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	<title>Satisficing - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T08:23:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Satisficing&amp;diff=898087&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Heebi: Typos, Denglisch ((Verständlichkeit)</title>
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		<updated>2026-02-20T11:18:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typos, Denglisch ((Verständlichkeit)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satisficing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auf Deutsch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satisfizierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anspruchserfüllung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist der [[Anglizismus]] einer von [[Herbert A. Simon]] stammenden [[Wortschöpfung]] und ein [[Kofferwort]] aus den englischen Wörtern &amp;#039;&amp;#039;satisfying&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|„zufriedenstellend“}}) und &amp;#039;&amp;#039;suffice&amp;#039;&amp;#039; ({{deS|„genügen“}}). Der Begriff wird in den [[Wirtschaftswissenschaften]], in der psychologischen [[Entscheidungstheorie]] und in der [[Kybernetik]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Satisficing&amp;#039;&amp;#039; stellt eine [[Heuristik]] für Mehrzielentscheidungen dar, beispielsweise wie ein [[Unternehmen]] aus verschiedenen Möglichkeiten mit teilweise gegenläufigen Effekten die möglichst optimale Maßnahme auswählt oder wie ein [[Budget]] zum Kauf verschiedener Güter eingesetzt werden sollte. Derartige Entscheidungsprobleme haben einerseits eine hohe [[Komplexität]], andererseits gibt es oft eine Vielzahl von [[Pareto-Optimum|pareto-optimalen]] Lösungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ansatz der traditionellen Wirtschaftswissenschaften verwendet für derartige Probleme eine [[Nutzenfunktion (Mikroökonomie)|Nutzenfunktion]], die dann unter Randbedingungen mathematisch [[Lagrange-Multiplikator|optimiert]] wird. Voraussetzung ist jedoch, dass die Nutzenfunktionen bestimmbar und analytisch zugänglich sind und Entscheider sich [[Homo oeconomicus|vollständig rational]] verhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Voraussetzungen in der Realität meist nicht gegeben sind, wurde in neuerer Zeit aus der empirischen Wirtschaftsforschung heraus das Konzept der [[Begrenzte Rationalität|begrenzten Rationalität]] entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert A. Simon |Titel=A Behavioral Model of Rational Choice |Sammelwerk=The Quarterly Journal of Economics |Band=69 |Nummer=1 |Datum=1955-02-01 |ISSN=0033-5533 |DOI=10.2307/1884852 |Seiten=99–118 |Online=https://academic.oup.com/qje/article/69/1/99/1919737 |Abruf=2021-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Kahneman |Titel=Maps of Bounded Rationality: Psychology for Behavioral Economics |Sammelwerk=American Economic Review |Band=93 |Nummer=5 |Datum=2003-11-01 |ISSN=0002-8282 |DOI=10.1257/000282803322655392 |Seiten=1449–1475 |Online=https://pubs.aeaweb.org/doi/10.1257/000282803322655392 |Abruf=2021-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Entscheider verfolgen hiernach einen heuristischen Ansatz: Entscheidungen sind nicht optimal, sondern nur so gut wie möglich. Eine [[Kosten-Nutzen-Analyse]] wird somit durch den Satisficing-Ansatz ergänzt um eine Berücksichtigung des Suchaufwands.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerd Gigerenzer, Reinhard Selten |Titel=Bounded rationality : the adaptive toolbox |Verlag=MIT Press |Ort=Cambridge, Mass. |Datum=2001 |ISBN=0-585-38828-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satisficing beschreibt dabei ein Verhalten, bei dem in einer Entscheidungssituation die erstbeste Möglichkeit gewählt, die den angestrebten Zweck erfüllt. Ziele werden dabei in Form von Anspruchsniveaus formuliert, wobei sich ein Anspruchsniveau im Zeitablauf jedoch ändern kann. Wird nach längerer Alternativensuche keine Möglichkeit gefunden, das Anspruchsniveau zu erfüllen, so wird dieses gesenkt. Auch können günstige oder ungünstige Umweltänderungen zu einer Anspruchsanpassung führen und die Suche nach neuen Alternativen auslösen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gabler&amp;quot;&amp;gt;[https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/satisficing-45748 Satisficing] – Definition im Gabler Wirtschaftslexikon&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine konkrete algorithmische Umsetzung des Satisficing stellt die Anspruchsanpassungstheorie von [[Reinhard Selten]] dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sauermann, Heinz. |Titel=Anspruchsanpassungstheorie der Unternehmung |Verlag=Mohr |Datum=1962 |Online=https://www.worldcat.org/title/anspruchsanpassungstheorie-der-unternehmung/oclc/248982549 |Abruf=2021-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Reinhard Selten |Titel=Aspiration Adaptation Theory |Sammelwerk=Journal of Mathematical Psychology |Band=42 |Nummer=2 |Datum=1998-06-01 |ISSN=0022-2496 |DOI=10.1006/jmps.1997.1205 |Seiten=191–214 |Online=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0022249697912050 |Abruf=2021-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Möglichkeiten der Satisfizierung ==&lt;br /&gt;
Laut:Helmut Laux: &amp;#039;&amp;#039;Entscheidungstheorie.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 2005, ISBN 3-540-23576-0, S. 54 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einschränkungen ===&lt;br /&gt;
Menschen wollen zwar rational handeln, sind aber durch begrenzte Kapazitäten bei der Aufnahme und Verarbeitung von [[Information]]en eingeschränkt:&lt;br /&gt;
* Es sind nicht alle Alternativen bekannt bzw. werden in Erwägung gezogen.&lt;br /&gt;
* Es ist nicht immer klar, welche [[Konsequenz]]en die jeweilige Alternative hat.&lt;br /&gt;
* Konsequenzen treten in einer [[Zukunft]] ein. Der eigene zukünftige Zustand kann oft nicht gut eingeschätzt werden. Das betrifft besonders veränderte Bewertungen des Nutzens bzw. Sinns einer Handlung. Mögliche Hintergründe sind [[Höherstufiger Wunsch|höherstufige Wünsche]] oder auch grundsätzlich gewandelte [[Wertvorstellung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Lösung ===&lt;br /&gt;
Menschen maximieren nicht, sondern wählen die erste befriedigende Lösung. Was als befriedigend betrachtet wird, ist abhängig vom individuellen Anspruchsniveau.&lt;br /&gt;
* Das Anspruchsniveau orientiert sich an den Erfahrungen des Individuums:&lt;br /&gt;
** Wird das Anspruchsniveau über längere Zeit nicht befriedigt, so sinkt es.&lt;br /&gt;
** Wird das Anspruchsniveau ohne größere Mühe erreicht, so erhöht es sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Abbruchbedingung]] in der Informatik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Satisficing|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entscheidungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kognitionswissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Heebi</name></author>
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