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	<title>Sattelzug - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T03:41:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sattelzug&amp;diff=387324&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Grummelbacke: /* Sattelauflieger */ ABS</title>
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		<updated>2026-03-23T07:13:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sattelauflieger: &lt;/span&gt; ABS&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:EntkoppelterSattelzug.jpg|mini|Sattelzugmaschine vor entkoppeltem Sattelauflieger mit Schiebeplane]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sattelzug.png|mini|Gekoppelter Sattelzug in typischer Zusammensetzung aus Sattelzugmaschine (blau) und Sattelauflieger (rot)]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sattelzug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (amtlich in Deutschland &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sattelkraftfahrzeug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und in der Schweiz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sattelmotorfahrzeug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Systematische Rechtssammlung]]: {{Art.|11|VTS|ch}} Abs. 2i [[Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge|VTS]].&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein [[Gespann]] aus einer [[Zugmaschine|Sattelzugmaschine]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Sattelschlepper&amp;#039;&amp;#039; genannt) und einem [[Sattelauflieger]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Sattelanhänger&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Auflieger&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Trailer&amp;#039;&amp;#039; genannt). Die Sattelzugmaschine basiert technisch in der Regel auf einem kurzen [[Lastkraftwagen|Lkw-Fahrgestell]] mit Fahrerhaus, Lenk- und Antriebsachse(n), [[Motor]] und [[Getriebe]], auf dessen Rahmen eine Sattelkupplung zur Befestigung des Sattelaufliegers aufgeschraubt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland ist die Bezeichnung Sattelzug für solche Kraftfahrzeuge nur umgangssprachlich, in [[Österreich]] ist sie jedoch die gesetzliche Bezeichnung für die Kombination aus Sattelzugmaschine und Sattelauflieger.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&amp;amp;Gesetzesnummer=10011385 PDF des österreichischen Kraftfahrtgesetz]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin Rocking Fifth Wheel advertisement - You Must Use Semi-trailers.jpg|mini|Eine Werbung aus dem Jahr 1920 der Martin Rocking Fifth Wheel Co.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Magirus kleine Rundhauber Zugmaschine.jpg|mini|[[Magirus-Deutz]] [[Kurzhauber|Rundhauber]] Sattelzugmaschine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung des Sattelaufliegers ist im Grunde eine Weiterentwicklung des pferdegezogenen [[Ackerwagen|Acker-]] und Packwagens, wie er über viele Jahrhunderte schon in vielen Varianten in Europa und Nordamerika gebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundprinzip dieser [[Wagen]] war meistens eine Zugstange oder ein Kastenaufbau, der fest mit der Hinterachse verbunden war, beweglich auf der Vorderachse aufgelegt und mit einem sogenannten [[Königsbolzen]] verbunden wurde. Im Lauf der Zeit wurde diese Verbindung durch zusätzliche Stützen oder Schleifringe verstärkt, so dass die Vorderachse zum Wagenkasten verwindungssteifer wurde. Hieraus entstand in der Folge der Drehkranz oder auch [[Drehschemel]]. Im Englischen wird er auch wegen der runden Form „Fifth wheel“ – „fünftes Rad“ – genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übertragung dieses Prinzips auf den gerade erfundenen Motorwagen muss nach neueren Forschungen Emil Jagenberg zugeschrieben werden, der somit als Erfinder des modernen Sattelzuges mit motorisiertem Sattelschlepper gilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DE168659&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fersen, Olaf von: Ein Jahrhundert Automobiltechnik: Nutzfahrzeuge. Düsseldorf: VDI-Verlag 1987, S. 263, 267.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jagenberg benötigte diesen besonderen Typus eines motorisierten Lastfahrzeuges, um ihn nach den Prinzipien moderner Logistik auf dem Gelände der in Planung befindlichen und ab 1904 erbauten Düsseldorfer [[Jagenberg-Fabrik]] einsetzen zu können. Nach längeren Experimenten u.&amp;amp;nbsp;a. mit einem 1903 von [[De Dion-Bouton]] erbauten Zugfahrzeug erhielt Emil Jagenberg noch im Jahre 1904 ein Kaiserliches Patent, das bereits die dem modernen Sattelzug bis heute zugrundeliegenden Konstruktionsmerkmale enthält. Seine Patentschrift Nr. 168659 vom 21. August 1904 trägt den wegweisenden Titel „Verbindung eines Motorwagens mit einem auf diesen mittels Drehkranzes sich stützenden Lastwagen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DE168659&amp;quot;&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=168659| Code=C| Titel=Verbindung eines Motorwagens mit einem auf diesen mittels Drehkranzes sich stützenden Lastwagen| A-Datum=1904-08-21| V-Datum=1906-03-15| Erfinder=Emil Jagenberg Jun}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fuhrmeister, Jürgen: Bilker Adressen: Himmelgeister Strasse 107. Als Maschinen noch sprechende Namen hatten. In: Die Bilker Sternwarte. Zeitschrift der Bilker Heimatfreunde, Jg. 60, Ausg. 4, Juli/August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung des [[Ford Modell T#Modell TT|Ford Modell TT]] – der Lkw-Ausführung des T-Modells – im Jahr 1908 stand in den USA ein kleiner, günstiger und recht robuster Lkw zur Verfügung, der auch auf schlechteren Straßen und Wegen noch einsetzbar war. Es wurde aber schnell klar, dass oft die Nutzlast von 1&amp;amp;nbsp;[[Short ton]] (907&amp;amp;nbsp;kg) für das Fahrgestell zu schwer war. Die Nutzung eines Anhängers vergrößerte zwar die Transportleistung, hatte aber den Nachteil, dass, wenn der TT unbeladen war, die für den Anhänger benötigte Zugleistung nicht mehr auf den Boden gebracht werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die ersten Lkw anderer Hersteller dieser Zeit beruhten in der Regel auf den Fahrgestellen von Pkw und hatten somit die gleichen Probleme wie der TT. Die Fahrzeughersteller hatten zu dieser Zeit nur geringes Interesse an der Entwicklung von [[Nutzfahrzeug]]en und auch die Entwicklung des Traktors war noch nicht so weit, um ausreichend starke und günstige Zugmaschinen für den Straßentransport von Gütern zur Verfügung stellen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA entwickelte man den schon bekannten Drehschemel zur Sattelkupplung &amp;#039;&amp;#039;([[Fifth wheel coupling]])&amp;#039;&amp;#039; weiter und entwickelte dabei das System der auswechselbaren Sattelauflieger (&amp;#039;&amp;#039;Semitrailer&amp;#039;&amp;#039; – Halbanhänger). Mit diesen war es nun möglich, das Zwei- bis Dreifache an Ladung zu transportieren und durch die Lastverteilung auf Antriebs- und Anhängerachse immer ausreichend Bodenhaftung für den Antrieb des Fahrzeugs zu haben. Die Möglichkeit, nur durch den Austausch eines günstig herstellbaren Anhängers einen Lkw (Sattelzugmaschine) für verschiedene Transportaufgaben einsetzen zu können, machte dieses System auf dem amerikanischen Kontinent schnell zum am weitesten verbreiteten Transportsystem auf der Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfindung der Sattelkupplung wird oft dem US-Erfinder Charles H. Martin und der Martin Rocking Fifth Wheel Co., die das Gerät im Jahr 1911 erfunden haben,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=1018248| Code=A| Titel=Vehicle| A-Datum=1911-03-29| V-Datum=1912-02-20| Erfinder=Charles H. Martin}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zugeschrieben. Das früheste dokumentierte [[Patent]] einer Sattelkupplung ist in der Patentnummer 2053812, auf Charles E. Bradshaw aus Wellville, Virginia ausgestellt, eingereicht am 18. März 1936 und gewährt am 8. September 1936. Ein Drittel des Patents wurde Charles Martin, ebenfalls aus Wellville, zugewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=2053812| Code=A| Titel=Connection mechanism for tractors and trailers| A-Datum=1936-03-18| V-Datum=1936-09-08| Anmelder=Charles E. Bradshaw, Charles Martin| Erfinder=Charles E. Bradshaw}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sattelkupplung wurde im Lauf der Zeit weiter entwickelt. Mussten die ersten [[Kupplung]]en noch durch das Einfädeln des Königsbolzens von oben in die Sattelplatte gekuppelt werden, so kann der Königsbolzen heute von hinten in die Kupplung gleiten und verriegelt diese dann automatisch.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bevin-bus.jpg|mini|In England während des Zweiten Weltkrieges genutzter [[Sattelzugomnibus]]]]&lt;br /&gt;
In Europa wurden dagegen bis zum [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ein sehr dichtes Schienennetz und diverse Schleusen und Kanäle für die [[Binnenschifffahrt]] gebaut. Der Transport auf der Straße beschränkte sich größtenteils nur auf den Verteilverkehr rund um Bahnhöfe und Häfen, wodurch größere Lkw erst später benötigt wurden. Über viele Jahre bestimmte ein Netz aus schmalen Straßen mit engen Kurven und kleinen Kreuzungen das Verkehrsbild. Diese waren für die längeren Sattelzüge kaum befahrbar, so dass sich hier, mit dem Beginn des Nutzfahrzeugbaus, der Lastzug zunächst in Form von [[Traktor]] und zwei Anhängern und später auch der klassische Lkw-Maschinenwagen mit Ladungsaufbau und Anhänger durchgesetzt hat.&lt;br /&gt;
[[Datei:Centaure von Chenard et Walcker 1933.pdf|mini|Sattelzug von [[Chenard &amp;amp; Walcker]]]]&lt;br /&gt;
In Frankreich wurde 1920 die &amp;#039;&amp;#039;Société anonyme des Trains Chenard &amp;amp; Walcker FAR&amp;#039;&amp;#039; gegründet, die Sattelzüge vertrieb. Die Abkürzung FAR bezieht sich dabei auf die Vornamen von Fritz Glaszmann, [[André Lagache]] und [[Raymond Glaszmann]], die eine Sattelkupplung entwickelt hatten. Die Sattelkupplung wurde für die Sattelauflieger des [[Kombinierter Verkehr|Kombinierten Verkehrs]] der [[Union des transports ferroviaires et routiers]] (UFR)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Loïc Fieux |Titel=UFR: cinquante ans entre rail et route |Sammelwerk=Correspondances Ferroviaires |Nummer=16 |Datum=2004-12 |ISSN=1634-8206 |Seiten=65}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und für Fahrzeuge der [[Deutsche Wehrmacht|Deutschen Wehrmacht]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kfzderwehrmacht.de/Homepage_english/Motor_Vehicles/France/Chenard___Walcker/FAR/far.html |titel=FAR mobile workshop |werk=Kfz. der Wehrmacht |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140806001144/http://www.kfzderwehrmacht.de/Homepage_english/Motor_Vehicles/France/Chenard___Walcker/FAR/far.html |archiv-datum=2014-08-06 |abruf=2023-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Produktion der FAR-Sattelkupplung wurde 1972 eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] kamen in englischen Munitionsfabriken [[Sattelzugomnibus]]se zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren große Teile des Schienennetzes zerstört und der Transport von Gütern musste auf die Straße ausweichen. Die zwischenzeitlich gebauten neuen Autobahnen schufen die nötige Infrastruktur, damit Sattelzüge auch in Europa interessant wurden. Die amerikanischen Truppen setzten Sattelzüge zur Versorgung ihrer Einheiten in Europa ein, und so begann auch hier die Verbreitung des Sattelzuges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:COE 12-wheeler truck diagram 3.svg|gerahmt|Schematische Darstellung eines standardisierten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sattelzugs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. [[Zugmaschine|Sattelzugmaschine]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. [[Sattelauflieger]][[Datei:LKW mit Aufleger aus Zusatzzeichen 1048-14.svg|mini|180px|Bildtafel für Sattelzug]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. [[Motor]]raum&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
4. [[Führerhaus]] oder Fahrerhaus&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
5. [[Führerhaus#Das Großraum-Fahrerhaus und die Schlafkabine|Schlafkabine]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
6. [[Spoiler (Fahrzeug)|Dachspoiler]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
7. [[Kraftstofftank]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
8. Sattelkupplung&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
9. [[Frachtgut|Fracht]]&amp;amp;shy;raum&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
10. Stützbeine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattelzugmaschine ===&lt;br /&gt;
Die Sattelzugmaschine ist ein vom Lastkraftwagen abgeleitetes Fahrzeug, das anstelle einer Ladefläche eine Sattelkupplung aufweist. Diese Sattelkupplung besteht aus einer Platte mit eingebautem Schließmechanismus, auf welcher der Sattelauflieger aufliegt und in die der [[Königszapfen]] des Sattelanhängers gekuppelt wird. Damit ist der Sattelauflieger mit der Sattelzugmaschine beweglich, aber sicher verbunden&amp;lt;ref&amp;gt;Hilgers, Michael: Nutzfahrzeugtechnik: Einsatzoptimierte Fahrzeuge, Aufbauten und Anhänger. Springer Vieweg, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-14644-3, ([[doi:10.1007/978-3-658-15496-7]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;. Eine Sattelzugmaschine hat im Regelfall ein kürzeres [[Fahrgestell]] als ein vergleichbarer Lkw. Sattelzugmaschinen haben keine Ladefläche und stellen somit eine Sonderform des Lastkraftwagens dar, die gemäß Straßenverkehrsordnung und EU-Recht als Zugmaschine gilt. Alle namhaften [[Nutzfahrzeughersteller|Lkw-Hersteller]] haben Sattelzugmaschinen im Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fernbedienung Luftfederung 2.jpg|hochkant|mini|Fernbedienung Luftfederung. Mit der mittleren Taster in der oberen Reihe wird bei eingeschalteter Zündung die Fernbedienung aktiviert. Die grüne Taste bringt die Höhenverstellung in Fahrposition.]]&lt;br /&gt;
Um den Auflieger Auf- und Abzusatteln verfügen alle modernen Lkw über eine pneumatisch regulierbare Höhenverstellung für die Hinterachse(n), die in der Regel über eine Fernbedienung im Fahrerhaus gesteuert werden kann. So kann die Zugmaschine den Anlieger anheben, um die Stützbeine frei zu bekommen oder nach dem Abstellen des Aufliegers frei drunter wegzufahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zweck der Güterbeförderung sind stets Sattelzugmaschine und Sattelauflieger nötig. Der Sattelauflieger, ähnlich dem [[Anhänger]], wird von der Sattelzugmaschine mit der notwendigen [[Druckluft]] für die [[Bremse (Kraftfahrzeug)|Bremsanlage]] und dem [[Elektrischer Strom|elektrischen Strom]] für die [[Fahrzeugbeleuchtung]], das [[Antiblockiersystem|ABS]] und andere elektrische Verbraucher versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Fahren mit Sattelkraftfahrzeugen (solo) ist ein [[Fahrerlaubnis|Führerschein]] der Klasse B (bei Zugfahrzeugen bis 3,5&amp;amp;nbsp;t zulässigem Gesamtgewicht), C1 (bei Zugfahrzeugen bis 7,5&amp;amp;nbsp;t zulässigem Gesamtgewicht) oder C (bei Zugfahrzeugen mit mehr als 7,5&amp;amp;nbsp;t zulässigem Gesamtgewicht) notwendig. Zum Fahren mit einem Sattelauflieger über 750&amp;amp;nbsp;kg ist dem Zugfahrzeug entsprechend der jeweilige Anhängerführerschein Klasse BE/C1E/CE zusätzlich nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattelauflieger ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sattelauflieger}}&lt;br /&gt;
Der [[Sattelauflieger]] ist eine Art langer „[[Anhänger]]“, der keine Vorderachse, jedoch eine bis vier Hinterachsen hat, sowie vorn meist zusätzliche herabkurbelbare Stützen zum Auf- und Absatteln. Die Hinterachse der Sattelzugmaschine ersetzt quasi die Vorderachse des Sattelaufliegers. Die Sattelzugmaschine ist sehr kurz gebaut, so kann der Sattelauflieger länger sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Scania-LBS141-Sattelschlepper.jpg|mini|links|[[Scania]] LBS 141]]&lt;br /&gt;
Bei einem Spezial-Sattelauflieger, der ein größeres Gewicht transportieren muss, können auch mehr Achsen vorhanden sein. Einzelne Achsen können beim dreiachsigen Sattelauflieger als [[Liftachse]]n ausgebildet sein, die bei Leerfahrten angehoben werden können, um das [[Achsverschränkung|Verschränken der Räder]] und die Abnutzung der Reifen („Radieren“) bei Kurvenfahrt zu minimieren sowie den [[Rollwiderstand]] und damit den Kraftstoffverbrauch (z.&amp;amp;nbsp;B. bei Leerfahrten oder leichter Ladung) zu verringern. Die Druckluftbremsleitungen werden ähnlich einem Lkw-Anhänger beim Zugfahrzeug über zwei Schlauchleitungen angeschlossen, eine dritte (elektrische) Leitung verbindet die Lichtanlage des Aufliegers mit der Sattelzugmaschine und eine weitere Steckverbindung wird für das [[Antiblockiersystem|ABS]] im Anhänger benötigt. Die Last des Sattelaufliegers liegt zum Teil auf dem hinteren Teil der meistens drei Achsen, einen erheblichen Teil trägt die Sattelzugmaschine über die Sattelkupplung. Dies wirkt sich vorteilhaft auf die [[Traktion (Straßenfahrzeuge)|Traktion]] der Zugmaschine aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim &amp;#039;&amp;#039;Absatteln&amp;#039;&amp;#039; wird der Sattelauflieger auf zwei Sattelstützen gestellt, die zu diesem Zweck heruntergekurbelt werden. Man kann diese Stützen mit einer Kurbel über ein Getriebe und eine Spindel in der Höhe verstellen. Eine kraftsparende Möglichkeit besteht darin, nach dem Herabkurbeln der Stützen das Sattelzugfahrzeug mit einer [[Luftfederung]] abzusenken und danach unter dem Sattelauflieger wegzufahren. Die Ausgestaltung der Ladefläche ist abhängig vom angestrebten Einsatz, es gibt unzählige Varianten, vom Sattelauflieger mit Kippeinrichtung über [[Tautliner|Gardinenplanenauflieger]] bis zum [[Containerchassis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sattelkupplung 04.jpg|mini|Sattelkupplung an einer Sattelzugmaschine]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Königszapfen.JPG|mini|[[Königszapfen]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ZiL-157V, Technik-Museum Putnitz, Ribnitz-Damgarten ( 1060681).jpg|mini|Sattelkupplung mit integrierter Antriebswelle für den Anhänger ([[ZIL-157]]KW)]]&lt;br /&gt;
Da Sattelzüge nicht so wendig sind wie Gliederzüge oder einzelne Lkw, werden diese hauptsächlich im [[Güterverkehr|Güterfernverkehr]] eingesetzt. Sie dürfen ein Gesamtgewicht von 40&amp;amp;nbsp;t erreichen, nur im [[Kombinierter Verkehr|kombinierten Verkehr]] mit ISO-Container ist eine maximale Gesamtmasse von 44&amp;amp;nbsp;t erlaubt. Im [[Europa|europäischen]] [[Fernverkehr]] werden üblicherweise zweiachsige Zugmaschinen mit dreiachsigen Aufliegern („Euro-“ oder „Standard-Sattelzug“ genannt) eingesetzt. Auch als Baustellenfahrzeug mit Kippmulde sind Sattelkraftfahrzeuge verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für großvolumige Gütertransporte mit geringerer Nutzlast werden spezielle Sattelauflieger gebaut. Diese sogenannten Megaliner oder [[Jumbo-LKW|Jumbo-Trailer]] haben Räder mit geringerem Durchmesser. Dies vergrößert bei einer konstanten Gesamthöhe die innere Ladehöhe. Alternativ kann auch eine zweite Ladeebene eingezogen werden (sog. &amp;#039;&amp;#039;Doppeldecker&amp;#039;&amp;#039; mit 25 % Mehrkapazität für [[Transportpalette|Paletten]]). Die kleineren Räder sind allerdings ein Nachteil im Fahrverhalten, und die Reifen werden schneller abgefahren. In diesem Fall haben sowohl das Zugfahrzeug als auch der Sattelauflieger kleinere Räder. Es gibt aber auch eine Zwischenlösung, bei der das Zugfahrzeug eine normalgroße Bereifung hat und der Auflieger eine Stufe in der Ladefläche aufweist. Auf Grund seiner Form wird dieser dann umgangssprachlich als Schwanenhalsauflieger (engl.: [[Containerchassis|Gooseneck Chassis]]) bezeichnet. Manche Auflieger weisen zusätzlich auch eine integrierte [[Ladebordwand]] auf, damit der Auflieger auch an Orten ohne [[Laderampe]] oder [[Flurförderfahrzeug]] be- oder entladen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sattelzüge, die für den [[Personentransport]] (zum Beispiel im [[Öffentlicher Personennahverkehr|Öffentlichen Personennahverkehr]]) ausgelegt sind, werden [[Sattelzugomnibus]]se genannt. Ferner gibt es vor allem in den USA eine spezielle [[Wohnwagen]]-Konstruktion (ein sogenannter &amp;#039;&amp;#039;Trailer&amp;#039;&amp;#039;), die in der Form eines Sattelaufliegers auf einen angepassten [[Pick-up]] gesetzt werden kann, bei welcher der Pick-up als Zugmaschine fungiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderformen ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
In sechs Bundesländern werden derzeit versuchsweise so genannte [[EuroCombi]]s (oft fälschlicherweise als Gigaliner bezeichnet, was eigentlich die Bezeichnung für eine bestimmte Fahrzeugkonfiguration des [[Fahrzeugwerk Krone|Fahrzeugwerks Krone]] ist) eingesetzt. Hierbei handelt es sich um zwei verschiedene Typen:&lt;br /&gt;
* Typ A: ein dreiachsiger Lastkraftwagen (mit festem Aufbau oder Wechselaufbau) mit angehängtem [[Dolly (Anhänger)|Dolly]], auf dem ein Sattelauflieger geführt wird.&lt;br /&gt;
* Typ B: eine Sattelzugmaschine mit dreiachsigem Sattelauflieger und einem [[Anhänger#Starrdeichselanhänger|Tandemanhänger]] mit einer Tandemachse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiteren unter [[EuroCombi#Lkw-Variationen und Nutzfahrzeugkombinationen|EuroCombi]] aufgeführten Kombinationstypen sind derzeit in Deutschland nicht gebräuchlich. Diese übergroßen bzw. -langen EuroCombis konnten in Deutschland bis Ende 2007 nur mit einer Ausnahmegenehmigung betrieben werden. Die Gesamtlänge darf maximal 25,25&amp;amp;nbsp;m anstatt der üblichen 16,50&amp;amp;nbsp;m beim Sattelzug bzw. 18,75&amp;amp;nbsp;m beim Lastzug betragen. Die Ausnahmegenehmigung erstreckte sich nicht auf das zulässige Gesamtgewicht, das bei 40&amp;amp;nbsp;t bleibt, aber unter Umständen auf bis zu 60&amp;amp;nbsp;t erweitert werden soll. Derzeit wird ein Gutachten der [[Bundesanstalt für Straßenwesen]] abgewartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweden ===&lt;br /&gt;
In Schweden darf das Gesamtgewicht bis zu 60&amp;amp;nbsp;t betragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mercedes-Benz Sprinter als Sattelzugmaschine IMG 1885.jpg|mini|Sattelzug mit [[Mercedes-Benz Sprinter|Sprinter]]]]&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] gilt für Sattelzüge über 5&amp;amp;nbsp;Tonnen Gesamtzugsgewicht sowie für Lastwagen mit mehr als 3,5&amp;amp;nbsp;Tonnen Gesamtgewicht ein allgemeines [[Nachtfahrverbot#Schweiz|Nacht-]] und [[Wochenendfahrverbot#Schweiz|Sonntagsfahrverbot]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.bav.admin.ch/bav/de/home/rechtliches/gesetze-verordnungen-staatsvertraege/internationale-vertraege/landverkehrsabkommen/die-inhalte-des-landverkehrabkommens/nacht--und-sonntagsfahrverbot.html | titel=Nacht- und Sonntagsfahrverbot | hrsg=Bundesamt für Verkehr BAV | abruf=2024-05-25 | sprache=de }}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die [[Schwerverkehrsabgabe (Schweiz)|leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe]] (LSVA). Aus diesem Grund ist der [[Nachtsprung]] für die morgendliche Anlieferung mit sämtlichen Last- und Sattelzügen nicht möglich, wenn keine Ausnahmegenehmigung vorliegt. Daher setzen verschiedene Firmen auf [[Kleintransporter]] mit Anhänger (max. 7 Tonnen Gesamtzugsgewicht) ein, welche von den Fahrverboten ausgenommen sind. Weitere Vorteile dieser Minisattelzüge ist, dass sie mit dem Führerschein für PKW mit Anhänger (Kategorie BE) und mit bis zu 8,7 Tonnen Gesamtzugsgewicht im schweizerischen Binnenverkehr gefahren werden dürfen. Diese Vorteile sind auch für den Verteilverkehr relevant, wo Minisattelzüge teilweise ebenfalls zum Einsatz kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
[[Datei:RockyMountainDouble.jpg|mini|„Rocky Mountain Double“: eine Kombination aus Sattelzug und [[Lastzug]], indem an einen Sattelzug ein Anhänger angehängt wurde.]]&lt;br /&gt;
In den USA hat das [[Verkehrsministerium der Vereinigten Staaten|Verkehrsministerium]] (DOT) zu unterstützende Maße der Sattelzüge (semi-trailer trucks) für den bundesweiten Verkehr auf dem Interstate-Autobahnnetz festgelegt. Hierbei gelten 8&amp;amp;nbsp;Fuß&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;Zoll Breite (2,59&amp;amp;nbsp;m), 13&amp;amp;nbsp;Fuß&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;Zoll Höhe (4,12&amp;amp;nbsp;m), 53&amp;amp;nbsp;Fuß Aufliegerlänge (16,15&amp;amp;nbsp;m) und maximal 80.000&amp;amp;nbsp;Pfund Gesamtgewicht (36,3&amp;amp;nbsp;t)&amp;lt;ref name=&amp;quot;rita-sizeandweight&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://ntl.bts.gov/DOCS/cts.html | titel=Comprehensive Truck Size and Weight Study: Summary Report | hrsg=Federal Highway Administration, Research and Innovative Technology Administration (RITA) | datum=1995-03 | abruf=2015-02-19 | sprache=en | archiv-url=https://web.archive.org/web/20150226203538/http://ntl.bts.gov/DOCS/cts.html | archiv-datum=2015-02-26 | offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, jedoch keine Beschränkung der Gesamtlänge von Sattelzügen; daher dominieren [[Motorhaubenbauform bei Lastkraftwagen und Bussen#Langhauber|Langhauber]] mit großen Schlafkabinen weiterhin den Markt für Zugmaschinen. Diese Maße werden von einigen Bundesstaaten erweitert, insbesondere sind vielerorts [[Road Train]]s mit mehreren Anhängern statthaft – ein „Turnpike Double“ verbindet dabei zwei 48-Fuß-Anhänger (14,6&amp;amp;nbsp;m) zu einem Zug mit einem erlaubten Gesamtgewicht von 147.000&amp;amp;nbsp;Pfund (66,7&amp;amp;nbsp;t), der „Rocky Mountain Double“ verbindet einen 40-Fuß-Auflieger (12,2&amp;amp;nbsp;m) mit einem 28-Fuß-6-Zoll-Anhänger (8,7&amp;amp;nbsp;m) (dem „Pup“) zu einem Gespann mit bis zu 129.000&amp;amp;nbsp;Pfund (58,5&amp;amp;nbsp;t) Gesamtgewicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kanada ===&lt;br /&gt;
In Kanada liegen die Gewichtsgrenzwerte höher als in den USA, auch sind die Maße langer Kombinationen anders geregelt; allerdings existieren in Kanada auch Vorschriften bezüglich der Gesamtlänge des Zuges sowie des Radstandes der Zugmaschine. Abhängig von der Konfiguration sind maximal 137.500&amp;amp;nbsp;Pfund (62,3&amp;amp;nbsp;t) Gesamtgewicht, maximal 53-Fuß-Auflieger (16,2&amp;amp;nbsp;m) und eine Gesamtlänge (des Road Trains) bis zu 75&amp;amp;nbsp;Fuß&amp;amp;nbsp;6&amp;amp;nbsp;Zoll (23,0&amp;amp;nbsp;m) erlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mexiko ===&lt;br /&gt;
In Mexiko sind für einige Konfigurationen bis zu 136.000&amp;amp;nbsp;Pfund (61,7&amp;amp;nbsp;t) Gesamtgewicht, bis zu 68,2&amp;amp;nbsp;Fuß (20,8&amp;amp;nbsp;m) Gesamtlänge für Sattelzüge mit einem Auflieger und bis zu 102,7&amp;amp;nbsp;Fuß (31,3&amp;amp;nbsp;m) Gesamtlänge für Sattelzüge mit zwei Anhängern erlaubt. Die hohen Gesamtgewichte über 60&amp;amp;nbsp;t haben enge Vorschriften zu Achslasten, der Anzahl und Mindestabstände der Achsen hervorgebracht, um die Belastung von Brücken zu begrenzen (sogenannte &amp;#039;&amp;#039;bridge formula&amp;#039;&amp;#039; / Brückenformeln der Achsenkonfiguration).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor- und Nachteile von Sattelkraftfahrzeugen ==&lt;br /&gt;
=== Vorteile ===&lt;br /&gt;
* Flexibles Tauschen der Auflieger in einem Unternehmen, um Fahrzeiten einzuhalten&lt;br /&gt;
* Der Sattelauflieger kann einen sehr langen, bis zum Rahmen-Knick weitenteils ebenen, durchgehenden Laderaum haben, der sich vergleichsweise preiswert bauen lässt.&lt;br /&gt;
* Unproblematisches Verladen und Transportieren von Langgütern (wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Profilstahl|Stahlträgern]])&lt;br /&gt;
* Transport von Gütern, die relativ wenig Platz beanspruchen, aber ein hohes Gewicht besitzen, ist gut möglich.&lt;br /&gt;
* Flexibles System vieler preiswerter Sattelauflieger mit wenigen (teuren) Sattelzugmaschinen möglich&lt;br /&gt;
* Einfacheres (Rückwärts-)Rangieren mit weniger komplexer Bewegungsmechanik als beim [[Lastzug]]&lt;br /&gt;
* Geringeres [[Leergewicht]] gegenüber [[Lastzug|Lastzügen]] bei gleichem zulässigen Gesamtgewicht&lt;br /&gt;
* Die Sattelzugmaschine ohne Auflieger gilt als [[Zugmaschine]]. Zugmaschinen sind von den [[Sonntagsfahrverbot|Sonn- und Feiertagsfahrverboten]], die in einigen europäischen Staaten für Lkw gelten, ausgenommen, was es dem Fahrer ermöglicht, auch an Sonn- und Feiertagen mobil zu bleiben, und dem Spediteur, seinen Fuhrpark auch an Fahrverbotstagen zu disponieren.&lt;br /&gt;
* Es ist nur eine Rampenberührung zum kompletten Be- und Entladen nötig (Zeitersparnis).&lt;br /&gt;
* Das häufige Trennen bzw. Verbinden von Anhänger und Zugfahrzeug, insbesondere bei Be- und Entladung, entfällt.&lt;br /&gt;
* Bessere Fahreigenschaften, weil der Auflieger seltener bzw. kaum ins Schlingern gerät.&lt;br /&gt;
* Geringerer Kraftstoffverbrauch, da der Abstand zwischen Zugmaschine und Auflieger sehr gering ist und daher weniger Verwirbelungen als beim Lastzug entstehen. Auch die besseren Fahreigenschaften führen zu einem geringeren Verbrauch, der insgesamt 3–5 % ausmacht.&amp;lt;ref&amp;gt;Test DVZ, Erfahrungswerte Spedition&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
* Eine Sattelzugmaschine für sich allein ist nutzlos ohne Sattelauflieger, ein Lkw allein hingegen kann auch ohne Anhänger Güter transportieren.&lt;br /&gt;
* Teils problematisches Fahrverhalten von Sattelzugmaschinen bei Fahrt ohne Sattelauflieger&lt;br /&gt;
* Seitenwindgefährdung leerer, großflächiger Sattelauflieger&lt;br /&gt;
* Höherer Reifenverschleiß insbesondere an Sattelaufliegern ohne gelenkte Achsen&lt;br /&gt;
* Gefährliches Winterfahrverhalten, da sich bei der üblichen Zweiachssattelzugmaschine die Antriebsachse des Lastzuges hinter der Sattelkupplung und dem [[Königsbolzen]], also dem Zugpunkt des Sattelaufliegers, befindet. Auf glatten und nassen Straßen neigt die (angetriebene) Hinterachse der Sattelzugmaschine daher dazu, seitlich auszubrechen und die eigene Sattelkupplung „überholen zu wollen“.&lt;br /&gt;
* Die Achslast (insbesondere der Antriebsachse der Zugmaschine) ist beim Euro-Sattelzug um drei Tonnen höher als beim Euro-Lastzug, was zu einem erhöhten Verschleiß der Straßen führt ([[Spurrille]]n), weshalb die Auslastung eines solchen Fahrzeuges über die in den [[Europäischer Wirtschaftsraum|EWR]]-Mitgliedsstaaten definierten, national festgelegten maximalen Achslasten nicht immer möglich ist und bis zu drei Tonnen Nutzlast kosten kann.&lt;br /&gt;
* Probleme in Spitzkehren, engen Einfahrten, beim Abbiegen (erhöhter Platzbedarf) sowie steilen Straßen mit flachem Auslauf (Gefahr von Aufsetzen oder Abriss der Stützen)&lt;br /&gt;
* Ausschwenken bei Kurvenfahrten im Front- und Heckbereich des Sattelaufliegers kann andere Verkehrsteilnehmer gefährden&lt;br /&gt;
* Achsweise unterschiedlicher Reifenverschleiß, bei Sattelaufliegern mit mehr als zwei Achsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller ==&lt;br /&gt;
Aktuell für den gesamteuropäischen Markt produzierende Hersteller und deren Marken von großen Sattelzugmaschinen sind&lt;br /&gt;
* [[DAF (Automobile)|DAF]], Niederlande&lt;br /&gt;
* [[Iveco]], Italien&lt;br /&gt;
* [[MAN Truck &amp;amp; Bus|MAN]], Deutschland&lt;br /&gt;
* [[Daimler Truck|Mercedes-Benz]], Deutschland&lt;br /&gt;
* [[Renault Trucks|Renault]], Frankreich&lt;br /&gt;
* [[Scania]], Schweden&lt;br /&gt;
* [[Volvo Group#Lastkraftwagen|Volvo]], Schweden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell für einzelne europäische Märkte oder Einsatzgebiete produzierende Hersteller von großen Sattelzugmaschinen sind&lt;br /&gt;
* [[Ford Otosan]], Türkei&lt;br /&gt;
* [[Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation|Fuso]], Japan&lt;br /&gt;
* [[Hino Jidōsha|Hino]], Japan&lt;br /&gt;
* [[Isuzu]], Japan&lt;br /&gt;
* [[Jelcz]], Polen&lt;br /&gt;
* [[KAMAZ]], Russland&lt;br /&gt;
* [[Minski Awtomobilny Sawod|MAZ]], Belarus&lt;br /&gt;
* [[Sisu Auto|Sisu]], Finnland&lt;br /&gt;
* [[Titan Spezialfahrzeuge|Titan]], Deutschland&lt;br /&gt;
* [[Uralski Awtomobilny Sawod|Ural]], Russland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuell für den nordamerikanischen Markt produzierende Hersteller von großen Sattelzugmaschinen sind&lt;br /&gt;
* [[Freightliner]], USA&lt;br /&gt;
* [[Kenworth]], USA&lt;br /&gt;
* [[Mack Trucks|Mack]], USA&lt;br /&gt;
* [[Navistar]], USA&lt;br /&gt;
* [[Peterbilt]], USA&lt;br /&gt;
* [[Volvo Group#Lastkraftwagen|Volvo]], USA&lt;br /&gt;
* [[Western Star Trucks|Western Star]], USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste von Nutzfahrzeugherstellern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kuriosum ==&lt;br /&gt;
1953 bis 1970 fuhren auf der [[Sylter Inselbahn]] auf Basis von Sattelschleppern für [[Spurweite (Bahn)|1000-mm]]-Gleis gebaute [[SVG Leichttriebwagen|Leichttriebwagen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe {{Webarchiv|url=https://www.syltiges.de/modell-sylter-inselbahn-massstab-1-87 |wayback=20180918012318 |text=Archivierte Kopie }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Semi-trailer trucks|Sattelzüge}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4179165-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4179165-4|LCCN=sh85136465}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lkw-Typ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grummelbacke</name></author>
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