<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sanne_Ledermann</id>
	<title>Sanne Ledermann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sanne_Ledermann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sanne_Ledermann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T21:21:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sanne_Ledermann&amp;diff=2829724&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Better luck next time: /* Leben */ neutraler formuliert - es lässt sich darüber streiten, ob vier Monate in dem Kontext eine lange Zeit sind</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sanne_Ledermann&amp;diff=2829724&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-23T19:55:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; neutraler formuliert - es lässt sich darüber streiten, ob vier Monate in dem Kontext eine lange Zeit sind&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Susanne „Sanne“ Ledermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Oktober]] [[1928]] in [[Berlin]]; † [[19. November]] [[1943]] im [[KZ Auschwitz-Birkenau]]) war ein deutsch-[[Juden|jüdisches]] Mädchen, das im [[Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau]] ermordet wurde. Susanne erlangte als eine der besten Freundinnen [[Anne Frank]]s Bekanntheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Genthiner Str 14 (Tierg) Susanne Ledermann.jpg|mini|[[Stolperstein]] am Haus, Genthiner Straße 14, in [[Berlin-Tiergarten]]]]&lt;br /&gt;
Sanne Ledermann wurde 1928 in [[Berlin]] als zweite Tochter des Wirtschaftsanwalts und Notars [[Franz Ledermann]] (1889–1943) und dessen Ehefrau [[Ilse Ledermann-Citroen]] aus Berlin (1904–1943) geboren. Ihre Schwester [[Barbara Ledermann|Barbara]] (1925–2024) war drei Jahre älter als sie. Nach der nationalsozialistischen [[Machtergreifung]] verlor Franz Ledermann durch das [[Gesetz über die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft]] zahlreiche Klienten. Als jüdischer Anwalt durfte er nur noch Juden vertreten und musste schließlich seine Kanzlei schließen. Er [[Auswanderung|emigrierte]] 1933 mit seiner Familie in die [[Niederlande]], wo Verwandte seiner Frau lebten. Ledermann ließ sich mit Frau und Kindern in [[Amsterdam]] nieder, wo er mit Hans Goslar eine Beratungsstelle für jüdische Emigranten eröffnete. Sanne wurde Schülerin an der öffentlichen Montessori-Schule, wo sie schnell Freundschaft mit [[Hans Goslar]]s Tochter [[Hannah Pick-Goslar|Hanneli Goslar]] und deren Kindergartenfreundin [[Anne Frank]] schloss. Im Juni 1934 gehörte Sanne zu den Mitschülern, die Anne Frank zu ihrem fünften Geburtstag einlud – vier Monate nachdem Anne aus [[Aachen]] nach Amsterdam gekommen war. Auch ihre Schwester Barbara war als Freundin von [[Margot Frank]] regelmäßig im Hause der Franks zu Gast.&amp;lt;ref&amp;gt;Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Claasen, München 1998, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanne Ledermann und Hanneli Goslar waren Anne Franks beste Freundinnen. Bei Mitschülern und Spielkameraden galten die Mädchen als eingeschworene Gruppe: „Anne, Hanne und Sanne hieß das Trio bei den anderen Kindern, die sich zum Spielen am [[Merwedeplein]] trafen. […] Natürlich hatte jede der drei […] auch andere Freundinnen. Im Grunde aber waren die drei unzertrennlich – und blieben es auch, als sie älter wurden.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Müller 82&amp;quot;&amp;gt;Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Claasen, München 1998, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeden Samstag verbrachten Anne Frank und Sanne Ledermann zusammen, während die orthodox erzogene Hanneli Goslar am [[Schabbat]] teilnahm und dafür den Sonntag mit Anne verbrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Claasen, München 1998, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sanne Ledermann, die von ihren Eltern „Susi“, von Anne Frank jedoch „Sanne“ genannt wurde, galt als ruhiges, intelligentes Kind, war jedoch ernster als Anne Frank. „Auch wenn sie lächelte, stand eine gewisse Ernsthaftigkeit in den großen, dunkelbraunen Augen des zierlichen Mädchens“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Müller 82&amp;quot; /&amp;gt; Erhaltene Fotos zeigen sie beim Spielen mit ihrer Schwester, Hanneli Goslar, Anne Frank und anderen Freunden in einem Sandkasten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Müller 82&amp;quot; /&amp;gt; allein mit Anne beim Spiel mit Reifen und Roller&amp;lt;ref&amp;gt;Abdruck z.&amp;amp;nbsp;B. in Mirjam Pressler (Übersetzerin): &amp;#039;&amp;#039;Anne Frank Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt am Main 1998, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder an Annes Seite anlässlich einer Aufnahme zu deren 10. Geburtstag 1939.&amp;lt;ref&amp;gt;Abdruck z.&amp;amp;nbsp;B. in: Mirjam Pressler (Übersetzerin): &amp;#039;&amp;#039;Anne Frank Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt am Main 1998, S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1940 besetzte die deutsche Armee die Niederlande. Sanne Ledermann und Anne Frank mussten von da an eine jüdische Schule besuchen, kamen jedoch an verschiedene Schulen. Der Kontakt zu Anne Frank blieb dennoch eng. Im Juli 1941 fuhr Sanne Ledermann mit ihren Eltern, die Anne Frank „Onkel Frans“ und „Tante Ilse“ nannte, sowie Anne Frank in den Sommerurlaub nach [[Beekbergen]] bei [[Apeldoorn]] und teilte sich ein Zimmer mit Anne Frank.&amp;lt;ref&amp;gt;Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Claasen, München 1998, S. 175–176.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folgezeit wurde die Freundschaft jedoch schwächer, da Anne Frank früher in die Pubertät kam als Sanne. Diese beschwerte sich bei ihrer Schwester unter anderem über die „Jungengeschichten“ Anne Franks, die diese auch im Tagebuch niederschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Claasen, München 1998, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über persönliche Probleme tauschte sich Anne Frank zu dieser Zeit bereits mit ihrer neuen Vertrauten [[Jacqueline van Maarsen]] aus. Der engere Freundeskreis Anne Franks umfasste im Sommer 1942 nun neben Sanne Ledermann und Hanneli Goslar auch Jaqueline van Maarsen und Ilse Wagner. Zu fünft gründeten sie den Pingpong-Club &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Bär minus 2&amp;#039;&amp;#039; und spielten gemeinsam in Ilse Wagners Wohnung Tischtennis.&amp;lt;ref&amp;gt;Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Claasen, München 1998, S. 198; Eintrag vom 20. Juni 1942. In: Mirjam Pressler (Übersetzerin): &amp;#039;&amp;#039;Anne Frank Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt am Main 1998, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sanne Ledermann wurde „Vereinsvorsitzende“ und Jacqueline van Maarsen Sekretärin, während Anne Frank, Hanneli Goslar und Ilse Wagner einfache Mitglieder waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Jacqueline van Maarsen: &amp;#039;&amp;#039;Meine Freundin Anne Frank&amp;#039;&amp;#039;. Heyne, München 1997, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusammenfassend schrieb Anne Frank anlässlich ihres Geburtstages am 14. Juni 1942 in ihr neues Tagebuch: „Hanneli und Sanne waren früher meine besten Freundinnen […] Ilse [Wagner] ist Hannelis beste Freundin, und Sanne geht in eine andere Schule und hat dort ihre Freundinnen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Eintrag am 14. Juni 1942. In: Mirjam Pressler (Übersetzerin): &amp;#039;&amp;#039;Anne Frank Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt am Main 1998, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Anne Frank und ihre Familie untergetaucht waren, blieb Sanne Ledermann mit Jacqueline van Maarsen in losem Kontakt, so bestand auch der Pingpong-Club weiter. Sanne Ledermann und ihre Eltern wurden am 20. Juni 1943 von den Nationalsozialisten verhaftet. Sie wurden in das [[Durchgangslager Westerbork]] gebracht, wo sie vier Monate inhaftiert waren. Da sie auf der sogenannten „Palästinaliste“ des [[Internationales Rotes Kreuz|Internationalen Roten Kreuzes]] standen, waren sie eine Zeit lang vor einer Deportation geschützt. Am 16. November 1943 wurden sie in das [[KZ Auschwitz-Birkenau]] deportiert und am 19. November 1943 nach der Ankunft in der [[Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz|Gaskammer]] ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;Melissa Müller: &amp;#039;&amp;#039;Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Claasen, München 1998, S. 381–382.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barbara Ledermann konnte den Nazis entkommen und engagierte sich mit falschen Papieren unter dem Namen „Barbara Waarts“ im Widerstand. Sie emigrierte 1947 in die [[Vereinigte Staaten|USA]], wurde Schauspielerin und heiratete 1950 den Biochemiker [[Martin Rodbell]], der 1994 mit dem [[Nobelpreis für Medizin]] ausgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Im Fernseh-Zweiteiler &amp;#039;&amp;#039;[[Anne Frank (2001)|Anne Frank]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 2001 verkörperte [[Michaela Horáková]] das Mädchen Sanne Ledermann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IMDb|tt0246430|Anne Frank: The Whole Story}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2008 wurde ein „Sensationsfund im Trödelladen“ bekannt: Im niederländischen [[Naarden]] wurde in einem Trödelladen eine Postkarte entdeckt, die Anne Frank am 31. Dezember 1937 von Aachen aus an Sanne Ledermann geschickt hatte und in der sie ihr alles Gute im neuen Jahr wünschte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.spiegel.de/geschichte/postkarte-von-anne-frank-aufgetaucht-a-946904.html &amp;#039;&amp;#039;Postkarte von Anne Frank aufgetaucht&amp;#039;&amp;#039;.] spiegel.de, 24. April 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Am 8. September 2022 wurden vor ihrem ehemaligen Wohnort, [[Berlin-Tiergarten]], Genthiner Straße 14, [[Stolperstein]]e für sie und ihre Familie verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.mittendran.de/gedenkveranstaltung-fuer-eine-familie-aus-unserem-kiez/ &amp;#039;&amp;#039;5 NEUE STOLPERSTEINE UND GEDENKEN FÜR DIE FAMILIE LEDERMANN-CITROËN&amp;#039;&amp;#039;], mittendran.de, 9. September 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Melissa Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Claasen, München 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ushmm.org/wlc/en/idcard.php?ModuleId=10006552 „Susanne Ledermann“] in der &amp;#039;&amp;#039;Holocaust Encyclopedia&amp;#039;&amp;#039; des United States Holocaust Memorial Museum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1243076445|VIAF=1162163464541005680002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ledermann, Sanne}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Anne Frank]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Durchgangslager Westerbork]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Mitte ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ledermann, Sanne&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ledermann, Susanne&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-jüdisches Mädchen, Freundin von Anne Frank, Opfer des Holocaust&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Oktober 1928&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. November 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Auschwitz-Birkenau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Better luck next time</name></author>
	</entry>
</feed>