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	<title>Satzer Moor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Satzer_Moor&amp;diff=1830980&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-25T02:30:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Schutzgebiet&lt;br /&gt;
| Name              = Satzer Moor&lt;br /&gt;
| IUCN_Kategorie    = IV&lt;br /&gt;
| Kennung = NSG HX-070&lt;br /&gt;
| WDPA-ID = 319050&lt;br /&gt;
| Karte             = Satzer Moor Flächennutzung.jpg&lt;br /&gt;
| Kartenbreite      = 300px&lt;br /&gt;
| Kartentext        = Übersichtskarte des Naturschutzgebiets „Satzer Moor“&lt;br /&gt;
| Marker            = &lt;br /&gt;
| Markerfarbe       = &lt;br /&gt;
| Size              = &lt;br /&gt;
| px                = &lt;br /&gt;
| py                = &lt;br /&gt;
| Bild              = Satzer Moor von Nordwesten 02.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung  = Satzer Moor von Nordwesten&lt;br /&gt;
| Lage              = [[Bad Driburg]], [[Nordrhein-Westfalen]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| Breitengrad       = 51/43/12/N&lt;br /&gt;
| Längengrad        = 9/4/6/E&lt;br /&gt;
| Region-ISO        = DE-NW&lt;br /&gt;
| Fläche            = 13,6 [[Hektar|ha]]&lt;br /&gt;
| Einrichtungsdatum = 2003&lt;br /&gt;
| Verwaltung        = [[Untere Landschaftsbehörde]] des [[Kreis Höxter|Kreises Höxter]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satzer Moor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Saatzer Moor&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.egge-weser-digital.de/htm-inhalte/20167169.html Beiträge zur Naturkunde zwischen Egge und Weser 20 (2008) 167-169]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;Herster Moor&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;eggeweser20&amp;quot;&amp;gt;Meinolf Sökefeld, Walter Köble: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.egge-weser-digital.de/htm-inhalte/20167169.html Eine Allianz des aktiven Naturschutzes im Satzer Moor.]&amp;#039;&amp;#039; In: Beiträge zur Naturkunde zwischen Egge und Weser. Band 20. Borgentreich, 2008. {{ISSN|1860-7640}}, S. 167–169.&amp;lt;/ref&amp;gt;) in [[Bad Driburg]] ist ein etwa 13 Hektar großes [[Liste der Naturschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen|Naturschutzgebiet in Nordrhein-Westfalen]], Deutschland. Das strukturreiche [[Niedermoor]]-, [[Feuchtwiese]]n- und [[Auwald]]gebiet befindet sich in der Gemarkung [[Herste]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;verordnungstext&amp;quot;&amp;gt;Bezirksregierung Detmold: &amp;#039;&amp;#039;[http://legaldocs.naturschutzinformationen.nrw.de/legaldocs/VO_DT_2003_HX-070.PDF Ordnungsbehördliche Verordnung für das Naturschutzgebiet „Satzer Moor“ in der Stadt Bad Driburg, Kreis Höxter vom 3. Dezember 2003.]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; direkt an der [[Bundesstraße 64|B&amp;amp;nbsp;64]] und an der [[Bahnstrecke Altenbeken–Kreiensen]] zwischen Driburg und Herste in einer Höhenlage von etwa 165 bis 175 m ü. NN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Flurname]] „Satzer Moor“ geht zurück auf eine ehemalige Hofstelle und [[Wasserrad|Wassermühle]], die &amp;#039;&amp;#039;Saatzer Mühle&amp;#039;&amp;#039;, die jedoch nicht erhalten ist. Da sie im Driburger Kartenblatt der [[Preußische Neuaufnahme|Preußischen Neuaufnahme]] nicht mehr eingezeichnet ist, wurde sie vermutlich im 19. Jahrhundert aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landschaftlich gehört das [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] zum östlichen Eggevorland, das ans [[Eggegebirge]] angrenzt. Es liegt südlich des gut 244 m hohen Lilienbergs im Talraum der [[Aa (Nethe)|Aa]], die das Satzer Moor von Nordwest nach Südost durchfließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In direkter Nähe des Satzer Moors, am Unterhang des [[Escherberg (Bad Driburg)|Lilienbergs]], stehen Gesteine der [[Trias (Geologie)|Trias]], insbesondere des [[Röt-Formation|Röt]] und des [[Unterer Muschelkalk|Unteren Muschelkalks]] (Unterer Wellenkalk) an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gk&amp;quot;&amp;gt;[[Preußische Geologische Landesanstalt]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologische Karte von Preußen und benachbarten deutschen Ländern. Bad Driburg.&amp;#039;&amp;#039; Blatt-Nr. 2369 (neu: 4220). Geologisch bearbeitet durch [[Hans Stille]], 1904.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die [[Boden (Bodenkunde)|Böden]] des Satzer Moors sind dementsprechend stark durch [[Kalkstein]]-[[Schotter]] geprägt. An einigen Stellen im Gebiet tritt auch [[Calciumcarbonat|kalkhaltiges]] [[Quelle|Quellwasser]] in Form von Sicker- oder Sumpfquellen ([[Helokren]]) aus, was im [[Holozän]] zur Bildung von sumpfigen Flach- oder [[Niedermoor]]bereichen bzw. [[Kleinseggenried]]en geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Satzer Moor Aa.jpg|Die [[Aa (Nethe)|Aa]] im Westen des Naturschutzgebiets&lt;br /&gt;
Satzer Moor Kalkboden.jpg|Kalkschotterreicher Boden im Gründlandbereich&lt;br /&gt;
Satzer Moor Torflager feucht.jpg|Nass-sumpfiger Bereich mit Weidengebüsch&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Satzer Moor Uraufnahme.jpg|mini|Lage des Satzer Moors in der [[Preußische Uraufnahme|Preußischen Uraufnahme]] von 1838]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Satzer Moor Torflager außerhalb NSG.jpg|mini|Aufgegebene Torflager knapp außerhalb des NSGs 2009]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bad Driburg - Satzer Moor - Moorbecken - 1.jpg|mini|Regeneriertes Moorbecken im Satzer Moor 2024]]&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde der Talraum der manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;Aabach&amp;#039;&amp;#039; genannten Driburger [[Aa (Nethe)|Aa]] im Gebiet des heutigen Satzer Moors von natürlichen [[Bruchwald|Bruch-]] und Auwäldern eingenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich im [[Mittelalter]] wurde der Waldbestand gerodet und in Weideflächen fürs Nutzvieh umgewandelt&amp;lt;ref name=&amp;quot;eggeweser20&amp;quot; /&amp;gt; – in alten Karten wie der [[Preußische Uraufnahme|Preußischen Uraufnahme]] von 1838 sind die Bereiche als baumfreie Nasswiesen erkennbar – und der [[Sauergrasgewächse|sauergrasreiche]] Aufwuchs der Niedermoor- und Wiesenflächen wurde später vorwiegend zur Gewinnung von [[Tiereinstreu|Einstreu]] genutzt ([[Streuwiese]]n).&amp;lt;ref name=&amp;quot;infotafel&amp;quot;&amp;gt;Burghard Beinlich: &amp;#039;&amp;#039;[[:Datei:Satzer Moor Informationstafel.jpg|Informationstafel am Satzer Moor.]]&amp;#039;&amp;#039; Landschaftsstation im Kreis Höxter, 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 19. Jahrhundert wurden die Wiesen durch Gräben [[Drainage (Boden)|drainiert]], so dass einige Talbereiche seither [[ackerbau]]lich nutzbar ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;infotafel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weite Teile der Niedermoorflächen wurden vom Driburger Kurbetrieb – dem seit Ende des 18. Jahrhunderts bestehenden Gräflichen Kurbad von [[Kaspar Heinrich von Sierstorpff]] – zur [[Torf]]gewinnung für [[Moorbad|Moorbäder]] abgegraben. Die Torfschichten im Satzer Moor waren bis zu drei Meter mächtig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eggeweser20&amp;quot; /&amp;gt; Da das Satzer Niedermoorvorkommen den Torfbedarf des Kurbetriebs nicht lange decken konnte, wurden später [[Hochmoor|Hochmoortorfe]] aus dem heutigen [[Kreis Minden-Lübbecke]] eingesetzt. Diese wurden nach der medizinischen Anwendung in den alten [[Torfstich]]en bzw. in extra angelegten Moorbecken zwischengelagert, so dass sie nach einigen Jahren Regenerationszeit erneut als Kurmittel verwendbar waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung des Satzer Moors als Torflager („Torfdeponie“) wurde 1988 aufgegeben und die Flächen wurden der natürlichen Entwicklung überlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;infotafel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Knapp außerhalb des heutigen Naturschutzgebiets befinden sich in der Nähe des Bahnübergangs noch stärker befestigte und umzäunte Torflager, die jedoch ebenfalls nicht mehr genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das in einem großräumigen [[Landschaftsschutzgebiet]] gelegene Satzer Moor viele Jahre lediglich als „schutzwürdiges Biotop“ im Biotopkataster NRW verzeichnet war, wurde es schließlich 2003 als [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] mit der Kennnummer HX-070 ausgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nsg&amp;quot;&amp;gt;{{NSG-NRW|HX-070|Satzer Moor}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor hatten in den 1990er Jahren mehrere Kartierungen die trotz der geringen Gebietsgröße internationale Bedeutung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.egge-weser-digital.de/htm-inhalte/15039042.htm EGGE-WESER, Band 15, 2002, S. 39–42.]&amp;lt;/ref&amp;gt; des vorhandenen Habitatmosaiks vor allem für den [[Artenschutz]] bestätigt ([[Rote Liste gefährdeter Arten|Rote-Liste]]-Arten). Das NSG ist außerdem als [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Gebiet]] „Satzer Moor“ mit der Kennnummer DE-4220-301 ein Teil des europäischen [[Natura 2000|Natura-2000]]-Gebietsnetzes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verordnungstext&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2023 wurde die Wiedernutzung der Moorbecken beschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Antje Kiewitt |url=https://bad-driburg-aktuell.info/2023/02/24/regeneration-von-moorbecken-im-satzer-moor |titel=Wiedernutzung der Moorbecken |werk=Bad Driburg im Blick |datum=2023-02-24 |abruf=2024-07-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
=== Pflanzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalk-[[Quellmoor]]e sind in Mitteleuropa selten und meist nur kleinflächig vorhanden. Sie zeichnen sich durch Mineralstoffreichtum aber Nährstoffarmut aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;beinlich&amp;quot;&amp;gt;Burkhard Beinlich (Text), Frank Grawe (Fotos): &amp;#039;&amp;#039;Verborgene Schätze zwischen Egge und Weser. Die Vielfalt der Natur im Kulturland Kreis Höxter.&amp;#039;&amp;#039; Landschaftsstation im Kreis Höxter (Hg.), Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden, 2008, ISBN 978-3-940751-07-2, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Satzer Moor werden die [[Relikt (Botanik)|reliktartigen]] und sumpfigen Flachmoorbereiche vor allem durch große Bestände der [[Floh-Segge]] (&amp;#039;&amp;#039;Carex pulicaris&amp;#039;&amp;#039;) geprägt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000&amp;quot;&amp;gt;LANUV: &amp;#039;&amp;#039;[https://natura2000-meldedok.naturschutzinformationen.nrw.de/natura2000-meldedok/de/fachinfo/listen/meldedok/DE-4220-301 Natura-2000-Gebiet DE-4220-301 „Satzer Moor“.]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die auch für die Unterschutzstellung relevante [[Pflanzengesellschaft]] ist das [[Kalk-Kleinseggenried]] (&amp;#039;&amp;#039;Caricion davallianae&amp;#039;&amp;#039;) in der Ausprägung des [[Davall-Seggenried]]s (&amp;#039;&amp;#039;Caricetum davallianae&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000-datenbogen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;schiffgens&amp;quot;&amp;gt;Thomas Schiffgens: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.egge-weser-digital.de/htm-inhalte/15039042.htm Kalkreiche Niedermoore.]&amp;#039;&amp;#039; In: Schriftenreihe Egge-Weser. Band 15. Naturkundlicher Verein Egge-Weser, Borgentreich, 2002. {{ISSN|0930-293X}}, S. 39–42.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1990 nahmen diese Kleinseggenbestände im Satzer Moor eine Fläche von etwa 700 m² ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schiffgens&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere seltene und gefährdete Moorpflanzen im Gebiet sind [[Gelb-Seggen]] (&amp;#039;&amp;#039;Carex flava&amp;#039;&amp;#039; agg.), das [[Breitblättriges Wollgras|Breitblättrige Wollgras]] (&amp;#039;&amp;#039;Eriophorum latifolium&amp;#039;&amp;#039;), der [[Rundblättriger Sonnentau|Rundblättrige Sonnentau]] (&amp;#039;&amp;#039;Drosera rotundifolia&amp;#039;&amp;#039;), die [[Sumpf-Stendelwurz]] (&amp;#039;&amp;#039;Epipactis palustris&amp;#039;&amp;#039;), das [[Sumpf-Herzblatt]] (&amp;#039;&amp;#039;Parnassia palustris&amp;#039;&amp;#039;), der [[Sumpf-Dreizack]] (&amp;#039;&amp;#039;Triglochin palustre&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Glocken-Heide]] (&amp;#039;&amp;#039;Erica tetralix&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000-datenbogen&amp;quot;&amp;gt;LANUV: &amp;#039;&amp;#039;[https://natura2000-meldedok.naturschutzinformationen.nrw.de/natura2000-meldedok/web/babel/media/sdb/s4220-301.pdf Natura-2000-Standard-Datenbogen DE-4220-301 „Satzer Moor“.]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weniger moorigen Bereichen kommen unter anderem das [[Breitblättriges Knabenkraut|Breitblättrige Knabenkraut]] (&amp;#039;&amp;#039;Dactylorhiza majalis&amp;#039;&amp;#039;), der [[Holunderblättriger Baldrian|Holunderblättrige Baldrian]] (&amp;#039;&amp;#039;Valeriana sambucifolia&amp;#039;&amp;#039;), die [[Sumpfdotterblume]] (&amp;#039;&amp;#039;Caltha palustris&amp;#039;&amp;#039;), der [[Gewöhnlicher Teufelsabbiss|Teufelsabbiss]] (&amp;#039;&amp;#039;Succisa pratensis&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Herbst-Zeitlose]] (&amp;#039;&amp;#039;Colchicum autumnale&amp;#039;&amp;#039;) vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000-datenbogen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nsg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Moosflora im Naturschutzgebiet weist neben diversen [[Torfmoose]]n wie dem [[Gefranstes Torfmoos|Gefransten Torfmoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Sphagnum fimbriatum&amp;#039;&amp;#039;) die folgenden seltenen Arten auf: [[Kalk-Goldschlafmoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Campylium calcareum&amp;#039;&amp;#039;), [[Philonotis calcarea|Kalk-Quellmoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Philonotis calcarea&amp;#039;&amp;#039;), [[Riesen-Schönmoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Calliergon giganteum&amp;#039;&amp;#039;), [[Skorpionsmoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Scorpidium scorpioides&amp;#039;&amp;#039;), [[Thuidium philibertii|Haarspitzen-Thujamoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Thuidium philibertii&amp;#039;&amp;#039;), [[Spitzblättriges Spießmoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Calliergonella cuspidata&amp;#039;&amp;#039;), [[Tortella tortuosa|Gekräuseltes Spiralzahnmoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Tortella tortuosa&amp;#039;&amp;#039;), [[Berg-Kurzbüchsenmoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Brachythecium starkei&amp;#039;&amp;#039;) und [[Drepanocladus aduncus|Gelbgrünes Sichelmoos]] (&amp;#039;&amp;#039;Drepanocladus aduncus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000-datenbogen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt kommen im Satzer Moor mehrere hundert Pflanzenarten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für die westfälische Florengeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Satzer Moor Feuchtwiese.jpg|mini|Artenreiche Feuchtwiese und Weidengebüsch im Nordosten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Satzer Moor gilt als klassischer Ort der westfälischen [[Flora|Florengeschichte]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;preywisch&amp;quot;&amp;gt;Kurt Preywisch: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.egge-weser-digital.de/htm-inhalte/06-1-033051.htm Begann vor 200 Jahren die botanische Erforschung des Kreises Höxter?].&amp;#039;&amp;#039; In: Schriftenreihe Egge-Weser. Band 6. Heft 1. Naturkundlicher Verein Egge-Weser, Höxter, 1989. {{ISSN|1860-7640}}, S. 33–51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einerseits gehört das Gebiet zu den wenigen Orten in [[Westfalen]], über die verlässliche botanische Aufzeichnungen bereits aus dem 18. Jahrhundert vorliegen, andererseits lässt sich hier dank weiterer Untersuchungen aus den folgenden zwei Jahrhunderten die Entwicklung einiger seltener Arten über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren nachvollziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten bekannten Notizen zu am Standort vorkommenden Pflanzenarten stammen vom Botaniker [[Jakob Friedrich Ehrhart]] (1742–1795), der das Satzer Moor am 15. August 1789 während einer mehrtägigen Wanderung von Hannover nach Bad Driburg aufsuchte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;preywisch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Auf der Sülte, einer Wiese beim Satzer Hofe, trafen wir verschiedene gute Schwefelbrunnen an, welche verdienten, daß sie aufgegraben und gebraucht würden. Einige davon sind ziemlich stark, und machten in Zeit von einer Minute meinen silbern Stockknopf über und über schwarz. Es scheint ihnen auch nicht an Wasser zu fehlen. Wir fanden hier eine mir äußerst angenehme Pflanze, die ich vorher noch nie anders, als in [[Herbarium|Herbariis]], gesehen habe, nämlich die [[Sumpf-Glanzkraut|Ophrydem loeselii]]. Es wuchs hier auch [[Gewöhnliche Armleuchteralge|Chara vulgaris]], Ch. tomentosa, [[Gewöhnliche Teichbinse|Scirpus lacustris]], [[Sumpf-Dreizack|Triglochin palustre]], und eine große Menge [[Schwarzes Kopfried|Schoenus nigricans]], den ich noch nicht anders, als in Holland, gefunden habe. Jenseit des [[Aa (Nethe)|Baches]] war auf einer Wiese noch ein Schwefelbrunn, der auch nicht ganz schwach zu sein schien.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Jakob Friedrich Ehrhart]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=Bericht von 1789&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;preywischschulz&amp;quot;&amp;gt;Zitiert nach: Kurt Preywisch: &amp;#039;&amp;#039;Begann vor 200 Jahren die botanische Erforschung des Kreises Höxter?&amp;#039;&amp;#039; In: Schriftenreihe Egge-Weser. Band 6. Heft 1. Naturkundlicher Verein Egge-Weser, Höxter, 1989, S. 38. – dort Ausschnitte aus der Reproduktion des Originaltextes nach: F. [oder A.] Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Ehrharts Anteil an der floristischen Erforschung Westfalens.&amp;#039;&amp;#039; In: Jahresbericht der Botanischen Sektion des Westfälischen Provinzialvereins für Wissenschaft und Kunst, 42. Münster, 1914, S. 114–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrhart war ab 1780 „[[Königreich Großbritannien|Königlich Grossbrittanischer]] und [[Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Churfürstlich Braunschweig-Lüneburgischer]] Botaniker“ und arbeitete im Auftrag der Regierung in Hannover u.&amp;amp;nbsp;a. an einer „Hannoverischen Pflanzengeschichte“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;preywisch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Spätere Aufzeichnungen zu Arten des Satzer Moors gibt es u.&amp;amp;nbsp;a. in der &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung der Wesergegend um Höxter und Holzminden&amp;#039;&amp;#039; von [[Hermann Emilius Gutheil]] (1837), in der &amp;#039;&amp;#039;Flora Westfalens&amp;#039;&amp;#039; von [[Ludwig Volrad Jüngst]] (1852) und in der &amp;#039;&amp;#039;Flora von Westfalen&amp;#039;&amp;#039; von [[Konrad Beckhaus]] (1893).&amp;lt;ref name=&amp;quot;preywisch&amp;quot; /&amp;gt; 1960 veröffentlichte [[Fritz Runge (Botaniker)|Fritz Runge]] einen durch eigene Nachweise ergänzten Übersichtsbericht zu den historischen Beobachtungen seltener Pflanzenarten im Moor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;runge&amp;quot;&amp;gt;Fritz Runge: &amp;#039;&amp;#039;Die Änderung der Vegetation im Moor an der ehemaligen Satzer Mühle im Laufe der letzten 170 Jahre.&amp;#039;&amp;#039; In: Natur und Heimat, Heft 20, Münster, 1960. {{ISSN|0028-0593}}, S. 120–123.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahrzehnten wurden von Naturschutzorganisationen und -Institutionen zahlreiche weitere Bestandsaufnahmen erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Satzer Moor Weinbergschnecke 01.jpg|mini|[[Weinbergschnecke]] im Satzer Moor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wertvoller Lebensraum ist das Gebiet vor allem von [[Entomofauna|entomo-]], [[Herpetofauna|herpeto-]] und [[Avifauna|avifaunistischer]] Bedeutung. Besonders geschützte Tierarten, die im Satzer Moor vorkommen, sind der [[Eisvogel]] (&amp;#039;&amp;#039;Alcedo atthis&amp;#039;&amp;#039;), die [[Wasseramsel]] (&amp;#039;&amp;#039;Cinclus cinclus&amp;#039;&amp;#039;), der [[Europäischer Laubfrosch|Europäische Laubfrosch]] (&amp;#039;&amp;#039;Hyla arborea&amp;#039;&amp;#039;), der [[Grasfrosch]] (&amp;#039;&amp;#039;Rana temporaria&amp;#039;&amp;#039;) und die [[Gebänderte Prachtlibelle]] (&amp;#039;&amp;#039;Calopteryx splendens&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000-datenbogen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;nsg&amp;quot; /&amp;gt; Der Fließgewässerabschnitt der Aa ist im Naturschutzgebiet naturnah strukturiert; hier ist unter anderem das [[Bachneunauge]] (&amp;#039;&amp;#039;Lampetra planeri&amp;#039;&amp;#039;) nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;nsg&amp;quot; /&amp;gt; In den unterschiedlichen Stillgewässern des Gebiets finden sich in der Laichzeit zahlreiche [[Amphibien]] auch aus den umliegenden Wald- und Grünlandbereichen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diversen Vogelarten sind für Besucher vom Wegrand aus die geschützten [[Weinbergschnecke]]n (&amp;#039;&amp;#039;Helix pomatia&amp;#039;&amp;#039;) recht einfach zu beobachten. Sie kommen im Satzer Moor auf Grund der hohen Kalkanteile in Boden und Wasser in guter [[Populationsdichte]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Satzer Moor Informationstafel.jpg|mini|Informationstafel am Satzer Moor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Satzer Moor Bohlenweg.jpg|mini|Alter [[Knüppeldamm|Bohlenweg]] zwischen zwei mit Schilf bestandenen Torflagern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Satzer Moor im Winter.jpg|mini|Nassbereich der alten Moorbecken mit [[Schilfrohr|Schilfbestand]] im Winter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorrangige Entwicklungsziele für das Satzer Moor sind die Erhaltung und Regenerierung der Kalkquellsümpfe und Kalkflachmoore sowie der feuchten [[Hochstaudenflur]]en, der Schutz vor [[Entwässerung]] ([[Melioration]]) und [[Eutrophierung]] und die natürliche Entwicklung des Auwalds.&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000-datenbogen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000maßnahmen&amp;quot;&amp;gt;LANUV: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=https://natura2000-meldedok.naturschutzinformationen.nrw.de/natura2000-meldedok/web/babel/media/sdb/s4220-301.pdf |text=Schutzziele und Maßnahmen zum Natura-2000-Gebiet DE-4220-301 „Satzer Moor“. |wayback=20140529141840 |archiv-bot=2019-05-12 06:58:46 InternetArchiveBot}}&amp;#039;&amp;#039; 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erreichung der Naturschutzziele werden vom Driburger Verein &amp;#039;&amp;#039;Naturschutz Aktiv&amp;#039;&amp;#039; und von der &amp;#039;&amp;#039;[[Biologische Station|Landschaftsstation]] im Kreis Höxter&amp;#039;&amp;#039; regelmäßig Pflegemaßnahmen durchgeführt. Hierzu gehören unter anderem die Abdichtung alter Dämme an den abgetorften Flächen zwecks Erhaltung der lebensraumtypischen [[Grundwasser]]verhältnisse, die [[Mähen|Mahd]] der Grünlandbereiche und bei Bedarf – außerhalb des Auwalds – die Entfernung von Gehölzaufwuchs und [[Schilfrohr|Schilf]] in den Moorbereichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000maßnahmen&amp;quot; /&amp;gt; Die Entbuschung verhindert dabei insbesondere das Verschwinden seltener und lichtliebender Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im von [[Weiden (Botanik)|Weiden]] geprägten [[Weichholzaue]]nwald wird auf forstliche Nutzung verzichtet, so dass die [[Sukzession (Biologie)|natürliche Sukzession]] sowie das Vorhandensein von Alt- und [[Totholz]] gefördert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000maßnahmen&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Extensivgrünland|extensiv genutzten Grünlandbereiche]] im Naturschutzgebiet dienen als [[Pufferzone]]n zu den benachbarten Landwirtschaftsflächen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;natura2000maßnahmen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Naturschutzgebiet führen keine öffentlichen Wege, es besteht ein generelles [[Betretungsverbot]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;verordnungstext&amp;quot; /&amp;gt; Am nördlichen Rand des Satzer Moors steht seit 2008 eine Informationstafel neben einer kleinen Sitzgruppe für Wanderer und Besucher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;eggeweser20&amp;quot; /&amp;gt; Von dort ist ein Blick in die alten Torfbecken möglich. Dieser Punkt ist von der B&amp;amp;nbsp;64 bzw. vom OTB-Betonwerk aus über einen asphaltierten [[Wirtschaftsweg]] zu erreichen, der nicht für den öffentlichen Verkehr freigegeben ist (etwa 500&amp;amp;nbsp;m Fußweg). Am südwestlichen Rand des Gebiets führt ein weiterer Wirtschaftsweg entlang, von dem aus Blicke in die Auwaldbereiche möglich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des von der Europäischen Union und vom Land NRW geförderten naturtouristischen Projekts „Erlesene Natur“ ist am Satzer Moor für 2011 die Realisierung eines Moor-Fußbades und eines [[Knüppeldamm|Bohlenwegs]] an der Aa geplant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;naturerlebnis&amp;quot;&amp;gt;Kreis Höxter: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.kreis-hoexter.de/tourismus-kultur/erlesene-natur/projektinfo |text=Übersicht zum Zeit- und Maßnahmenplan in den „Erlesene Natur“-Gebieten. |wayback=20091207150905 |archiv-bot=2019-05-12 06:58:46 InternetArchiveBot}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* F. Koppe: &amp;#039;&amp;#039;Das Moor bei der Saatzer Mühle, ein schwer bedrohtes Naturdenkmal.&amp;#039;&amp;#039; In: Natur und Heimat. Heft 1. Münster, 1935. {{ISSN|0028-0593}}, S. 3–5.&amp;lt;!-- (noch) nicht verwendet, aber relevant --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Naturschutzgebiet Satzer Moor}}&lt;br /&gt;
* {{NSG-NRW|HX-070}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Naturschutzgebiete im Kreis Höxter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bad Driburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutzgebiet im Kreis Höxter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moor in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 2003]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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