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	<title>Sarinda - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2022-10-13T14:52:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei: Sarinda1.gif|miniatur|Kolorierte Zeichnung eines bengalischen Sarinda-Spielers von François Balthazar Solvyns. Erstmals veröffentlicht 1796&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iias.nl/nl/28/IIAS_NL28_15.pdf &amp;#039;&amp;#039;François Balthazar Solvyns: A Flemish Artist in Bengal, 1791-1803.&amp;#039;&amp;#039; IIAS Newsletter, Nr. 28, 2002, S. 15] (PDF-Datei; 599&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sarinda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|سارنده}}) ist ein mit dem Bogen gestrichenes [[Lauteninstrument]] in der nord[[Indische Musik|indischen Musik]], das zur Familie des afghanischen &amp;#039;&amp;#039;[[Rubab|rubāb]]&amp;#039;&amp;#039; gehört und in der historischen Region [[Chorasan]] entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Verbreitungsregion liegt im östlichen [[Iranisches Hochland|iranischen Hochland]], in [[Afghanistan]], [[Pakistan]], [[Kaschmir]], [[Rajasthan]] und [[Sindh]], von wo sich die Sarinda mit baulichen Veränderungen weiter nach Ostindien ([[Bihar]], [[Bengalen]] und [[Orissa]]) und [[Nepal]] verbreitete.&amp;lt;ref&amp;gt;Romila Saha: [http://www.telegraphindia.com/1080302/jsp/calcutta/story_8966597.jsp &amp;#039;&amp;#039;In search of the sarinda.&amp;#039;&amp;#039;] The Telegraph, Calcutta, 2. März 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; zur städtischen, von [[Paschtunen]] dominierten Musikszene Afghanistans, in [[Herat]] wurde sie &amp;#039;&amp;#039;sārang&amp;#039;&amp;#039; genannt. Paschtunische Musiker brachten für die verschiedenen Musikstile [[Ghasel|Ghazal]], den nordindischen [[Khyal]] und populäre indische Filmmusik  das indische [[Harmonium#Das Harmonium in Indien|Harmonium]], &amp;#039;&amp;#039;[[rubab]], sarinda,&amp;#039;&amp;#039; das Kesseltrommelpaar &amp;#039;&amp;#039;[[tabla]]&amp;#039;&amp;#039; oder die beidseitig bespannte Fasstrommel &amp;#039;&amp;#039;[[Dhol|doholak]]&amp;#039;&amp;#039; zusammen. Andere Bezeichnungen für die &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; in Nordindien sind &amp;#039;&amp;#039;saringda, sarenda&amp;#039;&amp;#039; oder in [[Belutschistan (Pakistan)|Belutschistan]] &amp;#039;&amp;#039;saroz,&amp;#039;&amp;#039; in Sindh &amp;#039;&amp;#039;surando&amp;#039;&amp;#039; und in Rajasthan &amp;#039;&amp;#039;surinda.&amp;#039;&amp;#039; In Sindh und Rajasthan wird die &amp;#039;&amp;#039;surando&amp;#039;&amp;#039; von den umherziehenden Musikerkasten der Langas, Manganiyars und Charans zu Familienfeiern der Grundbesitzer (&amp;#039;&amp;#039;Zamindars&amp;#039;&amp;#039;) und auf Dorffesten gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Afghanistan werden drei Arten von gestrichenen Saiteninstrumenten als &amp;#039;&amp;#039;[[ghichak]]&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;gheichak&amp;#039;&amp;#039;) zusammengefasst: &amp;#039;&amp;#039;sarinda, [[kamantsche]]&amp;#039;&amp;#039; und die in Nordafghanistan verbreiteten Stachelfideln, deren Resonanzkörper eine Blechdose ist.&amp;lt;ref&amp;gt;John Baily, 1988, S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;suroz&amp;#039;&amp;#039; ist eine großformatige &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; mit vier Melodie- und bis zu acht Resonanzsaiten, die als das führende Musikinstrument in [[Belutschistan]] angesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nepal tritt die kleine Musikerkaste der &amp;#039;&amp;#039;Gaine&amp;#039;&amp;#039; mit mehreren &amp;#039;&amp;#039;sarindas&amp;#039;&amp;#039; zur Begleitung von Gesang und Tänzen auf. Die Gaine verstärken die Beziehung zu ihrem Instrument, indem sie verschiedenen Bauteilen die Namen menschlicher Körperteile zuordnen. Die vier Saiten ihrer &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; werden nach Vater, Sohn, Mutter und Tochter benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dhodro Banam.jpg|mini|hochkant=0.7|&amp;#039;&amp;#039;Sarinda&amp;#039;&amp;#039; mit ankerförmigem Korpus]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; ist eine gestrichene Kurzhalslaute aus einem bootsförmig gekrümmten oder rundbauchigen Holzblock aus [[Maulbeerbaum]]holz mit zwei Kammern, über dessen kleinerer unterer [[Resonanzkörper]] eine Tierhaut gespannt ist. Über den Steg, der in der Mitte der Hautbespannung aufsitzt, verlaufen drei bis vier Melodiesaiten (&amp;#039;&amp;#039;tar&amp;#039;&amp;#039;), von denen eine die Hauptsaite (&amp;#039;&amp;#039;baj tar&amp;#039;&amp;#039;) ist und die anderen als Bordunsaiten dienen. Unter den Melodiesaiten und durch den [[Steg (Saiteninstrument)|Steg]] können in zweistelliger Zahl Resonanzsaiten verlaufen. Der Steg hat keine [[Bund (Saiteninstrument)|Bünde]]. Im Bereich der markanten Einbuchtung des hölzernen [[Korpus (Musikinstrument)|Korpus]] wird der Bogen gestrichen. Der obere Teil des Resonanzkörpers ist offen und wächst durch seitliche Spitzen, die wie Vogelschwingen aussehen, in die Breite. Die Länge der unterschiedlichen Bauformen beträgt 60 bis 70 Zentimeter. Die Melodiesaiten bestehen üblicherweise aus Darm oder Pferdehaar. Ustad Pazir Khan, der Vater des berühmtesten pakistanischen Sarinda-Spielers Munir Sarhadi, ersetzte die Darmsaiten durch Metallsaiten und nahm auch Veränderungen am Resonanzkörper vor. Das Instrument wird senkrecht gehalten und ruht beim Spielen auf dem linken Knie. Der gekrümmte [[Bogen (Streichinstrument)|Bogen]] ist mit Pferdehaar bespannt, wobei der Frosch mit einem Stoffband festgewickelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zahlreiche regionale Varianten. Gemeinsames Merkmal aller Sarinda-Typen ist der zweiteilige Resonanzkörper mit einem oberen, zu den Saiten hin offenen Schallraum. Die rundbauchige und reich verzierte &amp;#039;&amp;#039;Bengali sarinda&amp;#039;&amp;#039; hat vier Spielsaiten und über zehn Resonanzsaiten. Bei einfacheren Sarindas in der indischen Nordostregion fehlen diese Resonanzsaiten. Die &amp;#039;&amp;#039;Nepali sarangi&amp;#039;&amp;#039; ist durchgehend schmal und langrechteckig, mit nur wenig abgetrepptem Hals. Ungeachtet ihres Namens gehört sie wegen der Öffnung im oberen Teil des Korpus zu den &amp;#039;&amp;#039;sarindas&amp;#039;&amp;#039; und nicht zu den ähnlich kastenförmigen &amp;#039;&amp;#039;[[sarangi]]s.&amp;#039;&amp;#039; Sie hat vier Melodiesaiten aus Darm und Stahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ableger der &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; beim [[Adivasi]]-Volk der [[Santal (Volk)|Santal]] in Ostindien heißt &amp;#039;&amp;#039;dhodro [[banam]]&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich: „hohles Instrument“). Die einzige Saite wird beim Spielen mit der linken Hand an den Hals gedrückt. Die aus dunklem Hartholz gefertigten Instrumente, die mit menschlichen Figuren üppig verziert sind, waren von kultischer Bedeutung. Das zum Bau verwendete Holz (&amp;#039;&amp;#039;guloic&amp;#039;&amp;#039;) ist der Legende nach aus einem Menschen entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bengt Fosshag]]: [http://www.bengtfosshag.de/santal/ &amp;#039;&amp;#039;The Lutes of the Santal&amp;#039;&amp;#039;] auf www.bengtfosshag.de vom Winter 1996 (aufgerufen am 11.&amp;amp;nbsp;April 2012). &amp;lt;/ref&amp;gt; Wie bei der nepalesischen Musikerkaste Gaine werden Körperteile mit dem Instrument assoziiert. Der untere, geschlossene Schallkörper symbolisiert den Magen, der offene Teil die Brust, der Hals entspricht dem Hals und der Wirbelkasten wird mit dem Kopf gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Bengalen]] wurde eine einfache &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; mit zwei Darmsaiten von umherziehenden [[Sadhu]]s gespielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Arthur Popley: &amp;#039;&amp;#039;The Music of India.&amp;#039;&amp;#039; Low Price Publications, Delhi 1990, S. 109 (1. Auflage 1921)&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine aufwendigere &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; in Bengalen mit drei Saiten trägt auf dem Wirbelkasten geschnitzte Tier- oder Menschenfiguren, etwa das Götterpaar [[Radha]] und [[Krishna]]. Sie wird bei den devotionalen Volksliedern &amp;#039;&amp;#039;murshidi gan&amp;#039;&amp;#039; und bei Gesangswettbewerben wie &amp;#039;&amp;#039;bichar gan&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;kavigan&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://en.banglapedia.org/index.php?title=Sarinda &amp;#039;&amp;#039;Sarinda.&amp;#039;&amp;#039;] Banglapedia&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bis zwei Saiten besitzt die &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; der [[Garo (Volk)|Garo]] in [[Meghalaya]], die ähnlich auch in [[Assam]] vorkommt. Ihr Korpus besteht aus dem hellen Holz vom [[Asiatischer Kapokbaum|Asiatischen Kapokbaum]] (&amp;#039;&amp;#039;Bombax ceiba, bolchu&amp;#039;&amp;#039;), von &amp;#039;&amp;#039;[[Holarrhena]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;bolmatra&amp;#039;&amp;#039;) oder am geeignetsten &amp;#039;&amp;#039;[[Gmelina arborea]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;gambare&amp;#039;&amp;#039;). Bei ihr sitzen zwei geschnitzte Hühner auf dem Wirbelkasten. Die untere Hälfte des Korpus ist mit der Haut eines [[Leguane|Leguans]] (&amp;#039;&amp;#039;matpu&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;ghorpad&amp;#039;&amp;#039;) bespannt. Die Saite besteht aus Baumwolle oder der Rindenfaser eines Zweiges von &amp;#039;&amp;#039;Celtis orientalis&amp;#039;&amp;#039; (Familie der [[Hanfgewächse]], englisch &amp;#039;&amp;#039;kilkra&amp;#039;&amp;#039;). Für den Streichbogen (&amp;#039;&amp;#039;bangchiri&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;sabik&amp;#039;&amp;#039;) verwendet man Fasern eines Ananasblattes. Mit der &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; begleiten Garo die Volksliedgattungen &amp;#039;&amp;#039;ajé&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;doro&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort: &amp;#039;&amp;#039;Garo Musical Instruments&amp;#039;&amp;#039;. In: Late Pandit Nikhil Ghosh (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Encyclopaedia of the Music of India. Saṅgīt Mahābhāratī.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 1 (A–G) Oxford University Press, Neu Delhi 2011, S. 338f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise und Musiker ==&lt;br /&gt;
Der Ton der &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; ist je nach Herkunft hell oder dunkel gefärbt, er klingt zumeist voll und weich, im Gegensatz zu der etwas kratzig klingenden &amp;#039;&amp;#039;[[sarangi]]&amp;#039;&amp;#039;, die in Nordindien wesentlich weiter verbreitet ist. Während die &amp;#039;&amp;#039;sarangi&amp;#039;&amp;#039; im 20. Jahrhundert sich in der nordindischen klassischen Musik etabliert hat, bleibt die &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; in Indien der Volksmusik vorbehalten. In Indien dient die &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; fast ausschließlich der volkstümlichen Gesangsbegleitung,&amp;lt;ref&amp;gt;Alain Danielou: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die indische Musik.&amp;#039;&amp;#039; Heinrichshofen’s Verlag, Wilhelmshaven 1982, S. 98&amp;lt;/ref&amp;gt; in den pakistanischen Provinzen [[Punjab (Pakistan)|Punjab]] und [[Sindh]] tritt die &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; mit Trommelbegleitung (&amp;#039;&amp;#039;dhol&amp;#039;&amp;#039;), bei [[Qawwali]]-Musikern teilweise gemeinsam mit der zwei- bis viersaitigen Langhalslaute &amp;#039;&amp;#039;[[damburag]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;tanburaq&amp;#039;&amp;#039;) der [[Belutschen]] (verwandt mit der nordafghanischen &amp;#039;&amp;#039;[[dambura]]&amp;#039;&amp;#039; und der pakistanischen &amp;#039;&amp;#039;[[tanburo]]&amp;#039;&amp;#039;) und einer Trommel in Erscheinung. Beide Instrumente werden [[legato]] – schleifend – gespielt. Die Finger der linken Hand werden auf die Saiten aufgelegt, anstatt sie ganz niederzudrücken. In der Volksmusik werden gelegentlich kleine Glöckchen am Bogen befestigt, die im Rhythmus erklingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der pakistanischen Provinz [[Belutschistan (Pakistan)|Belutschistan]] wird die &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; seit mindestens dem 18. Jahrhundert in der Ritualmusik &amp;#039;&amp;#039;([[Dhikr]])&amp;#039;&amp;#039; der [[Sufismus|Sufis]] verwendet. Zu diesen Ritualen gehören auch Besessenheitskulte, die von versklavten Schwarzafrikanern mitgebracht wurden und &amp;#039;&amp;#039;guati-damali&amp;#039;&amp;#039; genannt werden. Die &amp;#039;&amp;#039;sorud&amp;#039;&amp;#039; übernimmt hierbei dieselbe führende Funktion wie die Zupflaute &amp;#039;&amp;#039;[[gimbri]]&amp;#039;&amp;#039;, die im [[Maghreb]] für die therapeutischen Kulte [[Derdeba]] und [[Stambali]] gebraucht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Chaitali B. Roy: [http://www.arabtimesonline.com/NewsDetails/tabid/96/smid/414/ArticleID/149416/t/Dar-brings-Baluchi-music-to-Kuwait/Default.aspx &amp;#039;&amp;#039;Dar brings Baluchi music to Kuwait.&amp;#039;&amp;#039;] Arab Times&amp;lt;/ref&amp;gt; Das in Belutschistan als &amp;#039;&amp;#039;sorud&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Instrument hat vier Melodiesaiten, davon sind drei Spielsaiten aus Stahl, eine [[Bordun]]-Saite ist aus Darm. Zur Klangverstärkung dienen sechs bis acht Resonanzsaiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.balochistanmusic.blogsky.com/1387/01/05/post-45/ &amp;#039;&amp;#039;Baluchi Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; Music of Balochistan]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Zusammenspiel von &amp;#039;&amp;#039;sorud&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;damburag&amp;#039;&amp;#039; entspricht dem Streich- und Zupfinstrument-Duo &amp;#039;&amp;#039;ghichak&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[dutar]]&amp;#039;&amp;#039; bei den [[Turkmenen]] sowie dem [[Aserbaidschanische Musik|aserbaidschanischen]] Duo &amp;#039;&amp;#039;[[Kamantsche|kamancha]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Tar (Musikinstrument)|tar]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean During: &amp;#039;&amp;#039;Power, Authority and Music in the Cultures of Inner Asia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ethnomusicology Forum,&amp;#039;&amp;#039; Vol. 14, No. 2 (Music and Identity in Central Asia) November 2005, S. 143–164, hier S. 157&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Grabbauten ([[Qubba]]s) der [[Sunniten|sunnitischen]] Kalhora-Dynastie (reg. 1701–1783) in der Provinz [[Sindh]] begleiten Sufi-Sänger (&amp;#039;&amp;#039;surandai faqir&amp;#039;&amp;#039;) ihren Dhikr-Gesang auf der &amp;#039;&amp;#039;surando&amp;#039;&amp;#039;. An einigen dieser Grabbauten in der Umgebung von [[Larkana]] im Norden des Sindh sind Wandmalereien aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erhalten, auf denen Musiker zur Unterhaltung &amp;#039;&amp;#039;surando&amp;#039;&amp;#039; spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zulfiqar Ali Kalhoro: &amp;#039;&amp;#039;Representations of Music and Dance in the Islamic Tombs of Sindh, Pakistan.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Music in Art,&amp;#039;&amp;#039; Band 35, Nr. 1/2 (&amp;#039;&amp;#039;Rethinking Music in Art: New Directions in Music Iconography&amp;#039;&amp;#039;) Frühjahr–Herbst 2010, S. 201–217&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tradition der [[Sikhismus|Sikhs]] im nordindischen [[Punjab|Panjab]] gibt es die epischen religiösen &amp;#039;&amp;#039;Dhadi-&amp;#039;&amp;#039;Gesänge, die von einer kleinen [[Sanduhrtrommel]] (&amp;#039;&amp;#039;[[dhadd]]&amp;#039;&amp;#039;) und einer &amp;#039;&amp;#039;sarinda&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;sarangi&amp;#039;&amp;#039; begleitet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Munir Sarhadi (1922–1980)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://sarangi.info/sarhadi &amp;#039;&amp;#039;Munir Sarhadi.&amp;#039;&amp;#039;] sarangi.info, North Indian Classical Music Archive&amp;lt;/ref&amp;gt; hat einige Aufzeichnungen mit seiner bewunderten Spielweise hinterlassen. Sein Sohn Ijaz Sarhadi gilt derzeit als führender Sarinda-Spieler.&amp;lt;ref&amp;gt;Mohammad Akbar: &amp;#039;&amp;#039;North West Frontier Province.&amp;#039;&amp;#039; In: Alison Arnold (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Garland Encyclopedia of World Music: South Asia: The Indian Subcontinent.&amp;#039;&amp;#039; Garland Publishing, Princeton 1999, S. 788&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der wenigen Sarinda-Spieler im Umfeld der Qawwali-Musik im Sindh ist Mohamed Fakir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tresors du Pakistan. Musiques Instrumentales du Pakistan.&amp;#039;&amp;#039; Playa Sound 65082, 1991, Text: [[Kudsi Ergüner]]. (Enthält drei Stücke von Munir Sarhadi)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pakistan/Sindh: Sohrab Fakir, Mohamed Fakir, Ghous Bux Brohi, Moula Bux Sand, Alla Bachayo Khoso.&amp;#039;&amp;#039; Network Medien, 1999. (Enthält zwei Titel mit Mohamed Fakir)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Mystic Fiddle Of The Proto-Gypsies: Masters Of Trance Music.&amp;#039;&amp;#039; Shanachie 1997. (Sufi-Musiker aus Belutschistan spielen Sorud)&lt;br /&gt;
* Rasulbakhsh Zangeshâhi, Firuz Sâjedi, Abdorahmân Surizehi und Rahimbakhsh Zangeshâhi: &amp;#039;&amp;#039;Baloutchistan – La Tradition Instrumentale – Sorud, Benju, [[Doneli]].&amp;#039;&amp;#039; Ocora, OCD 560105. (&amp;#039;&amp;#039;Benju:&amp;#039;&amp;#039; Hackbrett, &amp;#039;&amp;#039;Doneli:&amp;#039;&amp;#039; Doppelrohrflöte in Belutschistan)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[John Baily]]: &amp;#039;&amp;#039;Music of Afghanistan: Professional Musicians in the City of Herat.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 1988, S. 19, 34, 82f, 166&lt;br /&gt;
* Joep Bor: &amp;#039;&amp;#039;The Voice of the Sarangi. An illustrated history of bowing in India.&amp;#039;&amp;#039; National Centre for the Performing Arts, Quarterly Journal, Bd. 15 &amp;amp; 16, Nr. 3, 4 &amp;amp; 1, September–Dezember 1986, März 1987, S. 13–17&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Finscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; Sachband 8, 1998, Sp. 1003f&lt;br /&gt;
* Bengt Fosshag: [http://www.bengtfosshag.de/pdf/fosshag_sarinda.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Sārindā und ihre Verwandten. Formen und Verbreitung einer Familie von Streichinstrumenten in den Ländern des Islam und benachbarten Regionen.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 5,9&amp;amp;nbsp;MB) Institut für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften, Frankfurt/Main 1997, S. 281–306&lt;br /&gt;
* [[Stanley Sadie]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The New [[Grove Dictionary of Music and Musicians]].&amp;#039;&amp;#039; Macmillan Press, London 1984, Bd. 3, S. 297f&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* David Courtney: [http://www.chandrakantha.com/articles/indian_music/saringda.html &amp;#039;&amp;#039;Saringda.&amp;#039;&amp;#039;] chandrakantha.com&lt;br /&gt;
* [[Bengt Fosshag]]: [http://www.bengtfosshag.de/pdf/fosshag_sarinda.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Sarinda und ihre Verwandten&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF-Datei; 5,87&amp;amp;nbsp;MB) Herausgegeben vom Institut für Geschichte der Arabisch-Islamischen Wissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main von 1997  (aufgerufen am 23.&amp;amp;nbsp;September 2011)&lt;br /&gt;
* [http://orgs.usd.edu/nmm/India/2605Sarinda/Sarinda2605.html &amp;#039;&amp;#039;Short-Necked Lute (Sarinda or Saroz), Bengal, India, Late 19th Century.&amp;#039;&amp;#039;] Images from the Beede Gallery, National Music Museum, The University of South Dakota&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Streichinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lauteninstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Afghanistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Iran)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelles indisches Musikinstrument]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesi</name></author>
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