<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Santa_Sabina</id>
	<title>Santa Sabina - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Santa_Sabina"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Santa_Sabina&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T05:45:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Santa_Sabina&amp;diff=334854&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 11. Mai 2025 um 18:51 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Santa_Sabina&amp;diff=334854&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-11T18:51:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rom, Basilika Santa Sabina, Außenansicht.jpg|mini|Santa Sabina]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Santa Sabina (Rome) - Interno.jpg|mini|Das Innere der Basilika]]&lt;br /&gt;
Die [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Santa Sabina all’Aventino&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]] Kirche in [[Rom]] im Rang einer [[Basilica minor]]. Sie liegt auf dem [[Aventin]]-Hügel im XII. [[Rione]] [[Ripa (Rione)|Ripa]], etwa 400&amp;amp;nbsp;m südwestlich vom [[Circus Maximus]]. In ihr befindet sich der Sitz (Curia) des [[Dominikaner|Dominikaner-Ordens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Santa Sabina wurde unter [[Papst]] [[Coelestin&amp;amp;nbsp;I.]] (422–432) errichtet, aber erst unter seinem Nachfolger [[Sixtus&amp;amp;nbsp;III.]] (432–440) endgültig fertiggestellt; das ergibt sich aus dem [[Liber Pontificalis]] und der Widmungsinschrift auf dem [[Mosaik]] der inneren Eingangswand. Diese Inschrift benennt den aus [[Illyrien]] (Dalmatien) stammenden [[Presbyter]] Petrus als [[Stifter]] der Kirche, die auf der römischen [[Konzil|Synode]] von 499 erstmals als &amp;#039;&amp;#039;titulus Sabinae&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;titulus sanctae Sabinae&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Daraus wird gefolgert, dass bereits im 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine [[Sabina (Heilige)|„heilige“ Sabina]] verehrt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Brandenburg: &amp;#039;&amp;#039;Die frühchristlichen Kirchen in Rom vom 4. bis zum 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg 2013, S. 184f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:S Sabina mura serviane 1150186.JPG|mini|hochkant|Reste der Servianischen Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
Bei Grabungen stellte sich heraus, dass die [[Kirche (Bauwerk)|Kirche]] auf Resten vornehmer Privathäuser der [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]] errichtet wurde, deren Fundamente ihrerseits auf der [[Servianische Mauer|Servianischen Mauer]] ruhen. Ob es sich bei dem großen Raum mit Fußbodenmosaik unter dem Kircheneingang um einen frühchristlichen Sakralraum (&amp;#039;&amp;#039;domus ecclesiae&amp;#039;&amp;#039; = Hauskirche) handelt, ist nicht gesichert. Die Ausgrabungen können im Rahmen einer Spezialführung besichtigt werden. In der Mitte der rechten Seitenschiffmauer hat man eine [[Säule]] aus dem [[Atrium]] des darunter liegenden antiken Hauses sichtbar gelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hinweis auf die [[Patrozinium|Titelheilige]] kann dem Text der legendären Heiligenvita des 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts: &amp;#039;&amp;#039;Passio sanctarum Serapiae virginis martyris et Sabinae martyris&amp;#039;&amp;#039; entnommen werden. Danach kam Seraphia, eine aus [[Antiochia am Orontes|Antiochien]] stammende Christin, im 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nach Rom und lebte im Haus einer vornehmen Römerin mit Namen [[Sabina (Heilige)|Sabina]] auf dem Aventin, bis beide unter Kaiser [[Hadrian]] (117–138) als [[Märtyrer]]innen hingerichtet wurden. Ihre körperlichen Überreste seien auf den Aventin übertragen und dort in einem &amp;#039;&amp;#039;titulus&amp;#039;&amp;#039; bestattet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Bombeck: &amp;#039;&amp;#039;Auch sie haben Rom geprägt. An den Gräbern der Heiligen und Seligen in der Ewigen Stadt&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2004, ISBN 3-7954-1691-4, S. 197.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Forschung geht heute davon aus, dass der &amp;#039;&amp;#039;titulus Sabinae&amp;#039;&amp;#039; wahrscheinlich bereits im 3. oder 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bestanden hat und dass er nach dem spätantiken Hauskomplex auf dem Aventin benannt worden ist. Demnach wäre es denkbar, in Sabina die als Heilige verehrte Stifterin des Kirchengrundstücks zu sehen, auf dem der [[Presbyter]] Petrus im 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die Basilika finanziert und gebaut hat; die Alternative wäre, dass Sabina bei der Gründung des &amp;#039;&amp;#039;titulus&amp;#039;&amp;#039; bereits als heilige Märtyrerin verehrt worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Wehrens: &amp;#039;&amp;#039;Rom – Die christlichen Sakralbauten vom 4. bis zum 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert – Ein Vademecum&amp;#039;&amp;#039;, Freiburg 2016, S. 206f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Basilika Santa Sabina mit dem [[Chor (Architektur)|Chor]] im Nordosten war ausgerichtet nach den antiken Grundmauern und der damaligen Straßenführung. Die Kirche, die fast gleichzeitig mit [[Santa Maria Maggiore]] entstand, gehört zu den ältesten und bedeutendsten christlichen Basiliken der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Santa Sabina2.jpg|mini|Innenansicht mit der &amp;#039;&amp;#039;Schola cantorum&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Ab 422 entstand auf der Terrasse über dem [[Tiber]] eine dreischiffige Säulenbasilika mit Arkaden als unverputzter Backsteinbau (ca. 56 × 25&amp;amp;nbsp;m) ohne [[Querhaus]], mit halbrunder Apsis sowie mit großen Rundbogenfenstern in Apsis, Langhaus und Eingangswand, wobei die drei Apsisfenster in dieser Größe hier erstmals in einer frühchristlichen Basilika anzutreffen sind. Von den ursprünglich drei in die Kirchenschiffe führenden Portalen wurde das linke durch den später errichteten [[Campanile]] zugebaut. Als Rahmen der Eingangstüren hat man [[Spolie]]n aus antiken Bauten verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je zwölf weiße Marmorsäulen, davon 22 frei stehend&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Barbara Borngässer |Titel=Kathedralen |Hrsg=Rolf Toman |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Parragon Books Ltd |Ort=Bath, UK |Datum= |ISBN=978-1-4054-8839-6 |Seiten=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;,  mit [[Korinthische Ordnung|korinthischen Kapitellen]] trennen das [[Kirchenschiff#Mittelschiff und Seitenschiffe|Mittelschiff]] von den Seitenschiffen; es sind [[Kannelierung|kannelierte]] Spoliensäulen mit gefüllten Hohlstreifen im unteren Drittel. Im Unterschied zu anderen frühchristlichen Kirchen sollen diese Säulen und die [[Kapitell]]e aus einem einheitlichen Bestand des späten 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts stammen. Dies belegt den Aufwand, der für diese Kirche betrieben worden ist. Am Fuß der dritten Säule auf der linken Seite ist der Name &amp;#039;&amp;#039;RVFENOS&amp;#039;&amp;#039; eingeritzt; es könnte sich um den Namen des Steinbruchbetreibers, des Händlers oder des Steinmetzen handeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Buchowiecki: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Kirchen Roms. Der römische Sakralbau in Geschichte und Kunst von der altchristlichen Zeit bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Wien 1974, S. 772f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Santa Sabina gehörte zu den ersten Kirchen, in denen über den Säulen Rundbögen das bis dahin traditionelle waagerechte Gebälk, den [[Architrav]], verdrängt und damit ein entscheidendes neues Stilmittel in die Architekturgeschichte eingeführt haben. Die waagerechte Ausrichtung des Raumes im römischen Tempelbau wurde hier verlassen zugunsten der Tendenz, den Raum vertikal zu gliedern. Der jetzt benutzte Rundbogen stellte eine Verbindung zur oberen Fensterzone her, wo sich das Bogenmotiv wiederholt. Die Arkadenzone des Erdgeschosses und die Fensterzone wurden später in [[Romanik|romanischen]] Kirchen durch begleitende [[Pilaster]] und [[Halbsäule]]n noch mehr aufeinander bezogen und zu einer Einheit zusammengefasst. Der Kirchenraum wurde in der Folge zunehmend durch [[Joch (Architektur)|Joche]] gegliedert – eine Entwicklung, die in der [[Gotik]] ihren Höhepunkt und Abschluss gefunden hat. In Santa Sabina sieht man einen der ersten Schritte in diese Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Errichtung des [[Campanile]] im 10.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde das linke Seitenportal zugebaut.&lt;br /&gt;
1219 übertrug Papst Honorius&amp;amp;nbsp;III. (1216–1227) die Kirche samt Nebengebäuden dem [[Dominikus|Heiligen Dominikus]], dem Gründer des Predigerordens, der seit 1216 mit den ersten Ordensbrüdern bei der Kirche [[San Sisto Vecchio]] gewohnt hatte. In dem damals errichteten [[Konvent (Kloster)|Konvent]] lehrte u.&amp;amp;nbsp;a. [[Thomas von Aquin]] (1225–1274). Dort befindet sich auch die Dominikus-Kapelle, die aus der Zelle des Ordensgründers entstanden und 1645 in eine Kapelle umgewandelt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde der [[Kreuzgang (Architektur)|Kreuzgang]] angebaut; die zahlreichen kleinen Marmorsäulen tragen Kapitelle mit stilisierten Lorbeerblättern. Anlässlich der Einwölbung 1518 wurde er mit Bildern aus dem Leben des hl.&amp;amp;nbsp;Dominikus ausgemalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Vorhalle steht u.&amp;amp;nbsp;a. ein christlicher [[Sarkophag]] aus dem 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert mit einer Darstellung des [[Guter Hirte|Guten Hirten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Umbaumaßnahmen und [[Restaurierung]]en erfolgten im 16., 17. und 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sowie in den Jahren 1914 bis 1919; bei der letzten Restaurierungsmaßnahme zwischen 1936 und 1939 wurde versucht, nach Möglichkeit den Originalzustand wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Saeule in Santa Sabina.jpg|Namenszug &amp;#039;&amp;#039;Rufenos&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Datei:Roma2010 (5003848550).jpg|Kannelierte Säulen&lt;br /&gt;
Datei:Santa Sabina - arches - antmoose.jpg|Fries oberhalb der Arkaden vor der Restaurierung&lt;br /&gt;
Datei:Sabina-fenster.png|Fensterzone&lt;br /&gt;
Datei:Rudiment 4.jpg|Reste des Campanile und Kreuzgang&lt;br /&gt;
Datei:Dominikanerschild Santa Sabina.jpg|Schild zur Dominikanerkurie&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Innenraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rom, Kirche Santa Sabina, Innenansicht.JPG|mini|Innenansicht zur Eingangswand]]&lt;br /&gt;
Im Innern hat man die Umbauten und Ausschmückungen der vergangenen Jahrhunderte durch sachgerechte Restaurierungsmaßnahmen beseitigt, so dass sich heute wieder das charakteristische Bild einer frühchristlichen Basilika bietet. Es ist ein lichtdurchfluteter Raum mit einfacher Holzdecke.&lt;br /&gt;
Die beiderseits 13 Fenster sind besonders groß (die Wandbreite zwischen den Öffnungen beträgt jeweils nur 1,20&amp;amp;nbsp;m, was erhebliche bautechnische Erfahrung voraussetzte); sie tauchen das Mittelschiff in helles Licht und betonen durch ihre Lichtfülle das Mittelschiff als zentralen Ort gegenüber den schmalen Seitenschiffen, die früher fensterlos waren. Alle Fenster wurden wieder als [[Transenna|Transennenfenster]] mit Fensterverschlüssen aus [[Marienglas|Selenit]] nach altem Muster so restauriert, wie sie im &amp;#039;&amp;#039;Liber Pontificalis&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;metallum gypsinum&amp;#039;&amp;#039; beschrieben sind. Auch die Scheiben hat man aus Glimmer und getöntem Glas nachgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Arkaden verläuft ein [[Fries]] mit kunstvollen Marmor-[[Inkrustation (Baukunst)|Inkrustationen]] in geometrischen Mustern. Die [[Zwickel (Architektur)|Zwickel]] zwischen den Bogenansätzen oberhalb der Kapitelle enthalten Darstellungen von bisher nicht gedeuteten [[Liturgie|liturgischen]] Geräten, jeweils mit einem Kreuz und flatternden Bändern geschmückt. Diese Art der Wandverkleidung mit [[Intarsien]] aus dem 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, die es wohl auch in anderen römischen Kirchen gab, ist als einzige in Rom erhalten geblieben. Durch die architektonische Gestaltung hat man erreicht, dass der Blick entlang der Säulen und Fenster, der Arkaden und Schmuckbänder ohne Unterbrechung auf die Apsis mit dem [[Altar]] als Zentrum der [[Eucharistie]]feier geleitet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Wehrens: &amp;#039;&amp;#039;Rom – Die christlichen Sakralbauten vom 4. bis zum 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert – Ein Vademecum&amp;#039;&amp;#039;. Freiburg 2016, S. 207f. mit Grundriss Abb. 26.1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kunstgeschichtliche Bedeutung von Santa Sabina hat u.&amp;amp;nbsp;a. [[Walther Buchowiecki]] hervorgehoben: &lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Basilika ist, obwohl im Vergleich zu den ältesten Patriarchalkirchen jung in der Reihe der altchristlichen Gotteshäuser Roms, heute – nach Zerstörung von [[Petersdom#Alt-St._Peter|Alt-St. Peter]], der völligen Barockisierung von [[Lateranbasilika|S. Giovanni in Laterano]] und dem Brand von [[Sankt Paul vor den Mauern|S. Paolo fuori le mura]] – die älteste, größte und von diesen besterhaltene Kirche Roms, ein Paradigma für die Bauweise des 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
 |Autor=&lt;br /&gt;
 |Quelle=&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Buchowiecki: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Kirchen Roms. Der römische Sakralbau in Geschichte und Kunst von der altchristlichen Zeit bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, Wien 1974, S. 780.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ursprünglich vorhandene &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apsismosaik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aus der Zeit um 432 zeigte eine Darstellung von Christus auf dem Paradiesberg und darüber den Zug der Lämmer zum göttlichen Lamm in der Mitte. Auf der Stirnwand der Apsis waren Christus und die [[Apostel]] zwischen den Städten [[Jerusalem]] und [[Bethlehem]] abgebildet. Das heutige [[Fresko]] in der Apsis stammt von [[Taddeo Zuccari]] (1569), der teilweise Motive des ursprünglichen Mosaiks aufgenommen hat: Christus thront auf dem Paradiesberg mit den Paradiesflüssen, umgeben von den Aposteln (links) und verschiedenen Heiligen (rechts), darunter Sabina und Seraphia sowie Angehörige des Dominikanerordens mit ihrem Gründer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mosaik an der Eingangswand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (um 432) über den fünf großen Rundbogenfenstern enthielt ursprünglich noch die vier [[Evangelistensymbole]] sowie an den Seiten [[Simon Petrus|Petrus]] und [[Paulus von Tarsus|Paulus]]; erhalten blieben nur die Widmungsinschrift und zwei in Purpur gekleidete Frauengestalten mit Stola und Buch, von denen die linke die aus dem Judentum und die rechte die aus dem Heidentum hervorgegangene Kirche repräsentiert; die Beischriften lauten: &amp;#039;&amp;#039;ECLESIA (!) EX CIRCVMCISIONE&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ECLESIA (!) EX GENTIBVS&amp;#039;&amp;#039; (Judenkirche und Heidenkirche).&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Wehrens: &amp;#039;&amp;#039;Rom – Die christlichen Sakralbauten vom 4. bis zum 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert – Ein Vademecum&amp;#039;&amp;#039;, Freiburg 2016, S. 209ff. mit Text und Übersetzung der Widmungsinschrift.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 824 bis 827 stiftete Papst [[Eugen&amp;amp;nbsp;II.]] eine reiche Innenausstattung, insbesondere die [[Schola cantorum (Architektur)|Schola cantorum]] mit zwei [[Ambo|Ambonen]], das [[Ziborium (Altaraufbau)|Ziborium]] und einen neuen Altar zur Aufnahme des [[Sarkophag]]s mit den [[Reliquien]] von Sabina und Seraphia. Um 1294 wurde die Grabplatte von Munio de Zamora, eines Ordensmagisters der Dominikaner, in den Fußboden vor der &amp;#039;&amp;#039;Schola cantorum&amp;#039;&amp;#039; eingelassen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Lazio Roma SSabina2 tango7174.jpg|Apsisfresko von 1569&lt;br /&gt;
Datei:RomaSSabina mosaic1.JPG|Mosaik mit der „Judenkirche“&lt;br /&gt;
Datei:RomaSSabina mosaic2.JPG|Mosaik mit der „Heidenkirche“&lt;br /&gt;
Datei:Munio de Zamora.jpg|Grabplatte von Munio de Zamora&lt;br /&gt;
Datei:Spolien Santa Sabina.jpg|Spolien im Eingangsbereich &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Holztür des Hauptportals ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Santa Sabina Portal.jpg|mini|Hölzernes Hauptportal von ca. 432 (Detail)]]&lt;br /&gt;
Die Flügeltür aus [[Zypressen]]holz (5,35 × 3,35 m) wurde um 432 eigens für das Hauptportal dieser Kirche entworfen; sie ist damit wohl die älteste aller  erhaltenen Kirchentüren. Auf der Außenseite haben sich von ursprünglich 28 Reliefplatten noch 18 erhalten. Die Flügeltüren mit den Reliefbildern haben einzigartige künstlerische und ikonographische Bedeutung und zählen zu den größten Kostbarkeiten der abendländischen Kunst. Da man den Inhalt der verlorenen Tafeln nicht genau kennt, lässt sich die ursprüngliche Abfolge nicht mehr sicher rekonstruieren. Auf eine Reihe von vier kleinen querrechteckigen Tafeln folgt jeweils eine Reihe von vier großen hochrechteckigen Tafeln. Davon beziehen sich sechs Tafeln auf das Alte und zehn Tafeln auf das Neue Testament sowie zwei Tafeln mit symbolischem Inhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tafel „Jesus am Kreuz“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in der obersten Reihe handelt es sich um das älteste Beispiel einer Darstellung des gekreuzigten  Christus. Die zur Entstehungszeit noch anhaltende Scheu vor einer Abbildung des gekreuzigten Jesus wurde umgangen, indem anstelle einer echten Kreuzigung hier Jesus mit den Wundmalen dargestellt wird, wie er mit ausgebreiteten Armen (in [[Orantenhaltung]]) aufrecht steht. Er hat die Augen geöffnet, ist ohne Ausdruck des Leidens, jede Hand jedoch mit einem Nagel an Holzteile geheftet, aber ohne dass ein echtes Kreuz zu sehen ist. Den Hintergrund bildet eine von unten bis oben durchgehende Quadermauer mit Dreiecksgiebeln und Balkenwerk davor, was vermutlich auf den Ort des Geschehens vor den Mauern von Jerusalem hinweisen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Georg Wehrens: &amp;#039;&amp;#039;Rom – Die christlichen Sakralbauten vom 4. bis zum 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert – Ein Vademecum&amp;#039;&amp;#039;, Freiburg 2016, S. 210ff. mit einer Beschreibung der Bildtafeln.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gisela Jeremias: &amp;#039;&amp;#039;Die Holztür der Basilika S. Sabina in Rom.&amp;#039;&amp;#039; Ernst Wasmuth, Tübingen 1980.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:S Sabina portone 1000012.JPG|Gesamtansicht des Hauptportals&lt;br /&gt;
Datei:Santa Sabina Kreuzigung.jpg|Kreuzigungsszene&lt;br /&gt;
Datei:Türdetail Santa Sabina.jpg|Die Heiligen Drei Könige &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orgel ==&lt;br /&gt;
Die [[Orgel]] der Basilika wurde 1936 bis 1938 von der [[Mascioni Orgelbau|Orgelbaufirma Mascioni]] erbaut. Das Instrument hat 37&amp;amp;nbsp;[[Register (Orgel)|Register]] auf zwei Manualen und [[Pedal (Orgel)|Pedal]].&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen zur {{Webarchiv|url=http://www.mascioni-organs.com/databnuovi/494.pdf |wayback=20140502001912 |text=Orgel |archiv-bot=2024-05-03 22:32:28 InternetArchiveBot }} (PDF-Datei; 21&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;20&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I Hauptwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Principal||16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Principal I  ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Principal II||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Flauto traverso||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Dulciana||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Flauto a camino||4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oktave||4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Quinte||{{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Decima V ||2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ripieno VI&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Voce umana||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tromba ||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Clarinetto||8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II Schwellwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bordone||16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Principale||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gamba||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bordone||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Salicionale||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Flauto armonico||4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ottava||4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Flauto in XII||{{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Flautino||2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ripienino||2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Voce celeste||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Coro viole||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Oboe||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tromba||4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Voci corali||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;Tremulant&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Contrabass||16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Subbass||16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bordun||16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Quintbass||{{Bruch|10|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Basso||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bordone||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bordone d’eco||8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Flauto||4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Tromba||16′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; II/I, I/P, II/P; Suboktavkoppeln (II/I, II/II), Superoktavkoppeln (I/I, II/I, II/II, I/P, II/P)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kardinalpriester von Santa Sabina]]&lt;br /&gt;
* [http://wernernolte.de/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=104:santa-sabina-rom&amp;amp;catid=1:spaetantike-kirchen&amp;amp;Itemid=104 Website von Werner Nolte mit Bildern und Beschreibungen zu Santa Sabina]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manuela Gianandrea: &amp;#039;&amp;#039;Manuela Annibali, Laura Bartoni: Il convento di Santa Sabina all’Aventino e il suo patrimonio storico-artistico e architettonico&amp;#039;&amp;#039;. Camposanto Editori, Rom 2017, ISBN 978-88-98229-90-1.&lt;br /&gt;
* Hans Georg Wehrens: &amp;#039;&amp;#039;Rom – Die christlichen Sakralbauten vom 4. bis zum 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert – Ein Vademecum&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg 2016, S. 206–213.&lt;br /&gt;
* [[Hugo Brandenburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die frühchristlichen Kirchen in Rom vom 4. bis zum 7.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2013, S. 184–195.&lt;br /&gt;
* [[Anton Henze]]: &amp;#039;&amp;#039;Kunstführer Rom.&amp;#039;&amp;#039; Philipp Reclam, Stuttgart 1994, ISBN 3-15-010402-5, S. 261–263.&lt;br /&gt;
* Gisela Jeremias: &amp;#039;&amp;#039;Die Holztür der Basilika S. Sabina in Rom.&amp;#039;&amp;#039; Ernst Wasmuth, Tübingen 1980, ISBN 3-8030-1454-9.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Wilpert]]/[[Walter N. Schumacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Die römischen Mosaiken der kirchlichen Bauten vom IV. – XIII. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Herder, Freiburg 1976, S. 13 und 307 mit Tafel 24.&lt;br /&gt;
* [[Walther Buchowiecki]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Kirchen Roms. Der römische Sakralbau in Geschichte und Kunst von der altchristlichen Zeit bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, Hollinek, Wien 1974, S. 767–802.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Santa Sabina (Rome)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.romeartlover.it/Vasi129.htm#Sabina Graphiken und Fotos von S. Sabina]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=41/53/4.1964/N |EW=12/28/47.250/E |type=landmark |region=IT-RM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4470616-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titelkirche|Sabina]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Basilica minor|Rom, Sabina]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ripa (Rione)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel|Rom, Sabina]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 5. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkulturerbe Kirchen in römischer Altstadt (Italien)|Sabina]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa|Rom]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
	</entry>
</feed>