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	<title>Saul Tschernichowski - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T14:24:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Saul_Tschernichowski&amp;diff=1083147&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan am 4. Oktober 2025 um 13:57 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-04T13:57:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Shaul Tchernichovsky 1927.jpg|mini|Saul Tschernichowski (1927)]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Shaul Tchernichovsky signature IMG 3463.JPG|mini|180px]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Saul Tschernichowski&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|שאול טשרניחובסקי}}; {{RuS|Саул Гутманович Чернихо́вский|Saul Gutmanowitsch Tschernichowskij}}; geboren [[20. August]] [[1875]] in [[Mychajliwka|Michailowka]], [[Russisches Kaiserreich]]; gestorben [[14. Oktober]] [[1943]] in [[Jerusalem]], [[Völkerbundsmandat für Palästina]]) war ein hebräischer Dichter und Übersetzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Saul Tschernichowski wuchs in einem Haus [[Orthodoxes Judentum|frommer Juden]] auf, die jedoch für die [[Haskalah]] und den beginnenden [[Zionismus]] aufgeschlossen waren. Als 14-Jähriger wurde er nach [[Odessa]] geschickt, wo er zunächst eine kaufmännische Ausbildung absolvierte und sich privat auf ein Universitätsstudium vorbereitete. Besonderes Interesse zeigte er am Erlernen von Sprachen; später übersetzte er Werke aus dem Deutschen, Französischen, Englischen, Griechischen und Lateinischen ins Hebräische. In Odessa wurde Tschernichowski mit der modernen hebräischen Literatur vertraut und las unter anderem die Werke von [[Chaim Nachman Bialik]] und [[Mendele Moicher Sforim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ihm die Aufnahme an einer russischen Universität verweigert wurde, nahm Tschernichowski 1899 an der [[Universität Heidelberg]] ein Medizinstudium auf und schloss dieses 1905 an der [[Universität Lausanne]] ab. In dieser Zeit geriet er unter den literarischen Einfluss von [[Johann Wolfgang Goethe]] und [[Friedrich Nietzsche]]. In Heidelberg heiratete er auch Melania Maria Karlowna von Hosius-Horbacewicz (1879–1971; Schlachta Hozjusz, {{ruS|фон Гозиас-Горбацевич}}), eine anarchistische Revolutionärin aus deutsch-ukrainischer Adelsfamilie, die dort Philosophie und Geschichte studierte. Seinen Unterhalt verdiente er sich in Heidelberg als medizinische Hilfskraft bei [[Wilhelm Erb]] und Walter Petersen. Nach Abschluss seines Studiums in [[Lausanne]] kehrte er nach Russland zurück, hatte jedoch Schwierigkeiten, eine Anstellung zu finden, da er kein Diplom einer russischen Universität vorweisen konnte. In der ukrainischen Stadt [[Melitopol]] wurde er 1907 als „politischer Agitator“ verhaftet. Nachdem sein Abschluss schließlich anerkannt worden war und nach weiteren erfolglosen Versuchen, 1908 in einem der Dörfer [[Galiläa|Untergaliläas]] eine Anstellung als Arzt zu finden, ließ er sich 1910 in [[St. Petersburg]] nieder. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] diente er als Armeearzt. Nach der [[Oktoberrevolution]] verschlechterte sich seine wirtschaftliche Lage. Nach drei Jahren kümmerlicher Existenz als Arzt in Odessa verließ er 1922 [[Sowjetrussland]]. In dieser Zeit schrieb er mehrere Gedichte und übersetzte Werke aus dem Altgriechischen ([[Anakreon]]s Lyrik, [[Platon]]s [[Symposion (Platon)|Gastmahl]] und einen Teil von [[Homer]]s [[Ilias]]) sowie aus dem Englischen Werke von [[Henry Wadsworth Longfellow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem kurzen Aufenthalt in [[Konstantinopel]], wo er vergeblich versuchte, eine Stelle als Arzt in [[Völkerbundsmandat für Palästina|Palästina]] zu erhalten, zog er 1922 nach [[Berlin]], wo er als Schriftsteller und wissenschaftlicher Redakteur ein bescheidenes Einkommen erzielte. Er führte seine übersetzerische Tätigkeit fort und übertrug [[Reineke Fuchs (Goethe)|Reineke Fuchs]] von Goethe, [[Der eingebildete Kranke]] von Molière, [[Macbeth (Shakespeare)|Macbeth]] von Shakespeare, [[König Ödipus]] von Sophokles, das babylonische [[Gilgamesch-Epos]] (mittels einer deutschen Übersetzung) und das finnische [[Kalevala]]-Epos ins Hebräische und beendete die Übersetzung der Ilias und der [[Odyssee]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pnina Navè&amp;quot;&amp;gt;[[Pnina Navè-Levinson|Pnina Navè]]: &amp;#039;&amp;#039;Die neue hebräische Literatur&amp;#039;&amp;#039;. Francke, Bern und München 1962, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Zeit schrieb er auch Kindergedichte und eine Abhandlung über [[Immanuel ha-Romi]] (Berlin 1925).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 erhielt er den Auftrag, das „Buch medizinischer und wissenschaftlicher Ausdrücke“ auf Lateinisch, Englisch und [[Iwrit]] herauszugeben, so dass er sich in [[Erez Israel]] niederlassen konnte. Nach Beendigung dieser Arbeit wurde er 1936 zum Schularzt in [[Tel Aviv]] ernannt. 1936 schloss er einen Vertrag mit dem Verlagshaus [[Salman Schocken|Schocken]] ab und zog nach Jerusalem, wo er bis zu seinem Tod 1943 wohnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Tschernichowskis Werk, sowohl als Dichter als auch als Übersetzer, ist von der Tendenz geprägt, aus den einengenden Grenzen der hebräischen Literatur auszubrechen und deren Inhalt und Form zu erweitern. „So bereicherte er die hebräische Sprache in einem kaum absehbaren Ausmaß und wurde gleichzeitig das Vorbild für die virtuosen Übersetzer der nächsten Generation.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pnina Navè&amp;quot; /&amp;gt; Seine Übersetzungen spiegeln das Bemühen wider, dem hebräischen Leser die ganze Breite der [[Weltliteratur]] nahezubringen. Sein Bemühen um unmittelbaren existenziellen Ausdruck erklärt das Schwanken des Dichters zwischen idyllischer Betrachtungsweise, die den Menschen als Teil des Universums ansieht, und tragischer Auffassung, die das Gefühl der [[Entfremdung]] des Menschen zum Ausdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke Saul Tschernichowskis auf Deutsch ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dein Glanz nahm mir die Worte&amp;#039;&amp;#039;. [[Edition Rugerup]], Berlin 2020.&lt;br /&gt;
** Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Sonette, Idyllen, Gedichte&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt, herausgegeben und kommentiert von Jörg Schulte, Vorwort von Aminadav Dykman. ISBN 978-3-942955-69-0 (die Sonette sind zweisprachig dargeboten).&lt;br /&gt;
** Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Autobiographie, Poeme, Das goldene Volk&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt und herausgegeben von Jörg Schulte. ISBN 978-3-942955-70-6.&lt;br /&gt;
** Bd. 3: &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zu den Bänden I und II&amp;#039;&amp;#039;. Prolegomena und Kommentar von Jörg Schulte, bearbeitet von [[Gundula Schiffer]], ISBN 978-3-942955-71-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Encyclopedia Judaica]], 1972, Bd. 15, Sp. 877–883.&lt;br /&gt;
* [[Pnina Navè-Levinson|Pnina Navè]]: &amp;#039;&amp;#039;Tschernichovsky&amp;#039;&amp;#039;. In: Dies.: &amp;#039;&amp;#039;Die neue hebräische Literatur&amp;#039;&amp;#039;. Francke, Bern und München 1962, S. 70–75.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tschernichowski, Saul&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Salomon Wininger]]: &amp;#039;&amp;#039;Große jüdische National-Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Band 6. Czernowitz, 1935, S. 145f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Shaul Tchernichovsky|Saul Tschernichowski}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118942328}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118942328|LCCN=n82071938|VIAF=12420180}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tschernichowski, Saul}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Altgriechischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Deutschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Finnischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Französischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Latein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Hebräische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Hebräisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zionismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russischer Emigrant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetischer Emigrant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immigrant in Palästina zur Mandatszeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Tschernichowski, Saul&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Tschernichowski, Saul Gutmannowitsch&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=hebräischer Dichter und Übersetzer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. August 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mychajliwka|Michailowka]], [[Russisches Kaiserreich|Russisches Reich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Oktober 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Jerusalem]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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