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	<title>Satzperiode - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T15:21:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Satzperiode&amp;diff=409387&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alazon: Siehe auch Satzgefüge (verlinkt hierher)</title>
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		<updated>2021-09-06T16:44:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Siehe auch Satzgefüge (verlinkt hierher)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Periode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|περίοδος|periodos|de=Umgang}}, ‚Kreislauf‘) ist in der [[Rhetorik]] und [[Stilistik]] ein aus mehreren [[Teilsatz|Teilsätzen]] [[Hypotaxe|hypotaktisch]] gebautes komplexes [[Satzgefüge]]. In der antiken Rhetorik wurde die Periode in syntaktisch selbständige [[Kolon (Rhetorik)|Kola]] gegliedert, die Kola wiederum in [[Komma (Rhetorik)|Kommata]]. Heute wird die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satzperiode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in Teilsätze untergliedert, wobei [[Hauptsatz (Grammatik)|Haupt-]] und [[Nebensatz|Nebensätze]] unterschieden werden. Über die grammatische Struktur hinaus war maßgebliches Kennzeichen der Periode, dass ihr Bau und der sprachliche Rhythmus die kunstvolle und angemessene Form einer geschlossenen Sinneinheit bildete. [[Aristoteles]] definierte die Periode als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|einen Gedanken, der an und für sich genommen Anfang und Ende und einen wohlübersehbaren Umfang hat.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Aristoteles, &amp;#039;&amp;#039;Ars rhetorica&amp;#039;&amp;#039; III, 9, 1409a, 35 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Sinneinheit waren Übersichtlichkeit, [[Konzinnität]], Ausgewogenheit und Wohllaut notwendig zu erfüllende Bedingungen der Periode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;einfache Periode&amp;#039;&amp;#039; ist zweigliedrig und besteht aus zwei Haupt- oder einem Haupt- und einem Nebensatz, wobei der Vordersatz ([[Protasis]]) Spannung schafft, die der Nachsatz ([[Apodosis]]) wieder löst. Diese Grundform folgt häufig syntaktischen Mustern der Form „wie … so …“, „zwar … aber …“, „wenn … dann …“ etc. Werden weitere Teilsätze in diese Grundform eingebaut, so entsteht die &amp;#039;&amp;#039;zusammengesetzte Periode&amp;#039;&amp;#039;, wobei man unterscheidet, ob der Hauptsatz am Anfang steht (&amp;#039;&amp;#039;sinkende Periode&amp;#039;&amp;#039;), oder ob die Periode auf den Schluss hin komponiert ist, wo der zentrale Punkt im Hauptsatz formuliert wird (&amp;#039;&amp;#039;steigende Periode&amp;#039;&amp;#039;). Diese häufigere Form entspricht auch mehr dem antiken Verständnis, das der Wortherkunft „Kreislauf“ entspricht, demzufolge erst der letzte, abschließende Teil den Kreis schließt und bis dahin die Gedankenausführung nicht vollständig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich noch spricht man von &amp;#039;&amp;#039;historischer Periode&amp;#039;&amp;#039;, bei einem Satzgefüge, das eine Begebenheit in allen zu berichtenden Umständen und Einzelheiten erfasst, und von &amp;#039;&amp;#039;oratorischer Periode&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|orator|de=Redner}}) bei Gefügen bzw. Satzgruppen, die einen Gedanken in allen Aspekten zu einer Einheit zusammengefasst wiedergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Meister der kunstvollen Periode gelten in der Antike vor allem [[Cicero]] und im Deutschen [[Thomas Mann]] und [[Heinrich von Kleist]]. Aus dessen &amp;#039;&amp;#039;[[Michael Kohlhaas]]&amp;#039;&amp;#039; stammt das folgende Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Kaum hatte ich von diesem Standpunkt aus, mit völliger Freiheit der Aussicht, die Herrschaften und das Weib, das auf dem Schemel vor ihnen saß und etwas aufzukritzeln schien, erblickt: da steht sie plötzlich auf ihre Krücken gelehnt, indem sie sich im Volk umsieht, auf; faßt mich, der nie ein Wort mit ihr wechselte, noch ihrer Wissenschaft Zeit seines Lebens begehrte, ins Auge; drängt sich durch den ganzen dichten Auflauf der Menschen zu mir heran und spricht: ›da! wenn es der Herr wissen will, so mag er dich danach fragen!‹|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich von Kleist: &amp;#039;&amp;#039;Werke und Briefe in vier Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Berlin und Weimar 1978, S. 88, [http://www.zeno.org/nid/2000516902X online].&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Periode in der Rhetorik ist zu unterscheiden der davon abgeleitete Begriff der [[Metrische Periode|metrischen Periode]] in der [[Verslehre]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Satzgefüge]] (als verwandter Begriff in der deutschen Grammatik)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Literatur.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Kröner, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-520-84601-3, S. 601.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Periode}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satzlehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stilistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alazon</name></author>
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