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	<title>Sarcoptes-Räude des Hundes - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T04:50:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sarcoptes-R%C3%A4ude_des_Hundes&amp;diff=1413651&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RonMeier: Formatierung</title>
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		<updated>2025-05-27T18:17:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sarcoptes-Mange-Dog.JPG|mini|Hochgradige Sarcoptes-Räude bei einem Haushund]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sarcoptes-Räude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; des [[Haushund|Hundes]] ist eine hochansteckende [[Parasitismus|parasitäre]] Hauterkrankung, die durch die [[Grabmilben|Räudemilbe]] &amp;#039;&amp;#039;Sarcoptes scabiei var. canis&amp;#039;&amp;#039; hervorgerufen wird. Sie ist durch gerötete [[Papel]]n, bei schwerem Verlauf durch krustöse Hautveränderungen gekennzeichnet. Die Bekämpfung erfolgt durch milbenabtötende Mittel ([[Akarizid]]e). Die Erkrankung ist auch für den Menschen ansteckend („Pseudo-Krätze“), allerdings findet beim Menschen als Fehlwirt keine Vermehrung der Milben statt, sodass die Krankheit ohne ständige Neuinfektion binnen zwei Wochen auch ohne Behandlung abheilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Canine scabies mite.JPG|mini|Grabmilbe des Hundes (&amp;#039;&amp;#039;Sarcoptes scabiei var. canis&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Die zu den Grabmilben gehörende Sarcoptes-Milbe des Hundes (&amp;#039;&amp;#039;Sarcoptes scabiei var. canis&amp;#039;&amp;#039;, gelegentlich auch als eigene Art &amp;#039;&amp;#039;Sarcoptes canis&amp;#039;&amp;#039; aufgefasst) ist ein vor allem bei Hunden vorkommender Parasit mit relativ hoher Wirtsspezifität. Gelegentlich kann er auch beim [[Rotfuchs]], bei [[Hauskaninchen|Kaninchen]], [[Feldhase|Hasen]], [[Meerschweinchen]], [[Hausschwein|Schweinen]] und bei [[Hauskatze]]n auftreten. Selbst beim Menschen kann sie eine kurzzeitige Erkrankung mit Juckreiz und kleinen [[Papel]]n auslösen, heilt er aber im Regelfall spontan nach wenigen Tagen aus („Pseudo-[[Krätze]]“). Neben &amp;#039;&amp;#039;Sarcoptes scabiei&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;canis&amp;#039;&amp;#039; kann auch &amp;#039;&amp;#039;Sarcoptes scabiei&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;vulpes&amp;#039;&amp;#039;, der Erreger der [[Fuchsräude]], die Ursache für eine Sarcoptes-Räude beim Hund sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parasitologie&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wildermuth&amp;quot;&amp;gt;Kerstin Wildermuth: &amp;#039;&amp;#039;Die kanine Sarcoptesräude: diagnostische und therapeutische Möglichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kleintierpraxis.&amp;#039;&amp;#039; Band 59, 2014, S. 680–688.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte Entwicklungszyklus der Milbe findet auf beziehungsweise in der Haut des Hundes statt. Die Männchen leben auf der Hautoberfläche oder in flachen Tunneln. Dort findet die Kopulation statt, nach der sie absterben. Weibliche Grabmilben graben sich mit ihren Mundwerkzeugen ([[Chelizere]]n) in das &amp;#039;&amp;#039;Stratum spinosum&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;granulosum&amp;#039;&amp;#039; der [[Epidermis (Wirbeltiere)|Epidermis]] ein und ernähren sich von [[Keratin]] und Gewebsflüssigkeit. Sie legen während ihres Lebens Eier in die von ihnen angelegten Bohrgänge. Der Entwicklungszyklus der Grabmilben dauert etwa drei Wochen und zeigt drei Entwicklungsstufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Timm&amp;quot;&amp;gt;Katrin Timm, Claudia S. Nett-Mettler: &amp;#039;&amp;#039;Pruritus beim Hund (Teil 2) – Infektiöse und neoplastische Ursachen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kleintierpraxis.&amp;#039;&amp;#039; Band 60, 2016, Heft 6, S. 311–332.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Eiern schlüpfen nach 3 bis 5 Tagen die [[Larve]]n. Sie tragen nur drei Beinpaare und leben hauptsächlich in den Bohrgängen. Die Larven [[Häutung|häuten]] sich in eigenen Hautnischen zu [[Nymphe (Zoologie)|Nymphen]], die morphologisch den adulten Weibchen ähneln, aber wesentlich kleiner und noch nicht geschlechtsdifferenziert sind. Diese häuten sich zu den adulten Grabmilben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übertragung erfolgt jahreszeitunabhängig, meist durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Die Sarcoptes-Räude ist hochansteckend. Es ist jedoch auch eine Übertragung aus der Umgebung möglich. Die Grabmilbe kann unter für sie günstigen Bedingungen (10–15 °C) in Hautresten bis zu drei Wochen überleben, bei Zimmertemperatur drei bis sechs Tage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Timm&amp;quot; /&amp;gt; So findet sie sich insbesondere auch in Bürsten oder Ritzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parasitologie&amp;quot;&amp;gt;Georg von Samson-Himmelstjerna, Horst Zahner, Johannes Eckert, Peter Deplazes: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin.&amp;#039;&amp;#039; 2012, ISBN 978-3-8304-1135-2, S. 426.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinisches Bild ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Street dog-Gianyar Bali-2009.jpeg|mini|Hochgradige Sarcoptes-Räude bei einem verwilderten Straßenhund]]&lt;br /&gt;
Die Sarcoptes-Räude zeigt sich zunächst in Form von geröteten kleinen Papeln, eventuell auch [[Pustel]]n. Sie treten vor allem an den Außenseiten und Rändern der [[Ohr]]muscheln, um die Augen sowie an [[Ellbogengelenk|Ellenbogen]], [[Sprunggelenk]]en und Bauch auf. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer starken Hautrötung ([[Erythema]]) und infolge des starken [[Juckreiz]]es zu selbstzugefügten Hautverletzungen durch exzessives Kratzen, manchmal auch Beißen in die juckenden Hautbereiche, sowie zu [[Haarausfall]] (Alopezie), Schuppung, Krusten und übermäßiger Verhornung ([[Hyperkeratose]]). Häufig sind die Außenseiten der Gliedmaßen und die Ränder der Ohrmuschel betroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wildermuth&amp;quot; /&amp;gt; Sekundär treten häufig bakteriell bedingte [[Pyodermie]]n auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Timm&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;D. B. Pence, E. Ueckermann: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=https://www.oie.int/doc/ged/D521.PDF |text=Sarcoptic mange in wildlife |wayback=20200518210900}}&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rev. sci. tech. Off. int. Epiz.&amp;#039;&amp;#039; Band 21, Nr. 2, 2002, S. 385–398.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nordkurier: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.nordkurier.de/ueckermuende/alte-seuche-neue-opfer-woelfe-2327147902.html Alte Seuche, neue Opfer: Wölfe]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird angenommen, dass das klinische Bild weniger auf die Schadwirkung der Milben, sondern auf [[Allergie|allergische Reaktionen]] zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sonderform ist die „Norwegische Räude“. Hier dominieren hochgradige Verhornung und Krusten, während der Juckreiz nur gering ausgeprägt sein kann. Diese Verlaufsform tritt vor allem bei Tieren mit gestörtem Immunsystem, mit [[Cushing-Syndrom]] oder nach Behandlung mit [[Glucocorticoide]]n auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wildermuth&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Timm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Der [[Pinna-Pedal-Reflex]] ist bei Sarkoptes-Räude fast immer positiv. Er hat eine [[Beurteilung eines binären Klassifikators#Sensitivität und Falsch-negativ-Rate|Sensitivität]] von 82 % und eine [[Spezifität]] von 94 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wildermuth&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Diagnose]] wird durch ein oberflächliches [[Hautgeschabsel]] gesichert, wobei bereits der Nachweis einer Milbe, einer Nymphe, von Eiern oder von Milbenkot als beweisend gilt. Alternativ können zwei bis vier Wochen nach der Ansteckung über eine Blutuntersuchung Sarcoptes-spezifische [[Antikörper]] nachgewiesen werden. Die Sensitivität des Nachweises über Hautgeschabsel liegt jedoch nur bei 20 %, während über Antikörpernachweis ([[Enzyme-linked Immunosorbent Assay|ELISA]]) schon Sensitivitäten und Spezifitäten bis über 90 % möglich sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider&amp;quot;&amp;gt;Thomas Schnieder: &amp;#039;&amp;#039;Veterinärmedizinische Parasitologie.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2006, ISBN 3-8304-4202-5, S. 542.&amp;lt;/ref&amp;gt; Falsch positive Ergebnisse kommen vor allem bei [[Atopische Dermatitis des Hundes|Atopikern]] durch Kreuzreaktionen mit [[Hausstaubmilben]] vor, falsch negative, weil Antikörper erst nach zwei bis fünf Wochen auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wildermuth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abzugrenzen sind vor allem [[Futterallergie]]n und [[Atopische Dermatitis des Hundes|Atopische Dermatitis]]. Weitere Differentialdiagnosen, die allerdings meist mit weniger stark ausgeprägtem Juckreiz einhergehen, sind [[Malassezien-Dermatitis des Hundes|Malassezien-Dermatitis]], [[Pyodermie]], Kontaktdermatitis, [[Cheyletiellose]] und [[Canine Demodikose|Demodikose]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Timm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekämpfung ==&lt;br /&gt;
Zur Bekämpfung eignen sich Waschbehandlungen mit [[Amitraz]], die Injektion von [[Ivermectin]] (cave [[MDR1-Defekt]]), [[Spot-on]]s mit [[Fipronil]], [[Selamectin]], [[Moxidectin]], [[Pyriprol]] oder [[Flumethrin]] sowie Kautabletten mit [[Afoxolaner]]. Zugelassen sind in Deutschland zur Behandlung der Sarcoptes-Räude bei Hunden Afoxolaner (Handelsnamen &amp;#039;&amp;#039;NexGard&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;NexGard Spectra&amp;#039;&amp;#039;), Selamectin (Handelsname &amp;#039;&amp;#039;Stronghold&amp;#039;&amp;#039;) und Moxidectin (Handelsname &amp;#039;&amp;#039;Advocate&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wildermuth&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ema.europa.eu/en/documents/overview/nexgard-epar-medicine-overview_de.pdf |titel=NexGard (Afoxolaner), Übersicht über NexGard und Begründung für die Zulassung in der EU |hrsg=Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) |datum=2018-09 |format=PDF |sprache=de |abruf=2023-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ema.europa.eu/en/documents/overview/nexgard-spectra-epar-medicine-overview_de.pdf |titel=Nexgard Spectra (Afoxolaner/Milbemycinoxim), Übersicht über Nexgard Spectra und Gründe für die Zulassung in der EU |hrsg=Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) |datum=2019-07 |format=PDF |sprache=de |abruf=2023-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer neuen Studie erwies sich auch [[Fluralaner]] als hochwirksam, das in Tablettenform oder als Spot-on verabreicht werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Romero et al.: &amp;#039;&amp;#039;Efficacy of fluralaner in 17 dogs with sarcoptic mange.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Veterinary Dermatology|Vet. Dermatol.]]&amp;#039;&amp;#039; Band 27, Heft 5, 2016, S. 353–e88.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei müssen alle Hunde, die mit dem betroffenen Tier Kontakt hatten, ebenfalls behandelt werden. Zu Beginn der Behandlung kann für mehrere Tage ein Glucocorticoid verabreicht werden, um den Juckreiz zu mildern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Timm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es empfiehlt sich, dicke Krusten mechanisch zu entfernen, da diese mit vielen Milben besiedelt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Timm&amp;quot; /&amp;gt; Auch Pflegegenstände und Liegeplätze müssen gereinigt und mit milbentötenden Mitteln behandelt werden, da die Milben dort bis zu drei Wochen überleben können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schneider&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Chiara Noli, Fabia Scarampella: &amp;#039;&amp;#039;Praktische Dermatologie bei Hund und Katze. Klinik, Diagnose, Therapie.&amp;#039;&amp;#039; 2., unveränderte Auflage. Schlütersche Verlagsanstalt, Hannover  2005, ISBN 3-87706-713-1.&lt;br /&gt;
* P. Deplazes, A. Joachim u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Parasitologie für die Tiermedizin&amp;#039;&amp;#039;. 4. überarbeitete Auflage, Stuttgart, Thieme Verlag, 2021, ISBN 978-3-13-242138-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hautkrankheit des Hundes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parasitose bei Hunden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoonose]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RonMeier</name></author>
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