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	<title>Satellitengeodäsie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T04:29:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Satellitengeod%C3%A4sie&amp;diff=54857&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ⵓ: ⇄; •1 externer Link geändert• 🌐︎</title>
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		<updated>2026-03-09T18:34:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/ARreplace&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/ARreplace (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;⇄&lt;/a&gt;; •1 externer Link geändert• &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/externalURLform&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/externalURLform (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;🌐︎&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Satellitengeodäsie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man die [[Erdmessung|Erdvermessung]] mittels  [[Satellit (Raumfahrt)|künstlicher Erdsatelliten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eigenständiges Teilgebiet der [[Geodäsie]] etablierte sie sich um 1960, als die ersten [[geodätischer Satellit|geodätischen Satelliten]] gestartet wurden. Von festen [[Bodenstation]]en oder mit mobilen Funkempfängern werden Richtungen, Distanzen und Geschwindigkeiten der Satelliten gemessen, woraus man die Koordinaten der Stationen und/oder die genaue [[Satellitenbahn]] berechnen kann. Spezielle Sonden können die [[Höhe über dem Meeresspiegel]] oder Eigenschaften des [[Erdschwerefeld]]es messen, was die Bestimmung der mathematischen [[Erdfigur]] und des [[Geoid]]s ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakteristika und Messprinzipien ==&lt;br /&gt;
Ein Charakteristikum der Satellitengeodäsie ist die hohe Geschwindigkeit der Flugkörper und ihre Bewegung in einem komplizierten Kräftefeld (Erdschwerefeld, verschiedenste [[Bahnstörung]]en durch Mond, Hochatmosphäre, Sonnenstrahlung, Magnetfelder usw.). In erdnahen Bahnen laufen die Satelliten mit weniger als 8 Kilometer pro Sekunde, weshalb ein [[Zeitfehler]] von Millionstelsekunden bereits mehrere Dezimeter Ortsfehler bedeutet. Hohe Anforderungen stellen auch die Funktechnik, [[Telemetrie|Datenübertragung]] und die ständige weltweite Verfügbarkeit des räumlichen [[Bezugssystem]]s, in dem die [[Bahnbestimmung]] erfolgen muss. Die große Flughöhe und schwierige optische Sichtbarkeit war hingegen nur in den Anfangsjahren ein Problem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Einsatz geodätischer Satelliten und für die geodätische Nutzung von anderen Erdsatelliten gibt es prinzipiell vier methodische Vorgangsweisen:&lt;br /&gt;
# [[Geometrische Satellitengeodäsie]]: [[Richtungsmessung|Richtungs-]] und [[Distanzmessung]]en zum Aufbau von Netzen für die [[Positionsbestimmung]] der Messpunkte, der Berechnung ihrer [[Koordinate]]n und der genauen Erdfigur&lt;br /&gt;
# [[Dynamische Satellitengeodäsie]]: Geschwindigkeitsmessung und Bahnbestimmung von Satelliten sowie Analyse der Bahnstörungen zur Bestimmung des [[Schwerefeld]]es der Erde&lt;br /&gt;
# Kombinierte Verfahren, die heute am wichtigsten sind: aus präzisen [[Bahnelemente|Bahndaten]] – z.&amp;amp;nbsp;B. von [[GPS]]-Satelliten – erlauben sie rasche und genaue [[Ortung]]en am Boden, die [[Navigation]] von Fahrzeugen und die Ortsbestimmung anderer Satelliten und Sonden.&lt;br /&gt;
# [[Erdbeobachtungssatellit]]en als [[Sensor]] oder aktive Messplattform für Zwecke der [[Fernerkundung]] der Erdoberfläche. Sie werden hier nicht näher behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Gruppen 1 bis 3 sind im Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Messmethoden&amp;#039;&amp;#039; einige Verfahren angeführt. Durch Optimierung dieser Methoden konnte die Erdmessung, die Punktbestimmung und die Definition von Bezugssystemen seit 1970 von einigen Metern Genauigkeit bis in den Zentimeter-Bereich und teilweise sogar in den Sub-Millimeter-Bereich gesteigert werden. Damit sind heute z.&amp;amp;nbsp;B. die Kontinentalverschiebungen durch [[Plattentektonik]] und Erdbeben oder feinste Schwankungen der Erdrotation nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung nach Messmethoden ==&lt;br /&gt;
In der Satellitengeodäsie wird eine Reihe sehr verschiedener Messmethoden angewendet. Sie lassen sich wie folgt gliedern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Richtungsmessungen ===&lt;br /&gt;
* Visuell: zu Beginn der Raumfahrt (1957 bis etwa 1970). Messung mittels Fernrohr oder [[Feldstecher]] vor dem [[Sternhintergrund|Hintergrund]] des [[Sternhimmel]]s oder mit speziellen [[Theodolit]]en; erreichbare Genauigkeit 10–50 [[Bogensekunde]]n&lt;br /&gt;
** Spezielle Messmethoden in den [[Moonwatch]]-Projekten und für [[Ballonsatellit]]en.&lt;br /&gt;
* [[Fotografisch]]: 1957 bis etwa 1980, [[ballistische Kamera]]s mit [[Fotoplatte]]n, spezielle [[Satellitenkamera]]s auch mit Filmen; Brennweite 20–100&amp;amp;nbsp;cm, Genauigkeit 1–5 Bogensekunde, was z.&amp;amp;nbsp;B. quer über Europa im Netzverbund [[WEST]] einige Meter auf 2.000 Kilometer ergab. Später durch Funkverfahren (GPS), Lasersatelliten und [[CCD-Sensor]]en verdrängt.&lt;br /&gt;
** Minimierung der Zeitfehler durch [[Blitzlicht-Satellit]]en, nachgeführte Kameras und hochpräzise Uhrsysteme.&lt;br /&gt;
* CCD-Kameras: seit etwa 1995, verstärkt ab 2005 (automatische Steuerung, digitale Auswertungsmethoden). Genauigkeiten bis 0,5 Bogensekunden.&lt;br /&gt;
* Anfangs auch mit [[Funkwellen]] (automatisch, aber relativ ungenau) und [[Interferometrie]] (hoher Aufwand).&lt;br /&gt;
* [[Astrometrie]] durch Scannen des Sternhimmels und Zeitmessung (siehe [[Hipparcos]]): indirekt geodätisch nutzbar als extraterrestrisches [[Bezugssystem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Distanzmessungen ===&lt;br /&gt;
* [[Elektronische Distanzmessung]] mit Mikrowellen (z.&amp;amp;nbsp;B. SECOR bis etwa 1970; GPS siehe unten) und mit [[Radar]]: heute auch zwischen Satelliten (SST, s.&amp;amp;nbsp;u.) und mit Geschwindigkeitsmessung ([[PRARE]]) auf wenige mm.&lt;br /&gt;
* [[Satellite Laser Ranging|Laser Ranging]] durch Laufzeitmessung extrem kurzer [[Laser]]-Impulse. Seit etwa 1965 (±5&amp;amp;nbsp;m genau), heute ebenfalls einige mm.&lt;br /&gt;
* [[Dopplereffekt]], siehe auch Hyperbel- und [[Funknavigation]]. Bekanntestes Verfahren 1964–1995 war [[Transit (Satellitensystem)|Transit]] (NNSS, ±20&amp;amp;nbsp;m bis 30&amp;amp;nbsp;cm), heute globales [[Doppler Orbitography and Radiopositioning Integrated by Satellite|DORIS]]-System etwa ±10&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
* [[Pseudoranging]]: Laufzeitmessung kodierter Mikrowellen, Uhrfehler wird aus Überbestimmung berechnet. Messmethode von [[Global Positioning System|GPS]]-NAVSTAR, [[GLONASS]] und des künftigen Galileo, Genauigkeit mm–cm je nach Methode.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alle genannten Messungen&amp;#039;&amp;#039; sind wegen der [[Erdatmosphäre]] zu korrigieren, ihre Genauigkeit durch längere Messreihen und spezielle Bahn- und Auswertungsmethoden zu steigern. „Zweiwegmessungen“ (hin und zurück) sind genauer als Einwegmessungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Höhenmessung ===&lt;br /&gt;
Höhenmessung oder [[Satellitenaltimetrie]] über dem Meer, künftig auch über Eisflächen: Laufzeitmessung eines Radarimpulses, der von der Meeresoberfläche reflektiert wird. Genauigkeit 1978 ([[Seasat]]) um 20&amp;amp;nbsp;cm, heute im Zentimeterbereich. Wichtige Methode der Geoid-Bestimmung und für die [[Ozeanografie]] (Wind, Wellen, [[Meeresströmung]]en), Einsatz u.&amp;amp;nbsp;a. bei den [[European Remote Sensing Satellite|ERS]]-Satelliten der ESA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[TerraSAR-X]] wurde im Juni 2007 gestartet; seit 2010 hat er einen „Zwilling“ (namens [[TanDEM-X]]), der ihn in unter einem Kilometer Entfernung im All begleitet. &lt;br /&gt;
TS-X ist mit einem einzigartigen SAR-Sensor ausgestattet; er liefert besonders hochauflösende Bilder (Wellenlänge nur 31&amp;amp;nbsp;mm). Die ozeanographischen Anwendungen von TS-X-Daten sind: Berechnung der Seegangsparameter, Windfelder, Küstenlinien, Eis-, Ölfilm- und Schiffsdetektion. In der Tandem-Konstellation ist es zusätzlich möglich, Bewegungen zu detektieren und so Meeresströmungen, Meereisdrift und Schiffsgeschwindigkeiten zu bestimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=http://www.deutsches-museum.de/information/vortraege/fuer-jedermann-1213/fuer-jedermann-1011/16022011-lehner/| titel=Piraten und Monsterwellen – Satellitenradarbeobachtungen der Meeresoberfläche | hrsg=Deutsches Museum| datum=2011-02-16| autor=Susanne Lehner| archiv-url=https://archive.today/2013.07.17-151513/http://www.deutsches-museum.de/information/vortraege/fuer-jedermann-1213/fuer-jedermann-1011/16022011-lehner/| archiv-datum=2013-07-17| abruf=2013-07-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== SST und Geschwindigkeit ===&lt;br /&gt;
* [[Satellite-to-Satellite Tracking]] (SST): [[Mikrowellen]]-Distanzmessung &amp;#039;&amp;#039;zwischen&amp;#039;&amp;#039; Satelliten. Erste Versuche 1975, äußerst erfolgreich bei [[Zwilling]]s-Satellit [[GRACE]] (2004) für örtliche Details im Schwerefeld. Ab voraussichtlich April 2018 auch Distanzmessung mittels Laser-Interferometrie in [[Gravity Recovery and Climate Experiment#GRACE-FO|GRACE-Follow On]]. &lt;br /&gt;
* [[Geschwindigkeit]]: aus Differenzen von Radarmessungen, vor allem aber mit Dopplereffekt (Transit, DORIS-System) und mit &amp;#039;&amp;#039;Precise RAnge and range Rate Exp.&amp;#039;&amp;#039; (PRARE, für diverse Sonden ab 1990).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gradiometrie ===&lt;br /&gt;
* Messung von [[Schweregradient]]en (Unterschied im Schwerefeld an verschiedenen Stellen des Satelliten). Erstmals bei [[Gravity field and steady-state ocean circulation explorer|GOCE]] 2008.&lt;br /&gt;
* Messung von [[Beschleunigung]]en im Satelliten durch [[Accelerometer]]- und Kreiselsysteme. Entwicklungsprobleme seit 10 Jahren, erstmals bei GOCE.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fernerkundung und Kartografie ===&lt;br /&gt;
(siehe Spezialartikel): [[Fotografie|Fotos]] oder [[Digitalfotografie|digitale Aufnahmen]] von der Erdoberfläche, multispektrale Scanner, Side Looking Radar usw. Geodätisch nutzbar vor allem als Interferometrie bei lokalen Prozessen der [[Geodynamik]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == 1965–1975 erfolgreich mit Blitzlicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hellen Ballonsatelliten sind zwar gut sichtbar und waren schon zu Beginn der Raumfahrt auch auf [[feinkörnig]]en (weniger empfindlichen) [[Fotoplatte]]n gut messbar, doch gab es Probleme mit der präzisen [[Zeitnehmung]] der Satellitenspur. Sie war damals noch kaum genauer möglich als einige [[Millisekunde]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Satelliten mit immerhin 7–8&amp;amp;nbsp;km pro Sekunde die [[Erde]] umkreisen, bedeutet ein [[Zeitfehler]] von 0,002 Sekunden rund 15&amp;amp;nbsp;Meter. Man hatte sich jedoch das Ziel gesteckt, die [[Bodenstation]]en binnen weniger Jahre auf einige Meter genau zu vermessen. Daher verfiel man bereits um 1960 auf die Methode der „[[Blitzlicht]]-Satelliten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Aufbau eines [[dreidimensional]]en Vermessungsnetzes braucht die Satellitengeodäsie nämlich weniger die derart exakte Zeit, als vielmehr genau definierte [[Zielmarke|Zielpunkte]]. Wenn 2 Stationen dieselbe Blitzserie eines Satelliten aufnehmen, ist das auf einfache Art gegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Blitztechnik war 1965 bereits ausgereift, als der kleine –&amp;amp;nbsp;nun bereits elektronische&amp;amp;nbsp;– Satellit [[GEOS (NASA)|GEOS]] (später Geos-1 genannt) gestartet wurde. Mit seinem jüngeren Bruder [[GEOS (NASA)|GEOS&amp;amp;nbsp;2]] brachte er eine merkliche Genauigkeitssteigerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab etwa 1975 sank jedoch die Bedeutung fast aller [[optisch]]er Messverfahren, weil sie von den rasanten Fortschritten der elektronischen [[Elektronische Distanzmessung|Distanzmessung]] überholt wurde. Erst durch die jüngst entwickelten Beobachtungsmethoden mit [[CCD-Sensor|CCD]] und die hochpräzisen [[Sternörter]] des [[Astrometriesatellit]]en Hipparcos könnte sich das wieder zugunsten der [[Richtungsmessung]]en ändern. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Günter Seeber, &amp;#039;&amp;#039;Satellitengeodäsie&amp;#039;&amp;#039;. Verlag De Gruyter, Berlin 1989&lt;br /&gt;
* [https://www.bkg.bund.de/SharedDocs/Downloads/BKG/DE/Downloads-Wettzell/FGS-Programm-11-15.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=1 Forschungsgruppe Satellitengeodäsie: Programm 2011–2015], Bonn 2010 (PDF; 6&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4051744-5|LCCN=sh/93/001592}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Satellitengeodasie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satellitengeodäsie| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdmessung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satellitenbeobachtung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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