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	<title>Sapropel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T03:35:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sapropel&amp;diff=300759&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Czelko: Bodentypen nach KA6 aktualisiert, Q. s. Ref.</title>
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		<updated>2026-04-21T08:02:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bodentypen nach KA6 aktualisiert, Q. s. Ref.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sapropel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|zaproˑˈpeːl}}];&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Sapropel Duden online: Sapropel]&amp;lt;/ref&amp;gt; von {{grcS|σαπρός|&amp;#039;&amp;#039;saprós&amp;#039;&amp;#039;|de=faul, verfault}} und {{grcS|πηλός|&amp;#039;&amp;#039;pēlós&amp;#039;&amp;#039;|de=Lehm, Tonerde}}) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faulschlamm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entsteht unter natürlichen Bedingungen am Grund nährstoffreicher, stehender Gewässer durch die biochemische Umwandlung organischen Materials [[Anoxisches Milieu|bei Abwesenheit von Sauerstoff]]. Zusammen mit von außen in das Gewässer eingetragenen [[Ton (Bodenart)|Tonpartikeln]] bildet die umgewandelte organische Substanz schlammige Massen, die durch Metall[[sulfide]] grau bis tiefschwarz gefärbt sind. Faulschlämme können sich [[Diagenese|verfestigen]] und so ein [[Gestein]] bilden, den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sapropelit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, der aufgrund des hohen Anteils an mineralischer Substanz zu den &amp;#039;&amp;#039;[[Akaustobiolith]]en&amp;#039;&amp;#039;, den nicht-brennbaren [[biogen|organogenen]] Sedimentgesteinen ([[Biolith]]en), zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bodenkunde unterscheidet man die [[Bodentyp]]en Minerosapropel (&amp;lt;&amp;amp;nbsp;15) und Organosapropel (≥&amp;amp;nbsp;15 Masse-% organischer Kohlenstoff), die zur Klasse &amp;#039;&amp;#039;Subhydrische Mineralische Böden&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Subhydrische Organische Böden&amp;#039;&amp;#039; gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;AG Boden: &amp;#039;&amp;#039;Bodenkundliche Kartieranleitung, 6.&amp;amp;nbsp;Aufl. – Band&amp;amp;nbsp;2: Geländeaufnahme und Systematik.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 2024. ISBN 978-3-510-96869-5. S.&amp;amp;nbsp;367, 396&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der internationalen Bodenklassifikation [[World Reference Base for Soil Resources]] (WRB) gehören die Sapropele zu den [[Gleysol]]en mit Subaquatic Qualifier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Geologie werden sie mit anderen organikreichen [[Sedimentation|Sedimenten]] unter dem Oberbegriff [[Mudde]]n zusammengefasst. Sie gelten als ein frühes Stadium auf dem Weg der Umwandlung von [[Biomasse]] in [[fossile Brennstoffe]], speziell in [[Erdöl]] und [[Erdgas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Bei einer schlechten Durchmischung des Bodenwassers mit höheren Wasserschichten, wie es in tiefen oder aus anderen Gründen sehr ruhigen Bereichen von [[Stillgewässer]]n vorkommen kann, entsteht ein sauerstofffreies (anoxisches) und reduzierendes, [[sulfid]]isches ([[euxinisch]]es) Milieu. Tote Lebewesen, die aus der Wassersäule zum Grund absinken, mehrheitlich einzellige [[Algen]], werden nicht mehr vollständig zersetzt, sodass sich organisches Material im Hintergrundsediment (in der Regel [[Ton (Bodenart)|Ton]] oder [[Silt]]) anreichert. Dieses mit organischem Material angereicherte Sediment heißt &amp;#039;&amp;#039;Faulschlamm&amp;#039;&amp;#039;. Nach seiner Verfestigung zu Sedimentgestein wird es &amp;#039;&amp;#039;Sapropelit&amp;#039;&amp;#039; genannt. Aufgrund der dunklen Färbung und ihrer geringen [[Korngröße]] werden fossile Faulschlämme jedoch meist als &amp;#039;&amp;#039;[[Schwarzschiefer|Schwarztonstein]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Schwarzpelit&amp;#039;&amp;#039; angesprochen. Für die dunkle Färbung sorgen fein verteilter Kohlenstoff und Eisensulfide, vor allem [[Pyrit]]. Zudem können Schwarzschiefer mit wertvollen Metallen, beispielsweise [[Kupfer]], [[Uran]] und [[Vanadium]], angereichert sein. Der Sauerstoffmangel am Gewässergrund und die geringe Wasserbewegung sorgen dafür, dass auch die Körper größerer Tiere nach dem Absinken zum Grund und der [[Biostratonomie|Einbettung]] in den Schlamm nur unvollständig zersetzt werden. Zudem werden Faulschlämme aufgrund der lebensfeindlichen Bedingungen nicht von komplexeren Lebewesen bewohnt (&amp;#039;&amp;#039;Endobenthos&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Endofauna&amp;#039;&amp;#039;) die durch ihre [[Bioturbation|Wühl- oder Fresstätigkeit]] eingebettete Kadaver zerstören oder beschädigen könnten. Aus diesen Gründen sowie aufgrund der Feinkörnigkeit des Sedimentes, durch die sehr filigrane Strukturen erhalten bleiben, bieten Faulschlämme ein exzellentes Milieu zur Überlieferung von [[Fossilien]]. Tatsächlich sind viele Schwarztonsteine für ihre spektakuläre Fossilerhaltung berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Euxinische Bedingungen mit Faulschlammbildung existieren [[Rezent#Geowissenschaften|rezent]] unter anderem am Boden des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]] und in tieferen Bereichen der Ostsee. Beispiele für bedeutende Vorkommen von Schwarzpeliten, d.&amp;amp;nbsp;h. fossilen Faulschlämmen, in Deutschland sind die [[Devon (Geologie)|devonischen]] Schwarzschiefer der deutschen Mittelgebirge (u.&amp;amp;nbsp;a. der [[Dachschiefer]] der [[Eifel]]) der lokal [[erz]]reiche [[Kupferschiefer]] des [[Perm (Geologie)|Oberperms]] von Mitteleuropa ([[Zechstein]]), und der für seine einzigartigen Fossilien bekannte [[Posidonienschiefer (Jura)|Posidonienschiefer]] aus dem [[Schwarzer Jura|süddeutschen Unterjura]]. Auch der [[Ölschiefer]] aus dem [[Eozän]] der [[Grube Messel]] in der Nähe von [[Darmstadt]] ist ein Beispiel für einen fossil überlieferten Faulschlamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sapropelkohle ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlesisches Museum Görlitz Kännelkohlefiguren (1).JPG|mini|Kännelkohlefiguren: Kniender Bergmann mit [[Barbara von Nikomedien|Heiliger Barbara]] – Schlesisches Museum Görlitz]]&lt;br /&gt;
{{Anker|Dysodil}}&lt;br /&gt;
Wenn organisches Material weitgehend frei von mineralischer Substanz bleibt, wird es unter entsprechenden Bedingungen zu [[Kohle]]. Sapropel- bzw. Faulschlammkohle entsteht im Randbereich einer Humuskohle, wo die Bildungsbedingungen nicht mehr optimal sind und daher der Grad der [[Inkohlung]] gering ist. Aus diesem Grund sind die ursprünglichen Bestandteile gut zu erkennen. Besteht die Sapropelkohle aus [[Sporen|Pflanzensporen]], wird sie als &amp;#039;&amp;#039;Cannelkohle&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Kannel-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kännelkohle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von engl.: &amp;#039;&amp;#039;candle&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;Kerze) bezeichnet, dominiert der Algenanteil, spricht man von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bogheadkohle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Ist sie sehr fein geschichtet und lässt sich in dünne Blätter ledriger Konsistenz spalten, spricht man auch von &amp;#039;&amp;#039;Blätterkohle&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Papierkohle&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dysodil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort „Dysodil“ ist aus dem Griechischen entlehnt und bedeutet etwa &amp;quot;übelriechend&amp;quot;. Das Gestein riecht beim Brennen unangenehm bituminös. Franz Kirchheimer: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge einer Pflanzenkunde der deutschen Braunkohlen&amp;#039;&amp;#039;. Knapp, Halle (Saale) 1937, S. 6 ([https://books.google.de/books?id=xOVkCwAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;. Durch ihre flüchtigen [[Bitumen|bituminösen]] Anteile ist Sapropelkohle leicht entzündlich und wird darum zu den [[Kaustobiolith]]en, den brennbaren organischen Sedimentgesteinen (Biolithen) gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weiche Sapropelkohle eignet sich zum Schnitzen von Figuren oder Knöpfen (wie im [[Migdale Hort]]), wobei traditionelle Schnitzereien meist bergbauliche Motive zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ballestrem.de/Kennelkohle.html |wayback=20140202190246 |text=Objekte aus Kennelkohle |archiv-bot=2024-05-04 03:16:59 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Mineralienatlas:Sapropel|Sapropel]] im [[Mineralienatlas]]&lt;br /&gt;
* [https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?rock=K%C3%A4nnelkohle Mineralienatlas Kännelkohle]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wulf Amelung, Hans-Peter Blume, Heiner Fleige, Rainer Horn, Ellen Kandeler, Ingrid Kögel-Knabner, Ruben Kretzschmar, Karl Stahr, Berndt-Michael Wilke: &amp;#039;&amp;#039;Scheffer/Schachtschabel Lehrbuch der Bodenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 17. Auflage. Heidelberg 2018. ISBN 978-3-662-55870-6, S.&amp;amp;nbsp;437&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4136933-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klastisches Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogenes Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Czelko</name></author>
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