<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Saung_gauk</id>
	<title>Saung gauk - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Saung_gauk"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saung_gauk&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T01:34:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saung_gauk&amp;diff=1648539&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saung_gauk&amp;diff=1648539&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-18T13:32:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:A little lunchtime music (10845286724).jpg|mini|Moderne Bauart einer &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; mit Stimmschrauben. Die roten Kordeln sind Dekoration.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saung gauk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;saung&amp;#039;&amp;#039;, [[Burmesische Sprache|burmesisch]] {{lang|my|စောင်းကောက်}}, [[Internationales Phonetisches Alphabet|IPA]]: [{{IPA|sáʊnɡaʊʔ}}], &amp;#039;&amp;#039;Burmesische Harfe;&amp;#039;&amp;#039; ist eine alte, in [[Myanmar]] gespielte Bogen[[harfe]]. Es ist die einzige, in einer [[Klassische Musik|klassischen Musik]] in Asien noch verwendete Harfe und gilt als das Nationalinstrument des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Das burmesische Wort &amp;#039;&amp;#039;saung,&amp;#039;&amp;#039; wie die burmesische Harfe bis Mitte des 18. Jahrhunderts einfach genannt wurde, wird von [[Persische Sprache|persisch]] &amp;#039;&amp;#039;cank, chang&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Tschang (Harfe)|tschang]]&amp;#039;&amp;#039; und [[hindi]] &amp;#039;&amp;#039;canga&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet, was beides längst verschwundene Harfen bezeichnet und auf die Ursprungsregion für das burmesische Instrument hinweist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Curt Sachs]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Musikinstrumente Indiens und Indonesiens.&amp;#039;&amp;#039; Vereinigung Wiss. Verlag de Gruyter, Berlin und Leipzig 1915, S. 139f (Nachdruck: Georg Olms Verlag, Hildesheim 1983)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der mutmaßliche Namensursprung ist das [[Sumerische Sprache|sumerische]] Wort ZAG-SAL für eine babylonische Winkelharfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Francis W. Galpin: &amp;#039;&amp;#039;The Music of the Sumerians and their Immediate Successors, the Babylonians and Assyrians.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 1937, S. 29, ISBN 978-0521180634&amp;lt;/ref&amp;gt; Hiermit sprachlich verwandt sind die Winkelharfe &amp;#039;&amp;#039;[[tschangi]]&amp;#039;&amp;#039; in der georgischen Region [[Swanetien]] und die westgeorgische Langhalslaute &amp;#039;&amp;#039;[[tschonguri]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ursprung der Harfen wie der [[Leier (Zupfinstrument)|Leiern]] lag um 3000 v. Chr. in [[Mesopotamien]]. Die ältesten Bogenharfen aus der [[Altes Reich (Ägypten)|4. altägyptischen Dynastie]] stammen aus der Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. Für eine so frühe Ausbreitung derselben nach Südasien gibt es keine Hinweise. Um 2000 v. Chr. entwickelte sich in Mesopotamien mit den Winkelharfen ein verbesserter Harfentyp mit einer höheren Saitenzahl, der im 1. Jahrtausend v. Chr. nach Zentralasien gelangte. Die aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. stammende [[Pasyryk-Harfe]] aus dem [[Altai]] ist der älteste Fund einer solchen Winkelharfe in dieser nördlichen Region. In [[Südasien]] wurden dagegen Winkelharfen nicht übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der früheste allgemeine Begriff für indische Saiteninstrumente ist &amp;#039;&amp;#039;[[vina]].&amp;#039;&amp;#039; Den [[Sanskrit]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;texten&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist nicht eindeutig zu entnehmen, ob es sich bei den ältesten indischen Saiteninstrumenten (unter anderem &amp;#039;&amp;#039;pinaki vina&amp;#039;&amp;#039;) um Stab[[zither]]n oder um  [[Musikbogen|Musikbögen]] gehandelt hat. Durch Steinreliefs an indischen Sakralbauten sind Bogenharfen von etwa 200 v. Chr. bis 700 n. Chr. belegt. Später tauchen unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;vina&amp;#039;&amp;#039; Stabzithern und [[Lauteninstrument]]e auf. Die sehr einfachen Stabzithern aus Bambus, die wie &amp;#039;&amp;#039;[[tuila]]&amp;#039;&amp;#039; heute noch gelegentlich in der Volksmusik verwendet werden, finden sich ab dem 6. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Finscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; Sachteil 9, 1996, Sp. 1530&amp;lt;/ref&amp;gt; In Südindien waren bis zur zweiten Hälfte des 1. Jahrtausends mehrere Formen der tamilischen Bogenharfe &amp;#039;&amp;#039;[[yazh]]&amp;#039;&amp;#039; verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bogenharfen waren in ganz Asien und einigen Gegenden Schwarzafrikas&amp;lt;ref&amp;gt;Roger Blench: [https://rogerblench.info/Ethnomusicology/Papers/Africa/General/Reconstructing%20African%20music%20history%20web.pdf &amp;#039;&amp;#039;Reconstructing African music history: methods and results.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 2,16&amp;amp;nbsp;MB) Safa Conference, Tucson, 17.–21 Mai 2002, Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;The arched harp and its history&amp;#039;&amp;#039;, S. 2–6&amp;lt;/ref&amp;gt; verbreitet. Im Süden [[Uganda]]s hat sich eine der &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; sehr ähnliche Bogenharfe unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[ennanga]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://media-2.web.britannica.com/eb-media/13/5813-004-E075336D.jpg |wayback=20141108232553 |text=&amp;#039;&amp;#039;Ugandan musician playing the ennanga arched harp.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-05-04 12:16:59 InternetArchiveBot }} Foto von [[Gerhard Kubik (Musikethnologe)|Gerhard Kubik]]&amp;lt;/ref&amp;gt; erhalten. Andere ostafrikanische Harfen wie die &amp;#039;&amp;#039;[[Kundi (Harfe)|kundi]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Azande (Ethnie)|Azande]] unterscheiden sich durch ihren anders konstruierten Halsansatz. Praktisch nur noch in Museen gibt es Exemplare der &amp;#039;&amp;#039;[[waji]]&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.grec.net/cgibin/fotcl.pgm?NDCH=0046645&amp;amp;CBD=4&amp;amp;COL=6 Fototeca: &amp;#039;&amp;#039;Documents relacionats amb la foto.&amp;#039;&amp;#039;] Foto der viersaitigen Bogenharfe &amp;#039;&amp;#039;waji&amp;#039;&amp;#039; aus Nuristan&amp;lt;/ref&amp;gt; die bis vor wenigen Jahrzehnten von den [[Nuristani]] (früher „Kafir“) in der nordostafghanischen Provinz [[Nuristan]] gespielt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Anthony Baines, S. 337&amp;lt;/ref&amp;gt; Das wohl letzte Relikt auf indischem Boden ist die fünfsaitige &amp;#039;&amp;#039;[[bin-baja]]&amp;#039;&amp;#039; der Pardhan im zentralindischen Bundesstaat [[Madhya Pradesh]].&amp;lt;ref&amp;gt;Roderic Knight: [http://www.oberlin.edu/faculty/rknight/pardhan.htm &amp;#039;&amp;#039;The Pardhan people of Dindori District, Madhya Pradesh (M.P.), India.&amp;#039;&amp;#039;] Oberlin College&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich spielen die [[Karen (Volk)|Karen]] im burmesisch-thailändischen Grenzgebiet die sechssaitige Bogenharfe &amp;#039;&amp;#039;na den.&amp;#039;&amp;#039; Die für die &amp;#039;&amp;#039;saung&amp;#039;&amp;#039; namensgebende persische Winkelharfe &amp;#039;&amp;#039;tschang,&amp;#039;&amp;#039; die zur Zeit des [[Sassanidenreich]]s verbreitet war, lebt als &amp;#039;&amp;#039;tschangi&amp;#039;&amp;#039; mit sechs bis sieben Saiten noch in der [[Großer Kaukasus|kaukasischen]] Region [[Swanetien]] in Georgien fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bogenharfe ist auf einem Relief des 1. Jahrhunderts n. Chr. in [[Sanchi]] abgebildet, in [[Ashvaghosha]]s Biografie des [[Buddha]] Buddhacarita aus dem Anfang des 2. Jahrhunderts wird eine Bogenharfe mit sieben Saiten (&amp;#039;&amp;#039;vina&amp;#039;&amp;#039;), eine Bambusflöte (&amp;#039;&amp;#039;venu&amp;#039;&amp;#039;) und eine von Frauen gespielte Trommel (&amp;#039;&amp;#039;pushkara&amp;#039;&amp;#039;) erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Finscher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Musik in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Sachteil 4, 1996, Sp. 660&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Goldmünze aus dem 4. Jahrhundert zeigt den [[Gupta-Reich|Gupta]]-Herrscher [[Samudragupta]] mit einer Bogenharfe in Händen.&amp;lt;ref&amp;gt;Abgebildet in: Ludwig Finscher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Musik in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Sachteil 4, 1996, Sp. 666&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztmals sind indische Bogenharfen zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert aus [[Nalanda]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bogenharfe ist vermutlich mit der Ausbreitung des Buddhismus in den ersten Jahrhunderten n. Chr. zu den [[Pyu]] und in den folgenden Jahrhunderten weiter nach Südostasien gelangt, wo sie mehrfach auf Reliefs am Khmertempel [[Bayon]] in [[Angkor]] und am indonesischen [[Borobudur]] auftaucht. In der [[Khmer-Sprache]] hieß die Bogenharfe &amp;#039;&amp;#039;pinn&amp;#039;&amp;#039;, abgeleitet von &amp;#039;&amp;#039;vina&amp;#039;&amp;#039;. Nach ihr ist das königliche Orchester &amp;#039;&amp;#039;pinpeat&amp;#039;&amp;#039; benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Roger Blench: [https://www.rogerblench.info/Archaeology/SE%20Asia/Bougon%202006/Indian%20musical%20instruments%20%20on%20the%20reliefs%20at%20Angkor.pdf &amp;#039;&amp;#039;Musical instruments of South Asian origin depicted on the reliefs at Angkor, Cambodia.&amp;#039;&amp;#039;] EURASEAA, Bougon, 26. September 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Relief an der [[Predella]] unterhalb einer sitzenden Buddhafigur vom Leyindaung-Hügel in [[Sri Ksetra]] am Unterlauf des [[Irrawaddy]] aus der Mitte des 7. Jahrhunderts zeigt sieben Figuren, darunter einen Tänzer, der von drei Musikern begleitet wird. Diese spielen eine Bogenharfe, vermutlich aus Bambus bestehende [[Klapper]]n und ein Blasinstrument (eine [[Mundorgel]]?). Ganz rechts sitzt ein [[Bodhisattva]] in Meditationsgeste (&amp;#039;&amp;#039;dhyana[[mudra]]&amp;#039;&amp;#039;). Der Resonanzkörper der Harfe ist auf der stark erodierten Darstellung fast ganz hinter dem rechten Unterarm verborgen; der stark nach innen gebogene Hals endet auf der Höhe des linken Ohres. Das Instrument dürfte vier bis fünf Saiten besessen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Muriel C. Williamson 1981, S. 212f&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein ähnliches Sri-Ksetra-Steinrelief eines Harfenisten aus der Zeit der Pyu-Stadtstaaten wird auf 809 n. Chr. datiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=U Minn Kyi: &amp;#039;&amp;#039;Saung (Myanmar Harp).&amp;#039;&amp;#039; Yangonow |url=http://www.yangonow.com/eng/culture/traditional_music/harp.html |wayback=20090511163613 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Harfentyp fand sich in Indien nur an Kultgebäuden der [[Shatavahana]]s aus dem 2. bis 4. Jahrhundert in [[Amaravati (Andhra Pradesh)|Amaravati]] (bei [[Guntur]] an der Ostküste Indiens).&amp;lt;ref&amp;gt;Judith Becker, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Sri Ksetra entsandte Sunanda, Bruder (Sohn?) des Königs, im Jahr 802 Pyu-Musiker und -Tänzer nach [[Chang’an]], der Hauptstadt der chinesischen [[Tang-Dynastie]]. In einer Tang-Chronik (&amp;#039;&amp;#039;Hsing-t&amp;#039;ang-shu&amp;#039;&amp;#039;) wird erwähnt, dass die 35 Musiker unter anderem zwei Harfen, zwei [[Krokodilszither|Krokodilzithern]] und Stabzithern dabei hatten. Zu dieser Zeit waren in China bereits Winkelharfen bekannt, eine &amp;#039;&amp;#039;[[konghou]]&amp;#039;&amp;#039; genannte Winkelharfe mit schlankem Resonanzkörper fand sich zusammen mit sechs anderen Instrumenten in einem Grab der Zhou-Dynastie um 700.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas O. Höllemann: &amp;#039;&amp;#039;Das alte China. Eine Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck Verlag, München 2008, S. 267&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Chronik werden zwei burmesische Harfenarten erwähnt. Die eine Harfe wird nicht näher beschrieben, möglicherweise handelt es sich um das in Sri Ksetra abgebildete ältere Instrument aus Amaravati. Der andere Harfentyp besaß 14 Saiten, einen 60 Zentimeter langen und 20 Zentimeter breiten Korpus und einen 76 Zentimeter langen bogenförmigen Hals, dessen Ende nach außen gebogen und mit einem Tierkopf versehen war. Die Beschreibung weist sie als den wahrscheinlichen Vorläufer der Pyu-Harfe mit Vogelkopf aus, die vom 11. bis zum 13. Jahrhundert in [[Bagan]] dargestellt wurde. An [[Bengalen|bengalischen]] Tempeln dieser Zeit finden sich Reliefs desselben Harfentyps.&amp;lt;ref&amp;gt;Judith Becker, S. 17–21; &amp;#039;&amp;#039;Hsing-t&amp;#039;ang-shu&amp;#039;&amp;#039; erstmals übersetzt in Denis C. Twitchett, Anthony H. Christie: &amp;#039;&amp;#039;A Medieval Burmese orchestra.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Asia Major.&amp;#039;&amp;#039; VII, 1959, S. 176–195; Stimmungen der Instrumente korrigiert in: Laurence Picken: &amp;#039;&amp;#039;Instruments in an Orchestra from Pyu (Upper Burma) in 802.&amp;#039;&amp;#039; In ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musica Asiatica 4.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 1984, S. 245–279&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Steinreliefs am Ananda-Tempel, der von König [[Kyanzittha]] (regierte 1084–1131) in Bagan gebaut wurde, befindet sich die Darstellung einer solchen Harfe. Am Nagayon-Tempel (zeitgleich zum benachbarten [[Abeyadana-Tempel]]) ist Kyanzittha an zwei Reliefs an der Wand des inneren Pilgergangs um die [[Cella]] als [[Naga (Mythologie)|Naga]]-König dargestellt, wie er zur Verehrung vor einem Buddha sitzend Harfe spielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Muriel C. Williamson 1981, S. 218–220&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch auf Wandmalereien in Bagan sind Harfen und andere Musikinstrumente abgebildet. Steininschriften aus dem 11. bis 13. Jahrhundert zählen die Namen von 21 Musikinstrumenten auf, die meisten Saiteninstrumente dürften einfache Stabzithern gewesen sein. Die Vogelkopf-Harfe ist verschwunden, die heutige &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; entspricht in ihrer Form dem älteren Amaravati-Typ mit nach innen gebogenem Hals und nicht den in Bagan abgebildeten Harfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen einzigartigen stehenden Harfenspieler zeigt ein Steinrelief, das im Museum von Bagan aufbewahrt wird. Es stammt aus dem heute verschwundenen Paunggu-Tempel in Bagan und wird um 1050 n. Chr. datiert. Der Bogen der vor der Brust gehaltenen, aber kaum erkennbaren Harfe endet unter dem Kinn. Die mindestens fünf Saiten sind in einem Neigungswinkel von 45 Grad dargestellt. Ähnlich gehaltene Harfen sind ansonsten nur aus Indien und in einer Abbildung aus Kambodscha bekannt. Das Relief könnte von Sri Ksetra und Südindien beeinflusst worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Muriel C. Williamson 1981, S. 214&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom 9. bis zum 14. Jahrhundert wurden der &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; ähnliche Bogenharfen auf buddhistischen Malereien in Japan dargestellt, obwohl in Japan mutmaßlich bis zum 10. Jahrhundert nur &amp;#039;&amp;#039;[[Kugo (Harfe)|kugo]]&amp;#039;&amp;#039; genannte vertikale Winkelharfen gespielt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Susumu Kashima, Seishiro Niwa: &amp;#039;&amp;#039;Depictions of “Kugo” Harps in Japanese Buddhist Paintings.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Music in Art,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 24, Nr. 1/2, Frühjahr–Herbst 1999, S. 56–67&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:U Shin Gyi at Kyauktan Yay-Le Pagoda.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;U Shin Gyi&amp;#039;&amp;#039;, ein Schutzgeist der Wasserwege, der im Delta des [[Irrawaddy]] verehrt wird. Er ist ein wohlwollender [[Nat (Geist)|Nat]], der mit einem Tiger und einer &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; in den Händen dargestellt wird.]]&lt;br /&gt;
Die frühesten Liedtexte sind aus dem 14. Jahrhundert überliefert. Über die damalige Musik ist nichts bekannt, vermutlich wurden die Gesänge von einer Harfe begleitet. Ein berühmter Harfenspieler nach dem Zusammenbruch des Bagan-Reiches zur Zeit der Herrschaft in Taungoo (1486–1573) war der König Nat Shin Naung. Während der kulturellen Blütezeit der Konbaung-Dynastie, der letzten unabhängigen burmesischen Königsherrschaft von 1752 bis 1885, erfuhr die &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; steigende Wertschätzung als edelstes, am Hof gespieltes Musikinstrument. Als König [[Hsinbyushin]] 1767 die Hauptstadt des siamesischen Reiches [[Königreich Ayutthaya|Ayutthaya]] eroberte, brachte er viele Hofmusiker mit, die siamesische Spielweisen in die burmesische Musik einführten. Dazu gehörten eine pentatonische Stimmung &amp;#039;&amp;#039;(belae)&amp;#039;&amp;#039; und neue Melodien für alte burmesische Lieder, teilweise wurde auch nur der Rhythmus übernommen. Der bedeutendste Harfenspieler in der Konbaung-Ära war [[Myawaddy Mingyi U Sa]] (1766–1853), ein Minister, Dichter, Komponist und General im ersten Krieg gegen die Briten (1824–1826). Er verarbeitete das indisch-thailändische Epos [[Ramakien]] zu einem burmesischen Theaterspiel (allgemein: &amp;#039;&amp;#039;enaung&amp;#039;&amp;#039;), ebenso wie westliche Musikeinflüsse der britischen Kolonialherren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschichten aus dem Leben am Königshof wurden in der Konbaung-Zeit als Dramen (&amp;#039;&amp;#039;zat pwe&amp;#039;&amp;#039;) und Marionettentheater (&amp;#039;&amp;#039;[[yoke thé]]&amp;#039;&amp;#039;) inszeniert, zu deren Begleitung große &amp;#039;&amp;#039;hsaing waing&amp;#039;&amp;#039;-Orchester gehörten. Eine besondere, von Ayutthaya adaptierte Liedgattung sind &amp;#039;&amp;#039;yodaya-&amp;#039;&amp;#039;Lieder, die mit der &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; begleitet werden. Das gesamte Repertoire [[Burmesische Musik|burmesischer Musik]], mit einer Bandbreite zwischen der Anbetung der &amp;#039;&amp;#039;[[Nat (Geist)|Nat]]-&amp;#039;&amp;#039;Geister und höfischer Klassik, wird in der Verssammlung &amp;#039;&amp;#039;mahagita&amp;#039;&amp;#039; ([[Pali]]: „großer Gesang“, burmesisch: &amp;#039;&amp;#039;thachin gyi&amp;#039;&amp;#039;) zusammengefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.umbc.edu/eol/garfias/mahagita.html Robert Garflas: &amp;#039;&amp;#039;The Maha Gita.&amp;#039;&amp;#039; University of Maryland, Baltimore County]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der letzte bekannte Harfenist am Königshof von [[Mandalay]] war U Maung Maung Gyi (1855–1933), der von König [[Mindon Min]] angestellt wurde und den Titel eines Meisterharfenisten &amp;#039;&amp;#039;deiwa einda&amp;#039;&amp;#039; („himmlischer Musiker“) erhielt. Heutige Musiker leiten ihre Abstammungslinie von ihm her. Die Hofkultur verlagerte sich nach der britischen Eroberung des Nordens eine Zeit lang in den [[Shan-Staat]] nach [[Hsipaw]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Musik der Mahagita-Lieder wurde nie aufgeschrieben. Erst 1965 begann der &amp;#039;&amp;#039;saung-gauk-&amp;#039;&amp;#039;Spieler Inle Myint Maung, diese zu einer Sammlung zu ordnen und in westlicher Notation festzuhalten. Er dokumentierte insgesamt 500 Kompositionen, weitere 200 Lieder waren mit dem Tod der Musiker, die dieses Repertoire aufgeführt hatten, bereits verlorengegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Klavier im Land war 1872 ein Geschenk für König Mindon. Bis 1920 war das Klavier (in Myanmar: &amp;#039;&amp;#039;sandaya&amp;#039;&amp;#039;) weit verbreitet, in der Bevölkerung akzeptiert und hatte einen großen Anteil an der Liedbegleitung von der &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; übernommen. Das Klavier wurde auf burmesische Notation umgestimmt, seine Spielweise wurde eng an das Vorbild der Harfe angelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;John Sheperd and David Horn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Continuum Encyclopedia of Popular Music of the World.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Performance and Production.&amp;#039;&amp;#039; Continuum, 2003, S. 435&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfangs wurde das Klavier sogar, wie die Harfe, nur mit zwei Fingern gespielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Untergang der Königshäuser verschwand das Umfeld für die klassische Harfenmusik. Dafür begann mit der Unabhängigkeitsbewegung in den 1920er Jahren die Rückbesinnung auf das kulturelle Erbe des Landes. Seit diesem gesellschaftlichen Wandel wird die &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; von einem weiteren Kreis der Bevölkerung, aber in relativ bescheidenem Umfang als Instrument der leisen Kammermusik eingesetzt. Die Bedeutung als nationales Musikinstrument hat ihr eine höhere symbolische als praktische Bedeutung zukommen lassen. Jüngste Konkurrenz in der populären Musik erhält die Harfe durch die [[Hawaii-Gitarre]]. Dagegen erfährt die &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; eine Renaissance auf moderne Art als begehrtes und dekoratives Kaufobjekt für Touristen.&amp;lt;ref&amp;gt;Randy Raine-Reusch: &amp;#039;&amp;#039;Play The World: The 101 Instrument Primer.&amp;#039;&amp;#039; Mel Bay Publications, Fenton 2015, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burmese Harp.JPG|mini|Traditionelle &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039;, deren Saiten durch Verschieben der roten Kordeln gestimmt werden.]]&lt;br /&gt;
Die Bogenharfe hat einen schmalen [[Resonanzkörper]] aus einem ausgehöhlten Stück Hartholz, meist ist es Siamesisches [[Dalbergien|Rosenholz]] oder Burmesisches Padauk (&amp;#039;&amp;#039;[[Pterocarpus macrocarpus]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Pterocarpus indicus|P. indicus]]&amp;#039;&amp;#039;). Für die Decke wird die Haut vom burmesischen [[Leierhirsch|Thamin]], einer Rotwildart verwendet. Die Membran wird in nassem Zustand aufgezogen und seitlich vernagelt. Sie ist oft wie der Korpus rot lackiert. Die bei heutigen Instrumenten üblichen 16 Saiten sind zwischen dem Halbkreisbogen einer [[Akazien]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;wurzel&amp;lt;/nowiki&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;(sha)&amp;#039;&amp;#039; eingespannt, deren unterer Teil am Boden des Resonanzkörpers endet und die am oberen Ende in einem abstrahierten Blatt des [[Pappelfeige|Bodhibaums]], einem Symbol für die Erleuchtung Buddhas ausläuft. Die Befestigung des Halses im Korpus entspricht dem Prinzip „Löffel in der Tasse“ wie bei der &amp;#039;&amp;#039;ennanga&amp;#039;&amp;#039; und anderen ostafrikanischen Harfen. Die Konstruktion unterscheidet sich vom einteiligen gebogenen Trägerstab der afghanischen &amp;#039;&amp;#039;waji&amp;#039;&amp;#039; und der indischen &amp;#039;&amp;#039;bin-baja&amp;#039;&amp;#039;. Das ganze Instrument hat die Form eines Schwanenhalses. Die Saiten waren früher aus Seide, bei neuen Harfen sind sie aus Nylon. Sie verlaufen nahezu parallel vom Saitenträger, einem Holzstab, der sich in der Mitte unterhalb der Hautdecke aufwölbt und mit dem Hals verbunden ist, bis zu roten Baumwollkordeln, mit denen sie am Hals festgemacht sind, und die mit dicken Quastenenden herunterhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Saitenträger hat etwa die halbe Länge der Decke, er übermittelt die Schwingungen der gezupften Saite an die Hautdecke, wo sie in einer um 90 Grad geänderten Richtung an den hölzernen Korpus weitergeleitet werden. Je nach der Richtung, in der die Saiten angezupft werden, gerät die Decke in unterschiedlichem Maß in Eigenschwingungen, wodurch sich feine Klangunterschiede erzeugen lassen. Eine ähnliche, aber für die Klangbildung wesentlich gröbere Addition zweier Schwingungsrichtungen erzeugt die indische Zupftrommel &amp;#039;&amp;#039;[[Ektara (Zupftrommel)|ektara]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Laurence Picken]]: &amp;#039;&amp;#039;String/Table angles for harps, from the Third Millenium B.C. to the present.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Musica Asiatica 3.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, London 1981, S. 35–51&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmung muss für bestimmte Tonskalen eingerichtet werden und erfolgt nicht mittels [[Wirbel (Bauteil)|Wirbeln]], sondern durch kompliziertes Verschieben der Kordeln. Unterhalb des Halsanfangs befindet sich am Korpus ein Henkel, mit dem das Instrument beim Stimmen festgehalten werden kann. Neuere Harfen haben entsprechend der Gitarre seitliche Stimmschrauben am Hals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Resonanzkörper ist etwa 80 cm lang und 16 cm breit wie hoch. Der Halsbogen ragt etwa 60 cm nach oben. Die Instrumente sind oft kunstvoll mit eingelegten Halbedelsteinen, Glas, vergoldetem Blech und roten und schwarzen Lackmustern verziert. Die Holzoberfläche ist durch eine dreifache Lackschicht glänzend und glatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Membranhaut befinden sich vier kleine Löcher. Der Zeitpunkt, zu dem sie eingeschnitten werden, ist für das Schicksal der Harfe astrologisch bedeutsam. Beim Öffnen der Löcher werden die Geister gebeten, Wohnung in dem Resonator zu nehmen, weshalb das Instrument mit Respekt behandelt werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Ward Keeler, S. 208&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die älteste burmesische Bogenharfe besaß 5 Saiten, Myawaddi Mingyi U Sa erweiterte die Zahl der Saiten im 18. Jahrhundert von 7 auf 13. Später wurden daraus 14 und 15 Saiten, seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind durch die beiden, von Saung U Ba Than hinzugefügten Basssaiten 16 Saiten üblich. Eine andere Harfenart mit 14 Saiten und auswärts gebogenem Hals der Pyu-Stadtstaaten im 9. Jahrhundert und eine Harfe mit dickem, aber nur leicht gebogenen Hals aus der Bagan-Zeit werden nicht als &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; klassifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Saung Mandalay.jpg|miniatur|In der klassischen Musik unübliches Duett. [[Mandalay]] 2011. Die Saiten dieser Instrumente werden an kleinen, durch den Hals gebohrten Metallwirbeln gespannt. Die roten Kordeln sind Zier]]&lt;br /&gt;
Der Spieler sitzt im Schneidersitz oder mit den Beinen seitwärts auf dem Boden mit der &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; quer über den Beinen ruhend und dem Hals nach der linken Seite. Die Saiten liegen fast waagrecht mit einer Neigung bis etwa 20 Grad. Normalerweise greifen nur Daumen und Zeigefinger der rechten Hand mit unterschiedlichen Bewegungsabläufen von außen in die Saiten. Mit der linken Hand werden von der Innenseite schnell gespielte Töne verkürzt oder der Nachklang wird gedämpft. Mit dem linken Daumen können direkt am Hals durch seitlichen Druck auf die Saiten höhere Zwischentöne erzielt werden. Abweichend von dieser Regel benutzte Inle Myint Maung (1937–2001) gelegentlich beide Hände zum Anzupfen. Der linke Daumen kann einen [[Bordun]]ton zur Melodie oder eine Oktave zupfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saiten werden traditionell auf verschiedene [[Pentatonik|pentatonische]] Skalen gestimmt. Eine übliche Stimmung fängt mit c – e – f – g – b an. Bis zum Ende der Konbaung-Zeit waren noch vier Stimmungen entsprechend bestimmten Modi gebräuchlich:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;hnyin-lon&amp;#039;&amp;#039; ist die älteste Stimmung, benannt nach der nicht mehr verwendeten Mundorgel &amp;#039;&amp;#039;hnyin.&amp;#039;&amp;#039; Sie gehört zum Lernumfang für junge Musiker und wird für 13 &amp;#039;&amp;#039;kyo&amp;#039;&amp;#039; („Saiten“) genannte Lieder aus dem 18. und 19. Jahrhundert verwendet.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;auk-pyan&amp;#039;&amp;#039; entsprechend, [[Transposition (Musik)|transponiert]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;palè&amp;#039;&amp;#039; ist eine neue Stimmung, die 1776 aus Thailand verschleppte Musiker mitbrachten&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;myin-zaing&amp;#039;&amp;#039; ist eine Variante von &amp;#039;&amp;#039;palè&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Der bereits erwähnte letzte Hof-Harfenist U Maung Maung Gyi führte eine Stimmung für 14 Saiten ein, &amp;#039;&amp;#039;hsé-eu-gyò hnyì-nì,&amp;#039;&amp;#039; nach der für verschiedene Modi nicht mehr umgestimmt werden muss. Die jüngste Weiterentwicklung zur 16-Saiten-Stimmung &amp;#039;&amp;#039;apò-nyí-nì&amp;#039;&amp;#039; ist an die westliche [[Stimmung (Musik)|Temperierung]] angenähert und folgt dem allgemeinen Trend der Westorientierung. Um die älteren traditionellen Lieder angemessen wiederzugeben, ist die temperierte Stimmung nicht geeignet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Finscher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Musik in Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Sachteil 7, 1997, Sp. 7–9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gängigsten Lieder der Mahagita-Sammlung sind Kompositionen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Gesangsstimme gibt die Melodielinie vor, deren expressiver Ausdruckstechnik &amp;#039;&amp;#039;(han)&amp;#039;&amp;#039; sich der Harfenspieler aber nicht notwendig harmonisch unterordnet. Der Rhythmus wird vom Sänger oder der Sängerin durch ein paar Handzimbeln &amp;#039;&amp;#039;(si)&amp;#039;&amp;#039; aus Metall angedeutet, die zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand mit der Handfläche nach oben gehalten werden. Dazu wird mit der linken Hand eine Handklapper &amp;#039;&amp;#039;(wa)&amp;#039;&amp;#039; aus Bambus gegen den Oberschenkel geschlagen. Auch wenn diese Perkussionsinstrumente klein sind, entsprechen sie doch in ihrer Funktion den Gongs und Trommeln des großen &amp;#039;&amp;#039;hsaing-waing-&amp;#039;&amp;#039;Orchesters. Durch die abgehackte, [[Synkope (Musik)|synkopisch]] anmutende Spielweise sind parallele rhythmische Strukturen zwischen Gesang und Instrumentalbegleitung wenig ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Gesangsbegleitung wird die &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; in der klassischen Kammermusik zusammen mit dem [[Xylophon]] &amp;#039;&amp;#039;pattala&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt, eventuell kommen die Bambusflöte &amp;#039;&amp;#039;[[palwei]],&amp;#039;&amp;#039; die [[Krokodilzither]] &amp;#039;&amp;#039;mí-gyaùng saung&amp;#039;&amp;#039; und früher die dreisaitige Fiedel &amp;#039;&amp;#039;[[tayaw]]&amp;#039;&amp;#039;, heute die gleichnamige Violine hinzu. Westliche [[Diatonik|diatonische]] Tonarten, Geige, Klavier und Gitarre ersetzen in der populären Musik zunehmend die burmesischen Skalen und teilweise Musikinstrumente. Im Kern bleibt die Musik burmesisch, da die westlichen Instrumente wie früher die neuen Melodien aus Siam dem burmesischen Musikgeschmack angepasst werden. Die sehr ungewöhnliche Spielweise der &amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039; mit ihrem feinen, zarten Klang bleibt so auch mittelbar erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Hne]]&amp;#039;&amp;#039;, burmesische Oboe, Melodieinstrument im &amp;#039;&amp;#039;hsaing waing&amp;#039;&amp;#039;-Orchester&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie ==&lt;br /&gt;
* Inle Myint Maung (&amp;#039;&amp;#039;saung gauk&amp;#039;&amp;#039;) und Yi Yi Thant (Gesang): &amp;#039;&amp;#039;Mahagita. Harp and Vocal Music of Burma.&amp;#039;&amp;#039; Smithsonian Folkways Recordings 2003 [http://media.smithsonianfolkways.org/liner_notes/smithsonian_folkways/SFW40492.pdf Beiheft der CD]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anthony Baines: &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Companion to Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford 1992, S. 295f.&lt;br /&gt;
* Judith Becker: [https://www.istov.de/pics/myanmar/saung/JB-saung.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Migration of the Arched Harp from India to Burma.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF-Datei; 582&amp;amp;nbsp;kB) The Galpin Society Journal (Galpin Society) 20, März 1967, S. 17–23.&lt;br /&gt;
* Ward Keeler: &amp;#039;&amp;#039;Burma.&amp;#039;&amp;#039; In: Terry E . Miller und Sean Williams: &amp;#039;&amp;#039;The Garland handbook of Southeast Asian music.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, 2008, S. 208–209.&lt;br /&gt;
* Muriel C. Williamson: &amp;#039;&amp;#039;The iconography of arched harps in Burma.&amp;#039;&amp;#039; In: D.R. Widdess, R.F. Wolpert (Hrsrg.): &amp;#039;&amp;#039;Music and Tradition. Essays on Asian and other musics presented to Laurence Picken.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 1981, S. 209–228.&lt;br /&gt;
* Muriel C. Williamson: &amp;#039;&amp;#039;The Burmese Harp: Its Classical Music, Tunings, and Modes.&amp;#039;&amp;#039; Northern Illinois University Center for Southeast Asian Studies, 2000.&lt;br /&gt;
* Muriel C. Williamson, Gavin Douglas, John Okell: &amp;#039;&amp;#039;Saung Gauk.&amp;#039;&amp;#039; In: Laurence Libin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Grove Dictionary of Musical Instruments&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 4. Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 397–399.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Saung|Saung gauk}}&lt;br /&gt;
* [https://www.istov.de/htmls/myanmar/myanmar_in-saung.html &amp;#039;&amp;#039;Die Bogenharfe „saung gauk“.&amp;#039;&amp;#039;] musikausasien&lt;br /&gt;
* [http://orgs.usd.edu/nmm/EasternAsia/2375BurmeseHarp/ArchedHarp2375.html &amp;#039;&amp;#039;Saùng-gauk (Arched Harp), Burma (Myanmar), ca. 1960.&amp;#039;&amp;#039;] National Music Museum, The University of South Dakota&lt;br /&gt;
* [http://www.myanmar-image.com/myanmar/musical/harpt.htm &amp;#039;&amp;#039;Myanmar harp. An earliest Myanmar musical instrument.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Robert Garflas: [https://www.umbc.edu/eol/garfias/saung.html &amp;#039;&amp;#039;The Saung Gauk.&amp;#039;&amp;#039;] University of Maryland, Baltimore County (Foto und Musikbeispiel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Harfenart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Myanmar)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>