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	<title>Sandbad - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T14:49:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sandbad&amp;diff=913201&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: falsche Aufzählungszeichen entfernt (Wikipedia:Textbausteine/Schwesterprojekte), deutsch</title>
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		<updated>2024-06-24T09:54:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;falsche Aufzählungszeichen entfernt (&lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Textbausteine/Schwesterprojekte&quot; title=&quot;Wikipedia:Textbausteine/Schwesterprojekte&quot;&gt;Wikipedia:Textbausteine/Schwesterprojekte&lt;/a&gt;), deutsch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Spatzen beim Sandbaden.jpg|mini|[[Haussperling|Spatzen]] beim Sandbad in [[Binz]] auf Rügen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pferdesandbad.JPG|mini|[[Hauspferd|Pferd]] beim Sandbaden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sandbaden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Staubbaden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man eine vor allem unter Vögeln anzutreffende Form des [[Komfortverhalten]]s,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.entente-ee.com/deutsch/sparten/gefluegel/dateien/HaltungZG.pdf |text=Schweizerischer Rassegeflügelzucht-Verband: &amp;#039;&amp;#039;Richtlinien zur Haltung von Ziergeflügel.&amp;#039;&amp;#039; (PDF) |wayback=20130627010152}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; die aber auch bei vielen anderen [[Landwirbeltiere]]n wie [[Pferde]]n und [[Zebras]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://av.tib.eu/media/18416 &amp;#039;&amp;#039;Equus quagga (Equidae) – Verhalten von Steppenzebras.&amp;#039;&amp;#039;] E 1043 „Hautpflegeverhalten“. Auf: &amp;#039;&amp;#039;TIB AV-Portal&amp;#039;&amp;#039;, auf: [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/6W5WXGYSLX7GX7U6GSV3QBUBLKMHYAH6 &amp;#039;&amp;#039;deutsche-digitale-bibliothek.de.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; beobachtet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls als &amp;#039;&amp;#039;Sandbad&amp;#039;&amp;#039; wird in der Haus- und Nutztierhaltung eine mit Sand oder anderem Streumaterial gefüllte Schale bezeichnet, in der die Tiere sandbaden können. In ähnlicher Weise wird der Begriff auch in der Freizeitindustrie und in der Chemie verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Sandbad im Tierreich ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dust bathing mountain zebra, Namibia.jpg|mini|Sich im Sand wälzendes [[Bergzebra]] in [[Namibia]]]]&lt;br /&gt;
Ähnlich dem wesentlich verbreiteteren &amp;#039;&amp;#039;Wasserbad&amp;#039;&amp;#039; dient auch ein Sand- oder Staubbad sowie das Suhlen im Schlamm dem Reinigen des Gefieders, der Haut und des Fells. Bei vielen Tierarten ist es vermutlich eine Ersatzhandlung, wenn geeignete offene Wasserflächen fehlen.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|url=http://newton.dep.anl.gov/askasci/zoo00/zoo00384.htm|wayback=20150226225857|text=Argonne National Laboratory&amp;#039;s Educational Programs}}: &amp;#039;&amp;#039;Bird Dusting Behavior.&amp;#039;&amp;#039; Dump  vom 7. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Vögel besitzen zudem ein Gefieder, das eine Benetzung mit Wasser nahezu unmöglich macht; bei vielen [[Tauben]]arten perlt das Wasser beispielsweise so stark ab, dass ein Wasserbad keinen Nutzen brächte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tiere mancher Arten nutzen wiederholt bestimmte sonnige Plätze zum Sand- oder Staubbaden, zum Beispiel das [[Auerhuhn]]; sie werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Huderkuhlen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder [[Huderpfanne]]n bezeichnet. Hier bringt offenbar auch die im Bodensubstrat vorhandene [[thermische Energie]], wenn sie auf den Körper aufgebracht wird, ein Wärme-Wohlgefühl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vögel ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Turkey Sand Bath.jpg|mini|Ein [[Truthahn]] schüttelt sich nach einem Sandbad ab]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Sanbad-Hühner.jpg|mini|Marans-Hühner beim Sandbaden]]&lt;br /&gt;
Vögel ducken sich beim Sandbaden dicht an den Boden und wackeln mit dem Körper hin und her, wobei das lockere Bodenmaterial emporgewirbelt wird. Dabei spreizen sie meist auch einen oder beide Flügel ab. Anschließend schütteln sie sich meist heftig und zeigen Putzverhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Urteil des [[Bundesverfassungsgericht]]es zur [[Legebatterie|Käfighennen]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;haltung&amp;lt;/nowiki&amp;gt; vom 6. Juli 1999 ordnete das Sandbaden ebenfalls der „Eigenkörperpflege“ zu, die jede Tierhaltung einer Henne zu gestatten habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://provieh.de/downloads/urteil__bverfg_legehennen_kommentar.pdf|wayback=20070928142127|text=provieh.de (PDF; 195&amp;amp;nbsp;kB)}}: &amp;#039;&amp;#039;Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Käfighennenhaltung vom 6. Juli 1999.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhaltensweise des Staubbadens ist bei einheimischen Arten, von wenigen Ausnahmen ([[Sperlinge]], [[Zaunkönig]]) abgesehen, auf Bodenvögel beschränkt, kann aber zum Beispiel auch beim Brillentäubchen (&amp;#039;&amp;#039;Metriopelia cecilae&amp;#039;&amp;#039;) und bei der [[Galapagostaube]] (&amp;#039;&amp;#039;Nesopelia g. galapagoensis&amp;#039;&amp;#039;) beobachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Nicolai: &amp;#039;&amp;#039;Über Regen-, Sonnen- und Staubbaden bei Tauben (Columbidae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal für Ornithologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 103, Nr. 2/3, 1962, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jürgen Nicolai beschrieb 1962 das Staubbaden der Brillentäubchen und dessen Entstehen im Verlauf der [[Phylogenese|Stammesgeschichte]] so:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Vögel lagen dabei wie Hühner in kleinen Sandmulden, schaufelten mit dem Schnabel vom Rande der Mulde Sand unter den Körper, um ihn dann mit schüttelnden Körperbewegungen hochzuschleudern und durch die aufgestellten Federn an die Haut zu bringen. (...) Das Staubbaden der Vögel ist wohl aus dem Wasserbaden herzuleiten. Die Bewegungselemente beider Verhaltensweisen sind noch weitgehend ähnlich, bzw. ihre Abwandlungen im Dienste der neuen Funktion sind leicht zu erkennen. Die nahe zentralnervöse Verwandtschaft beider Verhaltensweisen geht auch daraus hervor, dass Jungvögel von Arten, die ‚noch‘ über beide Verhaltensweisen verfügen, ihr Staubbad meist unmittelbar an das Wasserbad anschließen. (…) Auf den Beobachter macht dieses Verhalten wegen der vorübergehend völligen Verschmutzung des Gefieders einen geradezu unsinnigen Eindruck. (…) Welches [[Evolution|evolutive]] ‚Interesse‘ daran besteht, neben einem Wasserbaden ein Staubbaden zu entwickeln und schließlich das erstere zugunsten des zweiten einzuschränken oder ganz aufzugeben, darüber lassen sich vorerst noch keinerlei Aussagen machen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Nicolai: &amp;#039;&amp;#039;Über Regen-, Sonnen- und Staubbaden bei Tauben (Columbidae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal für Ornithologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 103, Nr. 2/3, 1962, S. 136&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Auerhuhn gibt es inzwischen Untersuchungen, denen zufolge erhebliche Mengen an [[Parasitismus|Parasiten]] in ihren Huderkuhlen – auch als [[Huderpfanne]] bekannt – gefunden wurden. [[Federmilben]] und [[Tierläuse|Läuse]] (sogenannte [[Federlinge]]) halten sich an den Bodenpartikeln fest und werden dann beim Ausschütteln mit hoher Geschwindigkeit aus dem Gefieder geschleudert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chinchillas ===&lt;br /&gt;
Unter den gängigen Haustieren sind [[Eigentliche Chinchillas|Chinchillas]] diejenigen Tiere, die tägliche Sandbäder für ihre Gesundheit am nötigsten haben. Obwohl ihr dichtes, aus extrem feinen Haaren bestehendes Fell nicht wasserabweisend ist, besitzen auch Chinchillas [[Talgdrüse]]n. Beim Sandbad, während dessen sich die Tiere im Sand wiederholt wälzen, lagert sich überschüssiges Fett an die Sandpartikel und wird anschließend aus dem Fell geschüttelt. So schützen die Chinchillas ihr Fell vor dem Verkleben und Verfilzen und beugen Hautproblemen vor. Optimal ist ein im Tierhandel angebotener, quarzfreier Chinchilla-Sand, da zum Beispiel Vogelsand zu viele scharfkantige Körner enthält und die Haarspitzen schädigen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hirsche und Wildschweine ===&lt;br /&gt;
[[Hirsche]] und [[Wildschwein]]e wälzen sich regelmäßig in &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlammsuhlen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit der Folge, dass ihr Rücken danach völlig verkrustet ist. Sobald der Schlamm getrocknet ist, springt er in größeren Brocken vom Körper ab oder wird an so genannten &amp;#039;&amp;#039;Malbäumen&amp;#039;&amp;#039; abgerieben. Äußerlich auf der Haut sitzende [[Ektoparasiten|Parasiten]] werden in dieser Schlammkruste regelrecht eingebacken und können so vom Körper entfernt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elefanten ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Bison Dust Bath.jpg|mini|[[Amerikanischer Bison]] beim Staubbad im [[Yellowstone-Nationalpark]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Elephant Dust Bath.jpg|mini|[[Afrikanischer Elefant]] beim Staubbaden in [[Botswana]]]]&lt;br /&gt;
Auch [[Büffel]] und [[Elefanten]] wälzen sich gelegentlich in Sand, Staub oder Morast. Bei Elefanten kann zudem beobachtet werden, dass sie mit ihrem Rüssel Bodenmaterial aufnehmen und, bevorzugt nach dem Baden, anschließend über ihren Körper pusten. Der Elefant „pudert“ seine Haut auf diese Weise ein, lässt das Material eintrocknen und scheuert sich dann an einem Baum. Parasiten werden dabei wie mit [[Schleifpapier|Schmirgelpapier]] abgerieben. Insbesondere dient dieses Verhalten dem Schutz der zahlreichen Hautfalten und ist insofern dem Einpudern empfindlicher Körperteile beim Menschen vergleichbar. In Zoos werden hierfür ersatzweise häufig Sägespäne verfügbar gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marion Garai und Fred Kurt beschrieben das Verhalten der Elefanten in der &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des [[Kölner Zoo]]s&amp;#039;&amp;#039; so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Körperpflege (…) ist eine wichtige Aktivität zur Gesunderhaltung der Haut, als Schutz vor Sonne und Ektoparasiten. Dazu benötigen Elefanten Wasser, Schlamm, Sand und Objekte, an denen sie sich kratzen können. Häufig spielen aber solche ‚nichtsozialen‘ Aktivitäten eine Rolle in sozialen Begegnungen. Das Werfen von Sand dient nicht nur dazu, den Körper einzupudern, sondern wirkt auch als Drohverhalten. Soziale Haut- und Fellpflege, wie sie bei Primaten und Nagern gang und gäbe sind, kommen bei Elefanten, die in Menschenobhut leben, kaum vor. Bei wilden aber schon. Bei Regenfällen reiben sie ihre Körper an einander. Auch sie putzen Neugeborene mit Grasbündeln. In Menschenobhut können diese Verhaltensweisen meist nicht einsetzen, weil Partner, Platz und Substrate fehlen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt; Marion E. Garai und Fred Kurt: &amp;#039;&amp;#039;Sozialisation und das Wohlbefinden der Elefanten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Kölner Zoos.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 2, 2006, S. 91, {{Webarchiv |url=http://www.koelner-zoo.de/fileadmin/images/aktuelles/45284_K-Sozial_S_85_96.pdf |text=Volltext (PDF; 644&amp;amp;nbsp;kB) |wayback=20131203155208}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Huderpfanne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Nicolai]]: &amp;#039;&amp;#039;Über Regen-, Sonnen- und Staubbaden bei Tauben (Columbidae).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal für Ornithologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 103, Nr. 2/3, 1962, S. 125–139, [[doi:10.1007/BF01670863]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dustbathing animals|Sandbadende Tiere}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gartenspaziergang.de/t_spatz3.html Abbildungen: Staubbad eines Haussperlings]&lt;br /&gt;
* [http://www.huehner-haltung.de/freilauf/sandbad.html &amp;#039;&amp;#039;Sandbad für Hühner.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;huehner-haltung.de&amp;#039;&amp;#039;, eingesehen am 17. September 2015&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verhaltensbiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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