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	<title>Scado - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Scado&amp;diff=1768981&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2025-10-14T22:12:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fotothek df rp-d 0140037 Elsterheide-Skado. Karte des Amtes Senftenberg, von Schenk, 1757 (Sign., VII 105).jpg|mini|Scado in einer Karte aus dem Jahr 1757]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Scado kriegerdenkmal.JPG|mini|hochkant|Kriegerdenkmal für Gefallene des Ersten Weltkriegs (heutiger Standort in [[Geierswalde]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sühnekreuz lippen scado.JPG|mini|Rechts das Steinkreuz von Scado, links das von [[Lippen (Lohsa)|Lippen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Scado&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{wenS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Škodow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}, war ein Dorf südöstlich von [[Senftenberg]] im ehemaligen [[Kreis Hoyerswerda]]. Im Jahr 1964 wurde Scado durch den [[Tagebau Koschen]] [[Devastierung|abgebaggert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Scado lag in der [[Niederlausitz]]. Südlich lag das [[Oberlausitz]]er Dorf [[Geierswalde]]. Im Westen befanden sich die Dörfer [[Großkoschen]] und [[Kleinkoschen]]. Im Norden folgten die ebenfalls abgebaggerten Orte [[Sorno (Senftenberg)|Sorno]], [[Rosendorf (Senftenberg)|Rosendorf]] und [[Groß Partwitz]] sowie das teilweise devastierte Dorf [[Lieske (Neu-Seeland)|Lieske]]. Im Osten befand sich der Ort [[Klein Partwitz]]. Scado lag am sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Grenzgraben&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1410 wurde Scado als &amp;#039;&amp;#039;Schkada&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Der Name wandelte sich von &amp;#039;&amp;#039;Scado&amp;#039;&amp;#039; 1448 über &amp;#039;&amp;#039;Skado&amp;#039;&amp;#039; 1461 zu &amp;#039;&amp;#039;Scchadow&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1474 und &amp;#039;&amp;#039;Schkada&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schkado&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schcada&amp;#039;&amp;#039; 1551. Im Jahr 1555 wurde es als &amp;#039;&amp;#039;Szkadaw&amp;#039;&amp;#039;, 1563 erneut als &amp;#039;&amp;#039;Skado&amp;#039;&amp;#039; und 1692 als &amp;#039;&amp;#039;Sckado&amp;#039;&amp;#039; genannt. 1791 erfolgte die Nennung als &amp;#039;&amp;#039;Scado&amp;#039;&amp;#039; und 1843 als &amp;#039;&amp;#039;Škodow&amp;#039;&amp;#039;. Das sorbische Wort &amp;#039;&amp;#039;škoda&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Schaden&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Lehnwort]] aus dem Deutschen. Der deutsche Ortsname &amp;#039;&amp;#039;Scado&amp;#039;&amp;#039; oder zuweilen auch &amp;#039;&amp;#039;Skado&amp;#039;&amp;#039; wiederum ging aus dem sorbischen Namen hervor. Dies bezieht sich entweder auf eine „auf unfruchtbaren Boden gelegene arme Siedlung“ oder auf den Personennamen &amp;#039;&amp;#039;Škoda&amp;#039;&amp;#039;, der sich ebenfalls von &amp;#039;&amp;#039;Schaden&amp;#039;&amp;#039; ableitet. Das Dorf war als [[Sackgassendorf]] angelegt. Es gehörte zur [[Amt Senftenberg|Herrschaft Senftenberg]], die 1448 an das [[Kurfürstentum Sachsen]] überging. Die Grundherrschaft übte das Rittergut Scado aus. Das Gut und das Dorf gehörten um 1461 den Gebrüdern Reuden. Im Jahr 1474 und von 1540 bis 1584 übten die Herren von Beichwitz, die Grundherrschaft aus. Weitere Besitzer waren von 1584 bis 1602 die Herren von Schütz, 1602 von Heinitz, seit 1621 Theler und um 1682 die Herren von Ponickau. Die von Nitzschwitz wurden um 1732 als Herren genannt und 1737 Uhle und 1741 bis 1792 Kalp. Ab 1792 gehörte das Gut der Familie Nadeborn, die das Gut auch nach Ablösung der Feudalleistung bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] behielt und es danach an die [[Ilse Bergbau AG]] als Kohlefeldreserve verkaufte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1474 hatte das Dorf eine Größe von 10,5 Hufen im Jahr 1801 jedoch nur noch fünf Hufen und 23 Häuser, die anderen Teile der Feldmark fielen an das Rittergut. Im Jahr 1867 wurden eine Wasser- und Schneidemühle sowie eine Windmühle erwähnt, zu diesem Zeitpunkt hatte der Ort 43 Häuser. Bis 1876 gehörte Scado zum [[Kirchspiel Senftenberg]]. Nach der Auspfarrung wechselte es ins benachbarte Kirchspiel Geierswalde. Die Scadoer Einwohner entschieden sich für Geierswalde aufgrund des kürzeren Kirchweges und der sorbisch abgehaltenen Predigt. Im Jahr 1880 bezeichnete [[Arnošt Muka]] alle 142 Einwohner des Dorfes einschließlich des Besitzers des Rittergutes als Sorben. Bis 1956 war der sorbischsprachige Bevölkerungsanteil bedingt durch Industrialisierung, Zuzug und Assimilation auf nur noch 17,8 % gesunken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ludwig Elle]] |Titel=Sprachenpolitik in der Lausitz |Verlag=Domowina-Verlag |Ort=Bautzen |Jahr=1995 |Seiten=250}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Scado, das im [[Landkreis Calau]] lag, befand sich eine Brücke, die über den anderthalb Meter breiten Grenzgraben nach Geierswalde führte. Der Grenzgraben trennte die preußischen [[Provinz Brandenburg|Provinzen Brandenburg]] und [[Provinz Schlesien|Schlesien]]. Mit der Brandenburgischen Verwaltungsreform im Jahr 1953 kam Scado nicht wie die meisten anderen Orte des ehemaligen Amtes Senftenberg an den neugegründeten [[Kreis Senftenberg]], sondern an den [[Kreis Hoyerswerda]]. Scado wurde 1961 nach Geierswalde eingemeindet. Im Jahr 1964 erfolgte der Ortsabbruch durch den Tagebau Koschen. Die 220 registrierten Umsiedler zogen nach Großkoschen, Senftenberg und [[Laubusch]], hier in die ehemalige Kolonie Erika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1966 wurde das Steinkreuz, das in Scado stand, in das [[Schloss Hoyerswerda]] umgesetzt. Das Granitkreuz stand auf dem Dorfanger. Auf dem Kopf befinden sich sieben Näpfchen, auf der Front ist ein Säbel oder ein Schwert eingraviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietrich Neuber, Günter Wetzel: &amp;#039;&amp;#039;Steinkreuze Kreuzsteine Inventar Bezirk Cottbus.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Gegenwart des Bezirkes Cottbus.&amp;#039;&amp;#039; Sonderh. 1982.) Cottbus 1982.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| Einwohnerentwicklung in Scado von 1474 bis 1958&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Jahr || Einwohner&lt;br /&gt;
!Jahr || Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1474&amp;#039;&amp;#039;|| 19 besessene Mann&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1551&amp;#039;&amp;#039;|| 13 besessene Mann&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1801&amp;#039;&amp;#039;|| 23 Häuser&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1818&amp;#039;&amp;#039;|| 153&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1880&amp;#039;&amp;#039;|| 142&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1895&amp;#039;&amp;#039;|| 248&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1910&amp;#039;&amp;#039;|| 236&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1925&amp;#039;&amp;#039;|| 265&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1939&amp;#039;&amp;#039;|| 219&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1946&amp;#039;&amp;#039;|| 246&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1950&amp;#039;&amp;#039;|| 246&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;1958&amp;#039;&amp;#039;|| 240&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
An der Dorfstraße stand ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dorfstraße führte zum Rittergut, das etwa ein Viertel des Dorfes einnahm. Das zweigeschossige Gutsgebäude stand am Weg nach Senftenberg. An seiner Westseite befanden sich die Stallungen und an der Ostseite standen die Ställe und das Gesindehaus. Dahinter waren der Park und der Gemüsegarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der abgebrochenen Orte im Lausitzer Kohlerevier]]&lt;br /&gt;
* [[Archiv verschwundener Orte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Margarete Donath: &amp;#039;&amp;#039;Kindheitserinnerungen aus Scado (seit 1917).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Lětopis]] C 24 (1981), S. 85–116.&lt;br /&gt;
* [[Frank Förster (Historiker)|Frank Förster]]: &amp;#039;&amp;#039;Verschwundene Dörfer. Die Ortsabbrüche des Lausitzer Braunkohlenreviers bis 1993.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Sorbischen Instituts.&amp;#039;&amp;#039; 8.) 3. bearbeitete und erweiterte Auflage, Bautzen 2014, 261–265, ISBN 3-7420-1623-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe für Heimatforschung Kreis Senftenberg.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Scado/Škódow}}&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51/30/11.88/N|EW=14/7/23.16/E|type=city|region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1225879264|VIAF=12161208968339860034}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung im Landkreis Bautzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung in der Lausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bautzen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Elsterheide)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1410]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1961]]&lt;/div&gt;</summary>
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