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	<title>Sander - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;JEW am 1. Mai 2024 um 15:22 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Skeidarásandur from Skaftafell.jpg|mini|Der [[Skeiðarársandur]] in Island]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sander&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Isländische Sprache|isländisch]] &amp;#039;&amp;#039;sandur&amp;#039;&amp;#039;), die in Süddeutschland auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schotterebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schotterfläche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden, sind breite, schwach geneigte [[Schwemmkegel|schwemmfächerähnliche Aufschüttungen]], die vor dem Eisrand eines Inlandeises ([[Eisschild]]) oder eines [[Gletscher|Gletschers]] gebildet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/sander/13955 |titel=Sander |werk=Lexikon der Geowissenschaften |hrsg=Spektrum |sprache=de |abruf=2022-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie bestehen im Allgemeinen aus [[Geröll]]en, [[Kies]]en und/oder [[Sand]]en. Der Begriff „der Sander“ wurde nach der Anerkennung der Glazialtheorie im ausgehenden 19. Jahrhundert geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Als Bestandteil der [[Glaziale Serie|Glazialen Serie]] entstehen sie, wenn Gletscherschmelzbäche die [[Endmoräne]] durchschneiden und sich in der Ebene dahinter als [[verflochtener Fluss]] verbreitern. Dadurch verliert der Schmelzbach stark an Geschwindigkeit und lagert das mitgeführte Material als [[Fluvioglaziales Sediment|glazifluviales Sediment]] ab. Das an der Endmoräne recht große Neigungsverhältnis (bis zu 20&amp;amp;nbsp;%) nimmt dabei in Richtung des Schmelzwasserabflusses rasch ab. Gröberes Material lagert sich nahe an der Endmoräne ab, wohingegen feinerer Kies und Sand noch weit flussabwärts getragen wird und so eine charakteristische Landschaft bildet, die an eine geneigte Ebene erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und heutiges Landschaftsbild ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Desert pavement Myrdalssandur.JPG|mini|Isländische Sanderfläche Mýrdalssandur: Durch Abwehung des Feinmaterials wird gröberes Gesteinsmaterial freigelegt ([[Deflation (Geomorphologie)|Deflation]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GlazSerie2klein.jpg|mini|Der Sander in schematischer Darstellung]]&lt;br /&gt;
Sander- bzw. Schotterflächen sind sowohl im nord- als auch im südmitteleuropäischen Vereisungsgebiet sehr weit verbreitet. Sie treten sowohl in der [[Alt- und Jungmoräne|Alt-]] als auch in der [[Alt- und Jungmoräne|Jungmoränenlandschaft]] auf. Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden Deutschlands bestehen vor allem in der Zusammensetzung und der Korngröße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im nördlichen Mitteleuropa bestehen die Sander meistens aus Sand und Kies, der zum allergrößten Teil aus [[Quarz]] aufgebaut wird. Daher rührt die Unfruchtbarkeit der Böden in den Sandergebieten, so dass sie heute oft als Kiefernforst genutzt werden. Bekannte Beispiele sind die [[Zauche]] südwestlich von Berlin, die [[Griese Gegend]] im Südwesten von Mecklenburg, die [[Lüneburger Heide]] oder die [[Tucheler Heide]] in Polen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alpenvorland bestehen die Schotterflächen meist aus sehr grobem Material (Kies und Schotter), welches außerdem sehr viele [[Kalkstein]]gerölle aus den [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] enthält. Die [[Boden (Bodenkunde)|Böden]] auf den Schotterflächen sind durchaus fruchtbar. Am bekanntesten ist die [[Münchner Schotterebene]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele aus [[Island]] sind der Mýrdalssandur (vgl. [[Mýrdalsjökull]]) oder der [[Skeiðarársandur]]. Das Überqueren dieser Sander ist nicht ganz gefahrlos. Durch einen plötzlichen Vulkanausbruch unter dem Gletscher kann es zu Flutwellen, den berüchtigten [[Gletscherlauf|Gletscherläufen]], kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Ehlers (Geograph)|Jürgen Ehlers]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine und historische Quartärgeologie.&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart 1994, ISBN 3-432-25911-5.&lt;br /&gt;
* Herbert Liedtke: &amp;#039;&amp;#039;Die nordischen Vereisungen in Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur deutschen Landeskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 204). 2., erw. Auflage. Zentralausschuß für Deutsche Landeskunde, Trier 1981, ISBN 3-88143-020-2.&lt;br /&gt;
* Herbert Liedtke, [[Joachim Marcinek]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Physische Geographie Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Klett-Perthes, Gotha u. a. 2002, ISBN 3-623-00860-5.&lt;br /&gt;
* Johannes H. Schroeder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Bad Freienwalde – Parsteiner See.&amp;#039;&amp;#039; 2., verbesserte Auflage. Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e. V., Berlin 1994, ISBN 3-928651-03-X.&lt;br /&gt;
* Johannes H. Schroeder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Nordwestlicher Barnim – Eberswalder Urstromtal. Naturpark Barnim.&amp;#039;&amp;#039; Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e. V., Berlin 2004, ISBN 3-928651-06-4.&lt;br /&gt;
* Johannes H. Schroeder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Führer zur Geologie von Berlin und Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 9: &amp;#039;&amp;#039;Oderbruch – Märkische Schweiz – Östlicher Barnim.&amp;#039;&amp;#039; Geowissenschaftler in Berlin und Brandenburg e. V., Berlin 2003, ISBN 3-928651-11-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4438987-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glaziale Landform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedimentation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
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