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	<title>Satzsemantik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T17:10:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Satzsemantik&amp;diff=1039481&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Androl: /* Hintergründige Satzinhalte */Hier muss &quot;beides&quot; stehen, sonst macht &quot;wobei&quot; und &quot;auch&quot; keinen Sinn.</title>
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		<updated>2024-09-28T13:44:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hintergründige Satzinhalte: &lt;/span&gt;Hier muss &amp;quot;beides&amp;quot; stehen, sonst macht &amp;quot;wobei&amp;quot; und &amp;quot;auch&amp;quot; keinen Sinn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satzsemantik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Teilgebiet der [[Semantik]] in der [[Allgemeine Linguistik|Allgemeinen Linguistik]], das sich mit der Bedeutung von größeren syntaktischen Einheiten wie Phrasen, Satzgliedern, Teilsätzen und ganzen Sätzen befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prädikationen und Aussagen ==&lt;br /&gt;
Fast alle kommunikativ geäußerten Satzinhalte bestehen aus einem Aussagegehalt und einem Handlungsgehalt. Im Aussagegehalt wird über Gegenstände oder Sachverhalte in der Wirklichkeit, auf die man Bezug nimmt, etwas ausgesagt. Äußerungen ohne Aussagegehalt wären zum Beispiel „Guten Tag“, „Hallo!“, „Prosit!“. Aussagen werden nach Vorbild der Prädikatenlogik folgendermaßen dargestellt:&lt;br /&gt;
Ein [[Prädikat (Logik)|Prädikator]] P bildet mit „Argumentstellen“ x,y die Aussage P(x,y). Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;„Und Helga&amp;lt;sub&amp;gt;x&amp;lt;/sub&amp;gt; redete&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; alle diese Worte&amp;lt;sub&amp;gt;y&amp;lt;/sub&amp;gt;.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Inhalt dieses Satzbeispiels ist über die Bezugsobjekte &amp;#039;&amp;#039;„Helga&amp;lt;sub&amp;gt;x&amp;lt;/sub&amp;gt;“&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;„Worte&amp;lt;sub&amp;gt;y&amp;lt;/sub&amp;gt;“&amp;#039;&amp;#039; ausgesagt, dass jene x diese y redete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Valenztheorie ==&lt;br /&gt;
Die Valenztheorie ist eine Möglichkeit, Gesetzmäßigkeiten herauszuarbeiten, nach denen Wörter zu Wortgruppen bzw. zu Sätzen zusammengefügt werden. Mit ihrer Hilfe kann man die Struktur einer Sprache erkennen und auch erklären. [[Valenz (Linguistik)]] ist die Kapazität eines Wortes, bestimmte [[Konstituente]]n in einem Satz zu fordern. Konkret auf das [[Verb]] bezogen bedeutet das, dass ein Verb bestimmte Ergänzungen benötigt. Für das deutsche Verb &amp;#039;&amp;#039;„reden“&amp;#039;&amp;#039; sind folgende Valenzen anzusetzen: (Die jeweiligen Ergänzungen werden mit E ausgedrückt und durch einen hochgestellten Abkürzungsbuchstaben für die Fügungsweise ergänzt: n= Nominativ, a= Akkusativ, pr= Präpositionalfügung, adv= Adverb)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:reden1		(einwertig): E&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
:z.&amp;amp;nbsp;B. Sie redet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:reden2		(zweiwertig): E&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt; + E&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
:z.&amp;amp;nbsp;B. Er redet Unsinn. (E&amp;lt;sup&amp;gt;a&amp;lt;/sup&amp;gt;: Redeinhalt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:reden3		(zweiwertig): E&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt; + E&amp;lt;sup&amp;gt;adv&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
:z.&amp;amp;nbsp;B. Er redet laut. (E&amp;lt;sup&amp;gt;adv&amp;lt;/sup&amp;gt;: Redeweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:reden4		(zweiwertig): E&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt; + E&amp;lt;sup&amp;gt;pr&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
:z.&amp;amp;nbsp;B. Sie redete mit Charme. (E&amp;lt;sup&amp;gt;pr&amp;lt;/sup&amp;gt;: Redeweise)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:reden5		(zweiwertig): E&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt; + E&amp;lt;sup&amp;gt;pr&amp;lt;/sup&amp;gt;		&lt;br /&gt;
:z.&amp;amp;nbsp;B. Er redet mit allen. (E&amp;lt;sup&amp;gt;pr&amp;lt;/sup&amp;gt;: Angeredeter)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:reden6 	(zweiwertig): E&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt; + E&amp;lt;sup&amp;gt;pr&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
:z.&amp;amp;nbsp;B. Sie redete über Literatur. (E&amp;lt;sup&amp;gt;pr&amp;lt;/sup&amp;gt;: Redethema)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:reden7		(dreiwertig): E&amp;lt;sup&amp;gt;n&amp;lt;/sup&amp;gt; + E&amp;lt;sup&amp;gt;pr&amp;lt;/sup&amp;gt; + E&amp;lt;sup&amp;gt;pr&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
:z.&amp;amp;nbsp;B. Er redete mit jedem über Gott und die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Faktoren werden aber in einem bestimmten Kommunikationsakt nicht immer auch alle gemeint oder mitgemeint. Meist sind einige dieser Faktoren ausgeblendet, und zwar nicht im Sinne einer Weglassung im Satzausdruck, sondern im Sinne der [[Irrelevanz]] für den Sprecher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Valenz (Linguistik)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prädikatsausdrücke ==&lt;br /&gt;
=== Prädikatsausdruck durch Verben ===&lt;br /&gt;
Etwa die Hälfte aller deutschen Verben ist zweiwertig, etwa ein Drittel dreiwertig. Der Rest verteilt sich auf einwertige und eine sehr kleine Zahl nullwertige Verben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nullwertiges Verb für nullstellige [[Prädikat (Grammatik)|Prädikate]]: P; z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;„Es regnet&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
*Einwertiges Verb für einstellige Prädikate: P(x); z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;„Peter&amp;lt;sub&amp;gt;x&amp;lt;/sub&amp;gt; schläft&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt;“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
*Zweiwertige Verben für zweistellige Prädikate: P(x,y); z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;„Peter&amp;lt;sub&amp;gt;x&amp;lt;/sub&amp;gt; küsst&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; Maria&amp;lt;sub&amp;gt;y&amp;lt;/sub&amp;gt;“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
*Dreiwertige Verben für dreistellige Prädikate: P(x,y,z); z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;„Peter&amp;lt;sub&amp;gt;x&amp;lt;/sub&amp;gt; gibt&amp;lt;sub&amp;gt;P&amp;lt;/sub&amp;gt; Maria&amp;lt;sub&amp;gt;y&amp;lt;/sub&amp;gt; das Buch&amp;lt;sub&amp;gt;z&amp;lt;/sub&amp;gt;“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prädikatsausdruck durch Adjektive ===&lt;br /&gt;
Es gibt [[Adjektiv]]e, die keine &amp;#039;&amp;#039;„Artergänzungen“&amp;#039;&amp;#039; darstellen, sondern Prädikatsausdrücke.&lt;br /&gt;
Das wird deutlich durch Formulierungen wie &amp;#039;&amp;#039;„Mir ist kalt“&amp;#039;&amp;#039; anstelle von &amp;#039;&amp;#039;„Ich friere“&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;„Sie ist ihm ähnlich“&amp;#039;&amp;#039; anstelle von &amp;#039;&amp;#039;„Sie ähnelt ihm“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Diese Adjektive werden im Zusammenhang mit s.&amp;amp;nbsp;g. &amp;#039;&amp;#039;„Kopula-Verben“&amp;#039;&amp;#039; zu Prädikatsausdrücken. Als solche Verben gelten u.&amp;amp;nbsp;a.: bleiben, werden, erscheinen, gelten als etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der weit überwiegende Teil der Adjektive ist einwertig. Bsp.: &amp;#039;&amp;#039;„Es ist sensationell“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
*Es gibt aber auch zweiwertige Adjektive für zweistellige Prädikate: Bsp.: &amp;#039;&amp;#039;„Man möchte der Krone nahe sein“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
*Es gibt auch einige wenige dreiwertige Adjektive: Bsp.: &amp;#039;&amp;#039;„Hans ist Anna in Turnen überlegen“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prädikatausdruck durch Substantive ===&lt;br /&gt;
Wie bei den Adjektiven gibt es auch hier Variationen zwischen verbalem und substantivischem Prädikatsausdruck. Z.&amp;amp;nbsp;B.: &amp;#039;&amp;#039;„Ich rauche nicht“&amp;#039;&amp;#039; im Gegensatz zu &amp;#039;&amp;#039;„Ich bin Nichtraucher“&amp;#039;&amp;#039;.  Wie bei den Adjektiven gibt es hierbei &amp;#039;&amp;#039;„Kopula-Verben“&amp;#039;&amp;#039;, die mit den Substantiven Prädikatsausdrücke bilden. Diese Verben sind u.&amp;amp;nbsp;a.: sein, bleiben, werden, heißen, erscheinen als, gelten als etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein zweiwertiges [[Substantiv]], dem ein Prädikat mit zwei Referenzstellen entspricht, enthält folgender Satz: &amp;#039;&amp;#039;„...dass er eine Bauerntochter zur Mutter hatte“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
*Drei- und Vierwertigkeit von Substantiven scheint es nur bei sekundären, d.&amp;amp;nbsp;h. durch Wortbildung abgeleiteten prädikativen Substantiven zu geben. Z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;„Hans ist Botschafter von Deutschland in Amerika“&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;„Neun ist die Antwort von Thomas auf die Frage von Anna“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch substantivische Prädikatsausdrücke, die keinen [[semantisch]]en Unterschied zwischen Verb und Nominalprädikat machen und nur zur Aufspaltung von Verb und Substantiv dienen. Z.&amp;amp;nbsp;B.: reisen/eine Reise machen, fragen/eine Frage stellen, andeuten/eine Andeutung machen etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Referenz und Bezugsobjekte ==&lt;br /&gt;
Aus dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Referenz (Linguistik)|Referenz]]&amp;#039;&amp;#039; resultiert das Hauptproblem der Abgrenzung von sprachlichem und „außersprachlichem“ verstehensrelevantem Wissen. Referenz ist in erster Linie nicht eine abstrakte semantische [[Relation (Philosophie)|Relation]], sondern eine sprachliche Handlung. Immer wenn man eine Aussage macht, muss es etwas geben, worüber man das Prädikat aussagt. Auf was für Bezugsobjekte man dabei Bezug nehmen kann, ist unbegrenzt. Wesentliche Arten des Bezugnehmens sind folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wahrnehmungsabhängiges Bezugnehmen (Fingerzeig, Kopfwendung, Blickrichtung, Ausdrucksmittel im nonverbalen Bereich, Ort, Zeit, Geschlecht).&lt;br /&gt;
*Wissensabhängiges Bezugnehmen ([[Eigenname]]n, [[Gattungsbezeichnung]]en).&lt;br /&gt;
*Prädizierendes Bezugnehmen ([[Behauptung]]en (Bsp.: &amp;#039;&amp;#039;„Diese [[Opportunismus|Opportunisten]] gehören nicht in den Bundestag“&amp;#039;&amp;#039;, nicht nur klassifizierend, sondern auch behauptend), Bewertungen).&lt;br /&gt;
*Referenzlose [[Pronomen]]/Pseudopronomen (Bsp.: &amp;#039;&amp;#039;„Er verschluckt sich“&amp;#039;&amp;#039;, sich hat kein Bezugsobjekt und keine reflexive Bedeutung, ebenso bei &amp;#039;&amp;#039;„bekennt sich“&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;„ergibt sich“&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahrheitsbedingungen-Semantik ==&lt;br /&gt;
Begründer dieses Ansatzes in der Semantik ist [[Gottlob Frege]]. Nach dieser Auffassung muss man, um einen Satz verstehen zu können, angeben, ob ein bestimmter Satz in einer gegebenen Situation wahr oder falsch ist. Auch [[Ludwig Wittgenstein|Wittgenstein]] war Vertreter dieser Ansicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Satz verstehen, heißt, wissen, was der Fall ist, wenn er wahr ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Man kann ihn also verstehen, ohne zu wissen, ob er wahr ist.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Ludwig Wittgenstein: Tractatus Logico-Philosophicus, 1922)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei werden Situationen als mögliche Welten w (w1 – w3) bezeichnet. Der [[Wahrheitswert]] (1 wahr, 0 falsch) eines Satzes α wird in möglichen Welten bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(1) Es schneit: [w1 → 1, w2 → 1, w3 → 0, ...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Annahme, auf der die Wahrheitsbedingungen-Semantik beruht, ist das [[Kompositionalitätsprinzip]], auch [[Frege-Prinzip]] genannt. Dieses besagt, dass die Bedeutung eines komplexen Ausdrucks eine Funktion der Bedeutung seiner Teile und der Art ihrer syntaktischen Anordnung ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Hartmut Lauffer: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 4., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(2) a. Fritz schläft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(2) b. [&amp;lt;sub&amp;gt; S &amp;lt;/sub&amp;gt;[&amp;lt;sub&amp;gt; NP &amp;lt;/sub&amp;gt; Fritz][&amp;lt;sub&amp;gt; VP &amp;lt;/sub&amp;gt;schläft&amp;lt;nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satz (2) ist genau dann wahr, wenn Fritz schläft, sonst falsch. Die Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;Fritz&amp;#039;&amp;#039; ist eine bestimmte männliche Person. Die Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;schläft&amp;#039;&amp;#039; ergibt mit der Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;Fritz&amp;#039;&amp;#039; die Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;Fritz schläft&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt 2 Personen (a) und (b) und 3 mögliche Welten w1 bis w3, schläft hat dann folgende Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(3) schläft: [a → [w1 → 1, w2 → 0, w3 → 1&amp;lt;nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(3) schläft: [b → [w1 → 0, w2 → 1, w3 → 0&amp;lt;nowiki&amp;gt;]]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Gleichwertigkeit|Äquivalenz]] auf der Satzebene versteht man, wenn zwei Sätze unter genau denselben Bedingungen wahr sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(4) a. Hans fährt mit dem Zug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(4) b. Hans fährt mit dem Schienentransportmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Implikation]] bezeichnet man, wenn immer eine Situation (a) wahrmacht, macht sie auch (b) wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(5) a. Paul isst eine Karotte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(5) b. Paul isst ein Gemüse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrheitsbedingungen-Semantik wird oft synonym zu Modelltheoretischer Semantik verwendet. Dies muss jedoch nicht der Fall sein, da die Wahrheitsbedingungen-Semantik auch ohne Modelle arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mögliche Probleme der Wahrheitsbedingungen-Semantik ===&lt;br /&gt;
{{überarbeiten|grund=Funktion dieses Abschnitts unklar. Alle angesprochenen „Probleme“ haben im Rahmen der Wahrheitsbedingungen-Semantik standardmäßige Lösungen; diese bleiben ungenannt. Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Es scheint, als ob nur Bedeutungen von Aussagesätzen (6a) beschrieben werden können. Jedoch stellt (6b) die Frage, welchen Wahrheitswert der Satz &amp;#039;&amp;#039;Susi kommt morgen&amp;#039;&amp;#039; in einer gegebenen Situation hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(6) a. Susi kommt morgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(6) b. Kommt Susi morgen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Ambiguität]] auf der Satzebene versteht man, wenn ein Satz zwei oder mehrere Interpretationen hat. Er kann unter einer Interpretation wahr sein, und unter der anderen falsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(7) Der Petroleumhändler hatte Pech.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://amor.rz.hu-berlin.de/~h2816i3x/Semantik-01-Einfuehrung.pdf |wayback=20070622153928 |text=Einführung in die Satzsemantik, Humboldt-Universität Berlin |archiv-bot=2019-05-12 06:59:16 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pech kann hier sowohl &amp;#039;&amp;#039;Unglück&amp;#039;&amp;#039; als auch &amp;#039;&amp;#039;Asphalt&amp;#039;&amp;#039; bedeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Art der Ambiguität ist die strukturelle Ambiguität. Man unterscheidet dabei zwischen syntaktischer (8a) und [[Skopusambiguität]] (8b).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(8) a. Anna beobachtete den Mann mit dem Fernglas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satz beinhaltet zwei Bedeutungen:&lt;br /&gt;
* Anna beobachtet den Mann und hält dabei ein Fernglas in der Hand.&lt;br /&gt;
* Anna beobachtet den Mann, der ein Fernglas in der Hand hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Skopusambiguität bezieht sich auf [[Quantor]]en, bei denen nicht klar ist, wie weit ihr [[Skopus (Sprachwissenschaft)|Skopus]] reicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(8) b. Alle Politiker sind nicht korrupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dieser Satz hat zwei verschiedene Lesarten:&lt;br /&gt;
* Für alle Politiker gilt, dass sie nicht korrupt sind.&lt;br /&gt;
* Es gilt nicht für alle Politiker, dass sie korrupt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Unschärfe (Sprache)]] kann eine klare Zuordnung von Wahrheitswerten erschweren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(9) Sandra ist klug&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hängt es nicht allein von der Situation ab, ob der Satz wahr ist, sondern auch davon, wann man einen Menschen als klug einstuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fällt schwer indexikalische Ausdrücke einer Bedeutungszuweisung zuzuordnen. Beispiele für indexikalische Ausdrücke sind Personalpronomina, wie &amp;#039;&amp;#039;ich&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;du&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;er&amp;#039;&amp;#039;, Temporaladverbien wie &amp;#039;&amp;#039;gestern&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;morgen&amp;#039;&amp;#039;, und Lokalangaben wie &amp;#039;&amp;#039;hier&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;da&amp;#039;&amp;#039;. Diese hängen von der Sprechsituation ab, in der die Äußerung gemacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrheitsbedingungen-Semantik bringt oft nicht die [[Konnotation]]en zum Ausdruck, die eine bestimmte Sprechereinstellung ausmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(10) a. Meine Tante ist verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:(10) b. Meine Tante hat ins Gras gebissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Modelltheoretische Semantik ===&lt;br /&gt;
Die [[formale Semantik]] beinhaltet die Übersetzung der natürlichen Sprache ([[Objektsprache]]) in eine formale Sprache ([[Metasprache]]). In einem weiteren Schritt wird die Metasprache in einem [[Modell (Wissenschaft)#Mathematik|Modell]] interpretiert, welches die Wahrheitsbedingungen für die vorhandenen Prädikate auf dem Weg über Mengen von Individuen angibt, die sie erfüllen. Ferner werden folgende Elemente verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Variable (Logik)|Variable]]n (x, y): stehen für ein mögliches Individuum der Welt. Sie werden mithilfe einer Funktion gedeutet, die in konkreten Kontexten eine Variable mit einem Individuum belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Junktor]]en: verbinden Teilaussagen, &amp;amp;,  =, →,....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Quantor]]en: der Existenzquantor (∃) und der Universalquantor (∀) binden Variablen in offenen Sätzen und überführen so offene Sätze in wahrheitsfähige Aussagen überführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergründige Satzinhalte ==&lt;br /&gt;
Für die Satzsemantik sind zwei Verben relevant: &amp;#039;&amp;#039;bedeuten&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;meinen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Beides bezeichnet eine Beziehung zwischen einem Zeichen und seinem Inhalt, wobei &amp;#039;&amp;#039;meinen&amp;#039;&amp;#039; sich auch auf die kognitive bzw. kommunikative Handlung der Sprecher bezieht.&lt;br /&gt;
Außerdem existiert in vielen Satzinhalten &amp;#039;&amp;#039;Mitbedeutetes&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mitgemeintes&amp;#039;&amp;#039;, was nicht auf den ersten Blick als Inhalt der Äußerung erkennbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bsp.: &amp;#039;&amp;#039;„Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter von Polenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Satzsemantik. Grundbegriffe des Zwischen-den-Zeilen-Lesens&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Verlag Walter de Gruyter, Berlin, 2008; ISBN 978-3-11-020366-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bedeutung: Das maskulin flektierte Pronomen &amp;#039;&amp;#039;jeder&amp;#039;&amp;#039; kann entweder auf alle Menschen ohne Ausnahme bezogen werden oder auch nur auf männliche Personen.&lt;br /&gt;
*Gemeintes: In diesem Falle schließt das Pronomen &amp;#039;&amp;#039;jeder&amp;#039;&amp;#039; alle Menschen ohne Unterschied ein.&lt;br /&gt;
*Mitgemeintes: Es kann selbstverständlich ergänzt werden, dass mit „körperliche Unversehrtheit“ das Gegenteil von „durch jemanden verletzt werden“ gemeint ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*Busse, Dietrich (1997): &amp;#039;&amp;#039;Semantisches Wissen und sprachliche Information.&amp;#039;&amp;#039; In: Inge Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Methodologische Aspekte der Semantikforschung.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main: Lang.&lt;br /&gt;
*[http://vivaldi.sfs.nphil.uni-tuebingen.de:16080/~arnim10/Lehre/Japan2004/Schritte1_17.pdf Arnim v. Stechow, Schritte zur Satzsemantik]&lt;br /&gt;
*Wittgenstein, Ludwig (2003): &amp;#039;&amp;#039;Tractatus logico-philosophicus. Logisch-philosophische Abhandlung&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main: Suhrkamp. ISBN 3-518-10012-2.&lt;br /&gt;
*[[Peter von Polenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Satzsemantik. Grundbegriffe des Zwischen-den-Zeilen-Lesens.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter (Sammlung Göschen), Berlin/New York 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://amor.rz.hu-berlin.de/~h2816i3x/Satzsemantik.html Einführung in die Satzsemantik - Humboldt-Universität zu Berlin]&lt;br /&gt;
*[http://web.uni-frankfurt.de/fb10/fuss/Downloads%20Lehre/Satzsemantik1-Aussagenlogik.pdf Einführung in die Satzsemantik-PDF, Universität Frankfurt]&lt;br /&gt;
*[http://www.haiti.cs.uni-potsdam.de/simba/mod-intro/sem-satz1.htm Beitrag zur Satzsemantik - Universität Potsdam]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semantik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Androl</name></author>
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