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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Satellitentriangulation</id>
	<title>Satellitentriangulation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T04:34:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Satellitentriangulation&amp;diff=741642&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mediatus: sh. Disk „Photogrammetrie“</title>
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		<updated>2021-06-13T13:23:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;sh. Disk „Photogrammetrie“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satellitentriangulation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Verfahren der [[Satellitengeodäsie]], das zur Einmessung von [[Bodenstation]]en mittels gleichzeitig fotografierter Satellitenpositionen dient. Es können [[Satellit (Raumfahrt)|künstliche Erdsatelliten]] mit Bahnhöhen zwischen 500 und 5.000&amp;amp;nbsp;km verwendet werden, wobei sie nur als [[Hochziel]]e dienen und ihre Bahnen selbst außer Betracht bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Verfahren wurde unter dem Namen „[[Stellartriangulation]]“ bereits in den [[1950er]]-Jahren – also schon &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; dem Beginn der [[Raumfahrt]] – vom finnischen [[Geodät]]en [[Yrjö Väisälä]] entwickelt und mittels hochfliegender [[Ballonsonde (Messinstrument)|Ballonsonde]]n erfolgreich erprobt. Väisälä konnte damit die Verbindungslinie [[Helsinki]]-[[Turku]], die wegen 150&amp;amp;nbsp;km Länge für [[Landesvermessung|Messungen]] auf der [[Erdoberfläche]] viel zu lang ist, mit einer Richtungsgenauigkeit von unter einer Bogenminute bestimmen. Damals war dies etwa doppelt so gut wie das an sich hervorragende [[Triangulation (Geodäsie)|Triangulationsnetz]] von [[Finnland]] und ermöglichte außerdem durch die neuartige Methodik eine völlig unabhängige Kontrolle der [[Landesvermessung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prinzip ==&lt;br /&gt;
Diese Methodik stützt sich auf die Nutzung des [[Sternenhimmel]]s als [[Referenzfläche]]. Die Flugkörper (ab 1959 auch Satelliten) werden [[Simultanmessung|gleichzeitig]] von &amp;#039;&amp;#039;zwei [[Satellitenstation]]en&amp;#039;&amp;#039; fotografisch eingemessen, indem ihre am Himmel gezogene Spur in Punkte &amp;quot;zerhackt&amp;quot; und vor dem [[Sternhintergrund]] abgebildet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ausmessung der [[Fotoplatte]]n mit Hilfe [[Astrometrie|astrometrischer]] [[Auswertegerät]]e (oder alternativ: mittels [[Photogrammetrie]]) werden die „Beobachtungs[[vektor]]en“ jedes Spurpunktes zur Definition einer [[Ebene (Mathematik)|Ebene]] verwendet, die von allem Anfang an im [[Koordinatensystem]] der [[Fundamentalstern|Sterne]] festgelegt, also absolut orientiert ist. Diese Tatsache ist &amp;#039;&amp;#039;einer&amp;#039;&amp;#039; der zwei Errungenschaften der Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zusammengefassten Ebenen beider Bodenstationen werden dann abermals zum Schnitt gebracht, was den genauen [[Stellartriangulation|Verbindungsvektor]] zwischen den [[Satellitenkamera]]s ergibt. Durch die [[Relative und absolute Orientierung|absolute Orientierung]] ist als Ergebnis frei von der [[Lotabweichung]], welche die terrestrische Vermessung zwischen Kontinenten bis 1960 auf Genauigkeiten von etwa 100&amp;amp;nbsp;Meter beschränkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Nach dem Prinzip der Stellartriangulation wurden in den 1960er und 1970er Jahren weltweit mehrere interkontinentale [[Netz (Geodäsie)|Vermessungsnetze]] beobachtet, was bis dato wegen der [[Erdkrümmung]] technisch undurchführbar war. Eines dieser Netze (Projekt des [[Smithsonian Astrophysical Observatory|SAO]] in Massachusetts) konnte erstmals [[Kontinent|interkontinentale]] Messstrecken mit Genauigkeiten von einigen Metern realisieren, was die bisherigen Daten um den Faktor 10–20 übertraf. Eine ähnliche Güte hatte das sehr dichte [[Westeuropa]]-Netz &amp;#039;&amp;#039;WEST&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren bis [[1974]] wurde das [[Weltnetz der Satellitentriangulation]] gemessen, woran sich einige Dutzend internationale Beobachtungsteams beteiligten. Als Messkameras wurden [[Ballistische Kamera]]s vom Typ [[BC-4]] der schweizerischen Firma [[Wild Heerbrugg]] (heute Leica) verwendet, allerdings jene mit längerer Brennweite von etwa 45 cm. Die Genauigkeit der insgesamt 46 Bodenstationen (durchschnittliche Distanz 3.000 bis 5.000&amp;amp;nbsp;km) betrug ±&amp;amp;nbsp;5&amp;amp;nbsp;m nach Kombination mit einem [[Dopplersatellit|Doppler]]-Satellitennetz ±&amp;amp;nbsp;3&amp;amp;nbsp;m. Dieser global fast einheitliche Genauigkeitsstatus konnte erst mit der Entwicklung des [[Global Positioning System|GPS]] (praktisch einsetzbar ab etwa 1990) in den Dezimeter-Bereich *) gesteigert werden. Die Forschungen verschiedenen Geodäten zur kombinierten [[Ausgleichsrechnung|Ausgleichung]] der Satellitentriangulation mit Doppler- und terrestrischen Vermessungsnetzen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Helmut Wolf (Geodät)|Helmut Wolf]] 1980–1989) verbesserte die [[Landesvermessung]] weiter und kommt bis heute der modernen [[Satellitenortung]] zugute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; *) Heute haben die internationalen Referenzstationen des [[International Terrestrial Reference Frame|ITRF]] bereits cm-Genauigkeit.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der Stellar- bzw. Satellitentriangulation sticht methodisch durch ihre Einfachheit hervor, hat aber neben ihren zwei wesentlichen Vorteilen (absolute Orientierung im Sternsystem, kontinent-überspannende Reichweite) aber einen praktischen Nachteil: sie erfordert die gleichzeitige Sichtbarkeit von Satelliten auf mindestens zwei (möglichst 3–4) weit entfernten Bodenstationen bzw. [[Sternwarte]]n. Dass dies im &amp;quot;Weltnetz&amp;quot; etwa 1.000-mal gelungen ist, war die bis 1974 größte gemeinsame Aktion der „[[Höhere Geodäsie|geodetic]] Community“. Heute sorgen spezielle, permanente Gruppen von Wissenschaftlern und internationale [[Internationaler Dienst für Erdrotation und Referenzsysteme|Dienste]] der [[Internationale Union für Geodäsie und Geophysik|IUGG]] und [[International Association of Geodesy|IAG]] für ähnliche periodische [[Messkampagne]]n, die allerdings wegen der nun verwendeten [[Mikrowellen]] vom Problem des [[Wetter]]s und der [[Bewölkung]] befreit sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Erdfigur]], [[Triangulation (Messtechnik)]], [[Netzausgleichung]]&lt;br /&gt;
* [[Hochzieltriangulation]], [[Satellitenfotografie]], [[Sichtweite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* A. Berroth und [[Walter Hofmann (Geodät)|Walter Hofmann]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Kosmische Geodäsie]].&amp;#039;&amp;#039; [[G. Braun Buchverlag|Verlag G.Braun]], Karlsruhe 1960 (speziell Kapitel 1, 5, 13–15)&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Geodätische Kommission|DGK]]: &amp;#039;&amp;#039;Berichte über die Vollsitzung der Deutschen Geodätischen Kommission&amp;#039;&amp;#039;. Institut für Theoretische Geodäsie der Univ. Bonn, DGFI-Verlag München 1963–1990&lt;br /&gt;
* H. Deker: &amp;#039;&amp;#039;Die Anwendung der Photogrammetrie in der Satellitengeodäsie.&amp;#039;&amp;#039; DGK Heft, München 1967&lt;br /&gt;
* G. Hayes ([[Smithsonian Astrophysical Observatory|SAO]]): &amp;#039;&amp;#039;Trackers of the Sky.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge, Mass. ca. 1975&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Gerstbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Satellitengeodäsie&amp;#039;&amp;#039;. Skriptum zur gleichnamigen Vorlesung, TU Wien 1990&lt;br /&gt;
* [[Karl Ledersteger]]: &amp;#039;&amp;#039;Astronomische und Physikalische Geodäsie (Erdmessung)&amp;#039;&amp;#039;, [[Handbuch der Vermessungskunde]] Band V (speziell Kap. 2, 5 und 13), J. B. Metzler-Verlag, Stuttgart 1968.&lt;br /&gt;
* [[Hellmut Schmid]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Weltnetz der Satellitentriangulation&amp;#039;&amp;#039;. Wiss. Mitteilungen der ETH Zürich und (engl.) Journal of Geophysical Research, 1974.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Schnädelbach]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Western European Satellite Triangulation Programme (WEST), 2nd Experimental Computation&amp;#039;&amp;#039;. Mitteilungen Geodät. Inst. Graz, Band 11/1, Graz 1972&lt;br /&gt;
* [[Günter Seeber]]: &amp;#039;&amp;#039;Satellitengeodäsie.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 1989, ISBN 3-11-010082-7.&lt;br /&gt;
* [https://www.gib.uni-bonn.de/team/im-ruhestand/anothnagel/texte/geschichte_neu.html Die Geschichte der geodätischen VLBI in Deutschland] (Nothnagel-Schlüter-Seeger, Bonn 2000)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satellitengeodäsie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdmessung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kataster- und Landesvermessung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Photogrammetrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astrometrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mediatus</name></author>
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