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	<title>Saurrevolution - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saurrevolution&amp;diff=2106694&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jo1971: 2 Versionen von 264134306 bis 264134378 rückgängig gemacht; Revert des Reverts; Google Buchlinks sind in Subreferenzen erlaubt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;2 Versionen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/264134306&quot; title=&quot;Spezial:Diff/264134306&quot;&gt;264134306&lt;/a&gt; bis &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/264134378&quot; title=&quot;Spezial:Diff/264134378&quot;&gt;264134378&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Revert des Reverts; Google Buchlinks sind in Subreferenzen erlaubt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Day after Saur revolution in Kabul (773).jpg|mini|Militärpräsenz am Präsidentenpalast in Kabul am 28. April 1978, einen Tag nach dem Staatsstreich]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saurrevolution&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Dari-Persisch|Dari]]-{{faS|انقلاب ثور&amp;amp;lrm;|DMG=inqilāb-i s̱aur}}, auch &amp;#039;&amp;#039;Sawr-Revolution&amp;#039;&amp;#039; mit der wörtlichen Bedeutung „Revolution [im Monat/Tierkreiszeichen] des Stiers“) am 27. April 1978 war ein von Mitgliedern der [[Kommunismus|kommunistischen]] [[Demokratische Volkspartei Afghanistans|Demokratischen Volkspartei Afghanistans]] durchgeführter [[Putsch|Staatsstreich]] in der [[Republik Afghanistan]], der zur Ausrufung der [[Demokratische Republik Afghanistan|Demokratischen Republik Afghanistan]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kommunistische Machtübernahme und der darauf folgende Aufstand gegen die neue Regierung beendeten eine fast fünfzigjährige Friedenszeit und markierten den Beginn des bis heute [[Krieg in Afghanistan|in Afghanistan andauernden Konflikts]]. Die DVPA prägte für den Staatsstreich den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Saurrevolution&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Saur&amp;#039;&amp;#039; (Stier) ist der von [[Persische Sprache|Persischsprechern]] in Afghanistan verwendete Name für den zweiten Monat des [[Iranischer Kalender|iranischen Kalenders]], in dem der [[Putsch]] stattfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Afghanistan war seit 1964 eine [[konstitutionelle Monarchie]] mit dem seit 1933 amtierenden König [[Mohammed Zahir Schah]] an der Spitze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MaleyTheAfghanistanWars&amp;quot; details=&amp;quot;S. 15–16 ({{Google Buch |BuchID=PpJKEAAAQBAJ |Seite=15}}).&amp;quot;&amp;gt;William Maley: &amp;#039;&amp;#039;The Afghanistan Wars.&amp;#039;&amp;#039; 3.&amp;amp;nbsp;Ausgabe. Red Globe Press, London 2021, ISBN 978-1-352-01100-5,  (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit einem Staatsbesuch des [[Sekretariat des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion|Generalsekretärs der KPdSU]] [[Nikita Sergejewitsch Chruschtschow|Nikita Chruschtschow]] im Dezember 1955 war die [[Sowjetunion]] zum wichtigsten Handelspartner und Waffenlieferanten Afghanistans geworden. Insgesamt hatte Afghanistan bis 1979 geschätzt rund 1,25 Milliarden US-Dollar an militärischen und rund 1,265 Milliarden US-Dollar an zivilen Hilfen von der UdSSR erhalten. Gleichzeitig verfolgte das Land eine Politik der Neutralität und war seit 1961 Mitglied der [[Bewegung der Blockfreien Staaten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;MaleyTheAfghanistanWars&amp;quot; details=&amp;quot;S. 19–21 ({{Google Buch |BuchID=PpJKEAAAQBAJ |Seite=19}}).&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kommunistische Demokratische Volkspartei (DVPA) wurde 1965 gegründet. Zwei Jahre später wurde die Partei in zwei rivalisierende Fraktionen gespalten, die von [[Nur Muhammad Taraki]] und [[Hafizullah Amin]] geführten, paschtunisch dominierten Chalqis einerseits und die tadschikisch dominierten Partschamis unter Führung [[Babrak Karmal]]s andererseits.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MaleyTheAfghanistanWars&amp;quot; details=&amp;quot;S. 19–21 ({{Google Buch |BuchID=PpJKEAAAQBAJ |Seite=19}}).&amp;quot; /&amp;gt; Taraki und Karmal waren in den 1950ern als sowjetische Agenten rekrutiert worden und die Partei wurde von der UdSSR finanziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher Andrew, Vasili Mitrokhin |Titel=The Mitrokhin Archive II. The KGB and the World |Verlag=Penguin Books |Ort=London |Datum=2006 |ISBN=0-14-197798-1 |Seiten=386–388 |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=AQ9uAAAAQBAJ |SeitenID=PR314}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Vasiliy Mitrokhin |url=https://www.wilsoncenter.org/publication/the-kgb-afghanistan |titel=The KGB in Afghanistan |hrsg=Woodrow Wilson International Center for Scholars |datum=2011-07-07 |seiten=20 |sprache=en |abruf=2026-01-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Mitte der 1960er Jahre war die Gewährung wirtschaftlicher und militärischer Hilfe an Bemühungen gekoppelt, die Entwicklung einer einheimischen pro-sowjetischen kommunistischen Partei im Empfängerland zu fördern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SaikalModernAfghanistan&amp;quot; details=&amp;quot;S. 161.&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Amin Saikal |Titel=Modern Afghanistan. A History of Struggle and Survival |Verlag=I.B. Tauris |Ort=London |Datum=2012 |ISBN=978-1-78076-122-0 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die DVPA sah die Sowjetunion als Vorbild für ihre Vorstellung einer sozialistischen Modernisierung Afghanistans.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LeakeAfghanCrucible&amp;quot; details=&amp;quot;S. 15 ({{Google Buch |BuchID=DiFnEAAAQBAJ |Seite=15}}).&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elisabeth Leake |Titel=Afghan Crucible. The Soviet Invasion and the Making of Modern Afghanistan |Verlag=Oxford University Press |Ort=New York |Datum=2022 |ISBN=978-0-19-884601-7 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1973 war [[Mohammed Daoud Khan]], Mitglied der herrschenden [[Baraksai|Musaheban-Dynastie]] und Vetter von König Zahir Schah, in einem unblutigen [[Staatsstreich in Afghanistan 1973|Staatsstreich]] mit Unterstützung des Partscham-Flügels der DVPA an die Macht gelangt und rief die [[Republik Afghanistan]] aus. Etwa die Hälfte der Ministerposten der neuen Regierung wurde von Partschamis bekleidet. Pro-sowjetische Offiziere wurden auf einflussreiche Posten befördert, und viele Partschamis wurden in der Staatsverwaltung angestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SaikalModernAfghanistan&amp;quot; details=&amp;quot;S. 174–176.&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BraithwaiteAfgantsy&amp;quot; details=&amp;quot;S. 31 ({{Google Buch |BuchID=13cTDAAAQBAJ |Seite=31}}).&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Rodric Braithwaite]] |Titel=Afgantsy. The Russians in Afghanistan 1979–1989 |Verlag=Oxford University Press |Ort=New York |Datum=2011 |ISBN=978-0-19-983265-1 |Sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1974 gründete Oberst Qadir, Mitglied der DVPA, die Vereinigte Front der Afghanischen Kommunisten in der Armee, und Hafizullah Amin begann, gezielt Offiziere in der Armee für den Chalq-Flügel der DVPA zu rekrutieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LeakeAfghanCrucible&amp;quot; details=&amp;quot;S. 44 ({{Google Buch |BuchID=DiFnEAAAQBAJ |Seite=44}}).&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Raja Anwar |Titel=The Tragedy of Afghanistan. A First-hand Account. |Verlag=Verso |Ort=London |Datum=1988 |ISBN=0-86091-979-X |Seiten=89–91 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daoud war ein Reformer. Zur Finanzierung seines Modernisierungsprogramms wandte er sich an andere Länder. Der Iran bot 1975 Daoud Wirtschaftshilfen über ein Volumen von 2 Milliarden US-Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren an. Seine Reise nach [[Ägypten]] alarmierte den Kreml, nachdem Präsident [[Anwar as-Sadat]] einige Jahre zuvor die Seiten im [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]] gewechselt hatte. Während eines Besuchs von Daoud in Moskau im April 1977 kam es zu einem Eklat: Als ihn [[Leonid Iljitsch Breschnew|Leonid Breschnew]] aufforderte, Berater aus NATO-Staaten auszuweisen, verbat sich ein ganz offensichtlich verstimmter Daoud jegliche Einmischung in interne Angelegenheiten Afghanistans. Daoud intensivierte daraufhin die Beziehungen zu den USA, die Kredite und Hilfsleistungen erhöhten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SaikalModernAfghanistan&amp;quot; details=&amp;quot;S. 178–183.&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BraithwaiteAfgantsy&amp;quot; details=&amp;quot;S. 33 ({{Google Buch |BuchID=13cTDAAAQBAJ |Seite=33}}).&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Daoud seine Machtstellung konsolidiert hatte, regierte er das Land zunehmend autoritärer. 1977 verabschiedete Daoud eine neue Verfassung, in der nur noch seine eigene Partei erlaubt war, und entfernte alle DVPA-Mitglieder aus der Regierung. Als Reaktion vereinigten sich die beiden DVPA-Flügel unter sowjetischer Vermittlung im selben Jahr wieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LeakeAfghanCrucible&amp;quot; details=&amp;quot;S. 44 ({{Google Buch |BuchID=DiFnEAAAQBAJ |Seite=44}}).&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SaikalModernAfghanistan&amp;quot; details=&amp;quot;S. 184–185.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Putsch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Day after Saur revolution.JPG|mini|Einen Tag nach der &amp;#039;&amp;#039;Saur-Revolution&amp;#039;&amp;#039;: Ein zerstörter [[BMP-1]]-Schützenpanzer vor dem Präsidentenpalast in [[Kabul]].]]&lt;br /&gt;
Zum Auslöser des Putsches wurde die Ermordung von [[Mir Akbar Khyber]], eines kommunistischen Ideologen des Partschamflügels, am 17. April 1978 durch bis heute nicht identifizierte Attentäter. Khybers Beerdigung am 19. April wurde zu einer Demonstration gegen die Regierung. Ab dem 24. April ließ die Regierung Führer der Protestbewegung festnehmen. Amin wurde jedoch erst am Vormittag des 26. Aprils von Sicherheitskräften abgeholt. Er hatte damit ausreichend Zeit, seinen Mitverschwörern in der [[Afghanische Nationalarmee#Geschichte|Armee]], Abdul Qadir, [[Mohammad Aslam Watanjar|Aslam Watanjar]], [[Sayed Mohammad Gulabzoy]] und Mohammad Rafi, das Signal zum Putsch durchzugeben. Während in einer Dringlichkeitssitzung am 27. April das Kabinett über das Schicksal der festgenommenen Kommunisten beratschlagte, nahmen Panzer den Präsidentenpalast [[Arg (Kabul)|Arg]] unter Beschuss. Die Luftwaffe bombardierte den Palast mit vom [[Bagram Air Base|Luftwaffenstützpunkt Bagram]] gestarteten [[Mikojan-Gurewitsch MiG-21|MiG-21]]- und [[Suchoi Su-7|Su-7]]-Kampfflugzeugen. Am 28. April wurden die Verteidiger überwältigt, und Daoud wurde mit seinen Familienmitgliedern erschossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MaleyTheAfghanistanWars&amp;quot; details=&amp;quot;S. 23–24 ({{Google Buch |BuchID=PpJKEAAAQBAJ |Seite=23}}).&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Louis Dupree |Titel=Inside Afghanistan. Yesterday and Today: A Strategic Appraisal |Sammelwerk=Strategic Studies |Band=2 |Nummer=3 |Verlag=Institute of Strategic Studies Islamabad |Datum=1979 |Seiten=74–76 |JSTOR=45181852}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt soll der Staatsstreich etwa 2000 Opfer gefordert haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Conrad Schetter]] |Titel=Kleine Geschichte Afghanistans |Auflage=5 |Verlag=C. H. Beck |Ort=München |Datum=2022 |ISBN=978-3-406-78487-3 |Seiten=96}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab Spekulationen, dass die Sowjetunion hinter dem Staatsstreich stecke, es gibt jedoch keine überzeugenden Belege dafür. Sowjetische Militärberater vor Ort hatten zwar mehrere Stunden vor Beginn Kenntnis vom Putsch erhalten, waren jedoch nach heutigem Kenntnisstand (Stand 2021) nicht an der Planung beteiligt, und die sowjetische Führung wurde letztendlich von den Ereignissen überrascht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MaleyTheAfghanistanWars&amp;quot; details=&amp;quot;S. 23–24 ({{Google Buch |BuchID=PpJKEAAAQBAJ |Seite=23}}).&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BraithwaiteAfgantsy&amp;quot; details=&amp;quot;S. 41–42 ({{Google Buch |BuchID=13cTDAAAQBAJ |Seite=41}}).&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wladislaw Subok|Vladislav M. Zubok]] |Titel=A Failed Empire. The Soviet Union in the Cold War from Stalin to Gorbachev |Verlag=The University of North Carolina Press |Ort=Chapel Hill |Datum=2009 |ISBN=978-0-8078-5958-2 |Seiten=259 |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=3j2VJj1hs1EC |Seite=259}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Odd Arne Westad]] |Titel=The Global Cold War. Third World Interventions and the Making of Our Times |Verlag=Cambridge University Press |Ort=New York |Datum=2007 |JahrEA=2005 |ISBN=978-0-521-70314-7 |DOI=10.1017/CBO9780511817991 |Seiten=301–302 |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=QhFZHRpQdu4C |Seite=302}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben des stellvertretenden Außenministers Kornienko erfuhr die sowjetische Führung von dem Coup durch eine Mitteilung der Nachrichtenagentur Reuters.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Dobbs |Titel=Down with Big Brother. The Fall of the Soviet Empire. |Verlag=Vintage Books |Ort=New York |Datum=1998 |ISBN=0-307-77316-7 |Seiten=11 |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=BXoxAAAAQBAJ |Seite=11}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sowjetische Nachrichtenagentur [[TASS]] verwendete in ihrer Nachricht den Begriff Militärputsch, was bei einem von sowjetischer Seite geplanten Umsturz eher nicht der Fall gewesen wäre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Garthoff988&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Raymond L. Garthoff |Titel=Détente and Confrontation. American-Soviet Relations from Nixon to Reagan. |Verlag=Brookings Institution Press |Ort=Washington, D.C. |Datum=1994 |ISBN=0-8157-3041-1 |Seiten=988–989 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Interne sowjetische Berichte beschuldigten die [[Muslimbruderschaft]] und die [[CIA]]. Die Sowjets wussten jedoch, dass die Möglichkeit eines Putsches bestand. Sie hatten zuvor Berichte erhalten, in denen Amin schrieb, dass die DVPA vorbereitet sei, „die Macht zu ergreifen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Sergey Radchenko]] |Titel=To Run the World. The Kremlin’s Cold War Bid for Global Power |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2024 |ISBN=978-1-108-47735-2 |Seiten=478 |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=y2AJEQAAQBAJ |Seite=478}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Politikwissenschaftler William Maley merkte an, dass, auch wenn die Sowjets nicht direkt involviert waren, sie durch die zunehmenden Spannungen mit Daoud dazu veranlasst gewesen sein könnten, keine Schritte gegen einen Umsturz vonseiten der afghanischen Kommunisten zu unternehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MaleyTheAfghanistanWars&amp;quot; details=&amp;quot;S. 21.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vereinigten Staaten und die [[Volksrepublik China]] waren sich jedoch einig, dass die Sowjetunion hinter dem Putsch steckte. Kabul sei nun in den Händen einer prosowjetischen Fraktion und werde sich wahrscheinlich in „das Kuba des Ostens“ verwandeln, warnte [[Deng Xiaoping]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Edward Luce |Titel=Zbig. The Life of Zbigniew Brzezinski, America’s Great Power Prophet |Verlag=Avid Reader Press |Ort=New York |Datum=2025 |ISBN=978-1-982173-64-7 |Seiten=254 |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=Ij1WEQAAQBAJ |Seite=254}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schlagzeilen in der bundesdeutschen Presse reflektierten eine zeitgenössische Sicht eines von der Sowjetunion gesteuerten Putsches. Die &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; sah einen „Staatsstreich auf Rußlands Route nach Süden“, die &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; „Moskau seinem Traumziel ein Stück näher“ und &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; „ein mögliches Kuba“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl-Heinrich Rudersdorf |Titel=Afghanistan – eine Sowjetrepublik? |Verlag=Rowohlt Taschenbuch Verlag |Ort=Reinbek |Datum=1980 |ISBN=3-499-14643-6 |Seiten=22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DVPA prägte für den Staatsstreich den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Saurrevolution&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Saur&amp;#039;&amp;#039; (Stier) ist der von Persischsprechern in Afghanistan verwendete Name für den zweiten Monat des [[Iranischer Kalender|iranischen Kalenders]], in dem der Putsch stattfand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RubinTheFragmentationofAfghanistan&amp;quot; details=&amp;quot;S. 105 ({{Google Buch |BuchID=laG03iJF7t8C |Seite=105}}).&amp;quot;&amp;gt;Barnett R. Rubin: &amp;#039;&amp;#039;The Fragmentation of Afghanistan. State Formation and Collapse in the International System.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Ausgabe. Yale University Press, New Haven 2002, ISBN 978-0-300-09519-7, (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Benennung des Putschs als Revolution war eine Erfindung der DVPA. Außerhalb von Kabul gab es keine politische oder militärische Beteiligung, und auch in der Hauptstadt beteiligte sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung am Putsch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Garthoff988&amp;quot; /&amp;gt; Die DVPA hatte Schätzungen zufolge etwa 3000 bis 10.000 Mitglieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LeakeAfghanCrucible&amp;quot; details=&amp;quot;S. 50 ({{Google Buch |BuchID=DiFnEAAAQBAJ |Seite=50}}).&amp;quot; /&amp;gt; Mit der Machtübernahme der DVPA war Afghanistan nach dem [[Demokratische Volksrepublik Jemen|Südjemen]] der zweite sozialistische Staat mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Timothy Nunan |Titel=Humanitarian Invasion. Global Development in Cold War Afghanistan |Verlag=Cambridge University Press |Ort=New York |Datum=2016 |ISBN=978-1-107-11207-0 |Seiten=4 |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=9SJ0CwAAQBAJ |Seite=4}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkungen ==&lt;br /&gt;
Nach dem Putsch rief die DVPA die [[Demokratische Republik Afghanistan]] aus. Chalq und Partscham bildeten eine gemeinsame Regierung mit Nur Muhammad Taraki als Präsident und Premierminister, Hafizullah Amin als Außenminister und Babrak Karmal als Vizepräsident.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MaleyTheAfghanistanWars&amp;quot; details=&amp;quot;S. 24 ({{Google Buch |BuchID=PpJKEAAAQBAJ |Seite=24}}).&amp;quot; /&amp;gt; Die Sowjetunion war der erste Staat, der die neue Regierung anerkannte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas T. Hammond |Titel=Red Flag over Afghanistan. The Communist Coup, the Soviet Invasion, and the Consequences. |Verlag=Westview Press |Ort=Boulder |Datum=1984 |ISBN=0-86531-445-4 |Seiten=61 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach kurzer Zeit traten die Konflikte innerhalb der DVPA wieder zutage. Die Chalqis gewannen den innerparteilichen Machtkampf und [[Politische Säuberung|säuberten]] die Partei von Angehörigen des Partschamflügels.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MaleyTheAfghanistanWars&amp;quot; details=&amp;quot;S. 24 ({{Google Buch |BuchID=PpJKEAAAQBAJ |Seite=24}}).&amp;quot; /&amp;gt; Karmal wurde im Juli 1978 als Botschafter in die [[ČSSR]] entsandt und entkam dort einem Mordanschlag von Chalq.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frud Bezhan |url=https://gandhara.rferl.org/a/afghan-president-to-be-secret-life-czechoslovak-forest-/30251943.html |titel=The Afghan President (To Be) Who Lived A Secret Life In A Czechoslovak Forest. |hrsg=[[Radio Free Europe|Radio Free Europe/Radio Liberty]] |datum=2019-11-04 |sprache=en |abruf=2022-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Regime versuchte mit brutalen Mitteln, eine [[Revolution|revolutionäre]] [[Transformation (Politikwissenschaft)|Transformation]] des Landes, insbesondere der Landwirtschaft, durchzuführen. Das radikale, von [[Staatsterror|staatlichem Terror]] begleitete Modernisierungsprogramm rief Aufstände in weiten Teilen der afghanischen Bevölkerung hervor, die den Zerfall des ohnehin angeschlagenen Staatsapparates beschleunigten und schließlich zur [[Sowjetische Intervention in Afghanistan|militärischen Intervention der Sowjetunion]] im Dezember 1979 führten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RubinTheFragmentationofAfghanistan&amp;quot; details=&amp;quot;S. 111 ({{Google Buch |BuchID=laG03iJF7t8C |Seite=111}}).&amp;quot; /&amp;gt; Die Sowjets setzten nach ihrem Einmarsch Babrak Karmal als neuen Präsidenten ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LeakeAfghanCrucible&amp;quot; details=&amp;quot;S. 45 ({{Google Buch |BuchID=DiFnEAAAQBAJ |Seite=45}}).&amp;quot; /&amp;gt; Mit dem Staatsstreich und dem darauf folgenden Bürgerkrieg war eine fast fünfzigjährige Friedenszeit zu Ende gegangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MaleyTheAfghanistanWars&amp;quot; details=&amp;quot;S. 1 ({{Google Buch |BuchID=PpJKEAAAQBAJ |Seite=1}}).&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Taraki beschuldigte nach der Machtübernahme der DVPA das Daoud-Regime, für den Mord an Khyber verantwortlich zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Henry S. Bradsher |Titel=Afghanistan and the Soviet Union. |Verlag=Duke University Press |Ort=Durham |Datum=1985 |ISBN=0-8223-0690-5 |Seiten=73 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Karmal nach [[Operation Storm-333|Amins Tod]] Präsident geworden war, erklärte er, dass Amin die Brüder Siddiq und Arif Alamyar mit der Ermordung Khybers beauftragt hätte. Karmal ließ die Brüder im Juni 1980 hinrichten, auch weil sie während der Regierungszeit Amins wichtige Ämter innegehabt hatten und als Unterstützer dieses Regimes galten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anthony Arnold |Titel=Afghanistan’s Two-Party Communism. Parcham and Khalq |Verlag=Hoover Institution Press |Ort=Stanford |Datum=1983 |ISBN=0-8179-7792-9 |Seiten=58–59 |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=cd85ioPsz6cC |Seite=58}}}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Titel=Ten members of Amin’s band of criminals executed |Sammelwerk=[[Kabul Times|Kabul New Times]] |Datum=1980-06-09 |Sprache=en |Online=https://content.library.arizona.edu/digital/collection/p16127coll6/id/11698/rec/48}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gulbuddin Hekmatyār erklärte 1983 in einem Interview, das Attentat sei von Mitgliedern seiner Partei [[Hizb-i Islāmī (Hekmatyār)|Hizb-i Islāmī]] verübt worden. Ob es tatsächlich Hizb-i Islāmī war, ist jedoch nicht bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David B. Edwards |Titel=Before Taliban. Genealogies of the Afghan Jihad. |Verlag=University of California Press |Ort=Berkeley |Datum=2002 |ISBN=0-520-22861-8 |Seiten=241, 328 |Sprache=en |Kommentar=das gesamte Werk ist [https://publishing.cdlib.org/ucpressebooks/view?docId=ft3p30056w&amp;amp;brand=ucpress online] abrufbar |Online={{Google Buch |BuchID=biOdjgEO-IcC |Seite=241}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Beitrag im englischsprachigen Magazin &amp;#039;&amp;#039;Arabia&amp;#039;&amp;#039; war der Attentäter Mitglied des [[Haqqani-Netzwerk]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Vahid Brown, Don Rassler |Titel=Fountainhead of Jihad. The Haqqani Nexus, 1973–2012 |Verlag=Oxford University Press |Ort=New York |Datum=2013 |ISBN=978-0-19-932798-0 |Seiten=49–50 |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=b95MAgAAQBAJ |Seite=49}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Hinweise deuten wiederum auf Noor Ahmad Noor hin, einen Parteifreund Khybers.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Chris Sands, Fazelminallah Qazizai |Titel=Night Letters. Gulbuddin Hekmatyar and the Afghan Islamists Who Changed the World |Verlag=Hurst &amp;amp; Company |Ort=London |Datum=2019 |ISBN=978-1-78738-196-4 |Seiten=109–111 |Sprache=en |Online={{Google Buch |BuchID=strBDwAAQBAJ |Seite=110}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein ehemaliger Agent des afghanischen Geheimdienstes [[Chidamāt-i Ittilā’āt-i Dawlati|KhAD]] erklärte in einem Interview im Jahr 2021, Khyber sei von einem Genossen Karmals ermordet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Emran Feroz]] |Titel=Der längste Krieg. 20 Jahre War on Terror |Verlag=Westend |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2021 |ISBN=978-3-86489-328-5 |Seiten=80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sterblichen Überreste Daouds wurden 2008 in einem Massengrab entdeckt. Er wurde anhand seines Zahnabdrucks und eines goldenen Korans, den er als Geschenk vom König von [[Saudi-Arabien]] erhalten hatte und in seiner Brusttasche trug, identifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carlotta Gall |url=https://www.nytimes.com/2009/02/01/world/asia/01afghan.html |titel=An Afghan Secret Revealed Brings End of an Era |werk=The New York Times |datum=2009-01-31 |sprache=en |abruf=2022-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daoud wurde am 17. März 2009 im Rahmen eines Staatsbegräbnisses feierlich beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Abdul Waheed Wafa, Carlotta Gall |url=https://www.nytimes.com/2009/03/18/world/asia/18afghan.html |titel=State Funeral for Afghan Leader Slain in ’78 Coup |werk=The New York Times |datum=2009-03-17 |sprache=en |abruf=2022-05-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Krieg in Afghanistan]]&lt;br /&gt;
* [[Sowjetische Intervention in Afghanistan]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Putschen und Putschversuchen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Jeronim Perović]] |url=https://www.nzz.ch/international/afghanistan-die-tragoedie-begann-mit-dem-putsch-der-kommunisten-ld.1529519 |titel=Vor 40 Jahren marschierten die Russen in Afghanistan ein – und die Tragödie nahm ihren Anfang. Doch wie kam es überhaupt dazu? |werk=Neue Zürcher Zeitung |datum=2019-12-24 |abruf=2022-05-29 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* Andreas Kohlschütter: [https://www.zeit.de/1978/24/kabuls-neue-klasse/ &amp;#039;&amp;#039;Kabuls neue Klasse&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 24, 9.&amp;amp;nbsp;Juni 1978.&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/politik/gift-versprueht-a-9b4ccb94-0002-0001-0000-000040617780 &amp;#039;&amp;#039;Gift versprüht&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 19, 7.&amp;amp;nbsp;Mai 1978.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Thomas Ruttig |url=https://www.afghanistan-analysts.org/en/reports/political-landscape/an-april-day-that-changed-afghanistan-four-decades-after-the-leftist-takeover/ |titel=An April Day That Changed Afghanistan 1: Four decades after the leftist takeover |hrsg=Afghanistan Analysts Network |datum=2018-04-25 |sprache=en |abruf=2022-05-29 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1082260134}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afghanistankrieg (seit 1978)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Revolution (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Putsch|Afghanistan 1978]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jo1971</name></author>
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