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	<title>Sardonismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sardonismus&amp;diff=1031167&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tolanor am 11. Dezember 2024 um 19:04 Uhr</title>
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		<updated>2024-12-11T19:04:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sardonismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine beißende, [[Hohn|höhnische]] oder [[Zynismus|zynische]] Art von [[Humor]], bei der eine boshafte, herablassende oder bittere Haltung mitschwingt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.merriam-webster.com/dictionary/sardonic |titel=Definition of SARDONIC |datum=2024-10-09 |sprache=en |abruf=2024-10-16}}; {{Internetquelle |url=https://www.dictionary.com/compare-words/sardonic-vs-sarcastic?root=sardonic |titel=Dictionary.com {{!}} Meanings &amp;amp; Definitions of English Words |sprache=en |abruf=2024-10-16}}; {{Internetquelle |url=https://www.oed.com/dictionary/sardonic_adj?tab=meaning_and_use#24260477 |titel=Sardonic |werk=Oxford English Dictionary |sprache=en |abruf=2024-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu [[Trockener Humor|trockenem Humor]] oder [[Sarkasmus]] enthält der Sardonismus eine tiefere Ebene von [[Bitter#Die Emotion „bitter“|Bitterkeit]] oder [[Verachtung]], die oft hinter einem grimmigen, ironischen, feixenden („sardonischen“) [[Lächeln]] oder [[Lachen]] verborgen ist, und gilt als besonders [[Scharfsinn|scharfsinnige]], aber kalte Form des Humors. Sardonismus drückt Geringschätzung, Ablehnung oder [[Kritik]] auf eine treffende, aber indirekte, subtil zersetzende Weise aus, wodurch eine Bemerkung nicht sofort als offene Beleidigung erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sardonische Äußerungen zeichnen sich durch feine, aber schneidende [[Ironie]] aus und beinhalten oft unangenehme [[Wahrheit|Wahrheiten]]. Dabei schwingt häufig eine gewisse Gefühlskälte oder Missachtung mit, was eine Bemerkung besonders verletzend machen kann. Anders als beim humorvollen Sarkasmus, bei dem die Ironie oft als Stilmittel genutzt wird, um eine lustige Wirkung zu erzielen, zielt der Sardonismus darauf ab, andere zu erniedrigen oder zu demütigen. Typischerweise zeigt sich dies in einer scheinbar überlegenen Haltung des Sprechers, der durch seine spitze Zunge und den unterschwelligen [[Spott]] auf Distanz zur Situation oder den beteiligten Personen bleibt. Oft wird Sardonismus in Situationen verwendet, in denen offene Kritik oder ein direkter Angriff unangebracht oder zu riskant wären. Seine Subtilität macht ihn zu einer effektiven Methode, um elegant Kritik oder Abneigung zu äußern, ohne dabei offen konfrontativ zu erscheinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Heine |Titel=Kluge Wörter: wie wir den Bildungswortschatz nutzen können - und wo seine Tücken liegen |Auflage=1. Auflage |Verlag=Dudenverlag |Ort=Berlin |Datum=2024 |ISBN=978-3-411-91410-4}}; {{Internetquelle |url=https://dictionary.cambridge.org/dictionary/english/sardonic |titel=Sardonic |werk=Cambridge Dictionary |sprache=en |abruf=2024-10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grinning mask - Cagliari, Museo Archeologico Nazionale (26655198822).jpg|mini|hochkant|Sardonisches Lachen einer Maske (antike Maske aus [[Sardinien]])]]&lt;br /&gt;
Bereits im antiken Griechenland kannte man den Ausdruck, meist als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sardonisches Gelächter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{lang|grc|σαρδάνιος γέλως|sardanios gelos}} oder später [[Liste griechischer Phrasen/Sigma#Σαρδόνιος γέλως|{{lang|grc|σαρδόνιος γέλως}}]] {{lang|grc-Latn|sardonios gelos}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pape&amp;quot;&amp;gt;[[Wilhelm Pape]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechisch-Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Braunschweig 1849. Belegstellen u.&amp;amp;nbsp;a. bei Homer, Platon, Polybios, Meleager und Sophokles. Online: [http://www.zeno.org/nid/20008831157 Stichwort {{lang|grc|σαρδάνιος}}] ({{lang|grc-Latn|sardanios}}), [[Zeno.org]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Man unterschied zwischen [[Kynismus|kynisch]] (&amp;#039;&amp;#039;kynikós:&amp;#039;&amp;#039; ‚zur Weltsicht der Kyniker gehörig‘), [[Sarkasmus|sarkastisch]] (&amp;#039;&amp;#039;sarkastikós:&amp;#039;&amp;#039; ‚höhnender Spott, verletzende Rede‘) und sardonisch ({{lang|grc|σαρδάνιος|sardanios}}: ‚das grimmige Hohngelächter eines Zornigen, bei eigenem Schaden oder eigenem Schmerz‘).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lacht [[Odysseus]] als Bettler verkleidet bei [[Homer]] sardonisch in sich hinein, als er, endlich zurückgekehrt, einem [[Kuhfuß (Werkzeug)|Kuhfuß]] ausweicht, mit dem ihn ein Freier seiner Frau bewirft:&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, Odyssee 20,302; Verse 299–302 griechisch und deutsch zitiert nach &amp;#039;&amp;#039;Navicula Bacchi&amp;#039;&amp;#039;, [http://www.gottwein.de/Grie/hom/od20.php Homer: Odyssee 20. Die Ereignisse vor dem Freiermord (griechischer Originaltext und deutsche Übersetzung)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Einrückung an Zitat-Vorlage angepasst --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem lang=&amp;quot;grc&amp;quot; style=&amp;quot;margin-left:40px; display:inline-block; vertical-align:top;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
ὣς εἰπὼν ἔρριψε βοὸς πόδα χειρὶ παχείῃ,&lt;br /&gt;
κείμενον ἐκ κανέοιο λαβών· ὁ δ’ ἀλεύατ’ Ὀδυσσεὺς&lt;br /&gt;
ἦκα παρακλίνας κεφαλήν, μείδησε δὲ θυμῷ&lt;br /&gt;
σαρδάνιον μάλα τοῖον· ὁ δ’ εὔδμητον βάλε τοῖχον.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:40px; font-style:italic; display:inline-block; vertical-align:top;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Also sprach er{{FN|(*)}} und warf mit nerviger Rechter den Kuhfuß,&lt;br /&gt;
Welcher im Korbe lag, nach Odysseus. Aber Odysseus&lt;br /&gt;
Wandte behende sein Haupt und barg mit schrecklichem Lächeln&lt;br /&gt;
Seinen Zorn; und das Bein fuhr gegen die zierliche Mauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Übersetzung von [[Johann Heinrich Voß]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;{{FNZ|(*)|der Freier Ktesippos}}&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gustav Schwab]] übersetzt diese Stelle so: „mit einem gräßlichen Lächeln“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.textlog.de/41180.html Schwab – Sagen: Der Festschmaus – Odysseus] (Textlog.de)&amp;lt;/ref&amp;gt; Wörtlich heißt {{lang|grc|σαρδάνιον μάλα τοῖον|sardanion mala toion}} „wahrlich sehr sardonisch“. Dies stellt den ersten Beleg für {{lang|grc-Latn|sardánios}} dar. [[Wilhelm Pape|Pape]] führt dieses Wort auf {{lang|grc|σαίρω|sairo}} („Zähne fletschen, grinsen, hohnlachen“) zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pape&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In deutschsprachigen Werken tritt der Ausdruck seit dem 16. Jahrhundert auf:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=… mit aim boßhafftigen vnd Sardonischen glächter (wie man sagt) … Ain Sardonisch glächter würt inn aim sprichwort für ain erdichtets gespöttiges vnd vast bitters gelächter gebraucht.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Juan Luis Vives]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=&amp;#039;&amp;#039;De officio mariti&amp;#039;&amp;#039; (deutsche Übersetzung von Christophorus Bruno)&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Juan Luis Vives]]: &amp;#039;&amp;#039;De officio mariti&amp;#039;&amp;#039;, dt. Übersetzung von Christophorus Bruno: &amp;#039;&amp;#039;Von Gebührlichem Thun und lassen eines Christlichen Ehemanns&amp;#039;&amp;#039;, Augsburg 1544, fol. 12b, im Text und am Rand. ({{Google Buch |BuchID=81xOAAAAcAAJ |SeitenID=PP36 |Linktext=Onlineansicht}}). Frankfurt am Main 1566, fol. 10b, im Text und am Rand. ({{Google Buch |BuchID=0WFWAAAAcAAJ |SeitenID=PR10-IA1 |Linktext=Onlineansicht}})&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Sie lachten ein Sardonisch Gelächter.&lt;br /&gt;
 |Autor= [[Plutarch]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=Bíoi parálleloi (deutsche Übersetzung von [[Guilielmus Xylander|Wilhelm Xylander]] und Jonas Löchinger)&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[[Plutarch]], dt. Übersetzung von [[Guilielmus Xylander|Wilhelm Xylander]] und Jonas Löchinger: &amp;#039;&amp;#039;Von der herrlichsten, löblichsten, namhafftsten Historien, Leben ... der herrlichsten Männer, so under den Römern und Griechen gegrünet haben&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 1580, fol. 211b. ({{Google Buch |BuchID=jyFDAAAAcAAJ |SeitenID=RA1-PA211-IA1 |Linktext=Onlineansicht}}); W. de Porta: &amp;#039;&amp;#039;Illustr. dt. Monatshefte.&amp;#039;&amp;#039; 3. Folge. Band 5, 1875, S. 593 f; Büchmann, Geflügelte Worte 1912, S. 328; Friedrich Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1963, S. 625.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Wortes ist dabei unklar: einerseits soll bei den alten [[Sarden]] ({{laS|Sardoni}} oder &amp;#039;&amp;#039;Sardi&amp;#039;&amp;#039;) die Sitte bestanden haben, die alten Leute zu töten; dabei sollte gelacht werden. Das war der berüchtigte &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|risus Sardonicus}}&amp;#039;&amp;#039;, ein krampfartiges Lachen, an dem die Seele unbeteiligt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Friedrich Wilhelm Wander]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Sprichwörter-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Brockhaus, Leipzig 1867, s. v. [http://www.woerterbuchnetz.de/Wander?lemma=gelaechter Gelächter]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Andererseits wird das krampfhafte Lächeln gelegentlich auf die Wirkung einer bitteren Pflanze {{lang|grc|σαρδάνιον|sardánion}} (je nach Quelle auch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Apium risus}}&amp;#039;&amp;#039; oder, beispielsweise bei [[Vergil]], &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Sardoa herba}}&amp;#039;&amp;#039;, deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;Lachkraut&amp;#039;&amp;#039;) aus [[Sardinien]] zurückgeführt, die das Gift [[Önanthotoxin]] enthalten soll und somit die Überlieferung von der Tötung der Alten erklären würde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Geheimnis des sardonischen Lachens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[epoc]].&amp;#039;&amp;#039; Heft 5. Spektrum, Heidelberg 2009, S. 9. {{ISSN|1865-5718}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So schreibt Meyers Enzyklopädie von 1888 dazu:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=&amp;#039;&amp;#039;Sardonisches Lachen&amp;#039;&amp;#039; (Sardonius risus, Sardoniasis), krampfhaftes, mit heftig wechselnden Gesichtsverzerrungen verbundenes Lachen ohne äußern Anlaß. Der Ausdruck findet sich schon bei Homer (Odyssee, 20, 302) und soll von einem auf Sardinien wachsenden Kraut (bei Vergil Sardoa herba) hergenommen sein, dessen Genuß den Mund wie zum Lachen verzieht. Allgemeiner bezeichnet derselbe auch ein gezwungenes oder höhnisches Lachen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers Online|14|328|spezialkapitel=Sardonisches Lachen}}; Lemma im Original fett ausgezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch neuere Werke beziehen den Ursprung des krampfhaften Lachens auf das Gewächs &amp;#039;&amp;#039;Sardonia&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;dtv-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 16, München 1977, ISBN 3-423-03066-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Häufig wurde als reale Pflanze hinter dem mythischen Kraut der [[Röhriger Wasserfenchel|Röhrige Wasserfenchel]] ([[Nomenklatur (Biologie)|botanisch]] &amp;#039;&amp;#039;Oenanthe fistulosa&amp;#039;&amp;#039;) identifiziert, dessen Pflanzenteile jedoch extrem bitter schmecken. Bereits im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war [[Albrecht von Haller]] der Meinung, dass es sich bei dem Kraut um die nur auf Sardinien vorkommende [[Safranrebendolde]] (botanisch &amp;#039;&amp;#039;Oenanthe crocata&amp;#039;&amp;#039;) handeln müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Heinrich Gottfried von Mattuschka]] |Titel=Flora Silesiaca, oder Verzeichniß der in Schlesien wildwachsenden Pflanzen |Band=Erster Theil |Ort=Leipzig |Datum=1776 |Seiten=520 |Online={{Google Buch |BuchID=dGJVAAAAcAAJ |Seite=520 |Linktext=Onlineansicht |Hervorhebung=&amp;quot;Herr von Haller&amp;quot;}} |Zitat=… wiewohl Herr von Haller der Meinung ist, daß die &amp;#039;&amp;#039;Oenanthe crocata&amp;#039;&amp;#039; die wahre &amp;#039;&amp;#039;Herba Sardoa&amp;#039;&amp;#039; der Alten sey.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Studie von 2009 gelangte eine Gruppe unter Leitung von Giovanni Appendino&amp;lt;ref&amp;gt;Professor für Organische Chemie in der [[Pharmazie|Pharmazeutischen]] Fakultät der [[Università del Piemonte Orientale]]: [https://www.dsf.uniupo.it/chi-siamo/come-siamo-strutturati/docenti Docenti – Dipartimento di Scienze del Farmaco] → [https://upobook.uniupo.it/giovanni.appendino Giovanni Battista Appendino]&amp;lt;/ref&amp;gt; zu derselben Ansicht wie Haller:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Unlike other plant toxins, the convulsant polyacetylenes from water dropwort and related plant do not evoke unpleasant taste (bitter) or chemesthetic (burning) sensations, and the roots of &amp;#039;&amp;#039;O. crocata&amp;#039;&amp;#039;, an exceedingly poisonous plant, have a paradoxical sweetish and pleasant taste and odor. The large concentration of falcarindiol, a bitter compound, and the lower contents of polyacetylene toxins in &amp;#039;&amp;#039;O. fistulosa&amp;#039;&amp;#039; when compared to &amp;#039;&amp;#039;O. crocata&amp;#039;&amp;#039; could presumably underlie the observation that the former species has not yet been associated with human or animal poisoning. The name &amp;#039;&amp;#039;Oenanthe&amp;#039;&amp;#039; signifies ‘wine flower’, because the plant produces a state of stupefaction similar to drunkenness. This, as well as locked jaws (&amp;#039;&amp;#039;risus sardonicus&amp;#039;&amp;#039;), has been documented in human poisoning from &amp;#039;&amp;#039;O. crocata&amp;#039;&amp;#039;, and there is little doubt that &amp;#039;&amp;#039;herba sardonica&amp;#039;&amp;#039; of the ancient medical literature should be identified with &amp;#039;&amp;#039;O. crocata&amp;#039;&amp;#039;, a plant that, within the Mediterranean area, is common only in Sardinia. The results of our investigation provide a further rationale for this identification, proposing a molecular mechanism for the risus sardonicus described by the ancient authors.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=Giovanni Appendino [[et al.]]&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Im Gegensatz zu anderen Pflanzengiften rufen die krampferzeugenden [[Alkinole|Polyacetylene]] aus der Safranrebendolde und verwandten Pflanzen keine unangenehmen Geschmacks- (bitter) oder chemästhetischen (brennenden) Empfindungen hervor, und die Wurzeln von &amp;#039;&amp;#039;O. crocata&amp;#039;&amp;#039;, einer äußerst giftigen Pflanze, haben einen paradoxen süßen und angenehmen Geschmack und Geruch. Die hohe Konzentration an Falcarindiol&amp;lt;!-- Verwandt, aber nicht dasselbe wie Falcarinol! --&amp;gt;, einer bitter schmeckenden Verbindung, und der geringere Gehalt an Polyacetylentoxinen in &amp;#039;&amp;#039;O. fistulosa&amp;#039;&amp;#039; im Vergleich zu &amp;#039;&amp;#039;O. crocata&amp;#039;&amp;#039; könnten vermutlich der Beobachtung zugrunde liegen, dass erstere Art noch nicht mit einer Vergiftung von Mensch oder Tier in Verbindung gebracht wurde. Der Name &amp;#039;&amp;#039;Oenanthe&amp;#039;&amp;#039; bedeutet ‘Weinblume’, weil die Pflanze einen Zustand der Benommenheit erzeugt, der der Trunkenheit ähnlich ist. Dies ist ebenso wie die verkrampfte Kiefermuskulatur (&amp;#039;&amp;#039;risus sardonicus&amp;#039;&amp;#039;) bei einer menschlichen Vergiftung durch &amp;#039;&amp;#039;O. crocata&amp;#039;&amp;#039; dokumentiert, und es besteht kaum ein Zweifel, dass die &amp;#039;&amp;#039;Herba sardonica&amp;#039;&amp;#039; der antiken medizinischen Literatur mit &amp;#039;&amp;#039;O. crocata&amp;#039;&amp;#039; identifiziert werden sollte, einer Pflanze, die im Mittelmeerraum nur auf Sardinien verbreitet ist. Die Ergebnisse unserer Untersuchung liefern eine weitere Begründung für diese Identifizierung und schlagen einen molekularen Mechanismus für den von den antiken Autoren beschriebenen &amp;#039;&amp;#039;Risus sardonicus&amp;#039;&amp;#039; vor.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Giovanni Appendino, Federica Pollastro, Luisella Verotta, Mauro Ballero, Adriana Romano, Paulina Wyrembek, Katarzyna Szczuraszek, Jerzy W. Mozrzymas, Orazio Taglialatela-Scafati |Titel=Polyacetylenes from Sardinian &amp;#039;&amp;#039;Oenanthe fistulosa&amp;#039;&amp;#039;: A Molecular Clue to &amp;#039;&amp;#039;risus sardonicus&amp;#039;&amp;#039; |Sammelwerk=Journal of Natural Products |Band=72 |Nummer=5 |Datum=2009 |Seiten=962–965 |DOI=10.1021/np8007717 |PMC=2685611 |PMID=19245244}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sardonisches Grinsen ==&lt;br /&gt;
Als [[Risus sardonicus]] oder „sardonisches Grinsen“ wird heute ein Symptom bezeichnet, das bei einer [[Tetanus]]-Erkrankung („Wundstarrkrampf“) und bei Vergiftung mit [[Strychnin]] auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Angelika Franz&lt;br /&gt;
   |url=http://angelika-franz.net/2009/07/01/das-lacheln-des-todes/&lt;br /&gt;
   |titel=Das Lächeln des Todes&lt;br /&gt;
   |datum=2009-07-01&lt;br /&gt;
   |abruf=2019-01-10&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1&lt;br /&gt;
   |kommentar=auch erschienen in [[Geo (Zeitschrift)|Geo]], Juli 2009}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Riley Winters&lt;br /&gt;
   |url=https://www.ancient-origins.net/history-ancient-traditions/ancient-method-forced-euthanasia-disturbing-truth-behind-sardonic-grin-021658&lt;br /&gt;
   |titel=An Ancient Method of Forced Euthanasia: The Disturbing Truth Behind a Sardonic Grin&lt;br /&gt;
   |werk=Ancient Origins |datum=2017-10-14&lt;br /&gt;
   |sprache=en&lt;br /&gt;
   |abruf=2019-01-10&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humor der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körpersprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tolanor</name></author>
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