<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sandhi</id>
	<title>Sandhi - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sandhi"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sandhi&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T18:57:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sandhi&amp;diff=273724&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alazon: /* Einleitung */ Diese Ausspracheangabe bezog sich wohl aufs Arabische?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sandhi&amp;diff=273724&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-09T13:09:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; Diese Ausspracheangabe bezog sich wohl aufs Arabische?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sandhi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Sanskrit संधि, &amp;#039;&amp;#039;{{IAST|saṃdhi}}&amp;#039;&amp;#039; – „Zusammensetzung“) ist ein Begriff aus der [[Sanskrit]]-Grammatik von [[Panini (Grammatiker)|Panini]], der auch heute noch in der [[Linguistik]] verwendet wird, um systematische [[Phonologie|phonologische]] Änderungen beim Zusammentreffen von zwei [[Morphem]]en oder [[Wort#Übersicht|Wörtern]] zu beschreiben. Sandhi dient der Vereinfachung der Aussprache, indem aufeinanderfolgende Elemente einander angeglichen werden. Dies kann durch Weglassen oder Hinzufügen von [[Phonem]]en ebenso erfolgen wie durch die Veränderung des [[Artikulationsort]]s oder der [[Phonation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen ==&lt;br /&gt;
=== Interner Sandhi ===&lt;br /&gt;
Ein interner Sandhi tritt auf, wenn zwei Morpheme innerhalb eines Wortes betroffen sind. So zum Beispiel im [[Türkische Sprache|Türkischen]], wo ein finales &amp;#039;&amp;#039;-k &amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;-ğ&amp;#039;&amp;#039; wird, wenn das folgende Morphem mit einem Vokal beginnt. So wird &amp;#039;&amp;#039;köpek&amp;#039;&amp;#039; „der Hund“ ([[Nominativ]]) durch das [[Akkusativ]]-[[Suffix]] &amp;#039;&amp;#039;-i&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;köpeğ-i&amp;#039;&amp;#039; „den Hund“ (Akkusativ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel ist im [[Griechische Sprache|Griechischen]] (und daraus resultierend beispielsweise auch im [[Englische Sprache|Englischen]] und [[Deutsche Sprache|Deutschen]]) die systematische Veränderung des Präfixes &amp;#039;&amp;#039;syn-&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;sym-.&amp;#039;&amp;#039; Wenn das folgende Morphem mit einem [[Labial]] beginnt, so wird der ursprünglich [[alveolar]]e Nasal &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; zum labialen Nasal &amp;#039;&amp;#039;m.&amp;#039;&amp;#039; Vergleich: &amp;#039;&amp;#039;Syn-opsis, Syn-these&amp;#039;&amp;#039; [[Liste lateinischer Phrasen/V|versus]] &amp;#039;&amp;#039;Sym-pathie, sym-metrisch&amp;#039;&amp;#039;. Das Wort „Sandhi“ ist selbst ein Beispiel für den umgekehrten Fall – es ist eine Zusammensetzung aus „sam“ und „dhi“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Externer Sandhi ===&lt;br /&gt;
Externen Sandhi nennt man vergleichbare phonologische Änderungen beim Aufeinandertreffen zweier Wörter, so zum Beispiel regelmäßig bei der [[Liaison (Sprachwissenschaft)|Liaison]] im [[Französische Sprache|Französischen]] zu beobachten. Ein Fall im Englischen ist der Wandel des unbestimmten Artikels &amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;an,&amp;#039;&amp;#039; wenn das folgende Wort mit einem Vokal beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Sprachen des Rheinlands und seiner Umgebung ([[Hessischer Dialekt|Rheinhessisch]], [[Pfälzische Dialekte|Pfälzisch]], [[Luxemburgische Sprache|Luxemburgisch]], [[Ripuarische Dialektgruppe|Ripuarisch]], [[Limburgisch]]) kennen ihn in unterschiedlicher, häufig optionaler Form.&lt;br /&gt;
Im [[Kölsch (Sprache)|Kölschen]] sind Betonung und Satzmelodie vielfach bedeutungstragend, bis hin zur Verneinung, was vom Sandhi unterstützt wird. Auch in den [[Alemannische Dialekte|alemannischen Dialekten]] spielt Sandhi eine wichtige Rolle; auffällig sind besonders die Auswirkungen auf die [[Morphologie (Linguistik)|Morphologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Ein Beispiel aus dem Rheinländischen, das Wort „ich“: &amp;#039;&amp;#039;Isch hann&amp;#039;&amp;#039;… „Ich habe…“, eine mögliche Antwort: &amp;#039;&amp;#039;Ijj_ävver nit.&amp;#039;&amp;#039; „Ich aber nicht.“ (jj kann wie j und wie ein stimmhaftes sch gesprochen werden); wer es sehr eilig hat oder nicht stören will, kann dieses dadurch klarmachen, dass er im Ton einer Feststellung schnell/hoch spricht: &amp;#039;&amp;#039;Ka &amp;lt;sub&amp;gt;j&amp;lt;/sub&amp;gt; schö_sare?&amp;#039;&amp;#039; statt zu fragen: &amp;#039;&amp;#039;Kann Isch Tschööh saagen?&amp;#039;&amp;#039;, beides: „Darf ich mich verabschieden?“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Oder:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Nen Blötsch? Sch_ann dä &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; do rin jemaat!&amp;#039;&amp;#039; aber: &amp;#039;&amp;#039;Nen Blötsch? Sch_ann dä &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;do&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nidd erin jemaat!&amp;#039;&amp;#039; immer: „Eine Beule? Ich habe sie da nicht (nicht da) hineingemacht.“ lediglich mit unterschiedlichem Fokus. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
 ein extremes Beispiel ist [[Kölsch (Sprache)|Kölsch]], wo Betonung und Satzmelodie vielfach bedeutungstragend sind bis hin zur Verneinung, was das Sandhi unterstützt. Zum Beispiel wird jemand, der es sehr eilig hat oder nicht stören will, dieses dadurch deutlich machen, dass er im Ton einer Feststellung schnell/hoch spricht: &amp;#039;&amp;#039;Ka &amp;lt;sub&amp;gt;j&amp;lt;/sub&amp;gt; schö_sare&amp;#039;&amp;#039; statt zu fragen: &amp;#039;&amp;#039;Kann Isch Tschööh saagen?&amp;#039;&amp;#039;, beides: „Darf ich mich verabschieden?“ und es kann heißen &amp;#039;&amp;#039;Isch hann&amp;#039;&amp;#039;… „Ich habe…“ und &amp;#039;&amp;#039;Ijj_ävvver nit.&amp;#039;&amp;#039; „Ich aber nicht.“ --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus dem Alemannischen sind &amp;#039;&amp;#039;d’ Frau&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; {{IPA|[pfræʊ]}} ‚die Frau‘; &amp;#039;&amp;#039;d’ Mueter&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; {{IPA|[ʔmuətːər]}} ‚die Mutter‘, &amp;#039;&amp;#039;g’bote&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; {{IPA|[potːə]}} ‚geboten‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel aus dem [[Norwegische Sprache|Norwegischen]]: &amp;#039;&amp;#039;Jeg har sagt&amp;#039;&amp;#039; → &amp;#039;&amp;#039;Jeg ha schagt&amp;#039;&amp;#039; (rs → sch) („Ich habe gesagt“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ostlimburgisch]]en nahe der deutsch-niederländischen Grenze findet man sogenannte [[Wohlklangslaut]]e. Im [[Krieewelsch]] beispielsweise unterscheiden sich &amp;#039;&amp;#039;dän Dotz&amp;#039;&amp;#039; (der kleine Knabe), &amp;#039;&amp;#039;dä Mann&amp;#039;&amp;#039; (der Mann) und &amp;#039;&amp;#039;däm Buom&amp;#039;&amp;#039; (der Baum) [[Grammatik|grammatikalisch]] nicht, alle sind [[Nominativ]] [[Singular]] [[Maskulinum]], die ersetzenden „m“ und „n“ oder das weggefallene „r“ beim [[Artikel (Wortart)|Artikel]] sind reiner Sandhi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Luxemburgische Sprache|Luxemburgischen]] entfällt beispielsweise bei der Wortzusammensetzung &amp;#039;&amp;#039;{{lang|lu|Dammen}}&amp;#039;&amp;#039; + &amp;#039;&amp;#039;{{lang|lu|Schong}}&amp;#039;&amp;#039; → &amp;#039;&amp;#039;{{lang|lu|Dammeschong}}&amp;#039;&amp;#039; (Damenschuhe) ein „n“, was deutlich leichter sprechbar erscheint. Dieser und einige ähnliche „n“- oder „nn“-[[Elision|Ausfälle]] werden beschrieben durch die sogenannte [[Eifeler Regel]], die dieses Sandhi-Phänomen für eine größere Zahl [[Westmitteldeutsch|westmitteldeutscher Dialekte]] dokumentiert. Sie ist zugleich ein Beispiel für eine Regel, die sowohl internes wie externes Sandhi beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen [[Mitteldeutsche Dialekte|mitteldeutschen]] und den meisten [[Oberdeutsche Dialekte|oberdeutschen]] Dialekten wird &amp;#039;&amp;#039;mir&amp;#039;&amp;#039; anstelle von &amp;#039;&amp;#039;wir&amp;#039;&amp;#039; gebraucht: &amp;#039;&amp;#039;Mir ham des net gewusst.&amp;#039;&amp;#039; Dies ist auf Sandhi zurückzuführen: In Sätzen wie &amp;#039;&amp;#039;Gestern haben wir im Restaurant gegessen&amp;#039;&amp;#039; sorgt das vorangehende &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; für einen Wandel von labiodentalem &amp;#039;&amp;#039;w&amp;#039;&amp;#039; zu bilabialem &amp;#039;&amp;#039;m&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Damaris Nübling]]: &amp;#039;&amp;#039;Klitika im Deutschen. Schriftsprache, Umgangssprache, alemannische Dialekte.&amp;#039;&amp;#039; Narr, Tübingen 1992, S.&amp;amp;nbsp;253.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alazon</name></author>
	</entry>
</feed>