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	<title>Sand am Main - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T15:16:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sand_am_Main&amp;diff=152367&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fornax: aufgehellt Version eingefügt</title>
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		<updated>2026-04-19T09:22:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aufgehellt Version eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Name              = Sand a.Main&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Sand a. Main COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 49/59/15/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 10/35/17/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Sand am Main in HAS.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Unterfranken&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Haßberge&lt;br /&gt;
|Höhe              = 228 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|PLZ               = 97522&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 09524&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09674195&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 1 [[Gemeindeteil]]&lt;br /&gt;
|Adresse           = Kirchplatz 2&amp;lt;br /&amp;gt;97522 Sand a.Main&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.sand-am-main.de/ www.sand-am-main.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Jörg Kümmel&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sand-am-main.de/index.php?id=17771 |titel=Bürgermeister |hrsg=Gemeinde Sand am Main |abruf=2023-07-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel= [[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
|Partei            = Freie Sander Bürger&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sand am Main&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (amtlich: &amp;#039;&amp;#039;Sand a.Main&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im [[Unterfranken|unterfränkischen]] [[Landkreis Haßberge]]. Der Ortsname geht höchstwahrscheinlich auf die Lage im sandreichen [[Main]]tal zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Sand liegt an der Grenze des [[Naturpark]]s [[Steigerwald]] und des [[Main]]tals. Die Gemeinde besteht aus zwei Teilen, die durch den [[Main|Altmain]] getrennt sind. Die nördlich des Altmains gelegenen Ortsteile Wörth/Siedlung befinden sich im [[Hochwasser]]gebiet.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle |url=https://www.lfu.bayern.de/gdi/download/beiblatt/674195_Beiblatt_Sand_a_Main_Main.pdf|titel=Beiblatt zur Hochwasserrisikokarte Main (Gemeinde Sand am Main) (PDF-Datei)|werk=www.lfu.bayern.de|zugriff=2025-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): [[Zeil am Main]], [[Eltmann]], [[Oberaurach]] und [[Knetzgau]].&lt;br /&gt;
Durch Sand am Main führt der [[Fränkischer Marienweg|Fränkische Marienweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;350&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
   Sand am Main Luftbild-20221009-RM-162634 hell.jpg|Luftbild von Sand am Main&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Besiedlung, Ersterwähnung und Herrschaftswechsel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Urgeschichte|Vorgeschichtliche]] Funde am [[Ufer]] des [[Main]]es in Sand datieren von der [[Altsteinzeit]] bis in die [[Kelten|keltische]] Epoche. Die ersten Sander waren vermutlich Nachkommen [[Germanen|germanischer]] Vorfahren. Der Flurname „Aschwinge“ geht vermutlich auf einen vorchristlichen [[Kultstätte|Kultplatz]] zurück und ist auch Ort einer [[Mittelalter|mittelalterlichen]] [[Wüstung]].&lt;br /&gt;
Die [[Franken (Volk)|Franken]] setzten sich im Zuge der [[Fränkische Landnahme|fränkischen Landnahme]] im 6.–8. Jahrhundert in der Sander Gegend fest. Auf sie geht die Einteilung der Umgebung des [[Main]]s in verschiedene [[Gau]]e zurück. Sand gehörte zum [[Volkfeldgau]], der zwischen [[Volkach]] und der [[Altenburg (Bamberg)|Altenburg]] bei [[Bamberg]] lag. Mit den Franken breitete sich das [[Christentum]] in der Gegend des Maintals aus.&lt;br /&gt;
Mit einer Schenkung an das [[Kloster Michelsberg]] in Bamberg im Jahre 1139 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Durch die Lage des Ortes am Main spielten Schifffahrt und Fischerei hier eine große Rolle. Als Teil des [[Hochstift Bamberg|Hochstiftes Bamberg]], das ab 1500 im [[Fränkischer Reichskreis|Fränkischen Reichskreis]] lag, fiel Sand nach der [[Säkularisation in Bayern|Säkularisation]] 1803 zugunsten Bayerns im Zuge von Grenzbereinigungen 1810 an das [[Großherzogtum Würzburg]]. 1814 kam es mit diesem endgültig zu [[Bayern]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; details=&amp;quot;Eine Dorfgeschichte 1139 - 1989 (Einleitung)&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation, Konflikte und Kirchenbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Reformation]] hinterließ auch in Sand Spuren: Schon 1523 schlossen sich einige Einwohner begeistert den Lehren [[Martin Luther]]s an. Doch im Zuge der [[Gegenreformation]] unter Bischof [[Julius Echter von Mespelbrunn|Julius Echter]] kehrte das Dorf bis 1617 zum katholischen Glauben zurück – eine Prägung, die bis heute anhält (88 % katholisch, 8 % evangelisch). Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erlebte die Region eine düstere Phase der [[Hexenverfolgung]]. Besonders das benachbarte Zeil wurde zwischen 1616 und 1630 zum Zentrum grausamer Prozesse, an denen auch Sand und umliegende Orte beteiligt waren.&lt;br /&gt;
Die religiösen Spannungen führten zum [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648), der in seiner zweiten Phase – dem „Schwedenkrieg“ – auch Sand erreichte. 1635 flohen viele Bewohner in die Wälder, um marodierenden Soldaten zu entkommen, die Dörfer plünderten und die Bevölkerung drangsalierten. Nach Kriegsende zählte man noch 72 Familiennamen in Sand. Die erste Kirche des Ortes, eine Ritterkapelle aus dem Jahr 1165, bestand bis 1727. Danach entstand eine [[Barock|barocke]] Kirche mit einem 33 Meter hohen Turm, der 1733 vollendet wurde. Da das Gebäude im 20. Jahrhundert zu klein geworden war, begann man 1928 mit einer Erweiterung, die noch im selben Jahr feierlich eingeweiht wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; details=&amp;quot;Reformation und Hexenverfolgung&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sand-am-main.de/index.php?id=17775 |titel=Auszug aus der Dorfchronik |werk=sand-am-main.de|zugriff=2025-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Korbmacherei und wirtschaftliche Blüte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sander Raaser W.jpg|mini|hochkant|Der Sander „Raaser“ auf dem Kirchplatz]] &lt;br /&gt;
Die [[Korbmacher]]ei prägte die Geschichte des Dorfes Sand maßgeblich: Um 1750 brachte ein [[Tirol]]er namens &amp;#039;&amp;#039;Ullrich&amp;#039;&amp;#039; das Handwerk in die Region, woraufhin es sich über zwei Jahrhunderte hinweg in nahezu jedem Haushalt etablierte. Einstmals galt Sand dank seiner Korbflechter als das wohlhabendste Dorf im Umkreis. Die Bewohner betrieben regen Handel – sogar bis nach Amerika – und galten als weltgewandt und kultiviert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; details=&amp;quot;Einzug der Korbmacherei&amp;quot;/&amp;gt; Allerdings war das Ansehen des Ortes nicht immer unumstritten: Noch im Jahr 1791 wurde Sand in einer zeitgenössischen Quelle als „Sammelplatz aller Tagdiebe und Bettelleute“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Journal von und für Franken; Band 2 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=1791 |ISBN= |Seiten= 702}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Korbflechterei hatte in Sand eine besondere Grundlage: Durch die Umleitung des Mains entstand im alten Flussbett ein besonders geeigneter Boden für den Anbau von Weiden. Diese Entwicklung förderte das Flechthandwerk und verknüpfte es eng mit der Geschichte der [[Flößerei]]. Darüber hinaus war Sand über lange Zeit durch eine Fährverbindung mit der gegenüberliegenden Stadt Zeil verbunden. Die Fährrechte lagen ab 1863 bei Zeil. Im Jahr 1960, als die Mainbrücke in Zeil wegen des Schiffsverkehrs angehoben werden musste, kam zum letzten Mal eine Fähre zum Einsatz, um die Verbindung zwischen Zeil und Sand zu gewährleisten. Diese Verbindung unterstreicht die historische Rolle Sands als lokaler Verkehrsknotenpunkt am Main.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle |url=https://spd-sand-am-main.de/workspace/media/static/floesser-bekommt-pro-tag-siebe-522d097f54ee8.pdf|titel=Ein Flößer bekommt pro Tag sieben Liter Bier (PDF-Datei)|werk=spd-sand-am-main.de|zugriff=2025-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute hat die Korbmacherei an Bedeutung verloren, während der Korbhandel durch spezialisierte, teils international tätige Betriebe fortbesteht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; details=&amp;quot;Einzug der Korbmacherei&amp;quot;/&amp;gt; Ein bleibendes Zeichen dieser Handwerkstradition setzt der „Sander Raaser“, ein Denkmal auf dem Sander Kirchplatz, das einen reisenden Korbmacher mit Traggestell zeigt. Die lebensgroße Bronzefigur wurde vom unterfränkischen Bildhauer [[Theophil Steinbrenner|Theo Steinbrenner]] geschaffen und im Jahr 2014 anlässlich des 875-jährigen Ortsjubiläums enthüllt. Der Begriff „Raaser“ stammt aus dem lokalen Sprachgebrauch und bezeichnete jene Korbmacher, die ihre Ware zu Fuß in die Region und darüber hinaus trugen. Das Denkmal erinnert an die wirtschaftliche Bedeutung und die Mühsal eines heute ausgestorbenen Berufszweigs und gilt als identitätsstiftendes Symbol der Gemeinde.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle |url=https://www.infranken.de/lk/hassberge/eine-zierde-in-bronze-fuer-sand-art-743614|titel=Eine Zierde in Bronze für Sand|werk=infranken.de|zugriff=2025-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NS‑Herrschaft, Kriegsjahre und das Kriegsende 1945 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Machtübernahme [[Adolf Hitler|Hitlers]] 1933 begann auch in Sand die [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistische Ära]] – symbolisch eingeleitet durch einen Fackelzug. Die politische Stimmung hatte sich bereits bei den Reichstagswahlen gewandelt: Die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] überholte die zuvor dominierende [[Bayerische Volkspartei]] deutlich. Dennoch standen zunächst zwei Vertreter dieser Partei an der Spitze der Gemeinde, bis 1935 durch [[Gleichschaltungsgesetz|Gleichschaltung]] und Rücktritte ein NSDAP-naher Bürgermeister eingesetzt wurde. In Sand bildeten sich rasch lokale Gruppen der [[Sturmabteilung|SA]] und [[Hitlerjugend]]. Öffentliche Plätze wurden umbenannt, etwa in „Adolf-Hitler-Platz“ und „Hindenburgplatz“. Auch das [[Reichsheimstätte|NS-Reichsstättenwerk]] hinterließ Spuren: Sechs Häuser wurden in einer neuen Siedlung errichtet, teils mit Eigenleistung der Bewerber. Mit Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden 20 Männer aus Sand eingezogen. Die Bevölkerung litt unter Rohstoffmangel – Kirchenglocken und Metallzäune wurden eingeschmolzen. Der Krieg endete für Sand am 12. April 1945 mit der Besetzung durch amerikanische Truppen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; details=&amp;quot;Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg&amp;quot;/&amp;gt;  An diesem Tag befand sich der Ort in einem Zustand der Verunsicherung und Angst. Die nationalsozialistische Führung war geflohen, das [[Standrecht]] galt, und niemand wusste, wie er sich verhalten sollte. In dieser chaotischen Situation erwies sich Pfarrer Söller als die einzige verlässliche und beherzte Führungsperson. Als es aufgrund einer geschlossenen Panzersperre zu Widerstand kam und die ersten Granaten im Dorf einschlugen, zögerte Pfarrer Söller nicht: Er ging, begleitet von Dorfbewohnern mit weißen Tüchern, zur Panzersperre in der Knetzgauer Straße. Dort forderten bereits wartende US-Soldaten die sofortige Beseitigung des Hindernisses, was mutige Sander Männer umgehend erledigten. Die deutschen [[Wehrmacht|Wehrmachtssoldaten]] waren zu diesem Zeitpunkt bereits geflohen. Durch das couragierte Eingreifen Pfarrer Söllers und ein anschließendes Gespräch mit den amerikanischen Offizieren im Pfarrhaus konnten größere Gewalttaten oder Zerstörungen in Sand verhindert werden. Sein entschlossenes Handeln rettete das Dorf und brachte den verängstigten Einwohnern die lang ersehnte Erleichterung über das Ende des Krieges und die Befreiung.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle |url=https://www.sand-am-main.de/index.php?id=24434|titel=Als die Amerikaner in Sand einmarschierten|werk=sand-am-main.de|zugriff=2025-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gemeinde beklagte 109 Tote oder Vermisste. Die Amerikaner setzten zunächst Adam Veit, dann Johann Popp als Bürgermeister ein, der im September 1945 demokratisch bestätigt wurde. Zu diesem Zeitpunkt zählte Sand 1845 Einwohner.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; details=&amp;quot;Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg&amp;quot;/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weinbau in Sand ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Weinberg am Sander Hermannsberg.jpg|mini|Weinanbau am Sander Hermannsberg]]&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Sand hat sich zu einem bedeutenden Zentrum des Weinbaus im Landkreis Haßberge entwickelt. Die örtlichen Winzer bewirtschaften rund 30 Hektar Rebfläche an den Südhängen des Hermannsbergs, insbesondere in den Lagen „Kronberg“ und „Himmelsbühl“. Dort bauen sie vor allem weiße Rebsorten wie [[Müller-Thurgau]], [[Silvaner]] und [[Bacchus (Rebsorte)|Bacchus]] an, aber auch Rotweine wie [[Domina (Rebsorte)|Domina]] und [[Dornfelder]] gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Einige Winzer produzieren sogar den seltenen Frankensekt. Der Vertrieb erfolgt über den Weinhandel sowie über eigene Winzerstuben und [[Straußwirtschaft|Heckenwirtschaften]], die abwechselnd ganzjährig geöffnet sind. Diese traditionellen Ausschankbetriebe bieten ausschließlich selbst erzeugte Weine an und zeichnen sich durch eine gemütliche, rustikale Atmosphäre aus. Während früher auch private Räume wie Wohnungen oder Scheunen genutzt wurden, sorgen die heutigen Betriebe für ein angenehmeres Ambiente.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle |url=https://spd-sand-am-main.de/ortsverein/geschichte/im-winzerdorf-sand-am-main-feiert-man-kirchweih/|titel=Winzerdorf Sand a. Main |werk=spd-sand-am-main.de|zugriff=2025-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die versunkene Mühle in der „Grube“ – eine Sander Sage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einst stand östlich von Sand, nahe der heutigen „Kappel“ von Maria Limbach, eine große Mühle namens „Grubenmühle“ direkt am Main. Sie war gut befestigt, von einer Mauer umgeben und gegen Räuber geschützt. Der Müller und seine Leute galten jedoch als gottlos und zügellos: Sie mieden die Kirche, verspotteten Gläubige, lebten in Ausschweifung und quälten sogar Bettler. Als Strafe für diese Frevel ließ ein göttliches Unwetter die Erde aufreißen und die Mühle samt ihren Bewohnern in den Fluten versinken. Nur ein Einwohner entkam – wurde aber kurz vor Zeil vom Blitz erschlagen.&lt;br /&gt;
Bis heute erzählt man sich, dass man an bestimmten Sommertagen bei ruhigem Wasser noch die Umrisse der Mühle oder gar das alte Mühlrad im Wasser erkennen könne – ein geisterhafter Nachhall vergangener Sünden.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle |url=https://spd-sand-am-main.de/workspace/media/static/2016-sander-sage-versunkende-m-57cda9b24c079.pdf|titel=Eine Sander Sage (PDF-Datei)|werk=spd-sand-am-main.de|zugriff=2025-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 2697 auf 3139 um 442 Einwohner bzw. um 16,4 %. 2004 hatte die Gemeinde 3203 Einwohner.&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle: BayLfStat&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; caption=&amp;quot;Impressionen&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
Sander Weinfest 2011.jpg|Altmain-Weinfest 2011&lt;br /&gt;
Sand a Main Baggersee.jpg|Baggersee bei Sand&lt;br /&gt;
Baggersee2 Sand a Main.jpg|Blick auf die „Hohe Wann“&lt;br /&gt;
Angelsport Sand am Main.jpg|Angelsport in Sand&lt;br /&gt;
Sand a Main Marktplatz.jpg|Marktplatz&lt;br /&gt;
Sport- und Kulturzentrum Sand am Main.jpg|Das Sport- und Kulturzentrum&lt;br /&gt;
Kirchplatz Sand am Main.jpg|[[St. Nikolaus (Sand am Main)|Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus]]&lt;br /&gt;
Pfarrgasse Sand a Main W.jpg|Der Kirchplatz zur Pfarrgasse&lt;br /&gt;
Dorfbrunnen Sand am Main.jpg|Der Dorfbrunnen an der Zeiler Straße&lt;br /&gt;
Sand Main Altarm.jpg|Altarm des Mains/Sandwörth&lt;br /&gt;
Gewaesserlehrpfad Sand.jpg|Der Gewässerlehrpfad am Altmain&lt;br /&gt;
Sand Main Ueberflutung 2013.jpg|Überflutung der Zeiler Straße&amp;lt;br /&amp;gt; im Jahr 2013&lt;br /&gt;
Campingplatz Sand am Main 18102025.jpg|Campingplatz am Sander Baggersee&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Flagge Sand a. Main.svg|mini|hochkant=0.6|Gemeindeflagge von Sand am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
[[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]] ist seit dem 1. Juli 2023 Jörg Kümmel (Freie Sander Bürger). Kümmel folgte auf den seit 1993 amtierenden Bernhard Ruß (SPD).&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinderatswahlen seit 2002 erbrachten folgende Sitzverteilungen&lt;br /&gt;
{| width=&amp;quot;60%&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;2&amp;quot; border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEEEEE&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| || [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] || [[SPD Bayern|SPD]] || [[Freie Wähler Bayern|Freie Sander Bürger]] &lt;br /&gt;
|ökologisch-humorvoll-anders (öha)|| [[Wählergruppe|Junge Bürger]] || Gesamt&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 2002 || 6 || 4 || 4 &lt;br /&gt;
|–|| 2 || 16 Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Bayern 2008|2008]] || 8 || 4 || 4 &lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
| – || 16 Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Kommunalwahlen in Bayern 2014|2014]] || 8 || 4 || 4 &lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
| – || 16 Sitze&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Kommunalwahlen in Bayern 2020|2020]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.hassberge.de/sand/Wahl-2020-03-15/09674195/html5/Gemeinderatswahl_Bayern_22_Gemeinde_Gemeinde_Sand_aMain.html |titel=Wahl des Gemeinderats – Kommunalwahlen 2020 der Gemeinde Sand a.Main – Gesamtergebnis |abruf=2020-12-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|7&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|–&lt;br /&gt;
|16 Sitze&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung=&lt;br /&gt;
|Blasonierung   = Schräg links geteilt von Rot und Gold; oben ein schräg links gestellter silberner Fisch, unten ein schwarzer Henkelkorb.&lt;br /&gt;
|Quelle         = {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
|Begründung     =Die Mainfischerei spielte für Sand am Main seit jeher eine bedeutende Rolle – im Gemeindewappen symbolisiert durch einen heraldisch stilisierten Fisch. Ab dem 18. Jahrhundert entwickelte sich die Korbflechterei zu einem zentralen Erwerbszweig der Bevölkerung, dessen wirtschaftliche Bedeutung bis in die Gegenwart spürbar bleibt. Als Zeichen dieser Tradition wurde ein Henkelkorb in das Wappen aufgenommen, der die handwerkliche Prägung des Ortes würdig repräsentiert.&lt;br /&gt;
|Zusatz         =Das Wappen wurde 1974 eingeführt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmäler ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Nikolaus (Sand am Main)}}&lt;br /&gt;
=== Baudenkmäler ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Baudenkmäler in Sand am Main}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodendenkmäler ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Bodendenkmäler in Sand am Main}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| align       = right&lt;br /&gt;
| Richtung    = vertical&lt;br /&gt;
| Breite      = 150&lt;br /&gt;
| center      = 1&lt;br /&gt;
| Bild1       = Logo der Gemeinde Sand a. Main.svg&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = Logo der Gemeinde Sand a.Main&lt;br /&gt;
| Bild2       = Rc-car-sand.jpg&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = [[RC-Car]] Rennen in Sand&lt;br /&gt;
| Bild3       = Abzeichen 1 SKK Alle Neun Sand.svg&lt;br /&gt;
| Untertitel3 =Abzeichen des Kegelklubs „SKK Alle Neun Sand“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Ein [[tradition]]eller Zweig der Landwirtschaft, der [[Weinbau]], ist auch heute noch in Sand lebendig. Die ortsansässigen [[Winzer]] bauen an den Berghängen rund um das Dorf ihren [[Wein]] an. Das sommerliche Altmain-Weinfest ist der Höhepunkt im Veranstaltungsjahr. Mit mittlerweile etwa 50.000 Besuchern an vier Tagen ist es eines der meistbesuchten Feste in der Umgebung. Außerdem betreiben zurzeit etwa acht Sander Winzer eine eigene [[Heckenwirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Korbmacherei ===&lt;br /&gt;
Die [[Korbflechterei|Korbmacherei]] blühte im 18. Jahrhundert auf und entwickelte sich in den nächsten 200 Jahren zum wichtigsten Wirtschaftszweig der Gemeinde. Heute spielt die Korbmacherei jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle, stärker ausgeprägt ist jetzt der Korbhandel, auf den sich einige Betriebe spezialisiert haben und teilweise auch international tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
* zwei Kilometer bis zur Autobahn [[Bundesautobahn 70|A 70]]&lt;br /&gt;
* Sand liegt südlich des [[Schiffbarkeit|schiffbaren]] [[Fluss]]es [[Main]].&lt;br /&gt;
* zwei Kilometer bis zur [[Bundesstraße 26|B 26]]&lt;br /&gt;
* zwei Kilometer bis zur [[Bahnstrecke Bamberg–Rottendorf]] (Bahnhof &amp;#039;&amp;#039;[[Zeil am Main|Zeil]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freizeit ===&lt;br /&gt;
* [[Campingplatz|Dauercampingplatz]] am Sander [[Baggersee]]&lt;br /&gt;
* [[Tennis]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;plätze&lt;br /&gt;
* [[Kegeln|Kegel]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;bahn im Sportheim des „SKK Alle Neun Sand“ (70-jähriges Bestehen (2024))&amp;lt;ref&amp;gt;Sander Gemeindenachrichten vom 26. Januar 2024, Jahrgang 48 Nr. 1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Motocross]]/Offroad Rennstrecke und [[RC-Car]] Rennstrecke des „MSC Sand 1951 e.&amp;amp;nbsp;V.“&lt;br /&gt;
* Verschiedene Möglichkeiten zum [[Angeln (Fischfang)|Angeln]] am Main, Altmain und an den Baggerseen&lt;br /&gt;
* Zahlreiche Wandermöglichkeiten in den nahe gelegenen Naturparks [[Naturpark Haßberge|Haßberge]] und [[Naturpark Steigerwald|Steigerwald]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Sand am Main}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Einige Nachrichten von dem Bambergischen Dorfe Sand am Mayn im Kastenamte Zeil}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sand-am-main.de/ Offizielle Website der Gemeinde]&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|9674195}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive=&amp;quot;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Haßberge}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ort im Landkreis Haßberge]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Sand am Main| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fornax</name></author>
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