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	<title>Sandmeyer-Reaktion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T05:10:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sandmeyer-Reaktion&amp;diff=261858&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orci: /* Weblinks */ Kat</title>
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		<updated>2024-09-04T14:15:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sandmeyer.svg|mini|450px|Schema einer Nitrilsynthese ]]&lt;br /&gt;
Durch eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sandmeyer-Reaktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, benannt nach deren Entdecker [[Traugott Sandmeyer]]  (1854–1922), wird mittels einer [[Diazotierung]] die [[Amine|Amin]]ogruppe einer [[Aromatizität|aromatischen Verbindung]] durch ein [[Nukleophil]] substituiert. Die Reaktion eignet sich gut zur [[Chlorierung]] und [[Bromierung]] von Aromaten und wird dann verwendet, wenn der [[Substituent]], wie zum Beispiel [[Brom]], nicht durch einfaches [[Verkochung|Verkochen]] des Diazoniumsalzes in den aromatischen Kern eingeführt werden kann. Auch [[Nitrile]] und Arylquecksilberverbindungen können durch eine Sandmeyer-Reaktion dargestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Fluorierung]] ist sie schlecht geeignet, weshalb stattdessen die [[Schiemann-Reaktion]] eingesetzt wird. Die [[Iodierung (Chemie)|Iodierung]] erfolgt dagegen über eine &amp;#039;&amp;#039;sandmeyer-ähnliche&amp;#039;&amp;#039; Reaktion (siehe unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rosenmund-von Braun-Reaktion]] zur Herstellung von [[Aryl]][[nitrile]]n ähnelt der Sandmeyer-Reaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sandmeyer-Reaktion (Reaktion).svg|center|601px|Sandmeyer-Reaktion]]&lt;br /&gt;
Das aromatische [[Amine|Amin]] wird in der Kälte mit [[Nitrit]] und dem Nukleophil (→ X) versetzt. Die Umsetzung geschieht mit Hilfe der entsprechenden [[Kupfer]](I)-[[salze]] als [[Katalysator]]en.&lt;br /&gt;
Folgendes Reaktionsschema zeigt die Umsetzung des Diazoniumions mit [[Chlorid]] als Nukleophil:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sandmeyer-Reaktion_(Mechanismus).svg|center|300px|Reaktionsschema der Sandmeyerreaktion am Beispiel des Chlors als Nukleophil]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mechanismus ==&lt;br /&gt;
Der Mechanismus dieser Reaktion nach der Diazotierung ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass die entstehende [[Diazoniumsalze|Diazoniumverbindung]] unter [[Oxidation]] von [[Wertigkeit (Chemie)|ein- zu zweiwertigem]] [[Kupfer]] reduziert wird (SET&amp;amp;nbsp;=&amp;amp;nbsp;&amp;quot;single electron transfer&amp;quot;). Unter Abspaltung von [[Stickstoff|N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] bildet sich ein [[Arylgruppe|Aryl]]-[[Radikale (Chemie)|Radikal]], das sich mit dem Anion (Cl&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;, Br&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;, CN&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;) des Kupfersalzes als Nukleophil verbindet. Dabei wird das Cu(II) über einen weiteren Einelektronentransfer wieder zu Cu(I) reduziert, es handelt sich also um einen echten Katalysator.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Laue&amp;quot;&amp;gt; Thomas Laue, Andreas Plagens: &amp;#039;&amp;#039;Namen- und Schlagwortreaktionen der Organischen Chemie&amp;#039;&amp;#039;. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-8351-0091-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sandmeyer mechanism.png|center|600px|Allgemeiner Reaktionsmechanismus einer Sandmeyer-Reaktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Bildung von [[Biphenyl]] als Nebenprodukt aus einer [[Dimerisierung]] wird ein radikalischer Reaktionsmechanismus plausibel. Weitere Nebenprodukte können auch [[Phenole]], [[Diaryle]] und [[Azogruppe|Azoverbindungen]] sein. Das Kupfer[[ion]] dient nur als [[Elektron]]enakzeptor bzw. -donator. Alternative Darstellungen des Mechanismus gehen jedoch von einer Bindung des Kupfer(II)-salzes an das Arylradikal und anschließendem Halogenidtransfer vom Kupfer aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sandmeyer-analoge Reaktion ==&lt;br /&gt;
Auch wenn diese Reaktion nicht zu den Sandmeyer-Reaktionen zählt, bilden Aryldiazoniumsalze mit [[Natriumnitrit]] auf analoge Weise [[Nitroaromaten]]. Das Kupfer(I)-salz wird dabei jedoch [[in situ]] durch eine [[Redoxreaktion]] mit Natriumnitrit aus einem Kupfer(II)-salz gebildet. Das Nitrit dient somit sowohl als Nukleophil als auch als Reduktionsmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sandmeyer-ähnliche Reaktion ==&lt;br /&gt;
Die Iodierung von Aromaten ist durch Reaktion von Aryldiazoniumsalzen mit [[Kaliumiodid]] ebenfalls möglich. Dabei übernehmen das Nukleophil Iodid selbst und die entstehenden Iod-Spezies die Funktion des ansonsten eingesetzten Kupfer(I)-Katalysators. Bei der Reaktion handelt es sich um eine radikalische [[Kettenreaktion (Chemie)|Kettenreaktion]], deren Kettenträger ein Iod-[[Radikal (Chemie)|Radikal]][[anion]] ist. Initiiert wird die Reaktion mit der Reduktion des Diazoniumions durch Iodid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Startreaktion:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sandmeyer KI Start.png|center|500px|Start der Kettenreaktion mit Kaliumiodid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kettenreaktion:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sandmeyer KI Kette.png|center|500px|Radikalkettenmechanismus mit KI]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.organische-chemie.ch/OC/Namen/Sandmeyer.htm Portal für organische Chemie] Weitere Informationen zur Sandmeyer-Reaktion&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url= http://www.dutly.ch/sandmeier/sandmeyer.html | wayback = 20070310233425 | text = Sandmeyer-Reaktion – Wer steht dahinter?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Namensreaktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Radikalische Reaktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orci</name></author>
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