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	<title>Sapere aude - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T23:21:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sapere_aude&amp;diff=197779&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Abubiju: Die letzte Textänderung von ~2025-51376-4 wurde verworfen und die Version 251913915 von Heraklit~dewiki wiederhergestellt.</title>
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		<updated>2025-09-03T20:01:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-51376-4&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-51376-4&quot;&gt;~2025-51376-4&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/251913915&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/251913915&quot;&gt;251913915&lt;/a&gt; von Heraklit~dewiki wiederhergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:KantWasIstAufklärung.png|mini|Kants &amp;#039;&amp;#039;[[Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Sapere aude}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Betone: sápere aúde&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/sapere_aude duden.de].&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist ein [[latein]]isches [[Sprichwort]] und bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Wage es, weise zu sein.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Büchmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geflügelte Worte. Der klassische Zitatenschatz.&amp;#039;&amp;#039; 39. Auflage, neu bearbeitet von Winfried Hofmann. Ullstein, Frankfurt am Main/Berlin 1993, S. 330.&amp;lt;/ref&amp;gt; Meist wird es in der Interpretation [[Immanuel Kant]]s zitiert, der es 1784 zum Leitspruch der [[Aufklärung]] erklärte: {{&amp;quot;|Habe Mut, dich deines eigenen [[Verstand]]es zu bedienen!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Das Zitat stammt aus dem ersten Buch der [[Epistel]]n (Briefe), die der römische Dichter [[Horaz]] 20&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. veröffentlichte (Epist. I,2,40&amp;amp;nbsp;f.). Der erste [[Hexameter]] mit Beginn des zweiten lautet: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Dímidiúm factí, qui coépit, habét: saper(e) aúde, / íncipe}}.&amp;#039;&amp;#039; [[Rudolf Helm]] übersetzt: „Eínmal begónnen ist hálb schon getán. Entschlíeß dich zur [[Einsicht|Eínsicht]]! / Fánge nur án!“&amp;lt;ref&amp;gt;Horaz: &amp;#039;&amp;#039;Satiren und Episteln,&amp;#039;&amp;#039; übersetzt von Rudolf Helm. Artemis, Zürich/Stuttgart 1962, S. 220 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Teil des Zitates hat selbst [[Sprichwort]]-Charakter erlangt: „Frisch gewagt ist halb gewonnen!“ In der näher an der lateinischen Form liegenden Übertragung heißt es: „Wer (erst mal) begonnen hat, hat (damit) schon zur Hälfte gehandelt!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil des Zitates besagt wörtlich „Wage es, weise zu sein!“, wobei &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|aude}}&amp;#039;&amp;#039; der [[Imperativ (Modus)|Imperativ]] [[Singular]] von &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|audere}}&amp;#039;&amp;#039; (lat.: „wagen“, „wollen“, „begierig sein“) und &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|sapere}}&amp;#039;&amp;#039; (lat.: eigentlich: „schmecken“; Wurzel: &amp;#039;&amp;#039;sap-&amp;#039;&amp;#039; = „schmecken“, „riechen“, „merken“; ahd. &amp;#039;&amp;#039;int-sebjan,&amp;#039;&amp;#039; „bemerken“; im übertragenen Sinn: „Weisheit erlangen“, „verstehen“) der [[Infinitiv]] in dieser Konstruktion ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Teil: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|incipe}}&amp;#039;&amp;#039; ist ebenfalls ein Imperativ Singular und bedeutet: „[…] beginne!“ (von &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|incipere}}&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Epistel, aus der der Vers stammt, handelt von den moralischen Lehren, die man aus [[Homer]]s Dichtungen ziehen könne. Konkret geht es in den Versen 27–43 um das [[Exemplum]] des [[Antinoos (Mythologie)|Antinoos]] und der anderen Freier der [[Penelope (Mythologie)|Penelope]], die unter Feiern und Nichtstun in [[Odysseus]]’ Palast in den Tag hineinlebten, bis dieser nach Hause kam und sie alle umbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leitspruch der Aufklärung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Medaille der Alethophilen.png|mini|Medaille der [[Gesellschaft der Wahrheitsliebenden]] (1740 nach einem Entwurf [[Johann Georg Wachter]]s)ː Vorderseite mit Brustbild der [[Minerva]] mit der Abbildung der Philosophen [[Gottfried Wilhelm Leibniz|Leibniz]] und [[Christian Wolff (Aufklärer)|Wolff]] auf dem Helm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Motto wird 1736 am Ende des Vorwortes als Leitspruch der Logikabhandlung &amp;#039;&amp;#039;Artis cogitandi principia&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Jakob Breitinger (Philologe)|Johann Jakob Breitinger]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Breitinger, Johann Jakob: Artis cogitandi principia ad mentem recentiorum philosophorum compendio exhibita atque in usum privatae institutionis, Zürich 1736.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ab 1740 nutzte die [[Gesellschaft der Wahrheitsliebenden]] (Alethophilen) und [[Johann Christoph Gottsched]] dieses Motto.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Bronisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Mäzen der Aufklärung. Ernst Christoph von Manteuffel und das Netzwerk des Wolffianismus&amp;#039;&amp;#039; (Frühe Neuzeit 147), Berlin / New York 2010, [https://books.google.de/books?id=FGdgQqe8xCMC&amp;amp;pg=PA161 S. 161 ff.]; Eric Achermann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Johann Christoph Gottsched (1700–1766): Philosophie, Poetik und Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 2014, [https://books.google.de/books?id=3v3nBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA36&amp;amp;lpg=PA36&amp;amp;dq=sapere+aude S. 36 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berühmt wurde dieses Zitat mit der oben angeführten Übersetzung von [[Immanuel Kant]] in seinem Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;[[Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung]]&amp;#039;&amp;#039; von 1784 als Leitgedanke der [[Aufklärung]]. Diese Umschreibung des Ausrufes &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|sapere aude}}&amp;#039;&amp;#039; hat sich aber als Standardübersetzung nicht durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich Schiller]] führte das Zitat als „vielbedeutenden Ausdruck“ eines „alten Weisen“ im 8. Brief seiner Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;[[Über die ästhetische Erziehung des Menschen]]&amp;#039;&amp;#039; von 1795 an und übersetzte es mit „Erkühne dich, weise zu sein.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.org/details/briefeberdiesth00junggoog Volltext] auf [[Archive.org]] (S. 169. 8. Brief = S. 166–172).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Büchmann]] (Begründer): &amp;#039;&amp;#039;Geflügelte Worte. Der klassische Zitatenschatz.&amp;#039;&amp;#039; 43. Auflage, neu bearbeitet von [[Winfried Hofmann]], [[Walter Robert-Tornow]] [und 6 weitere]. Ullstein Taschenbuch 36953, Frankfurt am Main/Berlin 2015 (Erstausgabe 1864), ISBN 978-3-548-36953-2.&lt;br /&gt;
* [[Quintus Horatius Flaccus]]: &amp;#039;&amp;#039;Sermones et epistulas = Satiren und Briefe&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Die Bibliothek der Alten Welt. Römische Reihe&amp;#039;&amp;#039;), übersetzt und eingeleitet von [[Rudolf Helm]], Artemis, Zürich/Stuttgart  1962, {{DNB|452102111}}, {{OCLC|882932901}} (zweisprachige Ausgabe, lateinisch und deutsch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* 1784: [[Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung]] – frei zugänglich bei [http://www.digbib.org/Immanuel_Kant_1724/Was_ist_Aufklaerung_.pdf DigBib.Org], [[wikisource:de:Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung|Wikisource]], [http://www.prometheusonline.de/heureka/philosophie/klassiker/kant/aufklaerung.htm www.prometheusonline.de] und beim [http://www.deutschestextarchiv.de/kant_aufklaerung_1784 Deutschen Textarchiv]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geflügeltes Wort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufklärung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Horaz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immanuel Kant]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Abubiju</name></author>
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