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	<title>San Pantalon - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=San_Pantalon&amp;diff=1870741&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hans-Jürgen Hübner am 28. April 2026 um 20:41 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-28T20:41:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Venezia - chiesa di San Pantaleone.jpg|miniatur|Die Fassade von San Pantalon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chiesa di San Pantaleone Martire&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bekannt als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;San Pantalon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im [[Venetische Sprache (romanisch)|venezianischen Dialekt]], ist eine Kirche im venezianischen [[Sestiere]] [[Dorsoduro]]. Sie liegt am gleichnamigen Campo und ist dem Heiligen [[Pantaleon (Heiliger)|Pantaleon]] gewidmet – eine Beziehung zur Figur des [[Pantalone]] aus der venezianischen [[Commedia dell’arte]] besteht dabei nicht. Eine geplante Marmorverkleidung der Fassade scheiterte (wahrscheinlich) aus finanziellen Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Church of San Pantalon - The bell tower seen from the Calle della Scuola (Venice).jpg|mini|Glockenturm]]&lt;br /&gt;
Der Kult des Heiligen [[Pantaleon (Heiliger)|Pantaleon]] aus [[Nikomedia]] in [[Bithynien]], der den Verfolgungen unter Kaiser [[Maximian]] zum Opfer gefallen sein soll, erscheint in den Quellen erstmals im 11. Jahrhundert. Seine Verehrung, darauf weist die Verbindung mit dem [[Theodor Tiro|Heiligen Theodor]] in den Mosaiken der [[Markusbasilika]] hin, wo sich auch eine [[Armreliquie]] des Heiligen befindet, die bis zur Restaurierung von 1886 eine griechische Inschrift aufwies, kam aus Byzanz, möglicherweise über [[Ravenna]]. Das &amp;#039;&amp;#039;Kalendarium Venetum&amp;#039;&amp;#039;, das älteste [[Kalendarium]] Venedigs, vermerkt den Heiligen unter dem 28. Juli, doch wurde sein Name erst im 15. Jahrhundert in die [[Messbuch|Messbücher]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Quellen erscheint die Kirche San Pantalon erstmals in einem Privileg Papst [[Alexander III. (Papst)|Alexanders III.]] aus dem Jahr 1161. Ihre Gemeinde umfasste bis Anfang des 19. Jahrhunderts auch die späteren Gemeindegebiete der [[Santa Maria Gloriosa dei Frari|Frari]], [[Carmini]] und [[San Nicola da Tolentino (Venedig)|Tolentini]]. Heute ist das Gebiet sehr viel kleiner und wird vom [[Canal Grande]] im Osten, vom Rio della Frescada im Norden, dann im Westen von der Salizzada Falier und der Calle Falier nahe dem Rio del Malcanton begrenzt, im Süden schließlich vom Rio di Ca’Foscari und dem Rio di San Pantalon. Der Name des kleinen Campiello del Traghetto weist darauf hin, dass zumindest bis zum 16. Jahrhundert keine Brücke den letztgenannten Rio überspannte, sondern, dass dort Gondeln als Fähren verkehrten. Da auch die von dort erreichbare Kirche [[Santa Margherita (Venedig)|Santa Margherita]] einer Heiligen aus dem Osten geweiht war, mutmaßte Antonio Niero 1976, dass sich dort vor allem griechische Händler angesiedelt hatten. Möglicherweise befand sich dort ein entsprechendes Handelshaus, ein sogenannter &amp;#039;&amp;#039;fontego&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;fondaco&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seit mindestens 1161 bestehende Kirche wurde 1222 auf Initiative des Pfarrers Semitecolo renoviert. Dabei war die Orientierung der Kirche, wie der Plan des [[Jacopo de’ Barbari]] von 1500 zeigt, noch anders als heute. Die Fassade wies nämlich auf den Rio Mosca, also ostwärts. Dieser wurde durch eine kleine Brücke überspannt, der [[Campanile]] befand sich bereits jenseits des Rios. Der Grundriss der Kirche war quadratisch. Sie wies drei [[Kirchenschiff|Schiffe]] auf, wobei das höhere Mittelschiff durch eine durchfensterte, polygonale [[Apsis]] abgeschlossen war. Eine Reihe von [[Altar|Altären]] kam im 15. und 16. Jahrhundert hinzu, wobei die von [[Andrea Palladio]] konzipierte &amp;#039;&amp;#039;cappella maggiore&amp;#039;&amp;#039; von 1557 den baulichen Höhepunkt darstellte. Diese wurde jedoch Ende des 17. Jahrhunderts beseitigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl aus statischen Gründen musste die Kirche neugebaut werden. Unter der Federführung des Trevisaner Architekten [[Francesco Comin]] entstand das neue Bauwerk zwischen 1668 und 1686. Dabei wurde die Kirche, die sich entsprechend den Vorstellungen der Zeit auf den Campo zu öffnen hatte, also nicht mehr auf den Rio, um 90° gedreht. Das [[Chor (Architektur)|Presbyterium]] befand sich nun im Norden, die Fassade mit ihren drei Portalen wies demzufolge Richtung Süden. Allerdings blieb die Fassade bis heute unvollendet. Der Hauptaltar von 1671 geht auf [[Giuseppe Sardi (Architekt, 1624)|Giuseppe Sardi]] zurück. Um 1720 wurde auch der freistehende Glockenturm, der Campanile, neugebaut. Er wird [[Tommaso Scalafarotto]] zugeschrieben. 1722 wurde eine kleine rechteckige Kapelle links des Presbyteriums angefügt, benannt &amp;#039;&amp;#039;Santo Chiodo&amp;#039;&amp;#039; nach den Reliquien, die die Äbtissin des [[Santa Chiara (Venedig)|Klarissenklosters auf der Insel Santa Chiara]] der Kirche überlassen hatte. 1732 wurde der 46 m hohe [[Campanile]] erbaut; bei dieser Gelegenheit wurde die Glocke von 1471 eingeschmolzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cesare Augusto Levi: &amp;#039;&amp;#039;I campanili di Venezia. Notizie storiche&amp;#039;&amp;#039;, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, n. 145, S. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1744 entstand das [[Oratorium (Kirchenbau)|Oratorium]] mit Spuren von [[Fresko|Fresken]], die [[Pietro Longhi]] schuf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Reihe von Altären steuerten die [[Scuole|Bruderschaften]] bei. So stiftete die Confraternità &amp;#039;&amp;#039;Santissimo Sacramento&amp;#039;&amp;#039; 1513 einen Altar, dann 1538 die &amp;#039;&amp;#039;Fraterna dei Sacerdoti&amp;#039;&amp;#039; unter dem Namen der &amp;#039;&amp;#039;Beata Vergine Concetta&amp;#039;&amp;#039;, 1541 die [[Scuola dei Laneri]], die sie dem heiligen [[Bernhardin von Siena|Bernardino]] widmete, schließlich 1577 ein Altar der &amp;#039;&amp;#039;Confraternità della Visitazione della Beata Vergine&amp;#039;&amp;#039; und 1583 der &amp;#039;&amp;#039;Annunciata&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Da Villa Urbani, Stefania Mason: &amp;#039;&amp;#039;Chiesa di San Pantalon. Arte e devozione&amp;#039;&amp;#039;, Marsilio, Venedig 1994, S. 10–12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Deckengemälde von [[Giovanni Antonio Fumiani|Gian Antonio Fumiani]], das das &amp;#039;&amp;#039;Martyrium und die Apotheose&amp;#039;&amp;#039; des Namenspatrons darstellt. Es handelt sich dabei nicht um ein Fresko, sondern um eines der größten Leinwandgemälde der Welt. Von 1680 bis 1704 arbeitete Fumiani an dem Werk, das aus etwa 40 aneinander gefügten Leinwandbildern besteht. Dass der Künstler nach Vollendung des Werkes vom Gerüst zu Tode stürzte, ist angesichts der Lebensdaten Fumianis (1643–1710) wahrscheinlich eine Legende. Das Deckengemälde weist auffallende Ähnlichkeiten mit dem Deckenfresko &amp;#039;&amp;#039;Apotheose des heiligen Ignatius&amp;#039;&amp;#039; in der Kirche [[Sant’Ignazio (Rom)|Sant’Ignazio]] in [[Rom]] auf, das der Maler [[Andrea Pozzo]] fast zeitgleich (1685 bis 1694) schuf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Seitenkapellen finden sich einige weitere prominente Werke: &amp;#039;&amp;#039;Der Heilige Pantaleon heilt einen Knaben&amp;#039;&amp;#039;, ein Spätwerk von [[Paolo Veronese]], sowie eine &amp;#039;&amp;#039;[[Marienkrönung]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Antonio Vivarini]] und [[Giovanni d’Alemagna]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;180px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martyrdom and Apotheosis of St Pantalon - GianAntonio Fumiani.j.jpg|Deckengemälde in San Pantalon&lt;br /&gt;
Interior of San Pantaleone (Venice) Organo.jpg|[[Orgel]], Op. 400 von [[Gaetano Callido]]&lt;br /&gt;
Interior of San Pantaleone (Venice) Fonte battesimale.jpg|[[Taufbecken]]&lt;br /&gt;
Antonio Vivarini San Pataleon.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Marienkrönung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br&amp;gt; von Antonio Vivarini und Giovanni d’Alemagna&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ester Brunet, Silvia Marchiori: &amp;#039;&amp;#039;La chiesa di San Pantalon a Venezia&amp;#039;&amp;#039;, Marcianum, 2016.&lt;br /&gt;
* Maria Da Villa Urbani, Stefania Mason: &amp;#039;&amp;#039;Chiesa di San Pantalon. Arte e devozione&amp;#039;&amp;#039;, Marsilio, Venedig 1994 (47 S.).&lt;br /&gt;
* Marion Kaminski: &amp;#039;&amp;#039;Venedig – Kunst und Architektur&amp;#039;&amp;#039;, Könemann, 2005, ISBN 3-8331-1308-1, S. 270–272.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Rosendorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Kirchenführer Venedig&amp;#039;&amp;#039;, Edition Leipzig, 2008, 2. Aufl., E. A. Seemann, 2013, S. 103–106.&lt;br /&gt;
* [[Flaminio Corner]]: &amp;#039;&amp;#039;Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia&amp;#039;&amp;#039;, Padua 1758, S. 424–427. ([https://archive.org/details/notiziestoriched00corn/page/424/mode/2up Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|San Pantaleone (Venice)|San Pantalon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=45/26/8.44627/N|EW=12/19/28.879437/E|type=landmark|dim=300|region=IT-VE}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkulturerbe Venedig und seine Lagune]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Sestiere Dorsoduro|Pantalon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pantaleonskirche|Venedig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Patriarchat von Venedig|Pantaleon]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hans-Jürgen Hübner</name></author>
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