Brüdern zu Lehnin 20&amp;amp;nbsp;Hufen mit allen Rechten in Bredewisch ausgetauscht. Damit dies nun genehmigt und unabänderlich für die Zukunft bleibe, und damit die aufgezählten Güter, welche die oben erwähnten Brüder von Lehnin jetzt zu vollem Recht und voller Freiheit besitzen, von allem Recht unserer Vögte und Büttel, sowie von dem Recht, das Heersch heißt, und von allem und jedem Dienst ausgenommen sein soll, halten wir dafür, es durch Anhaftung unserer Siegel zu bekräftigen, in dem wir das treue Zeugnis geistlicher und weltlicher Personen hinzufügen, deren Namen sind Ruthger, Bischof von Brandenburg, Dietrich, Vogt von Spandau und viele andere.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Schönerlinder Chronik 1242–1992}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Verwaltung der erworbenen 33&amp;amp;nbsp;[[Hufe]]n Land wurde durch die [[Zisterzienser]]mönche an der &amp;#039;&amp;#039;alten Bernauer Heerstraße&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Berlin-Blankenfelde|Blankenfelde]] und [[Eberswalde]] ein Wirtschaftshof errichtet, der &amp;#039;&amp;#039;Alte Hof&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Altenhof (Wandlitz)|Altenhof]]&amp;#039;&amp;#039;, der 1357 erstmals erwähnt nordwestlich von Schönerlinde an der Grenze zum heutigen Schönwalde lag. Nach der Reformation wurde das Dorf Schönerlinde 1542 dem [[Amt Mühlenbeck]] unterstellt. Der &amp;#039;&amp;#039;Alte Hof&amp;#039;&amp;#039; fiel zusammen mit den übrigen Klostergütern dem Kurfürsten zu. Der bäuerliche Charakter des Dorfes blieb erhalten, jedoch wechselten die Besitzverhältnisse häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648) war Schönerlinde stark mitgenommen. Der &amp;#039;&amp;#039;Alte Hof&amp;#039;&amp;#039; schien aufgegeben worden zu sein. Auf den ehemaligen Ackerflächen standen [[Schonung|Kiefernschonungen]] bis in die Nähe des Dorfes. Der [[Kurfürst|Große Kurfürst]] [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm]] war bemüht, nach dem Krieg in der [[Mark Brandenburg]] das Bauerntum unter anderem durch Neuansiedlungen holländischer Bauern zu fördern. Schönerlinde unterstand ab dem Jahre 1652 mit der Gerichtsbarkeit und allen Rechten dem [[Amt Oranienburg]], das der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm seiner niederländischen Gemahlin [[Luise Henriette von Oranien]] verschrieben hatte. Die Stadt Bötzow war schon vorher in [[Oranienburg]] umbenannt worden, ebenso das Amt Bötzow in Amt Oranienburg. Auf einem Teil der ehemaligen Klosterhufen wurde ein [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]] zur Schafzucht errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Königreichs Preußen ===&lt;br /&gt;
Unter dem Kurfürsten Friedrich&amp;amp;nbsp;III., der ab 1701 als [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrich&amp;amp;nbsp;I.]] den Titel [[König]] in [[Preußen]] trug, wurde nach schlechten Getreideernten der Anbau von Kartoffeln eingeführt. Dies wurde bei Androhung strenger Strafen bei Nichtanpflanzung durchgesetzt. Schönerlinde belieferte mit seinen landwirtschaftlichen Erzeugnissen vor allem Charlottenburg und die Berliner Umgebung. Wie wichtig die Landwirtschaft für das Einkommen der Schönerlinder im 18. Jahrhundert war, belegen Aufzeichnungen über einen Hagelschlag am 15. Juli 1755, der zwei Drittel der Ernte vernichtete, und einer folgenden Dürre. Die Einwohner müssen beim König um Entschädigung bitten. Vom Gesamtschaden von 2.299&amp;amp;nbsp;Talern werden jedoch nur 327&amp;amp;nbsp;Taler auf königlichen Befehl erstattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem schon im Jahre 1738 ein Großbrand mehrere Höfe Schönerlindes zerstört hatte, kam es während der [[Franzosenzeit|französischen Besatzungszeit]] unter [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] in der Nacht vom 23. zum 24. August 1810 zur größten Brandkatastrophe in der Geschichte des Dorfes. Durch Brandstiftung einer Diebesbande am Pfarrhaus wurden alle Gehöfte westlich der Kirche einschließlich der 1792 erbauten Schule zerstört. Vier Menschen starben und 47&amp;amp;nbsp;Familien verloren ihre Wohnungen. Trotz dieses Schicksalsschlages, von dem sich das Dorf lange nicht erholte, muss Schönerlinde im Jahre 1812 Verpflegung für die in den [[Russlandfeldzug 1812|Russlandfeldzug]] ziehende französische Armee liefern und wird durch rückkehrende [[Marodeur]]e neun Tage lang geplündert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1830 wurde die [[Chaussee]] von Berlin nach Prenzlau durch Schönerlinde angelegt. An ihr entstand 1831 das damals noch zum Ortsgebiet von Schönerlinde gehörende Vorwerk &amp;#039;&amp;#039;Lindenhof&amp;#039;&amp;#039;. Die Wirtschaft erholte sich langsam von der Brandkatastrophe und der Besatzungszeit, wobei die Stadtnähe zu Berlin zum Vorteil gereichte. Jeder Bauer hatte seinen &amp;#039;&amp;#039;Milchpächter&amp;#039;&amp;#039;, der täglich Milch, Butter, Eier, Brot, Kartoffeln und anderes mehr direkt frisch in die Stadt an die Verbraucher brachte. Die Einwohnerzahl stieg bis Mitte des 19. Jahrhunderts auf etwa 500 Personen an. Nach den Kriegen [[Preußen]]s [[Deutsch-Dänischer Krieg|1864]], [[Deutscher Krieg|1866]] und [[Deutsch-Französischer Krieg|1870/71]], an die Gedenktafeln für die Gefallenen in der Kirche erinnern, wurde in Schönerlinde wie in anderen Orten der Krieger- und Schützenverein gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Deutschen Reiches ===&lt;br /&gt;
In der Zeit von 1892 bis 1910 verkauften die Grundbesitzer des Ortes den größten Teil ihrer Ländereien für [[Rieselfeld|Rieselzwecke]] an den [[Senat von Berlin|Magistrat]] von Berlin. Der Preis, der zunächst 450 Mark je [[Morgen (Einheit)|Morgen]] betrug, stieg später bis auf 1500&amp;amp;nbsp;Mark. Auch Teile des östlich an Schönerlinde grenzenden Waldgebietes, des &amp;#039;&amp;#039;Schönwalder Forstes&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;Bucher Waldes&amp;#039;&amp;#039;, fielen dem Flächenbedarf der Stadt zur Abwasserreinigung zum Opfer. Seit Ende des 20. Jahrhunderts sind diese Gebiete teilweise wieder aufgeforstet, nach wie vor aber, nach [[Groß-Berlin|1920]] auch [[Verwaltung|administrativ]], im Besitz der Stadt Berlin. Als Grund der Verkäufe wird auch der Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts eingetretene Landarbeitermangel angenommen, da viele Schönerlinder auskömmlichere Arbeit in den entstehenden Fabriken der Reichshauptstadt fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin hatte aber nicht nur Eigentum innerhalb der späteren Stadterweiterung erworben, sondern auch große Teile des Gemeindegebietes. Auf ihnen wurde 1909 bis 1910 durch den Berliner Magistrat das &amp;#039;&amp;#039;[[Gut Schönerlinde]]&amp;#039;&amp;#039; errichtet. Es entstand an der im Jahre 1907 erbauten &amp;#039;&amp;#039;Mühlenbecker Chaussee&amp;#039;&amp;#039; Richtung Westen, nachdem schon 1905 bis 1906 die neu angelegte &amp;#039;&amp;#039;Bucher Chaussee&amp;#039;&amp;#039; die verkehrsmäßige Anbindung des Ortes nach Osten verbessert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schönerlinde Denkmal 01.jpg|mini|Gefallenendenkmal]]&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] verloren 33 Einwohner Schönerlindes an der Front ihr Leben (darunter gezählt vier Vermisste). Ihnen wurde durch die Gemeinde ein [[Kriegerdenkmal|Ehrenmal]] nahe der Kirche gesetzt. In der folgenden [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Inflationszeit]] verloren viele ehemalige Bauern des Ortes ihr zum Teil erhebliches geldwertes Vermögen, das sie durch den Verkauf ihrer Ländereien an Berlin erworben hatten. In der Zwischenkriegszeit kam es zu politischen Auseinandersetzungen zwischen [[Kommunismus|Kommunisten]] und [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]], die im Oktober 1929 eine Ortsgruppe der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] in Schönerlinde gründeten. In den 1930er Jahren waren dann wieder genügend Gelder vorhanden, das Gemeindehaus am Ende des &amp;#039;&amp;#039;Blankenfelder Weges&amp;#039;&amp;#039; zu renovieren und auszubauen (1935) sowie ein neues [[Feuerwehrhaus]] zu errichten (1936).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde östlich von Schönerlinde am &amp;#039;&amp;#039;Hobrechtsfelder Weg&amp;#039;&amp;#039; eine [[Flugabwehrkanone|Flak-Stellung]] errichtet, deren [[Bunker]]ruinen noch auf dem Feld nahe einem Wäldchen zu finden sind. Am 17.&amp;amp;nbsp;Januar 1943 warfen britische Nachtbomber [[Brandbombe]]n über dem Dorf ab, wobei drei Scheunen und ein Stall abbrannten. Bei einem amerikanischen Tagesangriff am 23.&amp;amp;nbsp;April 1944 wurde ein Grundstück an der Straße nach Schönwalde getroffen und brannte aus. Viele Einwohner des Ortes flüchteten im Januar und Februar 1945 vor dem Einmarsch der [[Rote Armee|Roten Armee]]. Sie kehrten ab Ende 1945 bis ins Jahr 1946 zurück. Wie viele Schönerlinder im Zweiten Weltkrieg starben, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der Deutschen Demokratischen Republik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schönerlinde Heidekrautbahn 01.jpg|mini|hochkant|links|Bahnlinie in Schönerlinde]]&lt;br /&gt;
Während der sowjetischen Besatzungszeit nach Kriegsende wurden in Schönerlinde 226,5 Hektar Land enteignet und verteilt. Die [[Währungsreformen in Deutschland#1948 in der Sowjetischen Besatzungszone|Währungsreform 1948]] (Umtauschsatz 10:1) brachte erneute Vermögensverluste. Viele der ehemaligen Bauern des Ortes zogen es vor, nach [[Westdeutschland]] zu gehen. Die von der [[Bodenreform in Deutschland#Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945|Bodenreform]] verschonten Bauern und die von dieser bevorteilten [[Neubauer (Agrarreform)|Neubauern]] schlossen sich in den 1950er Jahren zu [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften]] (LPG) zusammen. Die anfangs drei &amp;#039;&amp;#039;LPG&amp;#039;&amp;#039; mit insgesamt 102 Mitgliedern auf 632 Hektar bewirtschafteter Fläche wurden 1965 zu einer zusammengefasst. Sie wurde 1985 an die &amp;#039;&amp;#039;LPG [[Stolzenhagen (Wandlitz)|Stolzenhagen]]&amp;#039;&amp;#039; angeschlossen, die danach wiederum mit [[Klosterfelde (Wandlitz)|Klosterfelde]] einen neuen Hauptsitz erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahre 1966 verfügt der Ort über einen [[Eisenbahn]]anschluss. In diesem Jahr wurde der Haltepunkt Schönerlinde an der neu angelegten Verbindung von Schönwalde nach [[Berlin-Blankenburg]] (später [[Berlin-Karow]]) eingeweiht. Die Strecke diente der Umleitung des Verkehrs nunmehr über [[Ost-Berlin]]er Territorium von der bisherigen Trasse zwischen [[Basdorf (Wandlitz)|Basdorf]] und [[Berlin-Wilhelmsruh]] an der [[Berliner Nordbahn]] durch [[West-Berlin]]. Der zunächst von der [[Deutsche Reichsbahn (1945–1993)|Deutschen Reichsbahn]] und später der [[Deutsche Bahn|Deutschen Bahn]] betriebene Personenverkehr über Schönerlinde wird seit den späten 1990er Jahren durch die [[Niederbarnimer Eisenbahn]] AG (NEB) erbracht. Dass die neuere Strecke nach Berlin-Karow statt der alten, baulich sanierungsbedürftigen, nach Berlin-Wilhelmsruh befahren wird, kann Schönerlinde als Gewinn aus der [[Deutsche Teilung|Teilung Deutschlands]] für sich verbuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schönerlinde Klärwerk 04.jpg|mini|Klärwerk Schönerlinde]]&lt;br /&gt;
Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre wurde für Berlin ein Standort für ein neues Klärwerk gesucht, das die veraltete Verrieselung von Abwässern auf Feldern ersetzen sollte. Die 1980 begonnenen Verhandlungen mit Schönerlinde führten zum Bau der &amp;#039;&amp;#039;Kläranlage Berlin-Nord&amp;#039;&amp;#039; in der Gemeinde, deren erste Ausbaustufe 1985 in Betrieb genommen wurde. Gleichzeitig wurden Wohnblöcke neben der Mühlenbecker Straße für die Unterbringung der Wasserwerker errichtet. Die nicht mehr benötigten Rieselfelder auf Berliner Stadtgebiet zwischen Schönerlinde, [[Berlin-Buch]] und [[Panketal|Hobrechtsfelde]] wurden anschließend aufgeforstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der Bundesrepublik Deutschland ===&lt;br /&gt;
Mit Auflösung der [[Bezirk (DDR)|Bezirke]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] und Gründung des [[Brandenburg|Landes Brandenburg]] am 3.&amp;amp;nbsp;Oktober 1990 war Schönerlinde eine selbstständige Gemeinde im [[Kreis Bernau]]. Für den Ort begann eine wirtschaftliche Umstrukturierung. Die LPG wurde aufgelöst. Einige Bauern machten sich wieder selbstständig. Etwa 1/3 der Gesamtgemarkung des Ortes gehörte jedoch flächenmäßig zu den [[Berliner Stadtgüter]]n. Auf einem Teil der Fläche, zwischen Bahnlinie und Berliner Autobahnring, wurde ein 56&amp;amp;nbsp;Hektar großes Gewerbegebiet ausgewiesen. Auf ihm siedelte sich im Sommer 1992 als erste Firma das noch immer dort produzierende Betondachsteinwerk [[Dachziegelwerke Nelskamp]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwaltungsaufgaben wurden seit dem 1. Juli 1992 durch das [[Amt (Kommunalrecht)|Amt]] Wandlitz innerhalb des [[Landkreis Barnim|Landkreises Barnim]] wahrgenommen. Mit der Umwandlung des Amtes zur Gemeinde [[Wandlitz]] durch Landesgesetz zum 26.&amp;amp;nbsp;Oktober 2003 verlor der Ort Schönerlinde seine Selbstständigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung.html &amp;#039;&amp;#039;StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;, siehe 2003]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ehemalige Gemeinde ist seitdem Ortsteil der Großgemeinde Wandlitz. Eine [[Verfassungsbeschwerde (Deutschland)|Verfassungsbeschwerde]] aller amtsangehörigen Gemeinden gegen die kommunale Neugliederung vor dem [[Verfassungsgerichtsbarkeit#Verfassungsgerichtsbarkeit in den deutschen Bundesländern|Verfassungsgericht des Landes Brandenburg]] wurde am 16. Juni 2005 abgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Infrastrukturbelebung und Sicherung der Einwohnerzahlen wurde in den 2000er Jahren das neue Mischgebiet &amp;#039;&amp;#039;Am Bärwinkel&amp;#039;&amp;#039; erschlossen und wird nun vermarktet. Die im Berliner Besitz befindlichen Wohnbauten um die Mühlenbecker Straße sollen verkauft werden, wofür im Jahr 2009 ein Wertgutachten erstellt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JahrBer08&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht der Gemeinde Wandlitz, 2008&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Démographie&lt;br /&gt;
| 1850= ca. 500&lt;br /&gt;
| 1990= 975&lt;br /&gt;
| 1992= 1052&lt;br /&gt;
| 1994= 1027&lt;br /&gt;
| 1996= 1038&lt;br /&gt;
| 1998= 969&lt;br /&gt;
| 2000= 898&lt;br /&gt;
| 2001= 863&lt;br /&gt;
| 2002= 833&lt;br /&gt;
| 2003= 860&lt;br /&gt;
| 2004= 972&lt;br /&gt;
| 2005= 938&lt;br /&gt;
| 2006= 964&lt;br /&gt;
| 2007= 1016&lt;br /&gt;
| 2008= 1028&lt;br /&gt;
| 2009= 1061&lt;br /&gt;
| 2010= 1085&lt;br /&gt;
| 2011= 1113&lt;br /&gt;
| 2012= 1084&lt;br /&gt;
| source= [http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/bevoelkerungsstatistik_ortsteile.pdf Entwicklung der Einwohnerzahlen in den Ortsteilen der Gemeinde Wandlitz] (PDF; 78&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ortsvorsteher ===&lt;br /&gt;
Der Ortsvorsteher tritt als Mittler zwischen den Angelegenheiten des Ortsteils und der Wandlitzer Gemeindeverwaltung auf und ist gleichzeitig dort Mitglied&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ortsvorsteher]] von Schönerlinde war zwischen 2006 und Mitte 2024 Frank Liste (Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]). Nach den letzten Kommunalwahlen im Juni 2024 wurde Thomas Mehling (Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Freien Bürgergemeinschaft Wandlitz&amp;#039;&amp;#039;) Ortsvorsteher.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://fbw-wandlitz.info/portfolio/thomas-mehling/ Thomas Mehling], hier als Stellvertreter angegeben; im Amtsblatt der Gemeinde Wandlitz Nr. 4/2025, S. 43 wird er jedoch als Ortsvorsteher genannt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsbeirat ===&lt;br /&gt;
Der [[Ortsbeirat]], bestehend aus fünf Personen, hat beratende Funktion für die [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeindevertretung]] von Wandlitz bezüglich der Entscheidungen des Gremiums, die den Ortsteil Schönerlinde betreffen. Einige der Vertreter des Ortsbeirates sind gleichzeitig Gemeindevertreter.&amp;lt;ref&amp;gt;Amtsblatt für die Gemeinde Wandlitz, 10. Jg., Heft&amp;amp;nbsp;11 vom 19. Juli 2014, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Wahlen im Jahr 2014 hatten folgendes Resultat erbracht:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ris.wandlitz.de/Wahlen/2014_OB-SW.html Offizielles Ergebnis der Kommunalwahl 2014 in der Gemeinde Wandlitz], abgerufen am 10. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Partei / Wahlbewerber&lt;br /&gt;
! Stimmenanteil&amp;lt;br /&amp;gt;(in Prozent)&lt;br /&gt;
! Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] || 53,3 || 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Die Linke]] || 18,6 || 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Freie Bürgergemeinschaft Wandlitz|| 18,4 || 1&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsvorsteher führt jeden ersten Montag im Monat zwischen 16 und 18&amp;amp;nbsp;Uhr Bürgersprechstunden im Gebäude Schönerlinder Chaussee&amp;amp;nbsp;40 durch.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wandlitz kompakt&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 22, 2020/2021, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schoenerlinde windmuehle.jpg|mini|Alte Windmühle in Schönerlinde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine und Kultureinrichtungen ===&lt;br /&gt;
* [[Feuerwehrverein]] Schönerlinde e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* Jagdgenossenschaft Schönerlinde&lt;br /&gt;
* Angelsportverein&lt;br /&gt;
* [[Siedlergemeinschaft|Siedlerverein]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.deutschland-im-internet.de/Wandlitz/13Verzeichnisse/Vereine/Export1.htm |text=Vereine in der Gemeinde Wandlitz/OT Schönerlinde |wayback=20140812215304}}; abgerufen am 10. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* SchönSchönerSchönerlinde e. V.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt für die Gemeinde Wandlitz&amp;#039;&amp;#039;, Nachrichten aus den Ortsteilen: Schönerlinde; Ausgabe vom 22. Februar 2025, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Traditionsfeiern der Freiwilligen Feuerwehr, ein &amp;#039;&amp;#039;Lindenblütenfest&amp;#039;&amp;#039;, eine &amp;#039;&amp;#039;Walpurgisnacht&amp;#039;&amp;#039; sowie die Auftritte von Musikgruppen gehören zu den regelmäßigen Kulturveranstaltungen im Ort. Im Jahr 2008 gab es den ersten &amp;#039;&amp;#039;Schönerlinder Trödelmarkt&amp;#039;&amp;#039;, der zahlreiche Besucher anlockte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JahrBer08&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dorfanger ===&lt;br /&gt;
Wie fast alle als [[Straßendorf|Straßendörfer]] entstandenen Ansiedlungen verfügt Schönerlinde über einen [[Dorfanger]]. Dieser befindet sich – nicht sehr auffällig – in der Mitte des Ortes, an dessen Südrand die Bundesstraße 109 vorbeiführt. Am 26.&amp;amp;nbsp;Juni 2011 wurde die von der Gemeinde mit 156.000&amp;amp;nbsp;Euro finanzierte Neugestaltung des historischen Areals rund um die Kirche abgeschlossen. Als Blickfang des Dorfangers entstand eine [[Springbrunnen|Brunnenanlage]] aus drei [[Granit]][[stele]]n, die von einem einheimischen Bauunternehmen [[Sponsor|gesponsert]] wurde. Darum herum ist eine Kreisfläche mit Natursteinen [[Pflaster (Belag)|gepflastert]] worden. Bänke aus gebürstetem Metall laden zum Verweilen und gegen den Verkehr wurde eine Mauer aus [[Gabione]]n aufgestellt. Zur Komplettierung kamen noch Büsche und Blumenbeete hinzu. Der entsprechende Straßenabschnitt wurde gleichzeitig instand gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;„Am Brunnen vor dem Tore“. Neu gestalteter Dorfanger in Schönerlinde eingeweiht.&amp;#039;&amp;#039; In: Amtsblatt für die Gemeinde Wandlitz, Nr. 8/2011, S.&amp;amp;nbsp;28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bau- und Bodendenkmale ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmale in Wandlitz#Schönerlinde|titel1=Liste der Baudenkmale in Schönerlinde}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche ===&lt;br /&gt;
* Evangelische Kirche Schönerlinde&amp;lt;br /&amp;gt;Es handelt sich um ein [[Gotik|spätgotisches]] Kirchengebäude, das auf einem massiven [[Feldsteinkirche|Feldsteinunterbau]] am Anger errichtet wurde. Die [[Katholizismus|katholische]] Kirche aus dem 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert um die [[Sakristei]] erweitert, die mit einem gut erhaltenen [[Maßwerk]][[giebel]] gestaltet ist. Nach der [[Reformation]] wurde die Gemeinde evangelisch.&amp;lt;br /&amp;gt;Sie gehört seit den 1990er Jahren zum evangelischen Kirchenkreis Berlin Nordost. Das Gotteshaus konnte nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] mit Unterstützung und in Absprache mit der [[Deutsche Stiftung Denkmalschutz|Stiftung Denkmalschutz]] innen und außen aufwändig saniert werden. Der breite [[Kirchturm|Westturm]] ist mit einem mit Kupfer bedeckten Haubendach abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kirche-berlin-nordost.de/page/455/sch%C3%B6nerlinde Adresse, Bild, Zugehörigkeit]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Kirchenschiff]] ist ein [[Saalkirche|Saalbau]] mit [[Korbbogen|korbbogig]] abgeschlossenen Kirchenfenstern, die erst im 18. Jahrhundert eingesetzt wurden. Der [[Chor (Architektur)|Chor]] auf der Ostseite des Gebäudes ist rechteckig ausgeführt. Im 19. Jahrhundert musste die gesamte Dachkonstruktion erneuert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denkmalschutz.de/denkmal/Dorfkirche-Wandlitz2277.html Kirchen in Schönerlinde und Schönwalde auf www.denkmalschutz.de], abgerufen am 25. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Inneren gibt es eine restaurierte [[Orgel]] mit weiß-golden verziertem [[Orgelprospekt|Prospekt]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.musikinkirchen.de/Public/ShowVenueDetails/venueID/1183.html Musik in Kirchen: Bild und Ankündigung eines Konzerts in der Schönerlinder Kirche], abgerufen am 25. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schönerlinde Haltepunkt 02.jpg|mini|Haltepunkt der Heidekrautbahn]]&lt;br /&gt;
Schönerlinde verfügt über einen Haltepunkt an der [[Bahnstrecke Berlin-Karow–Fichtengrund]] der Linie [[Liste der Eisenbahnlinien in Brandenburg und Berlin#RB 27|RB&amp;amp;#8239;27]], die durch die [[Niederbarnimer Eisenbahn|NEB Betriebsgesellschaft mbH]] betrieben wird. Es besteht eine Direktverbindung Richtung Süden nach Berlin-Karow. In Richtung Norden führt die Strecke nach [[Groß Schönebeck]] am Rand der [[Schorfheide]] und [[Wensickendorf]] bzw. [[Schmachtenhagen (Oranienburg)|Schmachtenhagen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ortsbereich wird von der Buslinie 891 erschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JahrBer08&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durch den Ort führende Teilstück der [[Bundesstraße 109|B109]] heißt &amp;#039;&amp;#039;Berliner Allee&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schönerlinder Chaussee&amp;#039;&amp;#039;. An der Kirche geht von der Bundesstraße die [[Landesstraße]] 305 in Richtung Mühlenbeck ab, zuerst als &amp;#039;&amp;#039;Schönerlinder Dorfstraße&amp;#039;&amp;#039;, dann als &amp;#039;&amp;#039;Mühlenbecker Straße&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
* [[Freiwillige Feuerwehr]] Schönerlinde (gegründet 1903)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Von 1792 bis 1973 bestand in Schönerlinde eine Schule. Mehrmals wurde ein neues Schulgebäude errichtet: 1792, dann nach dem Großbrand 1810 und erneut 1850 bis 1852 wegen Platzmangels im alten Schulhaus. Nach der Schließung der Schönerlinder Schule 1973 gingen die Grundschüler im benachbarten Schönwalde zur Schule. In der 2001 gegründeten Großgemeinde besuchen die Schulpflichtigen des Ortsteils die Schulen in [[Basdorf (Wandlitz)|Basdorf]] und [[Klosterfelde (Wandlitz)|Klosterfelde]] bzw. das [[Gymnasium]] in Wandlitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter des Ortes ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Friedrich Schmidt]] (1712–1775), Maler, Kupferstecher und Radierer&lt;br /&gt;
* [[Ewald Blankenburg]] (1920–2000), Maler und Zeichner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.wandlitz.de/verzeichnis/objekt.php?mandat=71672 Schönerlinde auf der Website der Gemeinde Wandlitz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Wandlitz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1170725295|VIAF=798154198303320230008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schonerlinde}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Barnim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Barnim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Wandlitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1242]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2003]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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