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	<title>Sarah Kirsch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sarah_Kirsch&amp;diff=70497&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Quellennachweis nachgetragen</title>
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		<updated>2026-01-28T08:47:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quellennachweis nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sarah Kirsch.jpg|mini|Sarah Kirsch (um 2007) fotografiert von [[Jens Rusch]] [[Datei:Sarah Kirsch Signature.jpg|140px|zentriert|rahmenlos]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-C1114-0020-002, Berlin, Literaturfestival, Sarah und Rainer Kirsch.jpg|mini|Ingrid „Sarah“ Kirsch und [[Rainer Kirsch]] (Mitte), 1964]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sarah Kirsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. April]] [[1935]] in [[Limlingerode]], [[Landkreis Grafschaft Hohenstein]], [[Provinz Sachsen]]; † [[5. Mai]] [[2013]] in [[Heide (Holstein)]];&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/kultur/literatur/sarah-kirsch-ist-tot-a-901212.html &amp;#039;&amp;#039;Populäre Büchner-Preisträgerin: Dichterin Sarah Kirsch ist tot&amp;#039;&amp;#039;.] [[Spiegel Online]], 22. Mai 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ingrid Hella Irmelinde Kirsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Bernstein&amp;#039;&amp;#039;) war eine [[Deutschland|deutsche]] [[Schriftsteller]]in, die neben ihren Erzählungen und Kinderbüchern vor allem durch ihre Gedichte bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfarrhaus Limlingerode.JPG|mini|links|Einstiges Pfarrhaus in Limlingerode, Geburtshaus von Sarah Kirsch, heute &amp;#039;&amp;#039;Dichterstätte Sarah Kirsch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto: [[Holger Zürch]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ingrid Bernstein kam im Pfarrhaus von [[Limlingerode]] im damals [[Preußen|preußischen]] Teil von Thüringen zur Welt; ihr Großvater Paul Bernstein taufte seine Enkelin am 19. Mai 1935 in seiner [[Kirche Limlingerode|Kirche]] nebenan. Ihre Mutter Elisabeth Bernstein war Hausfrau, gehörte zur [[Wandervogel]]bewegung, las viel und gab ihrer Tochter die Liebe zur Lyrik weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Iris Radisch]] |url=https://www.zeit.de/2005/16/L-Kirsch-Gespr_8ach |titel=Man muss demütig und einfach sein |werk=Die Zeit |datum=2005-04-14 |abruf=2021-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Vater Hermann Bernstein war Fernmeldemechaniker.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sarah Kirsch, Christa Wolf |Titel=„Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt“: Der Briefwechsel |Hrsg=Sabine Wolf, Heiner Wolf |Verlag=Suhrkamp |Ort=Berlin |Datum=2019 |ISBN=978-3518428863 |Kapitel=Zeittafeln}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend ab 1937/38 in [[Halberstadt]]. Ihr starkes Interesse an der Natur äußerte sich unter anderem darin, dass sie nach dem Abitur eine Forstarbeiterlehre begann, die sie aber bald abbrach. Von 1954 bis 1958 absolvierte sie ein Studium der [[Biologie]] an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Martin-Luther-Universität Halle]], das sie als Diplom-Biologin abschloss. 1958 lernte sie den Lyriker [[Rainer Kirsch]] kennen, mit dem sie von 1960 bis 1968 verheiratet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-P0411-0022, Berlin, Plädoyer für Poesie, Sarah Kirsch.jpg|mini|Aus Anlass des 25. Jahrestages der Akademie lasen [[Günther Deicke]], [[Volker Braun]], Sarah Kirsch, [[Wieland Herzfelde]], [[Franz Fühmann]] und [[Stephan Hermlin]] (v.&amp;amp;nbsp;l.&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;r.). Die Leitung der Diskussion hatte [[Günther Rücker]] (5.&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;l.) übernommen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1960 veröffentlichte Ingrid Kirsch lyrische Texte in [[Anthologie]]n und Zeitschriften unter dem Vornamen-Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Sarah&amp;#039;&amp;#039;, das sie aus Protest gegen [[Holocaust|die Vernichtung der Juden]] im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] gewählt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Greiner (Literaturkritiker)|Ulrich Greiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Offenbarung der schönsten Art&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 10. Januar 2026, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren 1963 bis 1965 studierte sie gemeinsam mit ihrem Mann am [[Deutsches Literaturinstitut Leipzig|Literaturinstitut &amp;#039;&amp;#039;Johannes R. Becher&amp;#039;&amp;#039;]] in [[Leipzig]]. Ab 1965 lebten beide als freischaffende Schriftsteller in Halle (Saale) und Sarah Kirsch wurde Mitglied des [[Schriftstellerverband der DDR|Schriftstellerverbandes der DDR]]. 1965 veröffentlichte sie gemeinsam mit ihrem Mann den Lyrikband &amp;#039;&amp;#039;Gespräch mit dem Saurier&amp;#039;&amp;#039;, für den sie beide die [[Erich-Weinert-Medaille]], den Kunstpreis der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]], erhielten. Zwei Jahre später, 1967, veröffentlichte sie dann ihren ersten eigenen Gedichtband unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Landaufenthalt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Scheidung von Rainer Kirsch 1968 zog sie nach [[Ost-Berlin]], wo sie 1969 ihren Sohn Moritz aus einer kurzen Beziehung mit [[Karl Mickel]] zur Welt brachte. Dort war sie als Journalistin, Hörfunkmitarbeiterin und Übersetzerin tätig. 1973 veröffentlichte sie den Lyrikband &amp;#039;&amp;#039;Zaubersprüche&amp;#039;&amp;#039; sowie die Prosabände &amp;#039;&amp;#039;[[Die Pantherfrau]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Die ungeheuren bergehohen Wellen auf See]]&amp;#039;&amp;#039;. Im gleichen Jahr wurde sie Vorstandsmitglied im Schriftstellerverband der DDR. In Westdeutschland erschien 1969 eine erste Auswahl &amp;#039;&amp;#039;Gedichte&amp;#039;&amp;#039; im Verlag [[Wilhelm Langewiesche|Langewiesche-Brandt]], 1974 eine weitere unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Es war dieser merkwürdige Sommer&amp;#039;&amp;#039; als bibliophile Ausgabe der Berliner Handpresse. Als Erstunterzeichnerin der Protesterklärung gegen die [[Ausbürgerung Wolf Biermanns]] wurde sie 1976 aus der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] und dem Vorstand des Schriftstellerverbandes der DDR ausgeschlossen. Im Jahr darauf verließ Kirsch per [[Ausreiseantrag]] die DDR und zog mit ihrem Sohn nach [[West-Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sarah Kirsch wurde 1978 Mitglied des [[PEN-Zentrum Deutschland|PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland]] und war Stipendiatin der [[Deutsche Akademie Rom Villa Massimo|Villa Massimo]] in Rom, wo sie [[Wolfgang von Schweinitz]] begegnete, mit dem sie in den folgenden Jahren zusammenlebte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fricke&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lucy Fricke |Titel=Eine andere Art der Einsamkeit |Sammelwerk=[[die tageszeitung]] |Datum=2013-10-19 |Seiten=24–25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1980 verfasste Sarah Kirsch zusammen mit [[Günter Grass]], [[Thomas Brasch]] und [[Peter Schneider (Schriftsteller)|Peter Schneider]] einen offenen Brief an Bundeskanzler [[Helmut Schmidt]], in dem zu einer kritischen Haltung gegenüber der amerikanischen Außenpolitik aufgerufen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Appell von vier Schriftstellern an die Bundesregierung im Wortlaut&amp;#039;&amp;#039; In: [[Marxistische Streit- und Zeitschrift]] MSZ 2-1980 [https://msz.gegenstandpunkt.com/sites/msz8/files/artikel/pdf/80_2_brief.pdf &amp;#039;&amp;#039;Noch ein Brief zur Verteidigung der Repulik&amp;#039;&amp;#039;] abgerufen am 30. November 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; 1992 lehnte sie eine Berufung an die Berliner [[Akademie der Künste (Berlin)|Akademie der Künste]] ab, da diese ehemaligen Mitarbeitern der [[Ministerium für Staatssicherheit|Staatssicherheit]] Unterschlupf biete. 1996 übernahm sie die [[Brüder-Grimm-Professur]] an der [[Universität Kassel]] und war außerdem 1996/97 Gastdozentin an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Johann Wolfgang Goethe-Universität]] in Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrem Wegzug aus West-Berlin lebte die Lyrikerin mit ihrem Sohn Moritz von 1981 bis Mai 1983 in [[Bothel (Niedersachsen)|Bothel]], Landkreis Rotenburg. Dort entstand ihre Gedichtsammlung &amp;#039;&amp;#039;Katzenleben&amp;#039;&amp;#039;, erschienen 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1983 an lebte Sarah Kirsch zurückgezogen in [[Tielenhemme]] an der [[Eider]], [[Kreis Dithmarschen]], [[Schleswig-Holstein]]. Die Verleihung des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Bundesverdienstkreuzes]] lehnte sie wegen der [[Nationalsozialismus|NS-Vergangenheit]] des damaligen Bundespräsidenten [[Karl Carstens]] ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fricke&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahre 2005 erhielt sie den Bayerischen Literaturpreis ([[Jean-Paul-Preis]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.km.bayern.de/kunst-und-kultur/literatur/preise.html |text=Träger des Jean-Paul-Preises. |wayback=20150627000430}} Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Würdigung des literarischen Gesamtwerks. 2006 wurde sie vom Land Schleswig-Holstein „in Anerkennung und in Würdigung ihrer herausragenden Verdienste um die Literatur Schleswig-Holsteins sowie ihres beispiellosen lyrischen Schaffens“ mit der [[Ehrenprofessur]] des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.schleswig-holstein.de/STK/DE/Auszeichnungen/EhrenProfessuren/ehrenprofessuren_node.html |titel=Ehrentitel „Professorin“ oder „Professor“ |werk=schleswig-holstein.de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150322183022/http://www.schleswig-holstein.de/STK/DE/Auszeichnungen/EhrenProfessuren/ehrenprofessuren_node.html |archiv-datum=2015-03-22 |abruf=2014-10-16 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1992 war Sarah Kirsch Mitglied der [[Freie Akademie der Künste in Hamburg|Freien Akademie der Künste Hamburg]]. Bis zu ihrem Tod war sie Mitglied der [[Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirschs [[Nachlass]] liegt im [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutschen Literaturarchiv Marbach]]. Teile davon sind im [[Literaturmuseum der Moderne]] in Marbach in der Dauerausstellung zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swr.de/swrinfo/nachrichten/kultur-regional-literatur-literaturmuseum-marbach-die-seele-rainer-zerbst/-/id=1789990/did=15627074/nid=1789990/1te5uu4/index.html Bericht über die neue Dauerausstellung.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schaffen ==&lt;br /&gt;
[[Jan Kuhlbrodt]] bezeichnete Kirsch in seinem Nachruf als eine der bedeutendsten deutschen Lyrikerinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Kuhlbrodt: [http://www.zeit.de/kultur/literatur/2013-05/nachruf-sarah-kirsch-kuhlbrodt &amp;#039;&amp;#039;Nachruf Sarah Kirsch: „Du bist nicht auf Erden“&amp;#039;&amp;#039;.] [[Die Zeit|Zeit Online]], 22. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Lyrik ist von der Form her offen, meist ohne Reim und in freiem Versmaß. Dennoch spielt der Rhythmus im Sinne des Atemtempos eine große Rolle, ebenso Zeilenumbrüche und [[Enjambement|Zeilensprünge]], durch die ein Strömen oder eine Atemlosigkeit erzeugt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sauder 230&amp;quot;&amp;gt;[[Gerhard Sauder]]: &amp;#039;&amp;#039;Sarah Kirsch.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Monika Schmitz-Emans]], [[Uwe Lindemann]], Manfred Schemling (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Poetiken: Autoren, Texte, Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, 2009, ISBN 978-3-11-018223-1, S. 230.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kirsch kombiniert häufig fachsprachliche oder altmodische Ausdrücke mit einem saloppen Ton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für ihre Metaphorik sind Bilder, die in Alltags-, Natur- oder Landschaftsbetrachtung ihren Ausgangspunkt nehmen, aber verfremdet werden oder eine überraschende Wendung erfahren. Sarah Kirsch kontrastiert dabei oft präzise Naturbeobachtung mit dem Gefühlsleben des [[Lyrisches Ich|lyrischen Ichs]] oder politischer Reflexion. Während in frühen Gedichten die Auseinandersetzung mit Krieg und Nationalsozialismus vorherrschte, dominieren später das Landschaftsgedicht und die Reflexion auf die zivilisatorische Weltkrise.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sauder 230&amp;quot; /&amp;gt; Kirsch gehört zu keiner Schule,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sauder 230&amp;quot; /&amp;gt; wird aber manchmal der [[Neue Subjektivität|Neuen Subjektivität]] zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Alo Allkemper, Norbert Otto Eke: &amp;#039;&amp;#039;Literaturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. UTB, 2010, ISBN 978-3-8252-2590-2, S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als literarisches Vorbild nannte Kirsch [[Annette von Droste-Hülshoff]]; daneben ist ihr Werk durch [[Johannes Bobrowski]] und [[Wladimir Wladimirowitsch Majakowski|Wladimir Majakowski]] beeinflusst.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Baumann, Birgitta Obere: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Literatur in Epochen&amp;#039;&amp;#039;. [Hauptbd.] Hueber Verlag, 1985, ISBN 3-19-001399-3, S. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufsehen erregte die Veröffentlichung des langjährigen Briefwechsels von Sarah Kirsch mit [[Christa Wolf]], wo beide Schriftstellerinnen jenseits des DDR-Alltags offenherzig professionelle und private Themen ausleuchten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Martin Oehlen | url=http://www.fr.de/kultur/literatur/briefwechsel-sarah-kirsch-christa-wolf-treiben-auseinander-13204791.html | titel=Christa Wolf und Sarah Kirsch: So offenherzig äußert sich Christa Wolf kaum einmal | werk=[[Frankfurter Rundschau|fr.de]] | datum=2019-11-09 |abruf=2024-01-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Porträterzählungen &amp;#039;&amp;#039;Die Pantherfrau&amp;#039;&amp;#039; begründete Sarah Kirsch die Interviewliteratur in der DDR. Die fünf Erzählungen resultierten aus einer vom Aufbau Verlag initiierten Auftragsarbeit mit dem Arbeitstitel &amp;#039;&amp;#039;12 Berliner Frauen&amp;#039;&amp;#039;, für die Sarah Kirsch „interessante Persönlichkeiten mit interessanten Berufen“ porträtieren sollte. Der Band erschien wie in der DDR üblich ohne offizielle Buchpremiere und war dennoch sofort vergriffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Die Pantherfrau. Sarah Kirsch als Begründerin der Interviewliteratur in der DDR&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sinn und Form]]&amp;#039;&amp;#039; 3/20218, S. 344–351&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung Sarah Kirschs in der bildenden Kunst der DDR ==&lt;br /&gt;
* [[Ronald Paris|Ronald Paris:]] &amp;#039;&amp;#039;Porträt Sarah und Rainer Kirsch&amp;#039;&amp;#039; (1964, Öl, 150 × 90 cm)&amp;lt;ref&amp;gt;Bildende Kunst, Berlin, 1/1965, S. 5 (Abbildung)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Berlin – Sonnenseite. [[Deutschlandtreffen der Jugend]] in der Hauptstadt der DDR&amp;#039;&amp;#039; (1964), Bildreportage, zusammen mit Thomas Billhardt und Rainer Kirsch&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gespräch mit dem Saurier&amp;#039;&amp;#039; (1965), Gedichtband, gemeinsam mit Rainer Kirsch&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die betrunkene Sonne&amp;#039;&amp;#039; (1966), Kinderbuch. Illustrationen von [[Erich Gürtzig]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Landaufenthalt&amp;#039;&amp;#039; (1967), Gedichtband&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Vögel singen im Regen am schönsten&amp;#039;&amp;#039; (1968)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zaubersprüche&amp;#039;&amp;#039; (1973), Gedichtband, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trauriger Tag&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Pantherfrau. Fünf unfrisierte Erzählungen aus dem Kassettenrecorder&amp;#039;&amp;#039; (1973), Prosaband&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die ungeheuren bergehohen Wellen auf See]]&amp;#039;&amp;#039; (1973), Prosaband&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es war dieser merkwürdige Sommer&amp;#039;&amp;#039; (1974), Gedichtauswahl&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Caroline im Wassertropfen&amp;#039;&amp;#039; (1975), Kinderbuch, mit Illustrationen von Erdmut Oelschläger&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Herbst und Winter&amp;#039;&amp;#039; (1975), Kinderbuch, zusammen mit Ingrid Schuppan&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rückenwind. Gedichte&amp;#039;&amp;#039; (1977), dieser Gedichtband ist geprägt von den Motiven der Liebe, Trennung und Einsamkeit, aufgrund der Trennung von Kirschs Geliebten [[Christoph Meckel]], der durch die Mauer von ihr getrennt in West-Berlin lebte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Sommer&amp;#039;&amp;#039; (1977)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Musik auf dem Wasser&amp;#039;&amp;#039; (1977), Auswahlband&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wintergedichte&amp;#039;&amp;#039; (1978)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Katzenkopfpflaster&amp;#039;&amp;#039; (1978), Gedichtauswahl&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sieben Häute. Gedichte 1962–1979&amp;#039;&amp;#039; (1979)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Drachensteigen&amp;#039;&amp;#039; (1979), Gedichte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trennung&amp;#039;&amp;#039; (1979), Gedichte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wind&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Schatten&amp;#039;&amp;#039;, zusammen mit dem Künstler Kota Taniuchi&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La Pagerie&amp;#039;&amp;#039; (1980), Prosagedichte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschlechtertausch&amp;#039;&amp;#039; (1980), zusammen mit [[Irmtraud Morgner]] und [[Christa Wolf]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hans mein Igel&amp;#039;&amp;#039; (1980), Kinderbuch nach den Kinder- und Hausmärchen der [[Brüder Grimm]], mit Illustrationen von Paula Schmidt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Papiersterne&amp;#039;&amp;#039; (1981), vertont von Wolfgang von Schweinitz&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erdreich&amp;#039;&amp;#039; (1982), Gedichte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Herbst und Winter&amp;#039;&amp;#039; (1983), mit Illustrationen von [[Kurt Mühlenhaupt]]. Gertraud Middelhauve Verlag, Köln, 1.–8. Tausend, ISBN 3-7876-9154-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Katzenleben&amp;#039;&amp;#039; (1984), Gedichte&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Landwege. Eine Auswahl 1980–1985&amp;#039;&amp;#039; (1985), mit einem Nachwort von [[Günter Kunert]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hundert Gedichte und ein Gespräch über ihre Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; (1985) (eine Auswahl aus den Büchern &amp;#039;&amp;#039;Landaufenthalt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Zaubersprüche&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rückenwind&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Drachensteigen&amp;#039;&amp;#039;), Ebenhausen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reisezehrung&amp;#039;&amp;#039; (1986), Prosa&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Irrstern&amp;#039;&amp;#039; (1987), Prosaband&lt;br /&gt;
* Buch mit Gedichten von Sarah Kirsch und Zeichnungen von [[A. R. Penck]] in der Berliner „Edition Malerbücher“ (1987)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allerlei-Rauh. Eine Chronik&amp;#039;&amp;#039; (1988), Prosaband&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Luft und Wasser. Neue Gedichte und Bilder&amp;#039;&amp;#039;, mit Bildern von [[Ingo Kühl]], Edition [[Heinz Ludwig Arnold|Lutz Arnold]] im Steidl Verlag, Göttingen 1988, Vorzugsausgabe zu ISBN 3-88243-096-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Luft und Wasser. Gedichte und Bilder&amp;#039;&amp;#039;, mit Bildern von Ingo Kühl, Edition Lutz Arnold im Steidl Verlag, Göttingen 1988, ISBN 3-88243-096-6&amp;lt;ref&amp;gt;[https://d-nb.info/890176221/04 &amp;#039;&amp;#039;Luft und Wasser – Gedichte und Bilder&amp;#039;&amp;#039;, Inhaltsverzeichnis der Gedichte] (PDF; 153&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schneewärme. Gedichte&amp;#039;&amp;#039; (1989). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1989.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wintermusik&amp;#039;&amp;#039; (1989)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Flut&amp;#039;&amp;#039; (1990), Auswahl, zusammengestellt von Gerhard Wolf. Aufbau-Verlag, Berlin 1989.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schwingrasen&amp;#039;&amp;#039; (1991), Prosa. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1991.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spreu&amp;#039;&amp;#039; (1991), Bilder-Tagebuch. Steidl Verlag, Göttingen 2007, ISBN 978-3-88243-395-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erlkönigs Tochter&amp;#039;&amp;#039; (1992), Gedichte. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1992.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das simple Leben&amp;#039;&amp;#039; (1994), Prosaminiaturen und Gedichte. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1994.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bodenlos&amp;#039;&amp;#039; (1996). Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart/München 1996.&lt;br /&gt;
* Gesamtausgabe, 5 Bände im Schuber. (1999), gleichzeitig in der [[Deutsche Verlags-Anstalt|Deutschen Verlags-Anstalt]] München/Stuttgart (DVA) und im Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Katzen sprangen am Rande und lachten&amp;#039;&amp;#039;, Gedichte und Prosa, Auswahl von Franz-Heinrich Hackel, Manesse Verlag, Zürich 2000, ISBN 3-7175-8270-4&lt;br /&gt;
* Sarah Kirsch und Christoph W. Aigner: &amp;#039;&amp;#039;Beim Malen bin ich weggetreten&amp;#039;&amp;#039; (2000), Kunstband&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schwanenliebe. Zeilen und Wunder]]&amp;#039;&amp;#039; (2001), lyrische Miniaturen. Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart/München 2001. ISBN 978-3-42105-461-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Islandhoch, Tagebruchstücke&amp;#039;&amp;#039; (2002), Prosa. Steidl Verlag, Göttingen 2002, ISBN 978-3-88243-833-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tatarenhochzeit&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, München 2003, ISBN 978-3-42105-691-7&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kommt der Schnee im Sturm geflogen&amp;#039;&amp;#039; (2005), Prosa. Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2005. ISBN 978-3-42105-866-9&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kuckuckslichtnelken&amp;#039;&amp;#039; (2006), Prosa. Steidl Verlag, Göttingen 2017, 2023, ISBN 978-3-95829-374-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Regenkatze&amp;#039;&amp;#039; (2007), Prosaband (Lyrisches Tagebuch). Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2007, ISBN 978-3-42104-316-0&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sommerhütchen&amp;#039;&amp;#039; (2008). Mit Zeichnungen von Dieter Goltzsche, Steidl Verlag, Göttingen 2008, ISBN 978-3-86521-777-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Krähengeschwätz&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlagsanstalt, München 2010, ISBN 978-3-421-04451-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Märzveilchen&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2012, ISBN 978-3-421-04541-6&lt;br /&gt;
* [http://www.sinn-und-form.de/index.php?tabelle=leseprobe&amp;amp;titel_id=5694 &amp;#039;&amp;#039;Im Spiegel. Poetische Konfession.&amp;#039;&amp;#039;] Mit einer Vorbemerkung von Isabelle Lehn, Sascha Macht und Katja Stopka. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sinn und Form]]&amp;#039;&amp;#039;, 6/2013, S. 848–855&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Juninovember&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlagsanstalt, München 2014, ISBN 978-3-421-04636-9&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ænglisch&amp;#039;&amp;#039;. Prosa; mit einem Nachwort von Frank Trende. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2015, ISBN 978-3-421-04649-9&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Freie Verse: 99 Gedichte – Mit 19 bislang unveröffentlichten Gedichten&amp;#039;&amp;#039;, Manesse Verlag, Zürich 2020, ISBN 978-3-7175-2506-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ich will nicht mehr höflich sein – Tagebuch aus der Wendezeit 1989/90&amp;#039;&amp;#039;, Nachwort von Moritz Kirsch, Essay von Frank Trende, Edition Eichthal 2022, ISBN 978-3-9817066-7-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Sommer fängt doch so an! Tagebuch 1990.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Moritz Kirsch, [[Steidl Verlag|Steidl]], Göttingen 2023, ISBN 978-3-96999-261-6&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Iris Radisch |Titel=Sarah Kirsch: &amp;quot;Was lügt sie sich da zentnerweise in die Tasche!!!&amp;quot; |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=2024-07-08 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/2024/28/sarah-kirsch-der-sommer-faengt-doch-so-an-tagebuch-1990-ddr-wiedervereinigung |Abruf=2025-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1965: [[Erich-Weinert-Medaille]] (Kunstpreis der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]]), gemeinsam mit [[Rainer Kirsch]]&lt;br /&gt;
* 1965: Kunstpreis der Stadt [[Halle (Saale)|Halle]]&lt;br /&gt;
* 1973: [[Heinrich-Heine-Preis des Ministeriums für Kultur der DDR]]&lt;br /&gt;
* 1976: [[Petrarca-Preis]], zusammen mit [[Ernst Meister (Schriftsteller, 1911)|Ernst Meister]]&lt;br /&gt;
* 1978: [[Deutsche Akademie Rom Villa Massimo]], Stipendium&lt;br /&gt;
* 1980: [[Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur]]&lt;br /&gt;
* 1981: [[Deutscher Kritikerpreis]]&lt;br /&gt;
* 1983: [[Roswitha-Preis]] ([[Bad Gandersheim|Gandersheimer]] Literaturpreis, Roswitha-Gedenkmedaille)&lt;br /&gt;
* 1984: [[Friedrich-Hölderlin-Preis (Bad Homburg)|Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg]]&lt;br /&gt;
* 1986: [[Weinpreis für Literatur]]&lt;br /&gt;
* 1988: [[Mainzer Stadtschreiber]]&lt;br /&gt;
* 1988: [[Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
* 1992: [[Ida-Dehmel-Literaturpreis]] der [[GEDOK]]&lt;br /&gt;
* 1992: [[Heinrich-Heine-Gesellschaft#Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft|Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* 1993: [[Peter-Huchel-Preis]]&lt;br /&gt;
* 1993: [[Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung]]&lt;br /&gt;
* 1996: [[Georg-Büchner-Preis]] der [[Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung|Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]]&lt;br /&gt;
* 1996: [[Brüder-Grimm-Professur]]&lt;br /&gt;
* 1997: [[Annette-von-Droste-Hülshoff-Preis]] des [[Landschaftsverband Westfalen-Lippe|Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe]]&lt;br /&gt;
* 2000: [[Kulturpreis des Kreises Dithmarschen]]&lt;br /&gt;
* 2005: [[Jean-Paul-Preis]] des Freistaates Bayern&lt;br /&gt;
* 2006: [[Thüringer Verdienstorden]]&lt;br /&gt;
* 2006: [[Johann-Heinrich-Voß-Preis für Literatur und Politik]] der Stadt Otterndorf&lt;br /&gt;
* 2007: [[Samuel-Bogumil-Linde-Preis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Rezeption ==&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Christa Wolf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Christa Wolf]] erzählt in &amp;#039;&amp;#039;[[Christa Wolf#Literarische Rezeption|Sommerstück]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Christa Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Sommerstück.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; –&amp;amp;nbsp;wie Sarah Kirsch in der Chronik &amp;#039;&amp;#039;Allerlei-Rauh&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Sarah Kirsch: &amp;#039;&amp;#039;Allerlei-Rauh.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1988, S. 45–77.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;amp;nbsp;– von einem Sommerurlaub in Mecklenburg in den 1970er Jahren, gemeinsamen mit Freunden, die sich alte Bauernhäuser hergerichtet haben. Obwohl auf den fiktiven Charakter des &amp;#039;&amp;#039;Sommerstück[s]&amp;#039;&amp;#039; hingewiesen wird,&amp;lt;ref&amp;gt;Christa Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Sommerstück.&amp;#039;&amp;#039; 1989, abschließende Bemerkung.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist z.&amp;amp;nbsp;B. „Bella“&amp;lt;ref&amp;gt;s. Wolf, Christa Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Sommerstück.&amp;#039;&amp;#039; 1989, S. 112–125, 134–135, 187.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Wolfschen Charakterisierung und Bewertung als Sarah Kirsch gut erkennbar.&amp;lt;ref&amp;gt;s. [[Schloss Wiepersdorf#Literarische Verarbeitung|Schloss Wiepersdorf/Literarische Verarbeitung]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit ihrem kleinen Sohn Jonas wohnt Bella bei einer Freundin und pflegt dort ihren Hass auf den untreuen Geliebten (Hinweis auf &amp;#039;&amp;#039;Der Meropsvogel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Sarah Kirsch: &amp;#039;&amp;#039;Rückenwind.&amp;#039;&amp;#039; Ebenhausen 1977, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;), der sie vom Schreiben abhält, weil er seit Wochen aus Frankreich kein Zeichen sendet, während sie ihre Briefe an ihn wieder zerreißt und die Schnipsel in den Wind streut. In einem Gespräch kündigt sie plötzlich, was einige bereits ahnen, ihren Abschied an. &amp;#039;&amp;#039;(Eines Tages spring ich da ab.)&amp;#039;&amp;#039; Spürbar ist in diesem Kontext, im Unterschied zur milderen Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung der &amp;#039;&amp;#039;Allerlei-Rauh&amp;#039;&amp;#039;-Ich-Erzählerin, die Zeit des Umbruchs mit den sich ankündigenden, die Ferienatmosphäre überschattenden Spannungen: 1976 werden beide Schriftstellerinnen aus ihrem Verband ausgeschlossen, nachdem sie einen offenen Brief gegen die Ausbürgerung [[Wolf Biermann]]s unterzeichnet hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christa Wolf reagiert darauf anders als Kirsch und reflektiert dies in &amp;#039;&amp;#039;Sommerstück&amp;#039;&amp;#039; selbstkritisch: „Etwas würde sich verändern, heute sagen wir alle, wir hätten gewusst, dass es so nicht bleiben konnte. […] Der Schrei, der uns in der Kehle saß, ist nicht ausgestoßen worden. Aus unserer Haut sind wir nicht herausgekommen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christa Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Sommerstück.&amp;#039;&amp;#039; 1989, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sommerstück&amp;#039;&amp;#039; beginnt mit zwei Kirsch-Zitaten: Als erster Satz dient die Überschrift des Gedichtes &amp;#039;&amp;#039;Es war dieser merkwürdige Sommer&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Sarah Kirsch: &amp;#039;&amp;#039;Landaufenthalt.&amp;#039;&amp;#039; Ebenhausen 1969, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zweites Gedicht, dessen Motiv im Handlungsverlauf als über der Freundesgruppe kreisender Raubvogel aufgegriffen wird, ist der Erzählung vorangestellt:&amp;lt;ref&amp;gt;Christa Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Sommerstück.&amp;#039;&amp;#039; 1989, S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Raubvogel süß ist die Luft So kreiste ich nie über Menschen und Bäumen […] und flieg davon durch den Sommer!&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dichterstätte Sarah Kirsch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fassadenschild Pfarrhaus Limlingerode.JPG|mini|Fassadenschild „Dichterstätte Sarah Kirsch“ am einstigen [[Kirche Limlingerode|Pfarrhaus von Limlingerode]] – dort kam die Dichterin 1935 zur Welt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Heimatort Limlingerode, heute Ortsteil von [[Hohenstein (Thüringen)|Hohenstein]], gründete sich 1998 der Förderverein „Dichterstätte Sarah Kirsch e.&amp;amp;nbsp;V.“, der seit 2000 Kirschs Geburtshaus, das ehemalige Pfarrhaus neben der [[Kirche Limlingerode|Kirche]], mit Mitteln des Landes [[Thüringen]], der Deutschen Denkmalstiftung Bonn und des Denkmalvereins Thüringen rekonstruiert hat und 2002 als „Dichterstätte Sarah Kirsch“ eröffnete. Sarah Kirsch war seit 1997 mehrmals zu Lesungen anwesend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentation und Literatur ==&lt;br /&gt;
* Barbara Mabee: &amp;#039;&amp;#039;Die Poetik von Sarah Kirsch: Erinnerungsarbeit und Geschichtsbewußtsein&amp;#039;&amp;#039;, Amsterdam 1989 (Amsterdamer Publikationen zu Sprache und Literatur; Band 83).&lt;br /&gt;
* [[Herlinde Koelbl]]: &amp;#039;&amp;#039;Sarah Kirsch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Im Schreiben zu Haus&amp;amp;nbsp;– Wie Schriftsteller zu Werke gehen&amp;amp;nbsp;– Fotografien und Gespräche.&amp;#039;&amp;#039; Knesebeck Verlag, München 1998, ISBN 3-89660-041-9, S. 22–27 (Fotodokumentation Kirschs an ihrem Arbeitsplatz und im persönlichen Umfeld mit Interview zu Arbeitsweise und literarischem Selbstverständnis).&lt;br /&gt;
* Theo Rommerskirchen: &amp;#039;&amp;#039;Sarah Kirsch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;viva signatur si!&amp;#039;&amp;#039; Remagen-Rolandseck 2005, ISBN 3-926943-85-8.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=sarah-kirsch|lemma=Kirsch, Sarah|autor=|band=1|idNum=1713}}&lt;br /&gt;
* [[Joachim Jahns]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirschs oder Die Sicht der Dinge.&amp;#039;&amp;#039; Dingsda, Leipzig 2016, ISBN 978-3-928498-71-5.&lt;br /&gt;
* Sarah Kirsch, Christa Wolf: &amp;#039;&amp;#039;„Wir haben uns wirklich an allerhand gewöhnt.“ Der Briefwechsel.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Sabine Wolf unter Mitarbeit von Heiner Wolf, Suhrkamp, Berlin 2019, ISBN 978-3-518-42886-3.&lt;br /&gt;
* [[Walter Helmut Fritz]] und Christiane Freudenstein: &amp;#039;&amp;#039;Sara Kirsch&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur]] [https://www.planetlyrik.de/wp-content/uploads/2024/10/Munzinger-Online-KLG-%E2%80%93-Kritisches-Lexikon-zur-deutschsprachigen-Gegenwartsliteratur-Sarah-Kirsch.pdf Online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertonungen ==&lt;br /&gt;
Kunstkopf: &amp;#039;&amp;#039;Schön und unnütz. Lieder zu zeitgenössischer Lyrik.&amp;#039;&amp;#039; Aulos-Schallplattenverlag, Viersen-Dülken 1987, AUL 53599. Das Album des [[Herdecke]]r Trios Heidrun Reymann (Gesang), Siegfried Hiltmann (Saxophon, Flöte, Klarinette) und Ulrich Heimann (Gitarre) enthält unter anderem &amp;#039;&amp;#039;Schlehen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ruf- und Fluchformel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Raubvogel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Immer&amp;#039;&amp;#039; aus &amp;#039;&amp;#039;Hundert Gedichte&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118562487}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118562487}}&lt;br /&gt;
* {{OL-Autor|OL359253A|Sarah Kirsch}}&lt;br /&gt;
* Irmgard Zündorf: [http://www.hdg.de/lemo/biografie/sarah-kirsch.html Sarah Kirsch.] Tabellarischer Lebenslauf im [[Lebendiges Museum Online|LeMO]] ([[Stiftung Deutsches Historisches Museum|DHM]] und [[Haus der Geschichte|HdG]])&lt;br /&gt;
* [http://www.dichterstaette-sarah-kirsch-online.de/ Dichterstätte Sarah Kirsch, Limlingerode]; [http://www.limlingerode.de/fotos/limlingerode/dorfbilder/DSC00527.JPG Bild der Dichterstätte]&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/download/196075/ Manuskript: Ein Besuch bei Sarah Kirsch]&lt;br /&gt;
* [http://facultysites.vassar.edu/vonderem/g301/project/Kirsch/index.htm Veröffentlichung des Vassar College]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.ub.fu-berlin.de/service_neu/internetquellen/fachinformation/germanistik/autoren/autork/skirsch.html |text=Kommentierte Linksammlung der Universitätsbibliothek der FU Berlin |wayback=20131011170050}} ([[Ulrich Goerdten]])&lt;br /&gt;
* Manfred Orlick: &amp;#039;&amp;#039;Wie verzaubert ich bin … – zum 80. Geburtstag von Sarah Kirsch&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Blättchen]]&amp;#039;&amp;#039;, Zweiwochenschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft, [http://das-blaettchen.de/2015/04/%e2%80%9ewie-verzaubert-ich-bin-%e2%80%9c-32717.html 18. Jg., Nummer 9/2015, 27. April 2015, S. 16–18]&lt;br /&gt;
* {{YouTube|id=8ue8gd12yDY |title=25 Jahre Berliner Mauer - eine bittere Bilanz |h=0 |m=1 |sec=02 |uploader= |upload=2025-08-27 |kommentar=Gedanken zur Berliner Mauer 1986}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118562487|LCCN=n/50/48603|NDL=00721549|VIAF=109197267}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kirsch, Sarah}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenprofessor des Landes Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Rompreises Villa Massimo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Georg-Büchner-Preises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kreis Dithmarschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dithmarschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Freistaats Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Österreichischen Staatspreises für Europäische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mainzer Stadtschreiber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundesverdienstkreuz abgelehnt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2013]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kirsch, Sarah&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kirsch, Ingrid Hella Irmelinde (wirklicher Name); Bernstein, Sarah (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Schriftstellerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. April 1935&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Limlingerode]], [[Landkreis Grafschaft Hohenstein]], [[Provinz Sachsen]], [[Preußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Mai 2013&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heide (Holstein)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
	</entry>
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