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	<title>Sappeur - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T13:53:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sappeur&amp;diff=111303&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Etymologie und Aufgabenbereiche */</title>
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		<updated>2026-04-10T16:00:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Etymologie und Aufgabenbereiche&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Sappeur im Militär, zum gleichnamigen Politiker siehe [[Hans Sappeur]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lübecker Bürgermilitär 1831 3.jpg|mini|hochkant|Sappeure der [[Lübecker Bürgergarde]] (rechts, mit Pelzmützen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sappeur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Französische Sprache|französisch]] &amp;#039;&amp;#039;sapeur&amp;#039;&amp;#039;, ‚[[Steinmetz|Steinhauer]]‘, auch zu italienisch &amp;#039;&amp;#039;zappa&amp;#039;&amp;#039; ‚Hacke‘, vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Sapie]], Zapin&amp;#039;&amp;#039;) war ein Belagerungs[[Pionier (Militär)|pionier]] oder Truppenhandwerker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schweizer Armee]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.miljobs.ch/jobs-a-z/detail/job/119/show/ |titel=Miljobs: Sappeur |abruf=2020-03-13 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171210132941/http://www.miljobs.ch/jobs-a-z/detail/job/119/show/ |archiv-datum=2017-12-10 |offline=ja |archiv-bot=2023-01-06 07:10:00 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[British Army]] hält sich „Sappeur“ bzw. „Sapper“ als Begriff bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie und Aufgabenbereiche ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich betraut mit dem Bau von [[Sappe]]n, das sind Lauf- und Annäherungsgräben vor feindlichen Stellungen und Festungen, prädestinierte die Schanzer bzw. Schanzbauer ihr handwerkliches Können auch für das Fällen von Bäumen, die Beseitigung von Hindernissen, Beschaffung von Schanzpfählen und beim [[Biwak]]- und Lagerbau. Zu unterscheiden sind die als Sappeure bezeichneten Regimentszimmerleute der [[Infanterie]] und [[Kavallerie]] von den in eigenen Verbänden zusammengefassten Sappeuren, aus denen sich gemeinsam mit [[Ingenieurkorps]], [[Mineur]]en und [[Pontonier]]en im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die [[Pionier (Militär)|Pioniertruppe]] entwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Duden, Eintrag: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Sappeur &amp;#039;&amp;#039;Sappeur&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Brockhaus Conversations-Lexikon Bd. 8. Leipzig 1811, S. 341, Eintrag: [http://www.zeno.org/nid/20000804673 &amp;#039;&amp;#039;Sappeur&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bibliographie [http://www.zeno.org/Zeno/0/Suche?q=Sappeur&amp;amp;k=Bibliothek &amp;#039;&amp;#039;Sappeur&amp;#039;&amp;#039;] bei zeno.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regimentszimmerleute ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pionnier-legion.JPG|mini|hochkant|links|Sappeure der [[Légion étrangère|Fremdenlegion]] mit Äxten, Handschuhen, Lederschürzen und den traditionellen Vollbärten bei einer Parade]]&lt;br /&gt;
Unter den kräftigsten und handwerklich geschicktesten Soldaten eines [[Regiment]]s der Infanterie (im [[Erstes Kaiserreich|napoleonischen Frankreich]] und einigen anderen Staaten auch bei Teilen der Kavallerie) wählte man zwei bis vier Soldaten als Zimmerleute aus. Auf dem Marsch gingen die Sappeure an der Regimentsspitze, um querliegende Bäume und andere Hindernisse beseitigen zu können.&lt;br /&gt;
Sie erhielten dafür neben ihrer normalen Bewaffnung eine langstielige [[Axt]], die auch zum [[Nahkampf]] eingesetzt werden konnte und auf dem Marsch in einem Lederfutteral über der linken Schulter getragen wurde. Oft wurde ein lederner Arbeitsschurz mit [[Gürtel|Hüftkoppel]] getragen. Da die Sappeure meist den [[Grenadier]]kompanien zugeordnet waren, trugen sie auch deren spezielle [[Grenadiermütze]]. Sie behielten diese [[Pelzmütze]]n als besondere Auszeichnungen meist auch noch, als diese bei den Grenadieren in der Regel durch den [[Tschako]] ersetzt wurden. Insbesondere im Frankreich des Ersten und [[Zweites Kaiserreich|Zweiten Kaiserreichs]] waren [[Vollbart|Vollbärte]] für Sappeure vorgeschrieben, während der Rest der Armee keine Bärte oder Oberlippenbärte zu tragen hatte. Oft wurden Fachabzeichen getragen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei der [[Linieninfanterie]] Napoleons zwei gekreuzte rote Äxte auf dem rechten Oberarm. Mit der Vermehrung der Pioniertruppen und der Ausgabe leichten Schanzzeuges an alle Soldaten verschwanden diese militärischen Spezialisten weitgehend aus den Armeen, aber mancherorts wird ihre Tradition aktiv gepflegt. So führen noch heute bei der [[Militärparade|Parade]] zum 14. Juli in Frankreich axtbewehrte, bärtige Sappeure mit ledernen Arbeitsschürzen das Kontingent der [[Légion étrangère|Fremdenlegion]] an. In [[Deutschland]] pflegen private, sogenannte Sappeurzüge diese Tradition (ähnlich den [[Schützenverein]]en oder [[Gebirgsschützen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbständige Sappeureinheiten ==&lt;br /&gt;
Da für größere Belagerungs- und Schanzarbeiten Regimentszimmerleute nicht ausreichten und zu ihrer Unterstützung abkommandierte Infanteristen oder geworbene bzw. zwangsverpflichtete Zivilarbeiter sich als ungeeignet und/oder unzuverlässig herausstellten, errichtete man im 18. Jahrhundert eigene Sappeureinheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Musee-de-lArmee-IMG 0989.jpg|mini|hochkant|Deutscher Brustpanzer von 1917]]&lt;br /&gt;
Da die Sappeure beim Ausheben von Annäherungsgräben in die Reichweite feindlicher [[Schusswaffe]]n gelangten, wurden in einigen Armeen sogenannte [[Sappenpanzer]] ausgegeben. Dieser bestand aus einem massiven [[Brustpanzer]] mit oder ohne Beintaschen und einem schweren [[Sappeurhelm]], oft nach Art eines [[Savoyardenhelm]]es. Diese Schutzkleidung verschwand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, tauchte aber in den Grabenkämpfen des Ersten Weltkriegs noch einmal auf. Der Brustpanzer schränkte in den Grabenkämpfen die Beweglichkeit seines Trägers stark ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Preußen ===&lt;br /&gt;
In [[Königreich Preußen|Preußen]] wurde mit Neuaufstellung des Heeres nach der Niederlage von 1806 eine einheitliche Pioniertruppe aufgestellt, die auch die Schanzaufgaben übernahm. Die meisten anderen Staaten folgten diesem Beispiel der [[Preußische Heeresreform|Heeresreform]] [[Gerhard von Scharnhorst|Scharnhorsts]] und [[August Neidhardt von Gneisenau|Gneisenaus]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich-Ungarn ===&lt;br /&gt;
Mit der 1912 erfolgten Reorganisation der [[Genietruppe]] innerhalb der [[Landstreitkräfte Österreich-Ungarns 1867–1914|k.u.k Truppen]], wurden, neben den bereits bestehenden [[k.u.k. Pioniere]]n, eigenständige [[Bataillon]]e der [[k.u.k. Sappeure]] gebildet. Die Pioniere besorgten bspw. den Brückenbau und den sog. Wasserdienst ([[Pontonbrücke|Ponton-Brückenbau]]), die Sappeure waren für den Straßenbau, den Sprengdienst und die Unterstützung des [[Eisenbahntruppen|k.u.k. Eisenbahnregiments]] (Bau von Eisenbahn-Behelfsbrücken) zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Modern sapper equipment.jpg|mini|links|Moderne Pionierausrüstung]]&lt;br /&gt;
In der Schweizer Armee wurden zum 1. Januar 2004 die bis dahin zum [[Militäreisenbahndienst]] gehörenden Fahrleitungs- und Eisenbahnsappeure zu Sappeuren zusammengefasst und den Pionieren (dort „&amp;#039;&amp;#039;Genie&amp;#039;&amp;#039;“ genannt) zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== British Army ===&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;British Army&amp;#039;&amp;#039; (den britischen Landstreitkräften) wird das Pionierkorps (&amp;#039;&amp;#039;Corps of Royal Engineers&amp;#039;&amp;#039;) auch „The Sappers“ genannt, außerdem ist „Sapper“ der Dienstgrad bzw. die Anrede für Angehörige der Royal Engineers mit dem Rang &amp;#039;&amp;#039;Private&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;Soldat&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sappeure als Ursprung der Feuerwehr in Frankreich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im napoleonischen Frankreich übernahmen Sappeureinheiten auch Aufgaben des [[Brandschutz]]es. Die Sappeurkompanie der [[Garde impériale|Kaisergarde]] war z.&amp;amp;nbsp;B. auch [[Feuerwehr]] im [[Schloss Fontainebleau]]. Daher sind in [[Frankreich]] einige [[Berufsfeuerwehr]]en (z.&amp;amp;nbsp;B. die von [[Brigade de sapeurs-pompiers de Paris|Paris]]) formal der [[Französische Streitkräfte|Armee]] zugehörig, etwa ein Viertel der Berufsfeuerwehrleute gehören dem Militär an. Der französische Name der [[Feuerwehr in Frankreich|Feuerwehr]] (&amp;#039;&amp;#039;sapeurs-pompiers&amp;#039;&amp;#039;) leitet sich von diesen militärischen Wurzeln ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Blasek: &amp;#039;&amp;#039;Ingenieur, Sappeur und Mineur Corps., von ihrer Errichtung bis zu ihrer Vereinigung im Jahre 1851&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Ausgabe 2 von Beiträge zur Geschichte der k.u.k. Genie-Waffe, Austria. Kriegsministerium, L.W. Seidel, 1898.&lt;br /&gt;
* Carl Edlem von Bundschuh: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch aller seit dem Militärjahr 1767, als dem Anfang des in der k.k. Oesterreichischen Armee bestehenden Militär Oekonomie Systems bis zum Schlusse des bürgerl. Jahres 1821, erflossenen Normal Vorschriften&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, Haase, 1822. ([https://books.google.de/books?id=asNUAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP7#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Digitalisat online])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Sappers|Sappeure}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppengattung (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Truppengattung (historisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pionierwesen (Militär)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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