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	<title>Sanftmut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T05:04:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sanftmut&amp;diff=419626&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&quot;G&quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt), Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, http nach https umgestellt</title>
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		<updated>2026-02-19T09:22:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Fix Parameter lemid in Vorlage:Deutsches Wörterbuch (&amp;quot;G&amp;quot; nicht notwendig wenn danach ein Buchstabe folgt), Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, http nach https umgestellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:3560 - Milano - San Carlo al Corso - Allegoria - Foto Giovanni Dall&amp;#039;Orto 22-Jun-2007.jpg|mini|Allegorische neoklassische Statue in der &amp;#039;&amp;#039;San Carlo al Corso&amp;#039;&amp;#039;-Kirche in Mailand. Das Lamm an ihrer Seite ist das traditionelle Symbol der Sanftmut.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sanftmut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Charaktereigenschaft]]. Sie galt als Tugend einiger Herrscher: So trug [[Friedrich II. (Sachsen)|Friedrich&amp;amp;nbsp;II.]] von Sachsen (1412–1464) den Beinamen „der Sanftmütige“, ebenso der Pfalzgraf [[Ludwig IV. (Pfalz)|Ludwig&amp;amp;nbsp;IV.]] (1424–1449). Der Bischof und christliche Mystiker [[Franz von Sales]] (1567–1622) wird als Heiliger der Sanftmut angesehen, der seine Neigung zu Zornausbrüchen zu zügeln lernte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;sanftmütig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Gegenbegriffe &amp;#039;&amp;#039;zornmütig&amp;#039;&amp;#039; (veraltet), &amp;#039;&amp;#039;[[jähzorn]]ig&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;aufbrausend&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;aggressiv&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Begriff ist Kompositum des Adjektivs &amp;#039;&amp;#039;sanft&amp;#039;&amp;#039;, in unterschiedlichen Lautungen und Schreibungen schon mittelhochdeutsch mit der Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;angenehm, mild&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=sanft |Band=14 |Sp=1775&amp;amp;nbsp;ff. |lemid=S01904}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als Präfix mit &amp;#039;&amp;#039;-mut&amp;#039;&amp;#039;. Letzteres geht auf das mittelhochdeutsche &amp;#039;&amp;#039;muot&amp;#039;&amp;#039; zurück,&amp;lt;ref&amp;gt;zur Etymologie von &amp;#039;&amp;#039;Mut&amp;#039;&amp;#039; vgl. genauer [[Mut #Etymologie]].&amp;lt;/ref&amp;gt; welches in der Zusammenstellung der beiden Begriffe die Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;Gemüt, Temperament&amp;#039;&amp;#039; annimmt. &amp;#039;&amp;#039;Sanftmut&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet also eine milde, nachsichtige menschliche Wesensart.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Sanftmut |Band=14 |Sp=1787 |lemid=S01949}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophische Zusammenhänge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In philosophischen und religiösen Erörterungen wird Sanftmut als [[Tugend]] behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [[Otto Friedrich Bollnow]] hat Sanftmut folgendermaßen umschrieben:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Sanftmut steht im Gegensatz zur Gewaltsamkeit. … Sanft ist er (der Mensch), wenn er sich nicht vom Zorn hinreißen läßt, ohne vermeidbare Härte im Affekt, weich und behutsam. Sanftmut bezeichnet dabei nicht nur eine Weise des Verhaltens, sondern mehr noch eine Beschaffenheit der Gesinnung. … Die Sanftmut des Verhaltens verbindet sich sodann mit der Behutsamkeit im Umgang. Diese Behutsamkeit ist eine Art von Vorsicht, die keinen Schaden an den andern Menschen … herankommen lassen will.&lt;br /&gt;
 |Autor=Bollnow&lt;br /&gt;
 |Quelle=Die Tugend der Geduld&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;O. F. Bollnow: {{Webarchiv |url=http://www.otto-friedrich-bollnow.de/doc/Geduld.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Tugend der Geduld&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20071110205513 |archiv-bot=2019-05-12 02:06:52 InternetArchiveBot}} (PDF; 102&amp;amp;nbsp;kB), S. 299 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Antike galt Sanftmut als typische Eigenschaft des Philosophen. So wird etwa [[Sokrates]] in [[Platon]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Phaidon]]&amp;#039;&amp;#039; (116c5) als sanftmütig bezeichnet. Bei [[Aristoteles]] (in der &amp;#039;&amp;#039;[[Nikomachische Ethik|Nikomachischen Ethik]]&amp;#039;&amp;#039;, (IV 11) &amp;#039;&amp;#039;Die Sanftmut nebst deren Mangel und Übermaß&amp;#039;&amp;#039;) wird die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sanftmut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(praotes)&amp;#039;&amp;#039; unter ethischen Aspekten diskutiert und als Mitte zwischen einer zu geringen (Unempfindlichkeit) und einer zu großen Erregbarkeit ([[Jähzorn]]) bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|aristote/nikomach/nikomach|Nikomachische Ethik, IV,11|[[Aristoteles]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf [[Latein]] bezeichnet man Sanftmut als &amp;#039;&amp;#039;mansuetudo&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich: [[Zahmheit]], auch bei Tieren), sie wird als eng mit der [[Tugend]] der &amp;#039;&amp;#039;clementia&amp;#039;&amp;#039; (Milde, [[Nachsicht]]) verwandt betrachtet. [[Thomas von Aquin]] differenziert zwischen Nachsicht und Sanftmut, die er beide als gegen das [[Laster]] des Zorns &amp;#039;&amp;#039;(ira)&amp;#039;&amp;#039; – verstanden als Drang zu übermäßiger Vergeltung – gerichtete Tugenden begreift, die sich jedoch in ihrem unmittelbaren Objekt unterscheiden: Während Nachsicht die Folgen des Zorns abmildert, indem sie die [[Rachsucht]] mäßigt, richtet sich Sanftmut unmittelbar gegen die zornige Gemütsaufwallung selbst und bekämpft den Zorn bereits im Entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Thomas von Aquin: &amp;#039;&amp;#039;Über Milde und Sanftmut.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Summa Theologiae]], Quaestio 157 ([https://www.newadvent.org/summa/3157.htm englische Übertragung]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus diesem Grund wird die Nachsicht in der traditionellen Tugendlehre meist der [[Kardinaltugend]] der [[Mäßigung]] &amp;#039;&amp;#039;(temperantia)&amp;#039;&amp;#039; zugeordnet, während Sanftmut im Bereich der Kardinaltugend der [[Tapferkeit]] &amp;#039;&amp;#039;(fortitudo)&amp;#039;&amp;#039; verortet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sanftmut im Juden- und Christentum ==&lt;br /&gt;
{{B|Psalm|25|9|ELB}} des [[Tanach]] (und entsprechend dem [[Altes Testament|Alten Testament]]) lautet: &amp;#039;&amp;#039;Er leitet die Sanftmütigen im Recht und lehrt die Sanftmütigen seinen Weg.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Christentum ist die Sanftmut im Matthäusevangelium ein Element der (Selbst-)Charakterisierung Jesu (z.&amp;amp;nbsp;B. {{BB|Mt|11|29|ELB}} und {{BB|Mt|21|5|ELB}}). In der [[Bergpredigt]] sagt [[Jesus Christus|Jesus]]: &amp;#039;&amp;#039;Glückselig die Sanftmütigen&amp;#039;&amp;#039; (im griech. Original {{lang|grc|μακάριοι οἱ πραεῖς}} &amp;#039;&amp;#039;makarioi hoi praeis&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;denn sie werden das Land erben.&amp;#039;&amp;#039; {{Bibel|Mt|5|5|ELB}}. {{lang|grc|Πραεῖς}} &amp;#039;&amp;#039;praeis&amp;#039;&amp;#039; ist der Plural des Adjektivs {{lang|grc|πραΰς}} &amp;#039;&amp;#039;pra’us&amp;#039;&amp;#039; (‚sanftmütig‘), was beinhaltet: mild, milde (tröstende) Worte, milde (heilende) Pflanzen, bei Tieren: zutraulich. In dem [[Brief des Paulus an die Galater]] {{BBK|Gal|5|23|ELB}} wird die Sanftmut als Teil der [[Frucht des Heiligen Geistes]] angeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung in der Bildenden Kunst ==&lt;br /&gt;
Die Personifikation der Sanftmut findet sich in der Kunst vor allem seit dem 15. Jahrhundert. In der klassischen [[Ikonologie]] entspricht ihr ein Mädchen mit Lamm, etwa in [[Cesare Ripa]]s &amp;#039;&amp;#039;Iconologia&amp;#039;&amp;#039; (1593).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Adolf von Harnack|A. v. Harnack]]: &amp;#039;&amp;#039;Sanftmut, Huld und Demut in der alten Kirche&amp;#039;&amp;#039;. Festgabe für J.&amp;amp;nbsp;Kaftan. 1920, S.&amp;amp;nbsp;113–129.&lt;br /&gt;
* C. Horn, C. Rapp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der antiken Philosophie&amp;#039;&amp;#039;. München 2002.&lt;br /&gt;
* William Barclay: [https://books.google.de/books?id=ngnOdquk9DUC&amp;amp;pg=PA240&amp;amp;lpg=PA240&amp;amp;dq=praotes&amp;amp;source=web&amp;amp;ots=IrQ4SIpgQY&amp;amp;sig=s1F_vuGqJnn5xwlQHcYrjCOSnUg&amp;amp;hl=de#PPA240,M1 &amp;#039;&amp;#039;New Testament Words (Praus and Praotes)&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Allegories of meekness|Allegorien der Sanftmut|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Heinz-Jörg Graf: [http://www.dradio.de/dlr/sendungen/zeitreisen/273017/ &amp;#039;&amp;#039;Sanftmut, Im Widerstreit zwischen Zorn und Gleichgültigkeit&amp;#039;&amp;#039;.] Radio-Feature beim [[Deutschlandradio]] Berlin, 5. Juni 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethische Haltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tugend]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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