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	<title>San Zaccaria - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T04:30:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=San_Zaccaria&amp;diff=744354&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hans-Jürgen Hübner: /* Geschichte von Kloster und Kirche */</title>
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		<updated>2026-04-11T13:23:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte von Kloster und Kirche&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:San Saccharia 2025.jpg|mini|Westfassade mit Campanile, gesehen vom Campo San Zaccaria]]&lt;br /&gt;
[[Datei:San Zaccaria Inneres 2025.jpg|mini|San Zaccaria, Innenansicht]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;San Zaccaria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine dem heiligen [[Zacharias (Vater des Johannes)|Zacharias]] geweihte Kirche, die zu einem gleichnamigen Nonnenkloster gehörte. Sie befindet sich im traditionellen Stadtteil ([[Sestiere]], Stadtsechstel) [[Castello]] in [[Venedig]]. Zur Pfarrei San Zaccaria gehört auch die [[Basilika (Bautyp)|Basilica]] San Giorgio Maggiore auf der [[San Giorgio Maggiore|gleichnamigen Insel]], obwohl die Insel zum Stadtteil [[San Marco (Sestiere di Venezia)|San Marco]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte von Kloster und Kirche ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chiese di Castello.png|mini|San Zaccaria im Südwesten des Sestiere Castello in der Altstadt von Venedig]]&lt;br /&gt;
Das Kloster San Zaccaria war neben dem Kloster San Lorenzo das älteste und wichtigste der venezianischen Nonnenklöster, in denen die reichen Venezianer ihre unverheirateten Töchter, ausgestattet mit einer guten Mitgift, unterbrachten. Die angebliche Gründung des Klosters durch den [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] [[Kaiser]] [[Leo V. (Byzanz)|Leo V.]], genannt der Armenier, ist eine Legende. Vielmehr wurde das Kloster im 9. Jahrhundert vermutlich durch den [[Doge von Venedig|venezianischen Dogen]] [[Giustiniano Particiaco]] (früher Partecipazio) gegründet, in dessen Testament von 828/829 es erstmals erwähnt wird. Zwischen dem 9. und dem 12. Jahrhundert diente San Zaccaria als Grabstätte für acht Dogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Dellwing]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchen&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; San Zaccaria in Venedig. Eine ikonologische Studie&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für Kunstgeschichte]] 37 (1974) 224–234, hier: S. 224.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Äbtissinnen entstammten den einflussreichsten Familien der Stadt, so etwa [[Johanna (ductrix)|Johanna]], die zuvor mit einem der Dogen verheiratet gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einweihungsmesse 864 wurde der Doge [[Pietro Tradonico]] beim Verlassen der Kirche von Verschwörern erschlagen. Ein weiterer Doge, [[Vitale Michiel II.]], wurde am 28. Mai 1172 in unmittelbarer Nähe der Kirche ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster war reich begütert, vor allem in der Stadt Venedig selbst, wo es Quellen des 14. Jahrhunderts zufolge 153 Häuser besaß, aber auch auf dem Festland, der [[Terraferma]], so vor allem in [[Monselice]] im Gebiet von [[Padua]] und in Ronco im Gebiet von [[Verona]]. Sowohl das Areal, auf dem sich der [[Markusdom]] erhebt, wie auch ein großer Teil der heutigen [[Piazza San Marco]] gehörten ursprünglich zum Besitz von San Zaccaria. Der 26 m hohe Campanile entstand im 13. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Cesare Augusto Levi: &amp;#039;&amp;#039;I campanili di Venezia. Notizie storiche&amp;#039;&amp;#039;, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, n. 178, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster hatte stets enge Beziehungen zu den Dogen und erfreute sich immer der Wertschätzung durch die venezianische [[Signoria]], die das Kloster an Ostern in einer feierlichen Prozession besuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Säkularisation]] durch [[Napoleon]] im Jahr 1810 wurden die Klostergebäude in eine Kaserne umgewandelt, die heute von den [[Carabinieri]] genutzt wird. Die Kirche wurde von der Säkularisation nicht betroffen und dient heute als Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte und Fassade==&lt;br /&gt;
[[Datei:Francesco Guardi 035.jpg|mini|200px|[[Francesco Guardi]], Osterprozession des Dogen nach San Zaccaria, um 1775–80, Öl auf Leinwand, 67 × 98 cm, [[Louvre]]]]&lt;br /&gt;
Der große neuere Kirchenbau schließt sich links an einen älteren Vorgängerbau von 1440 an. Die beiden Kirchen stehen aber nicht isoliert nebeneinander, sondern gehen, wie es gelegentlich vorkam, ineinander über. Das linke Seitenschiff der älteren wurde zum rechten der höheren jüngeren Kirche umgestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der um 1458 von [[Antonio Gambelli]] begonnenen dekorativen Fassade war bei seinem Tod 1481 nur das an die Chorschranken von [[Santa Maria Gloriosa dei Frari]] erinnernde Sockelgeschoss vollendet. Hier enthalten die vegetabilen Rahmen der Tondi Halbfiguren von Propheten. In den letzten zwei Jahrzehnten des 15.&amp;amp;nbsp;Jhs. ab 1483 vollendete [[Mauro Codussi]] die Fassade mit einem Giebel, wie er ihn schon für [[San Michele (Insel)|San Michele]] entwickelt hatte. Der Bau ist in seiner heutigen Gestalt eigentlich gotisch –&amp;amp;nbsp;daher die Höhe&amp;amp;nbsp;–, was man außen kaum bemerkt. Das liegt daran, dass das gotische Grundmuster der Fassade von den Renaissance-Motiven der oberen Fassadenhälfte dominiert wird. Auch die Fassadengliederung durch vier Strebepfeiler lässt den Mittelteil höher erscheinen. Eine verwitterte Marmorstatue von [[Alessandro Vittoria]] steht über dem Portal. Das dreischiffige Langhaus und der [[Polygon|polygonale]] [[Chor (Architektur)|Chor]] wurden bereits in der ersten Bauphase angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Perspective à Venise-balance.jpg|mini|250px|Giovanni Bellini: Sacra Conversazione]]&lt;br /&gt;
=== Bellinis Sacra Conversazione ===&lt;br /&gt;
Die Hauptattraktion der Kirche und zugleich ein bedeutendes Renaissance-Gemälde ist [[Giovanni Bellini]]s [[Sacra Conversazione]] aus dem Jahr 1505 im linken Seitenschiff, das ungefähr zur gleichen Zeit gemalt wurde wie Leonardos Mona Lisa. Giovanni Bellini, ein wichtiger Vertreter der  venezianischen [[Frührenaissance]], ist bekannt für den Gebrauch bis heute anhaltender leuchtender, warmer Farben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bellinis Bild zeigt die Kompositionsprinzipien der Renaissancegemälde auf und auch die für die frühe venezianische Malerei typische Verschmelzung der Farben und deren plastische Wirkung im Unterschied zum von Vasari für die Florentiner Malerei herausgestellten „[[Disegno (Kunsttheorie)|disegno]]“.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eines der Hauptprobleme, mit denen sich die Maler der Zeit in Theorie und Praxis auseinandersetzten, war die Darstellung eines plausiblen Raumes auf einer ebenen Fläche mit Hilfe der [[Zentralperspektive]]. Man bevorzugt eine klare, übersichtliche Ordnung des Bildes durch deutliche waagerechte und senkrechte Elemente wie beispielsweise die Architektur im Bild oder durch die aufrecht stehenden Personen auf dem betont waagerechten Boden und durch deutlich voneinander geschiedene einzelne Motive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gemalte Architektur ist bei Bellini keine bloße Hintergrundfolie, sondern setzt eigene Gegenakzente zur vorderen Gruppe der Heiligen. Der obere Teil des Bildes greift mit seiner aufwendigen Schilderung einer Nischenarchitektur den tatsächlichen Bildrahmen auf, für den es konzipiert wurde und in dem es sich heute noch befindet. Wenn man genau hinsieht, bemerkt man, dass die beiden [[Pilaster]] ganz außen und der Überfangbogen nicht gemalt sind. Das ist bereits die Kirchenwand. Das Bild nimmt also direkten Bezug zur Architektur der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild ist streng symmetrisch angelegt: Die Mitte des Bildes ist deutlich durch die auf einem Thron sitzende Maria betont und durch den musizierenden Engel zu ihren Füßen. Die beiden Personengruppen an den Seiten sind symmetrisch angeordnet bis zu der Kopfhaltung der Frauen. Dargestellt sind der Apostel [[Simon Petrus|Petrus]] in den für ihn typischen Farben Gelb und Blau, mit seinem Schlüssel und einem Buch, der in Rot gekleidete Kirchenvater [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]], hinter ihm die Heilige [[Lucia von Syrakus]] mit dem Glas, in dem ihre beiden Augen schwimmen, und schließlich die Heilige [[Katharina von Alexandria|Katharina]] mit der [[Märtyrerpalme]] und dem Symbol für ihr Martyrium, dem Rad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bellini zeigt seine Figuren in großer Ruhe und Gemessenheit, jede ist ein tektonisches Gebilde für sich. Das Bild ist gleichmäßig ausgeleuchtet und die Motive sind sorgfältig über die Bildfläche verteilt – und das Ganze in wunderbar leuchtenden Farben. Hier haben wir das klassische venezianische Renaissance-Bild vor uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Crypt of San Zaccaria church, Venice.jpg|mini|Die Krypta im Jahr 2007. Sie steht wohl dauerhaft unter Wasser.]]&lt;br /&gt;
* [[Herbert Dellwing]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchen&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; San Zaccaria in Venedig. Eine ikonologische Studie&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für Kunstgeschichte]] 37 (1974) 224–234.&lt;br /&gt;
* Andrea Rosemann: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche San Zaccaria in Venedig&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, TU Berlin 1992. ([http://webdoc.sub.gwdg.de/ebook/diss/2003/tu-berlin/diss/1992/rosemann_andrea.pdf Volltext] (PDF-Datei; 4&amp;amp;nbsp;MB))&lt;br /&gt;
* Silvia Carraro: &amp;#039;&amp;#039;Dominae in claustro: San Zaccaria tra politica, società e religione nella Venezia alto medievale&amp;#039;&amp;#039;, in: Reti Medievali Rivista 20 (2019) 373–404. ([https://www.academia.edu/40556457/Dominae_in_claustro_San_Zaccaria_tra_politica_società_e_religione_nella_Venezia_altomedievale_Reti_Medievali_Rivista_20_1_2019 academia.edu])&lt;br /&gt;
* [[Irmgard Fees]]: &amp;#039;&amp;#039;Le monache di San Zaccaria a Venezia nei secoli XII e XIII&amp;#039;&amp;#039; (= Quaderni, 53 des [[Deutsches Studienzentrum in Venedig|Deutschen Studienzentrums in Venedig]]), Venedig 1998. ([https://repository.dszv.it/servlets/MCRFileNodeServlet/dszv_derivate_00000093/Quaderno%2053.pdf online], PDF)&lt;br /&gt;
* Gary M. Radke: &amp;#039;&amp;#039;Nuns and Their Art: The Case of San Zaccaria in Renaissance Venice&amp;#039;&amp;#039;, in: Renaissance Quarterly 54 (2001) 430–459. DOI: https://doi.org/10.2307/3176783&lt;br /&gt;
* Anna Rappetti: &amp;#039;&amp;#039;Una comunità e le sue badesse. Organizzazione e reclutamento a San Zaccaria (IX–XIII secolo)&amp;#039;&amp;#039;, in: Bernard Aikema, Massimo Mancini, Paola Modesti (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;In centro et oculis urbis nostre. La chiesa e il monastero di San Zaccaria&amp;#039;&amp;#039;, Marcianum Press, Venedig 2016, S. 23–36. ([https://iris.unive.it/bitstream/10278/3673711/1/05_San%20Zaccaria%202016_RAPETTI.pdf online], PDF)&lt;br /&gt;
* [[Herbert Rosendorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Kirchenführer Venedig&amp;#039;&amp;#039;, Edition Leipzig, 2008, 2. Aufl., E. A. Seemann, 2013, S. 161 f.&lt;br /&gt;
* [[Flaminio Corner]]: &amp;#039;&amp;#039;Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia&amp;#039;&amp;#039;, Padua 1758, S. 125–133. ([https://archive.org/details/notiziestoriched00corn/page/124/mode/2up Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|San Zaccaria (Venice)|San Zaccaria}}&lt;br /&gt;
* [http://venedig.jc-r.net/kirchen/san-zaccaria.htm San Zaccaria] Jan-Christoph Rößler, Venedig&lt;br /&gt;
* [https://1600anni.archiviodistatovenezia.it/mostra-documentaria/percorso-mostra/10-mostra/citta-e-dogado/9-donazione-di-terreni-da-parte-del-vescovo-di-verona-adelardo-i-al-conte-ingelfredo.html &amp;#039;&amp;#039;Donazione di terreni da parte del Vescovo di Verona Adelardo I al conte Ingelfredo&amp;#039;&amp;#039;], 1. September 906, Staatsarchiv Venedig, mit Abbildung (ältestes Dokument aus dem Fundus des Klosters, Kopie aus dem späten 12. Jahrhundert), Teile der Güter wurden 914 an das Kloster weitergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=45/26/5/N |EW=12/20/36/E |type=landmark |dim=100 |region=IT-VE}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4416010-0|VIAF=242274916}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkulturerbe Venedig und seine Lagune]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Sestiere Castello|Zaccaria]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster in Venetien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zachariaskirche|Venedig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Patriarchat von Venedig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Venedig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Renaissancebauwerk in Venedig|Zaccaria]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hans-Jürgen Hübner</name></author>
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