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	<title>Saysches Theorem - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saysches_Theorem&amp;diff=16161&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rosenfalter: /* Kritik */ Formatierung</title>
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		<updated>2026-03-14T19:56:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kritik: &lt;/span&gt; Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;saysche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Say’sche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theorem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;saysches&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Say’sches&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) geht auf [[Jean-Baptiste Say]] (1803) und [[James Mill]] zurück. Es formuliert einen [[Kausalität|Kausalzusammenhang]] zwischen den [[Volkswirtschaftslehre|volkswirtschaftlichen]] Größen [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] und [[Gesamtwirtschaftliche Nachfrage|Nachfrage]]. Das Theorem zählt zu den [[Klassische Nationalökonomie|klassischen]] bzw. [[Neoklassische Theorie|neoklassischen]] [[Theorem]]en und ist ein entscheidender Baustein zum Verständnis der modernen [[Angebotspolitik|angebotsorientierten]] [[Wirtschaftspolitik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Theorem in der klassischen Darstellung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung und Kerngedanke ===&lt;br /&gt;
Geprägt und bekannt wurde das saysche Theorem als Bestandteil der Klassik/Neoklassik neben Say über James Mill&amp;lt;ref&amp;gt;James Mill: &amp;#039;&amp;#039;Elements of Political Economy&amp;#039;&amp;#039;. 3. Aufl. 1844, S. 96ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[John Stuart Mill]], sowie [[John Maynard Keynes]] (der das Theorem kritisch betrachtete). Eine weit verbreitete Zusammenfassung&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. bei Ulrich van Suntum: &amp;#039;&amp;#039;Die unsichtbare Hand. Ökonomisches Denken gestern und heute&amp;#039;&amp;#039;. 3. Aufl. 2005, ISBN 3540252355, S. 104f.&amp;lt;/ref&amp;gt; lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Jedes Angebot schafft sich seine Nachfrage selbst.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Zusammenfassung stammt von [[John Maynard Keynes]]. „Supply creates its own demand“, In: The General Theory of Employment, Interest and Money ([[Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes]]), John Maynard Keynes, Chapter 2, Section VII. Inhaltlich sehr ähnliche Formulierungen des Theorems existieren unter anderem in den Schriften von James Mill und John Stuart Mill (auf die sich Keynes bei seiner Kritik bezieht).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei James Mill heißt es z.&amp;amp;nbsp;B. in &amp;#039;&amp;#039;Elements of Political Economy&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn aber die Nachfrage und das Angebot eines jeden Individuums immer gleich sind, so müssen die Nachfrage und das Angebot aller Individuen in der Nation zusammengenommen gleich sein. Was auch immer daher die Jahresfertigungsmenge sein mag, es kann niemals die Jahresnachfragemenge überschreiten. Die gesamte Jahresfertigung lässt sich in eine Menge von Anteilen aufspalten, die denen derjenigen Personen entspricht, an die sie verteilt wird. Die gesamte Nachfrage entspricht der Menge der gesamten Anteile, die von den Eigentümern nicht für ihren Eigenverbrauch einbehalten werden. Die Gesamtheit der Anteile entspricht jedoch der gesamten Fertigung. Der Nachweis ist somit abgeschlossen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe in: James Mill: &amp;#039;&amp;#039;Elements of Political Economy&amp;#039;&amp;#039;. 3. Aufl. 1844, S. 96. Im englischen Original: “But if the demand and supply of every individual are always equal to one another, the demand and supply of all the individuals in the nation, taken aggregately, must be equal. Whatever, therefore, be the amount of the annual produce, it never can exceed the amount of the annual demand. The whole of the annual produce is divided into a number of shares, equal to that of the people to whom it is distributed. The whole of the demand is equal to as much of the whole of the shares as the owners do not keep for their own consumption. But the whole of the shares is equal to the whole of the produce. The demonstration, therefore, is complete.”&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Say schrieb 1803 in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Traité d’economie politique&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wenn der Produzent die Arbeit an seinem Produkt beendet hat, ist er höchst bestrebt es sofort zu verkaufen, damit der Produktwert nicht sinkt. Nicht weniger bestrebt ist er, das daraus eingesetzte Geld zu verwenden, denn dessen Wert sinkt möglicherweise ebenfalls. Da die einzige Einsatzmöglichkeit für das Geld der Kauf anderer Produkte ist, öffnen die Umstände der Erschaffung eines Produktes einen Weg für andere Produkte.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Baptiste Say: &amp;#039;&amp;#039;A treatise on political economy: or The production distribution and consumption of wealth.&amp;#039;&amp;#039; Translated from the fourth edition of the French. Batoche Books Kitchener 2001, S. 57.&amp;lt;!--When the producer has put the finishing hand to his product, he is most anxious to sell it immediately, lest its value should diminish in his hands. Nor is he less anxious to dispose of the money he may get for it; for the value of money is also perishable. But the only way of getting rid of money is in the purchase of some product or other. Thus, the mere circumstance of the creation of one product immediately opens a vent for other products.--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Say wandte sich damit in der damaligen Diskussion gegen die von einigen Ökonomen vertretene Befürchtung, dass es mit dem technischen Fortschritt langfristig zu [[Überproduktion]]s&amp;amp;shy;krisen komme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mai&amp;quot;&amp;gt;[https://www.yumpu.com/de/document/view/21182313/historisch-kritische-anmerkungen-zum-sayschen-gesetz- Karl Mai: Historisch-kritische Anmerkungen zum &amp;quot;Sayschen Gesetz&amp;quot;] (PDF; 87&amp;amp;nbsp;kB), Januar 1999, S. 2–3&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Say war die Produktion von Gütern nötig, um die für Güterkäufe erforderlichen Mittel bereitzustellen; somit schaffe die Güterproduktion gleichzeitig Angebot und Nachfrage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;k&amp;quot;&amp;gt;[[Jan A. Kregel]]: Die Erneuerung der Politischen Ökonomie ISBN 3-926570-03-2, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Say wollte mit seinem Theorem nicht kurzfristige Absatzkrisen, zyklische Depressionen und die davon verursachte unfreiwillige Arbeitslosigkeit bestreiten, wie es unter Berufung auf sein Theorem dann üblich wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Don Patinkin: [http://mydocs.strands.de/MyDocs/07730/07730.pdf WALRAS&amp;#039; LAW] (PDF; 899&amp;amp;nbsp;kB), 1987 S. 8:&amp;lt;br&amp;gt;“In brief, and again in today&amp;#039;s terminology, Say&amp;#039;s concern was to deny the possibility of secular stagnation, not that of cyclical depression and unemployment.”&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Sicht von Say wurde von den [[Neoklassische Theorie|Neoklassikern]] später auch auf Aspekte wie [[Relativer Preis|relative Preise]] und Arbeitslosigkeit übertragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;k&amp;quot;/&amp;gt; Ein erhöhtes geplantes Güterangebot generiere daher automatisch eine entsprechend höhere geplante Nachfrage. Ein unzureichendes Nachfrageniveau kann daher – von kurzfristigen Schwankungen abgesehen – gesamtwirtschaftlich gar nicht existieren. Demnach könne es auch keine unfreiwillige Arbeitslosigkeit (→ [[Vollbeschäftigung]]) geben, solange der Staat nicht [[Wirtschaftspolitik|wirtschaftspolitisch]], z. B. durch [[Mindestlohn|Mindestlöhne]] oder [[Steuer]]regulierungen, in das Marktgeschehen eingreift und dadurch die Nachfrage nach Arbeitskräften oder nach Produkten einschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine partielle Überproduktion sei zwar möglich, der eine Unterproduktion an anderer Stelle entspreche. Solch ein Ungleichgewicht sei aber nur temporär und werde durch den [[Preismechanismus]] beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/saysches-theorem.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sparen ===&lt;br /&gt;
In einer reinen [[Tauschhandel|Tauschwirtschaft]] ist das Saysche Theorem eine [[Tautologie (Logik)|tautologisch]] erfüllte [[Gleichungsarten ökonomischer Modelle#Identitätsgleichung|Identitätsgleichung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer mehrperiodigen [[Geldwirtschaft]] kann das Theorem aber über einen Teilzeitraum keine tautologische Gültigkeit für sich in Anspruch nehmen, weil die Menschen dann auch die Möglichkeit haben, Geld zu [[Hortung|horten]] oder zu [[sparen]], ohne das Ziel zu haben, selbst damit Güter zum aktuellen Zeitpunkt zu kaufen. Jede Produktion schafft zwar [[Einkommen]] in genau der Höhe dieser Produktion, so dass die produzierten Güter mit diesem Einkommen nachgefragt werden können, aber Produktion und Einkommen, die während eines Booms hoch sind, können in einer Krise sehr tief sinken. Die Produktion orientiert sich immer an der Nachfrage, so dass in einer [[Absatzkrise]] Produktion und Einkommen weit unter das [[Produktionspotenzial]] fallen können, wenn die Nachfrage unter dem Versuch leidet, aus Einnahmeüberschüssen Geldvermögen zu bilden. Die Unternehmen werden dabei vermeiden, auf Lager zu produzieren, nur um das Produktionspotenzial auszulasten und die angestrebten Ersparnisse zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenn es einen Mechanismus gibt, der dafür sorgt, dass sich die [[Investition]]en mit den angestrebten Ersparnissen bei einer optimalen Auslastung des Produktionspotenzials decken, ist das Saysche Theorem in einer modernen [[Geldwirtschaft]] gültig. Als diesen Mechanismus sehen die Anhänger meist den [[Zinssatz]]. Der Gütermarkt wird in einer Geldwirtschaft nach dem Sayschen Theorem deshalb nicht über den Preis geräumt, sondern über den Marktzins.&amp;lt;ref name=&amp;quot;say&amp;quot;&amp;gt;Vgl. Jean-Baptiste Say: &amp;#039;&amp;#039;Traité d&amp;#039;économie politique&amp;#039;&amp;#039;. 6. Aufl., Hrsg.: Say, H. Paris 1841, S. 138 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Teilgütermärkte (z. B. der Getreidemarkt) werden über den Preis geräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der klassischen Auffassung hat das Saysche Theorem auch dann Gültigkeit, wenn Geld gespart wird. Es wird davon ausgegangen, dass Banken das gesparte Geld verleihen würden, wodurch es letztlich nachfragewirksam bleibt, da Unternehmen damit Investitionsgüter nachfragen können. Der Marktzins regelt nach klassischer Auffassung das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage bei voller Auslastung des Produktionspotenzials.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horten ===&lt;br /&gt;
Anders als beim Sparen bringen die Marktteilnehmer beim [[Hortung|Horten]] ihr Geld nicht zu einer Bank. Stattdessen bewahren sie es zu Hause beispielsweise im Sparschwein auf. Es sammeln sich liquide Geldbestände an, die nicht nachfragewirksam werden. Unter dem [[Goldstandard]] war einstmals die Menge der umlaufenden Banknoten durch die [[Goldreserven]] begrenzt, so dass die Hortung von Banknoten oder gar von Gold die Zentralbank zu einer Erhöhung der Zinsen zwingen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits die klassischen Ökonomen argumentierten hier mit der [[Quantitätstheorie|Quantitätstheorie des Geldes]]: Selbst wenn durch Hortung dem Kreislauf Geld entzogen würde, so hat das Saysche Theorem seine Gültigkeit, wenn man unterstellt, dass die verringerte Geldmenge dafür sorgt, dass der Durchschnittspreis aller Güter sinkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;say&amp;quot;/&amp;gt; Dadurch würde der Wert des weiterhin im Umlauf befindlichen Geldes aufgewertet und der Gesamtwert bliebe erhalten. Die Klassiker gingen davon aus, dass der jetzt niedrigere Geldpreis einen Anreiz bieten würde, das Geld wieder auszugeben, und sich dadurch wieder ein Gleichgewicht einstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Einfluss der Schrift von [[David Ricardo]] 1810 „The High Price of Bullion. A Proof of the Depreciation of Bank Notes“ und der Wirtschaftskrise von 1825 hielt Say dann eine Kontrolle des Geldumlaufs, der die Bedürfnisse der Warenzirkulation nicht überschreiten sollte, für notwendig.&amp;lt;ref&amp;gt;Graßmann 2022, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Krise von 1825 wäre von Banken, die zu viele Banknoten in Umlauf gebracht hätten, ausgelöst worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Graßmann 2022, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Staat solle sich zwar weiterhin aus der Produktion heraushalten, aber die Geldausgabe der privaten Banken kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise gleichen die Notenbanken heute Verringerungen der Geldumlaufgeschwindigkeit aus, indem sie die Geldmenge entsprechend der erwarteten Umlaufgeschwindigkeitsverlangsamung erhöhen. Verringerungen der Umlaufgeschwindigkeit müssen also nicht zwangsläufig zu [[Deflation]] oder (bei starren Preisen) gar zu Nachfragelücken führen. Im Falle einer [[Liquiditätsfalle]] oder einer [[Kreditklemme]] kann es aber sein, dass die Notenbanken die Verringerung der Geldumlaufgeschwindigkeit nicht ausgleichen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konsequenzen für die Wirtschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Da nach dem sayschen Theorem immer ein [[Marktgleichgewicht]] entsteht, wird von den Anhängern des Theorems eine [[Nachfragepolitik|nachfrageorientierte Politik]] durch den Staat oder die Notenbank abgelehnt und eine [[Angebotspolitik|angebotsorientierte Politik]] gefordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Klassik Keynes.png|miniatur|rechts|hochkant=1.7|Vergleich des Modells der Klassik/Neoklassik mit Keynes und der Saldenmechanik]]&lt;br /&gt;
Die orthodoxe Ökonomie hatte mit der Neutralität des Geldes unterstellt, dass bei einem Rückgang des Konsums immer in dessen Umfang mehr investiert werde. Doch die Investition kann monetär betrachtet im Vergleich zu Geldanlagen weniger rentabel sein, so dass die Investition unterbleibt und eine Produktionslücke entsteht (siehe Abbildung rechts). Mit der [[Produktionslücke]] sinken das Einkommen und die Ersparnisse der Haushalte. Das Einkommen der Haushalte wird durch die Ausgaben bestimmt und die Ersparnisse der Ökonomie durch die Investitionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[John Maynard Keynes]] bestritt die Gültigkeit des sayschen Theorems.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keynes&amp;quot;&amp;gt;[http://cas.umkc.edu/economics/people/facultypages/kregel/courses/econ645/winter2011/generaltheory.pdf General Theory] (dort Chapter 2, II)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;T. Hildebrandt &amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.vorlesungen.info/node/347 |wayback=20080530022313 |text=T. Hildebrandt: Keynes Gleichgewicht |archiv-bot=2024-05-04 17:04:34 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Keynes argumentierte vor allem gegen die aus der [[Quantitätstheorie]] des Geldes abgeleitete Behauptung, dass es automatisch und ohne Krise und Arbeitslosigkeit zu einem Rückgang der Löhne und Preise kommen könne. Vielmehr werde die [[Zentralbank]] absichtlich mit hohen Zinsen und restriktiver Kreditpolitik eine Absatzkrise mit Massenarbeitslosigkeit verursachen, um die angestrebte und nach der Rückkehr zum Goldstandard zu den Vorkriegsparitäten erforderliche Senkung der Löhne und Preise am Markt durchzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt; John Maynard Keynes: The Economic Consequences of Mr. Churchill In: Essays in Persuasion. W. W. Norton &amp;amp; Company, 1991, S. 259&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keynes ging davon aus, dass auch niedrige Zinsen die Unternehmen in einer Krise nicht mehr zum Investieren bewegen würden, wenn die Gewinnerwartungen nur hinreichend gering wären. Dieser Fall wird [[Gleichgewicht bei Unterbeschäftigung]] genannt. Die Ersparnisse würden sich nicht zwingend mit den Investitionen ausgleichen (→ [[Liquiditätsfalle|Liquiditäts-]] und [[Investitionsfalle]]). Ein sich selbst verstärkender Mechanismus zur Verschärfung der Krise wäre somit in Gang gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit Sparer bereit sind, ihr Geld zu verleihen, statt es zu horten, muss ihnen ein Anreiz gegeben werden. Da es auf dem [[Kapitalmarkt]] aber möglicherweise sehr wenig [[Kapitalnachfrage]]r gibt (z.&amp;amp;nbsp;B. rezessive Stimmung, geringe Absatzerwartungen, geringe Kapazitätsauslastung usw.) und durch die geringe Geldumlaufgeschwindigkeit auch noch [[Deflation]] herrschen mag, könne es sein, dass der (nominale) Marktzins nicht markträumend ist. Die Geldumlaufgeschwindigkeit würde sich dadurch dann weiter verringern (vermehrte Geldhortung). Es handele sich also um einen selbstverstärkenden Prozess, weil sich die Geldumlaufgeschwindigkeit auch wiederum auf das Sozialprodukt (→ rezessive Stimmung) und das Preisniveau (Deflation) auswirkt. Erwartete Deflation ihrerseits verstärkt wiederum den Anreiz Geld zu horten. Um einen markträumenden Realzinssatz zu gewährleisten, ist eine mäßige (aber möglichst konstante) Inflationsrate also sehr hilfreich. Sie ermöglicht sogar negative Realzinsen. Bei einer konstanten Inflationsrate bleibt die Planungssicherheit für die Wirtschaftssubjekte gewährleistet, und die Nachteile so einer mäßigen Inflation halten sich somit in Grenzen. Außerdem bestraft eine geringe Inflation Geldhortung, die ja letztendlich die Ursache jeder Nachfragelücke ist (bzw. eigentlich ist eine Zunahme der Geldhortung die Ursache für Nachfragelücken – also die 1. Ableitung der Geldhortung), und bietet somit einen Anreiz wenig Kasse zu halten (und stattdessen zu investieren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mehrere neuere Veröffentlichungen sehen keinen Zusammenhang zwischen Sparen und Investieren. Das [[Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung|DIW]] sieht keinen Zusammenhang zwischen Sparen und Konjunktur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIW&amp;quot;&amp;gt;DIW: [http://www.diw-berlin.de/deutsch/97_01_2/30730.html#HDR6 Wirtschaftspolitische Ueberlegungen Sparen als Voraussetzung zum Investieren?]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl Marx]] setzt sich im Zuge der Durcharbeitung der Theorie von [[David Ricardo]] auch mit dem sayschen Theorem auseinander und bemängelt, dass Say seine Modellvoraussetzungen so gewählt habe, dass Krisen logisch unmöglich seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx: &amp;#039;&amp;#039;Theorien über den Mehrwert.&amp;#039;&amp;#039; Bd. II, MEW 26.2. S. 495ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Er kritisierte des Weiteren, dass Say das Kapitalverhältnis bloß als Naturaltauschverhältnis deutet und damit die inneren Widersprüche der kapitalmäßigen Verwertungsprozesse bei Überproduktion ignoriere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mai&amp;quot;/&amp;gt; Marx rechnete Says Ansatz deswegen zur [[Vulgärökonomie]]. Hingegen lobt Marx Ricardo für seine wissenschaftliche Objektivität in dessen Kapitel über das Maschinenwesen. Ricardo habe erkannt, dass der zunehmende Einsatz von Maschinerie zu Arbeitslosigkeit führen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Graßmann 2022, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor hatte Ricardo wegen des Sayschen Theorems ausgeschlossen, dass Arbeitslosigkeit bei Neueinführung von Maschinen entstehen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michio Morishima]]: &amp;#039;&amp;#039;Ricardo’s Economics. A general equilibrium theory of distribution and growth.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press 1989. ISBN 0-521-36630-5. S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;in der Reihenfolge des Erscheinens&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Jean-Baptiste Say: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlung über die National-Oekonomie, oder, Einfache Darstellung der Art und Weise, wie die Reichthümer entstehen, verheilt und verzehrt werden&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Französischen übersetzt von [[Ludwig Heinrich von Jakob|Ludwig Heinrich Jacob]]. Russche Verlagshandlung, Halle und Leipzig 1807; Nachdruck: Gruber, Dillenburg 1999, ISBN 3-89753-171-2.&lt;br /&gt;
* James Mill: &amp;#039;&amp;#039;Elements of Political Economy&amp;#039;&amp;#039;, 3. Aufl. Henry G. Bohn, London 1844.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Grundsätze der politischen Oekonomie nebst einigen Anwendungen derselben auf die Gesellschaftswissenschaft&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke, nebst einigen Anwendungen derselben auf die Gesellschaftswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 5–7). Autorisierte Übersetzung von [[Adolf Soetbeer]]. Redaktion von [[Theodor Gomperz]]. 3 Bände. Fues’s Verlag, Leipzig, 3. deutsche Ausgabe 1869 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10388462?page=3 Digitalisat von Band 1], [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10388463?page=3 Digitalisat von Band 2], [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10388464?page=6 Digitalisat von Band 3]).&lt;br /&gt;
* [[Mark Blaug]]: &amp;#039;&amp;#039;Systematische Theoriegeschichte der Ökonomie&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Say – Mill – Marx&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Englischen übersetzt von [[Johannes Hengstenberg]]. Nymphenburger Verlagshandlung, München 1972, ISBN 3-485-04060-6, S. 9–68: &amp;#039;&amp;#039;Says Gesetz und die klassische Geldtheorie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Sowell]]: &amp;#039;&amp;#039;Say’s Law: An Historical Analysis&amp;#039;&amp;#039;. Princeton University Press, Princeton 1972, ISBN 0-691-04166-0.&lt;br /&gt;
* Henri Denis: &amp;#039;&amp;#039;La «Loi de Say» sera-t-elle enfin rejetée ? Une nouvelle approche de la surproduction&amp;#039;&amp;#039;. Economica, Paris 1999, ISBN 2-7178-3848-1. &lt;br /&gt;
* [[Ulrich van Suntum]]: &amp;#039;&amp;#039;Die unsichtbare Hand. Ökonomisches Denken gestern und heute&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25235-5, S. 96–98.&lt;br /&gt;
* Timm Graßmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Eklat aller Widersprüche. Marx’ Theorie und Studien der wiederkehrenden Wirtschaftskrisen&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin 2022, ISBN 978-3-11-074493-4, S. 111–122 und 338–365: &amp;#039;&amp;#039;Marx’ Kritik des „Say’schen Gesetzes“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Makroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theoreme der Ökonomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rosenfalter</name></author>
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