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	<title>Sarod - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sarod&amp;diff=252798&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;EugenioNoel: /* Bauform, Stimmung und Spieltechnik */ IMG erg./Kommata/gerafft.</title>
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		<updated>2026-02-07T13:55:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bauform, Stimmung und Spieltechnik: &lt;/span&gt; IMG erg./Kommata/gerafft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sarod 001.jpg|thumb|hochkant|Sarod]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sarod&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Saiteninstrument]] der klassischen nord[[Indische Musik|indischen Musik]]. Die Langhals[[Lauteninstrument|laute]] wurde in den 1860er Jahren in [[Lucknow]] aus der afghanischen &amp;#039;&amp;#039;[[rubab]]&amp;#039;&amp;#039; und mit Formelementen der &amp;#039;&amp;#039;[[sursingar]]&amp;#039;&amp;#039; entwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das aus dem [[Persische Sprache|Persischen]] stammende Wort &amp;#039;&amp;#039;sarod&amp;#039;&amp;#039; ist wesentlich älter als das indische Musikinstrument. Es wird üblicherweise auf &amp;#039;&amp;#039;sorūd&amp;#039;&amp;#039; in der Bedeutung „Lied“, „Melodie“, „Hymne“ und weiter auf das persische Verb &amp;#039;&amp;#039;sorūdan&amp;#039;&amp;#039; zurückgeführt, das dementsprechend „singen“, „ein Musikinstrument spielen“, aber darüber hinaus auch „dichten“ bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Junker (Sprachwissenschaftler)|Heinrich F. J. Junker]], [[Bozorg Alavi]]: &amp;#039;&amp;#039;Persisch-deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig/Teheran 1970, S. 420.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde vielleicht in den Aussprachevarianten &amp;#039;&amp;#039;surod, sorud&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;saroz&amp;#039;&amp;#039; auf Streichlauten in der Volksmusik von [[Belutschistan]] übertragen, die mit der &amp;#039;&amp;#039;[[sarinda]]&amp;#039;&amp;#039; verwandt sind. &amp;#039;&amp;#039;Sarod&amp;#039;&amp;#039; wird manchmal des Weiteren von &amp;#039;&amp;#039;[[Schahrud (Saiteninstrument)|schahrud]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;šāh-rūd&amp;#039;&amp;#039;) hergeleitet, dem Namen eines im 10. Jahrhundert entwickelten Saiteninstruments. Darin sind die beiden Komponenten &amp;#039;&amp;#039;šāh&amp;#039;&amp;#039;, ([[Schah]]), „König“ und &amp;#039;&amp;#039;rūd&amp;#039;&amp;#039;, „Saite“, in der ungefähren Bedeutung „König der Lauten“ enthalten. In beiden Herleitungen ist das Wort in irgendeiner Weise mit Musik verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Adrian McNeil: &amp;#039;&amp;#039;Inventing the Sarod: A Cultural History&amp;#039;&amp;#039;. Seagull Books, Kalkutta 2004, S. 27, ISBN 978-81-7046-213-2; vorher bei [[Henry George Farmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Studies in Oriental Music.&amp;#039;&amp;#039; The Civic Press, Glasgow 1939, S. 258&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vom Musikwissenschaftler S. M. Tagore (Sourindramohan Tagore) 1875 angegebene Verbindung von &amp;#039;&amp;#039;sarod&amp;#039;&amp;#039; mit &amp;#039;&amp;#039;sarad&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;saradiya vina&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europeana.eu/portal/de/record/09102/_CM_0156664.html &amp;#039;&amp;#039;Luth &amp;quot;saradiya vina&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039;] Europeana Collections (Abbildung)&amp;lt;/ref&amp;gt; ([[Sanskrit]] „herbstliche [[Vina]]“) gilt heute als unbegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Alastair Dick: &amp;#039;&amp;#039;Sarod&amp;#039;&amp;#039; In: Laurence Libin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Grove Dictionary of Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 389&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform, Stimmung und Spieltechnik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sarod plectrum.jpg|mini|Traditionell aus &amp;#039;&amp;#039;jaba&amp;#039;&amp;#039; gefertigtes Sarod-[[Plektrum]]]]&lt;br /&gt;
Die Rückseite der &amp;#039;&amp;#039;sarod&amp;#039;&amp;#039; wird aus einem Stück geschnitzt. Als Material dient entweder &amp;#039;&amp;#039;Tun&amp;#039;&amp;#039; (Indisches Mahagoni) oder [[Teakholz]]. Der Korpus wird mit einem Ziegenfell bespannt. Das bundlose Griffbrett besteht aus Metall. Am Halsende ist ein zusätzlicher Resonanzkörper befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bespannt wird die &amp;#039;&amp;#039;sarod&amp;#039;&amp;#039; mit bis zu 25 Saiten aus Metall, die entsprechend ihrer Funktion (ähnlich der [[Sitar]]) in vier Gruppen auf zwei Saitenebenen angeordnet sind. Die erste Saitenebene besteht aus jeweils bis zu vier Spiel- und Bordunsaiten und zwei Rhythmussaiten, die über einen [[Steg (Saiteninstrument)|Steg]] aus Horn gespannt sind. Die zweite Ebene bilden die [[Resonanzsaite]]n, die durch eine Aussparung im Steg hindurchlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei allen indischen Instrumenten ohne fixierte Tonhöhen ist die Stimmung relativ, wobei der Referenzton &amp;#039;&amp;#039;(Sa)&amp;#039;&amp;#039; meist dem &amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Cis&amp;#039;&amp;#039; der westlichen Stimmung entspricht. Eine verbreitete Saitenanordnung und Stimmung für ein 25-saitiges Instrument geht auf [[Ali Akbar Khan]] zurück:  &lt;br /&gt;
*4 Spielsaiten mit Quart-Quart-Quint-Stimmung von der höchsten zur tiefsten Saite, die direkt über das Griffbrett laufen und durch die Greifhand verkürzt werden können. Stimmung 1=Ga, 2=Sa, 3=Pa, 4=Sa (bei &amp;#039;&amp;#039;Sa&amp;#039;&amp;#039; gleich &amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039;: f-c-G-C). Wie bei der Sitar dient die höchste Saite als eigentliche Melodiesaite, die im Griffbrettbereich über die ganze Saitenlänge genutzt wird, während die anderen Spielsaiten zumeist nur in den tieferen [[Lage (Musikinstrumente)|Lagen]] gegriffen werden.  &lt;br /&gt;
* 4 tiefe Bordunsaiten, die über einen eigenen [[Sattel (Saiteninstrument)|Sattel]] parallel zum Griffbrett geführt werden und der Resonzverstärkung in tiefen Klanglagen dienen. Stimmung: 5=Ni, 6=Re, 7=Ga, 8=Sa (H-d-e-c).&lt;br /&gt;
* 2 hohe Bordunsaiten &amp;#039;&amp;#039;(chikari)&amp;#039;&amp;#039;, die in Verbindung mit den Melodietönen als Rhythmussaiten verwendet werden, und deren Stimmwirbel sich seitlich am Hals befinden. Sie sind eine Oktave höher als die 2. Saite und im Einklang gestimmt (Sa/Sa=c&amp;#039;/c&amp;#039;).   &lt;br /&gt;
* Bis zu 15 Resonanzsaiten &amp;#039;&amp;#039;(tarab)&amp;#039;&amp;#039;, die leicht diagonal unterhalb der ersten Saitenebene verlaufen und im höheren Bereich des Halses über zwei Reihen zu je 8 und 7 kleineren Stimmwirbeln verfügen. Eine verbreitete Stimmung bei &amp;#039;&amp;#039;Sa&amp;#039;&amp;#039; gleich &amp;#039;&amp;#039;C&amp;#039;&amp;#039;: A-c-d-es-e-f-fis-g-a-b-h-c&amp;#039;-d&amp;#039;-e&amp;#039;-f&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Melodie- und Rhythmussaiten werden mit einem [[Plektrum]] angeschlagen, das traditionell aus Kokosnussschale (&amp;#039;&amp;#039;jaba&amp;#039;&amp;#039;) gefertigt wird. Um die für die indische Musik charakteristischen [[Glissando]]-Tonhöhenübergänge realisieren zu können, verkürzt die Greifhand die Melodiesaiten – anders als bei den meisten Saiteninstrumenten, die unmittelbar mit der Fingerkuppe gegriffen werden – durch Kontakt mit den für diesen Zweck speziell zugefeilten Fingernägeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tradierung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Amaan Ali Khan - Pune 2007 - 1.jpg|thumb|Amaan Ali Khan]]&lt;br /&gt;
Zur Lehrtradition der &amp;#039;&amp;#039;Senia-[[Gharana]]s&amp;#039;&amp;#039;, Musikschulen oder Stilrichtungen, die ihre Herkunft auf den bedeutenden Musiker Mian [[Tansen (Musiker)|Tansen]] im 16. Jahrhundert zurückführen, gehörte neben der Gesangsausbildung das Unterrichten der Langhalslaute &amp;#039;&amp;#039;[[vina]]&amp;#039;&amp;#039; und der Schalenhalslaute &amp;#039;&amp;#039;rubab&amp;#039;&amp;#039;. Die Weitergabe der klassischen [[Dhrupad]]-Tradition erfolgte weitgehend innerhalb der entsprechenden Familien meist vom Vater auf den Sohn. Außenstehende unterrichteten die Musiklehrer nur im weniger strengen [[Khyal]]-Gesangsstil und an den Lauteninstrumenten &amp;#039;&amp;#039;[[sitar]], sursingar&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;sarod&amp;#039;&amp;#039;. Vier Sarod-Gharanas werden unterschieden: die von muslimischen Familien gepflegte &amp;#039;&amp;#039;Shahjahanpur-Gharana&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Lakhnau-Gharana&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;[[Gwalior]]-Gharana&amp;#039;&amp;#039; sowie die von [[Allauddin Khan]], einem hinduistischen Musiker gegründete &amp;#039;&amp;#039;Maihar-Gharana&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Masakazu Tamori: [https://doi.org/10.15021/00002617 &amp;#039;&amp;#039;The Transformation of Sarod Gharana: Transmitting Musical Property in Hindustani Music.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Senri Ethnological Studies,&amp;#039;&amp;#039; Nr. 71, 2008, S. 169–202, hier S. 175&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannteste Sarodspieler des 20. Jahrhunderts war [[Ali Akbar Khan]]. Er verstarb 2009 in San Francisco und stand in der Tradition der &amp;#039;&amp;#039;Maihar-Gharana&amp;#039;&amp;#039;. Weitere sind: [[Amjad Ali Khan]], Radhika Mohan Maitra (1917–1981) und dessen Schüler [[Buddhadev Das Gupta]], [[Jai Uttal]], Hafiz Ali Khan, Partho Sarathy, [[Rajeev Taranath]], [[Tejendra Narayan Majumdar]], [[Aashish Khan]], [[Ayaan Ali Khan]], [[Amaan Ali Khan]], Basant Kabra, Biswajeet Roy Chowdhury, [[Brij Narayan]], Devjyoti Bose, Kalyan Mukherjee, [[Ken Zuckerman]], Wajahat Khan, Zarin Daruwala, Ranajit Sengupta, Sharan Rani und Vikash Maharaj.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Allyn Miner: &amp;#039;&amp;#039;Sitar and Sarod in the 18th and 19th Centuries.&amp;#039;&amp;#039; Florian Noetzel Verlag, Wilhelmshaven 1993 &lt;br /&gt;
* Adrian McNeil: &amp;#039;&amp;#039;Inventing the Sarod: A Cultural History.&amp;#039;&amp;#039; Seagull Books, Kalkutta 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4318787-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lauteninstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelles indisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Afghanistan)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;EugenioNoel</name></author>
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