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	<title>Sasak - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-03-20T17:54:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sasak&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine [[Ethnologie|ethnische]] Gruppe mit ungefähr 2,7&amp;amp;nbsp;Millionen Angehörigen, die etwa 85 Prozent der Einwohner auf der [[Indonesien|indonesischen]] Insel [[Lombok]] bilden. Sie sind mit den [[Bali]]nesen in ethnischer Herkunft und Sprache verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
Die Sprache &amp;#039;&amp;#039;[[Sasak (Sprache)|Sasak]]&amp;#039;&amp;#039; gehört zur [[Bali]]-Sasak-[[Sumbawa]]-Untergruppe des West-[[Malayo-polynesische Sprachen|malayo-polynesischen]] Sprachzweiges in der [[Austronesische Sprachen|Austronesischen]] Sprachfamilie.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=sas &amp;#039;&amp;#039;Sasak. A Language of Indonesia (Nusa Tenggara).&amp;#039;&amp;#039; Ethnologue.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; Verschiedene Sprachebenen dienen zur Bestätigung der sozialen Differenzierung und werden in der traditionellen Kultur strikt eingehalten. Bei Verwendung der drei Sprachebenen &amp;#039;&amp;#039;jamaq, tengaq&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;utame&amp;#039;&amp;#039; kann der Sprecher der jeweiligen sozialen Schicht zugeordnet werden. Nach einer üblichen Klassifizierung werden fünf regionale Dialekte des Sasak unterschieden: &amp;#039;&amp;#039;menó-mené, ngenó-ngené, meriyak-meriku, kutó-kuté&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ngettó-ngetté.&amp;#039;&amp;#039; Die Übergänge sind teilweise fließend, es lassen sich weitere Dialekte nach dem Wortschatz abgrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Gesellschaft ==&lt;br /&gt;
Über die Geschichte der Sasak ist wenig bekannt. Lombok wurde ab Mitte des 14. Jahrhunderts direkt [[Gajah Mada]] unterstellt und gehörte damit praktisch zum [[Hinduismus|hinduistischen]] [[Majapahit]]-Reiches. Seit dem 17. Jahrhundert regierte das Königreich Karangasem aus Ostbali über Lombok. Zuvor war Lombok in eine Reihe von sich häufig gegenseitig bekriegenden Sasak-Fürstentümern aufgeteilt. Nun waren sie den Balinesen tributpflichtig. 1891 kämpften die Sasak zusammen mit den [[Niederlande|Niederländern]] erfolgreich gegen die balinesische Dynastie im Westen der Insel. Lombok gehörte anschließend zum holländischen Kolonialbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den [[Hinduismus|hinduistischen]] Balinesen übernahmen die Sasak die geschlossenen hierarchischen Strukturen einer Klassengesellschaft. Traditionell erfolgt die Einteilung in vier Klassen: &amp;#039;&amp;#039;Raden&amp;#039;&amp;#039; waren die vornehmen Adligen, &amp;#039;&amp;#039;Menak&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Perwangse&amp;#039;&amp;#039; waren einfache Adlige, und &amp;#039;&amp;#039;Jajarkarang&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bulu ketujur&amp;#039;&amp;#039; bildeten das Volk. Die Einteilung betrifft das Heiratssystem und die Sprachebene. &amp;#039;&amp;#039;Raden&amp;#039;&amp;#039; ist auch ein Titel für Mitglieder von Oberschichtsfamilien, deren Vorfahren Könige der Kleinreiche waren. &amp;#039;&amp;#039;Raden Nune&amp;#039;&amp;#039; ist der Namenszusatz für Männer, &amp;#039;&amp;#039;Raden Dende&amp;#039;&amp;#039; für Frauen. Heiraten sollten innerhalb der entsprechenden Schicht erfolgen. In der Anrede wird nicht zwischen verheirateten und unverheirateten Erwachsenen unterschieden; haben sie jedoch Kinder, erhalten sie die Titel &amp;#039;&amp;#039;Amaq&amp;#039;&amp;#039; (Vater) bzw. &amp;#039;&amp;#039;Inaq&amp;#039;&amp;#039; (Mutter) plus den Namen des ersten Kindes.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://journal.ui.ac.id/?hal=download&amp;amp;q=44 Mahyuni: &amp;#039;&amp;#039;Valuing Language and Culture: An Example from Sasak.&amp;#039;&amp;#039; Makara, Sosial Humaniora, Bd. 11, Nr. 2, Dezember 2007, S.&amp;amp;nbsp;82&amp;amp;nbsp;f]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis um 1960 war für alle Gesellschaftsschichten die arrangierte [[Kreuzcousinenheirat]] üblich, die innerhalb des Dorfes ([[Endogamie|endogam]]) praktiziert wurde. Die Heirat unter Cousinen ist innerhalb der Normalbevölkerung selten geworden, von Adligen wird sie ebenfalls nicht mehr erwartet. Sollten Adlige jedoch außerhalb ihrer Gesellschaftsschicht heiraten, würden sie ihren Titel und das Ansehen in der Familie verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Sasak verstehen sich als die ursprünglichen Einwohner der Insel, die sie als &amp;#039;&amp;#039;gumi Sasak&amp;#039;&amp;#039; („Welt“) bezeichnen, und grenzen sich dadurch von den später in den Westteil zugezogenen Balinesen und den Minderheiten der [[Javaner]], [[Araber]] und [[Auslandschinesen|Chinesen]] ab. Zwischen dem späten 16. Jahrhundert und dem frühen 17. Jahrhundert [[Konversion (Religion)|konvertierten]] die Sasak zum [[Islam]], wobei in der bis ins 19. Jahrhundert dominierenden [[Wetu Telu|Wetu-Telu]]-Religion einige [[Ethnische Religion|naturreligiöse]] und hinduistische Glaubenselemente beibehalten wurden. Die Anhänger dieser [[Synkretismus|synkretistischen]] Form des Islam, die überwiegend in den Bergdörfern im Norden leben, wurden in den 1960er Jahren noch auf 20 Prozent geschätzt und sind seither durch anhaltende islamische Missionierung auf wenige Prozent zurückgegangen. Daneben gibt es noch vereinzelte, nicht islamisierte Anhänger der &amp;#039;&amp;#039;Sasa Boda&amp;#039;&amp;#039; (altmalaiischer Ahnenglaube und [[Buddhismus|buddhistische]] Elemente).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur orthodox-islamischen Glaubensrichtung &amp;#039;&amp;#039;Waktu Lima,&amp;#039;&amp;#039; die ab etwa 1900 von den &amp;#039;&amp;#039;Wetu-Telu-&amp;#039;&amp;#039;Anhängern unterschieden werden konnte, bekennt sich der größte Teil der Sasak. &amp;#039;&amp;#039;Waktu Lima&amp;#039;&amp;#039; bot bereits in der Kolonialzeit die Möglichkeit, Macht und gesellschaftliche Anerkennung außerhalb der Klassengesellschaft zu erlangen. Dem gegenüber schloss sich der Adel, der seine Macht aus dem Gewohnheitsrecht &amp;#039;&amp;#039;([[Adat]])&amp;#039;&amp;#039; bezog, mit den Holländern zusammen. Sie konnten die rasche Konversion zum Islam in den 1930er Jahren nicht verhindern. Während der Unruhen 1966 nach dem Militärputsch von [[Suharto]] erhielten die orthodoxen Muslime Unterstützung durch die Armee und brachten &amp;#039;&amp;#039;Wetu-Telu-&amp;#039;&amp;#039;Anhänger mit Drohungen und Gewalt zur Konversion.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Leemann: &amp;#039;&amp;#039;Internal and External Factors of Socio-cultural and Socio-Economic Dynamics in Lombok (Nusa Tenggara Barat).&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1989. Nach: Jocelyn Grace, Punkt 8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine kleine, sich aber lautstark äußernde Gruppe strenggläubiger Muslime, die in konservativen Islamschulen &amp;#039;&amp;#039;(Pesantren)&amp;#039;&amp;#039; erzogen wurden, und durch Einflüsse aus dem Westen besteht die Tendenz zu einer sich egalisierenden Gesellschaft, in der die Klassenunterschiede geringer werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
Entsprechend der religiösen Unterscheidung wird auch die [[Musik von Lombok]] entweder der javanisch-balinesischen [[Gamelan]]-Musik oder der vom Islam beeinflussten Musik zugeordnet. &amp;#039;&amp;#039;Genggong&amp;#039;&amp;#039; ist ein Tanzbewegungen ausführendes Musikensemble, benannt nach der Maultrommel &amp;#039;&amp;#039;[[genggong]]&amp;#039;&amp;#039;, zu dem die zweisaitige Streichlaute &amp;#039;&amp;#039;[[rebab]],&amp;#039;&amp;#039; die Bambusflöte &amp;#039;&amp;#039;[[suling]]&amp;#039;&amp;#039; und Schlaginstrumente gehören. &amp;#039;&amp;#039;Gandrung&amp;#039;&amp;#039; ähnelt im Aufführungsstil dem javanischen &amp;#039;&amp;#039;Gandrung [[Banyuwangi]]&amp;#039;&amp;#039;, nur dass auf Lombok als melodieführenden Instrumente &amp;#039;&amp;#039;rebab, suling&amp;#039;&amp;#039; und die seltene Kegeloboe &amp;#039;&amp;#039;[[preret]]&amp;#039;&amp;#039; zum Einsatz kommen. Das &amp;#039;&amp;#039;[[Serat Menak Sasak]]&amp;#039;&amp;#039; ist ein einheimischer Sagenzyklus, der nur noch selten als eine Form des indonesischen Schattenspiels &amp;#039;&amp;#039;[[wayang]] kulit&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt wird. Am meisten verehrt wird der Lingsar-Tempel an der Westküste, wo ein bedeutendes jährliches Tempelfest veranstaltet wird. Im Ort Lenek im Osten der Insel werden bei Dorffesten alte Tanztraditionen aufrechterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Cilokaq&amp;#039;&amp;#039; ist eine traditionelle populäre Musik mit Gesang und Instrumenten, die zur islamischen Kulturtradition gehören, wie die einfellige Rahmentrommel &amp;#039;&amp;#039;[[rebana]]&amp;#039;&amp;#039;, die Zupflaute &amp;#039;&amp;#039;[[gambus]]&amp;#039;&amp;#039;, die Violine (&amp;#039;&amp;#039;[[biola]]&amp;#039;&amp;#039;) und zumindest früher auch hier die Kegeloboe &amp;#039;&amp;#039;preret&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Geoffrey E. Marrison: &amp;#039;&amp;#039;Sasak and Javanese Literature of Lombok.&amp;#039;&amp;#039; KITLV Press, Leiden 1999&lt;br /&gt;
* Kari G. Telle: &amp;#039;&amp;#039;Nurturance and the Spectre of Neglegt: Sasak ways of dealing with the dead.&amp;#039;&amp;#039; In: Monica Janowski und Fiona Kerlogue (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kinship and food in South East Asia.&amp;#039;&amp;#039; Nordic Institute of Asian Studies, Kopenhagen 2007, S. 121–148. ISBN 87-91114-93-4&lt;br /&gt;
* David D. Harnish: &amp;#039;&amp;#039;Bridges to the Ancestors: Music, Myth, and Cultural Politics at an Indonesian Festival.&amp;#039;&amp;#039; University of Hawaii Press, Honolulu 2005, ISBN 978-0-8248-2914-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sasak people|Sasak}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Sven Cederroth: [http://www.abo.fi/comprel/temenos/temeno32/ceder.htm &amp;#039;&amp;#039;From Ancestor Worship to Monotheism. Politics of Religion in Lombok.&amp;#039;&amp;#039;] Temenos, 32, 1996, S. 7–36&lt;br /&gt;
* Jocelyn Grace: [http://intersections.anu.edu.au/issue10/grace.html &amp;#039;&amp;#039;Sasak Women Negotiating Marriage. Polygyny and Divorce in Rural East Lombok.&amp;#039;&amp;#039;] Intersections: Gender and Sexuality in Asia and the Pacific, Nr. 10, August 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Indonesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lombok]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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