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	<title>Sattelmeier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T18:14:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Saehrimnir: besser</title>
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		<updated>2024-12-10T08:25:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;besser&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nordhof.JPG|mini|Der Nordhof, einer der Sattelmeierhöfe von Enger]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sattelmeier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden die Besitzer der Sattelmeierhöfe im [[Amt Sparrenberg]] der [[Ostwestfalen|ostwestfälischen]] ehemaligen [[Grafschaft Ravensberg]] bezeichnet. Am bekanntesten sind die Sattelmeier der Stadt [[Enger]], da sie der Sage nach auf die Getreuen des Sachsenherzogs [[Widukind (Sachsen)|Wittekind]] zurückzuführen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Im [[Ravensberger Urbar]] werden 1556 die Besitzer der heute als Sattelmeier bekannten Höfe in und um Enger nicht als solche benannt. Die Bezeichnung Sattelmeier wird erst am Ende des 17. Jahrhunderts im [[Kataster]] der [[Vogt]]ei Enger aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe S. 119 f in Hermann Hartwig: Die Engerschen Widkukindsagen (S. 101 ff) in &amp;#039;&amp;#039;Enger&amp;#039;&amp;#039;; Ein Heimatbuch zur Tausendjahrfeier der Widukindstadt, hrsg. von der Stadt Enger; C. Bertelsmann; Gütersloh, 1948.&amp;lt;/ref&amp;gt; – Nach anderen Überlieferungen hatten die Sattelmeier eine besonders herausgehobene soziale Stellung in Mittelalter und Früher Neuzeit, die über ihre ohnehin bedeutende wirtschaftliche und rechtliche Stellung als [[Großgrundbesitzer]] hinausging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Bedeutung der Bezeichnung „Sattelmeier“ ist unklar, jedoch stammen aus dem 17. Jahrhundert Berichte, nach denen die Sattelmeier zur berittenen Verteidigungsbereitschaft [[Grafschaft Ravensberg|Ravensbergs]] zählten, die ab 1609 durch den Landesherr, zunächst also durch die Grafen von Ravensberg ausgehoben wurde. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts wurden die Sattelmeier als bewaffnete Reiter verpflichtet. Sie hatten daher im Spannungsfall samt Reitpferd, Pistole und einem Mann zur Verfügung zu stehen. Auch hatten die dem Landesherren bei Besuch von Enger ein [[Geleitrecht|Geleit]] zu stellen. Seit 1740 konnte diese Dienstpflicht auf Drängen der Sattelmeier in eine Geldabgabe umgewandelt werden. Der Name weist also auf das zu stellende &amp;#039;&amp;#039;gesattelte Pferd&amp;#039;&amp;#039; hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Deutungsansatz geht davon aus, dass das Wort Sattelmeier vom sächsischen Wort &amp;#039;&amp;#039;sadel&amp;#039;&amp;#039; (Sitz) herrührt. Die Sachsen bzw. die sächsischen [[Angrivarier|Engern]] besiedelten einst das Gebiet. Sadelhöfe waren daher Stammsitzhöfe oder Ursiedelhöfe (&amp;#039;&amp;#039;sadeln&amp;#039;&amp;#039; = siedeln), also der älteste Siedlungskern der Dörfer. Auf diesen Höfen ruhten wahrscheinlich auch einmal die priesterlichen Funktionen in vorchristlicher Zeit. Nach Unterwerfung der Sachsen durch [[Karl der Große|Karl den Großen]] waren die Höfe vielleicht auch Sitze der fränkische Beamten, die das eroberte Gebiet verwalten und kontrollieren sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sagenhaften Überlieferung nach waren die Sattelmeier Mitstreiter [[Widukind (Sachsen)|Widukinds]], dessen Grab in [[Enger]] vermutet wird. Die Namensherkunft könnte also auch von ihren &amp;#039;&amp;#039;gesattelten&amp;#039;&amp;#039; Streitrössern aus vorkarolingischer Zeit herrühren. Nach Hermann Hartwig tauchen die Sattelmeier jedoch in der Residenzsage erst in einer Beschreibung von 1830 auf und werden in einer früheren Beschreibung 1750 nicht erwähnt. Er vermutet den Zeitpunkt der Entstehung des Sagenkerns im 17. Jahrhundert oder später&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe S. 121 f in Hermann Hartwig: Die Engerschen Widkukindsagen (S. 101 ff) in &amp;#039;&amp;#039;Enger&amp;#039;&amp;#039;; Ein Heimatbuch zur Tausendjahrfeier der Widukindstadt, hrsg. von der Stadt Enger; C. Bertelsmann; Gütersloh, 1948.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sattelmeierhöfe ==&lt;br /&gt;
Enger hatte einst sieben Sattelmeierhöfe, von denen es 2007 noch fünf gab. Sie sind prächtige Denkmäler bäuerlicher Baukunst und gehören zu den größten Höfen im [[Ravensberger Land]].&lt;br /&gt;
Es sind im Einzelnen:&lt;br /&gt;
* Meyer-Johann in [[Oldinghausen]],&lt;br /&gt;
* Ebmeyer in [[Oldinghausen]],&lt;br /&gt;
* der Ringsthof (Ringstmeyer),&lt;br /&gt;
* der Baringhof (Barmeier) in [[Westerenger]] und&lt;br /&gt;
* der Nordhof (Nordmeyer) am westlichen Rand des Stadtkerns.&lt;br /&gt;
Der Uphof (Upmeier zu Belzen) liegt in [[Jöllenbeck]].&lt;br /&gt;
Der Hof Meyer zu Elentrup in [[Bielefeld]] ([[Sieker (Bielefeld)|Sieker]]) gelegen ist ebenfalls ein Sattelmeierhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer noch existierender Sattelmeierhof, der Hof Meyer zu Rahden, liegt am Sattelmeierweg im Ortsteil [[Häger (Werther)|Häger]] der Stadt [[Werther (Westf.)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begräbniszeremonie ==&lt;br /&gt;
Wie es auch von anderen [[Meierhof|Meyerhöfen]] überliefert ist, wurden die Sattelmeier auf besonders ehrenvolle Weise beigesetzt. Stirbt ein Sattelmeier des [[Kirchspiel]]s Enger oder einer seiner nahen Verwandten, so wird dies durch Glockenläuten zur „Königsstunde“ von 12 bis 13 Uhr in der [[Stift Enger|Grabkirche Widukinds in Enger]] verkündet. Der Leichnam wird in besonderer Weise auf der [[Hallenhaus#Diele|Deele]] aufgebahrt. Währenddessen schaut das nun herrenlose [[Sattelpferd]] durch die geöffnete Deelentür auf den Sarg des Verstorbenen. Der Sarg wird durch Stroh auf einem [[Leiterwagen]] verspannt und von sechs Pferden zur Widukindkirche gezogen. Die sechs bis acht auf dem Leiterwagen sitzenden weiblichen Verwandten werden &amp;#039;&amp;#039;Hökenfrauen&amp;#039;&amp;#039; genannt, weil sie &amp;#039;&amp;#039;[[Höken]]&amp;#039;&amp;#039; (Trauertrachten für Frauen) trugen. Dem Wagen folgte das Sattelpferd, erst danach der Trauerzug. In der Widukindkirche wird der Sarg direkt neben Widukinds angebliches Grab postiert. Während des Beisetzungsgottesdienstes schaut das Pferd durch die geöffnete Kirchentür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trauergeschenke an die Trauernden und Bediensteten des Verstorbenen könnten auf eine Verfügung Widukinds zurückgehen, aus der hervorging, dass an seinem Todestag eine Spende an Hilfsbedürftige ausgegeben werden solle. In jedem Falle nehmen die Sattelmeier an der alljährlichen Wittekindspende teil, die diese Begebenheit während des [[Timpkenfest]]s aufgreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben beschriebene Begräbniszeremonie scheint relativ jungen Ursprungs zu sein. Bei einer Beschreibung aus dem Jahre 1830 ist die Zeremonie deutlich einfacher gehalten. Hermann Hartwig geht von einer Ausschmückung der Begräbnisse beim Aufstieg der Engerschen Sattelmeier in eine Art Bauernadel im 19. Jahrhundert aus, bei der Bräuche aus Adelskreisen aufgegriffen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;S. S. 121 f in Hermann Hartwig: Die Engerschen Widkukindsagen (S. 101 ff) in &amp;#039;&amp;#039;Enger&amp;#039;&amp;#039;; Ein Heimatbuch zur Tausendjahrfeier der Widukindstadt, hrsg. von der Stadt Enger; C. Bertelsmann; Gütersloh, 1948.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.enger.de/besucher/sehenswertes/sattemeier2.html Die Sattelmeier]&lt;br /&gt;
* [http://www.enger.de/besucher/sehenswertes/sattelmeier.html Die Sattelmeier]&lt;br /&gt;
* [http://www.uphof.de/geschichte.htm Der Uphof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Enger)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft Ravensberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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